Lockere Dübel, Möbelverbindungen u.ä. fest verankern

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Als Frau allein steht man öfter vor Problemen, die handwerkliches Wissen und Ideen erfordern. Eines tritt in meiner Altbauwohnung immer wieder auf: Entweder kommt man mit der Bohrmaschine überhaupt nicht in die Ziegel einer Wand oder aber - meist - fällt einem der Putz entgegen, so dass die Dübel überhaupt nicht halten. Eine Art Slapstick-Nr. entstand dabei, als ich eine Seilspanngarnitur befestigen wollte. Immer, wenn ich den Dübel auf der einen Seite vergipst hatte und mir später die andere Seite vornahm, sprang der auf der gegenüberliegenden Seite durch die Spannung wieder heraus. Auch handwerklich erfahrene Männer hatten keine Idee mehr.

Da fiel mir einmal bei Aldi eine 2-Komponentenklebeknete (Tesa) in die Hände (auch im Baumarkt). Sieht aus wie Knete in einem Plastikröhrchen. Ein Stück davon abschneiden, Masse schön durchkneten bis sie weich ist, in die zu klebende Öffnung streichen und durch Druck einige Zeit fixieren und festkleben lassen. Hält erstaunlich!

Inzwischen habe ich damit auch Lampen an der Decke haltbar fixiert und sogar Schrauben in Möbel! Die männlichen Helfer genierten sich zunächst bei der ungewohnten Methode, waren letztlich aber alle überzeugt.

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11 Kommentare


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#1
13.4.13, 11:08
wieder einmal begreife ich nicht, weswegen der tipp erstellt und auch noch freigeschaltet wurde. für diese und weitere einsatzgebiete wurde das produkt hergestellt. also funktioniert es so, wie es soll. kein daumen von mir. ich würde auch keinen verteilen, wenn man den tipp gibt, man kann zum umrühren im suppentopf prima einen löffel verwenden.
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#2 Tinetews
13.4.13, 15:49
@seidenloeckchen: Leider sind nicht alle Frauen so klug, dass sie das Sortiment eines Baumarktes und die Möglichkeiten intus haben... Da dieses Produkt auch für alle befragten Handwerker-Männer neu war, gehe ich davon aus, dass es doch viele gar nicht kennen.
#3
13.4.13, 17:15
Für jede Wand gibt es einen passenden Dübel. Du hast für dich diese "Knetmasse" gefunden.
Was du meinst, ist sicherlich ein Backstein, der gerne für innere Wände genommen wurde.
Ein altes Haus wurde nun mal aus den Materialien gebaut, die zur Verfügung standen. Das kann von Holz bis Stroh alles sein.
Entweder war das Bohrgewinde größer als dein Dübel, oder du hast beim Bohren etwas getroffen, (weiche Baumaterialien, zb Stroh) die einfach nicht so schweres Interieur tragen können .

Bevor ich mir nun ne Knetmasse aus dem Aldo oder sonstwoher organisiere, versuche ich lieber, das Bohrloch mit einem festeren Naturmaterial zu füllen. Nämlich Holz.

Einfach in das Bohrloch einen passenden Holzscheit eingeben, das Übermaterial absägen und dann die Schraube reindrehen.

Passt, wackelt und hat Luft
(das mit der Luft ist nicht ernst gemeint)
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#4 Tinetews
13.4.13, 18:04
Toller Tipp, den wir natürlich kennen, aber wir hatten alles bereits versucht.

Das oberste Stockwerk unseres Hauses wurde im Krieg zerstört und ist einfach sehr schlecht nachgemauert worden, da es kaum Material gab. Man weiß daher nie, was hinter dem Putz - sofern einer da ist - steckt.

Es war nur ein Tipp für Fälle bei denen schon vieles versucht wurde, aber es bisher keinen Erfolg gab.
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#5
13.4.13, 20:16
Wenn man vor Verzweiflung über bröckelnden Putz einen Ratschlag erhält, um Abhilfe zu schaffen, ist das für mich ein TIPP.
Da man während der Montage eh nicht die Zeit hat, um im Baumarkt lange nachzufragen oder zu suchen, ist dieser Hinweis doch Gold wert.
Nix muß angerührt, nix dafür versaut werden...so what ???
...und mit Seilspannern haben wir auch schon ne Odyssee hinter uns, danke für Deinen Tipp, Tinetews !
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#6
13.4.13, 21:47
Guter Tipp! Wird gespeichert. Hab bei mir zu Hause auch solche Altbauwände wo einem beim Bohren der Putz entgegen fällt und das Loch immer größer wird.
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#7
13.4.13, 23:03
Da ich dieses Problem mit einer leichten Gardinenstange hatte (ohne Befestigungsmaterial geliefert), kann ich es gut verstehen. Ich habe mir eine Tube -KLEBEN STATT BOHREN- gekauft und die Halterungen mit der Masse auf der Wand befestigt (48Std. trocknen lassen) und die Gardinenstange bleibt da wo sie sein soll, an der Wand. Ist ideal für Holz, Putz, Beton, Gips, Styropor, Keramik und was es sonst noch gibt.
Somit brauche ich für kleinere Aufhängungen nicht die Bohrmaschine einzusetzen.
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#8
14.4.13, 16:38
@Tinetews: Hier hast du sehr vielen weitergeholfen mit deinem Tipp, du hast etwas gefunden, dass dir dein Problem gelöst hat und das willst du weiter geben. Dafür sage ich tausend Dank!
Ich kann User, die hier etwas auszusetzen haben, nicht ausstehen!
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#9
14.4.13, 18:01
Finde den Tipp spitze, habe ein Möbelstück aus Kiefernholz, bei dem die Schraublöcher nach mehreren Umzügen ausgeleiert sind, Schrauben halten nun nicht mehr. Werde mir den Kleber besorgen, hier schon mal vielen Dank!
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#10
15.4.13, 11:51
Ich kenne das Zeug auch, weil wir in unserem sehr alten Altbau oft genug vor dem gleichen Problem stehen. Uns jedesmal ein passendes Stück Holz zurechtzuschnitzen war uns zu aufwändig und zu nervtötend.

Deshalb finde ich den Tipp sehr gut und verstehe nicht, was es da zu meckern gibt. Es hilft dem Handwerker bzw einer ratlosen Frau weiter, was soll daran schlecht sein?
#11
23.4.13, 15:08
Ich kenne das Problem mit den Altbauwänden leider zu gut,stöööhn....
Den Kleber kannte ich schon,hätte allerdings nicht geglaubt,dass er in bröseligen Bohrlöchern hält.Werde es auf jeden Fall testen.Danke für den Tipp.

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