Leckere Mehlklöße aus Eiern, Milch und Mehl. (Abbildung ähnlich)

Mehlknödel - vielseitig, lecker und preiswert

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Heute möchte ich euch ein Rezept vorstellen, was sehr lecker, sehr simpel, sehr vielseitig und dazu auch noch sehr preiswert ist:

Mehlknödel - vielseitig, lecker und preiswert! (Alleine für all diese Eigenschaften hätte es schon einen Oskar verdient.)

Wenn ich früher bei meiner Oma zu Mittag essen durfte und sie mich fragte, welches Gericht ich mir denn wünsche, musste ich nie lange überlegen. Da ich bei der Zubereitung immer zuschaute und dabei die Herstellung lernte, ist es mal wieder eines meiner "Frei-Schnauze-Mengenangaben"- Rezepte, ich hoffe, ihr könnt trotz allem mit der Beschreibung etwas anfangen.

Zutaten

(Für 4 Personen ungefähr)

  • 1-2 Eier, ca. 3/4 L Milch, Mehl... da fällt mir die Mengenangabe schwer, aber ihr solltet es aufgrund der Erklärung zur Konsistenz trotzdem hinbekommen.
  • Frisch geriebener Muskat, notfalls auch aus der Dose, Salz, evtl. etwas Backpulver.

Zubereitung

  1. Die Eier werden mit Milch, ca. 1 TL Salz und etwas geriebener Muskatnuss in einer großen Schüssel verquirlt. Ich nehme dazu einfach einen Schneebesen, kein elektrisches Gerät.
  2. Dann fügt man unter ständigem Rühren so lange Mehl zu, bis der Teig nur noch ganz zäh vom Schneebesen fällt. Wer die Knödel lieber etwas fluffiger mag, nimmt noch etwas Backpulver zum Mehl. Ich selbst füge so ca. 1/4 - knapp 1/2 TL zu.
  3. Dann darf der Teig etwas ruhen, aber es muss nicht lange sein. Ich stelle direkt nach der Herstellung des Teiges das Wasser auf und wenn es kocht, ist der Teig auch schon fit zur Weiterverarbeitung.
  4. Dazu nehme ich einen ausreichend großen Topf und füge dem Wasser Salz zu, so wie beim Nudeln kochen. (Der Teig hat ja auch etwas Ähnlichkeit damit.)
  5. Wenn das Wasser kocht, nehme ich mir einen Esslöffel zur Hilfe, den ich erst einmal in das kochende Wasser tauche, damit sich der Teig anschließend besser vom Löffel löst. Dann nehme ich die erste Portion Teig mit dem Löffel auf (so ca. 2/3 des Löffels voll) und halte den Löffel ins kochende Wasser bis sich der Teig von selbst löst. So verfahre ich weiter, bis der Teig verbraucht ist oder bis der Topf voll ist. (In dem Falle mache ich dann noch ne 2. Ladung.)
  6. Erst jetzt reguliere ich die Hitze nach unten, so dass es nur noch leicht simmert. Wenn die Knödel aus dem Wasser nach oben gestiegen sind, lasse ich sie noch weitere 5 Minuten im Wasser gar ziehen. Wenn sie fertig sind, nehme ich sie mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser, das ich noch kurz abtropfen lasse.

Jetzt kommen wir zur Vielseitigkeit

  • Bei uns zu Hause gab es diese Knödel entweder mit ausgelassener brauner Butter oder aber mit ausgelassenem fetten Speck plus den Grieben darüber. (Das kann man in den letzten 5 Zieh-Minuten anstellen, so dass alles gleichzeitig fertig ist.)
  • Dazu reichte meine Oma eingemachte Pflaumen oder Apfelkompott, natürlich alles selbstgemacht, aber notfalls geht natürlich auch gekauftes.
  • Von einer Freundin weiß ich, dass es bei ihnen zu Hause die Mehlknödel mit in Butter angebräuntem Paniermehl gab, eine andere Freundin kannte sie zusammen mit Crème fraîche.
  • Mein Mann mag z.B. kein Obst dazu, er bekommt dann eine bunte Gemüsepfanne dazu serviert und meine andere Oma nutzte die Mehlknödel gar nur als Beilage zum Gulasch.
  • Und sollten Knödel übrig geblieben sein, freute sich mein Vater und heute auch mein Sohn ganz besonders, da sie die kleingeschnittenen Knödel abends dann nochmal in der Pfanne braten konnten, was für sie ein zweites Festessen bedeutet(e).
  • Ihr seht, der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Probiert sie doch einfach einmal aus und lasst mich wissen, wie es euch geschmeckt hat!
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Themen: Knödel

89 Kommentare


4
#1
20.10.12, 09:32
Mmh, lecker! Das schmeckt nicht nur in der Eifel, das schmeckt auch den Moselanern. Ich nehme 4 Eier, 1/2 l Milch, dazu 150 g Magerquark und 500 g Mehl. Alle Angaben sind ca., also +/-, wie Eifelwicht schon anmerkte, der Teig muß ganz zäh vom Rührgerät fallen. Ist er zu flüssig zerfallen die Knödel!
Schönes Wochenende
1
#2 Lamia
20.10.12, 10:16
So etwas Ähnliches wie oben beschrieben, gab es auch bei meiner Oma. Allerdings schabte sie den Teig direkt in die Rindfleischsuppe - oberlecker!
8
#3 erselbst
20.10.12, 10:21
genau das sind die tips, die ich hier so liebe! so ähnliche knödel habe ich mir in meiner studentenzeit gemacht wenn am ende des geldes noch zuviel monat übrig war.
übrigens, wenn man ins mehl ein bissel gerösteten sesam oder geröstete hirse einarbeitet bekommt man sensationelle geschmacksvarianten. auch gemahlene kürbiskerne oder mandeln ( für süße varianten) eignen sich.
bravo für dieses rezept!!
1
#4
20.10.12, 10:32
Bei uns in Franken kommen noch in Butter geröstete Weißbrotwürfel unter den Teig und die Mengenangaben sind etwas anders,
250 g Mehl, 3 Eier, Salz, 180 - 200 ml Milch, 20 g Butter, 2 Brötchen (altbacken) oder die entsprechende Menge Toastbrot.
Der Teig muß solange mit dem Kochlöffel geschlagen werden, bis er Blasen wirft, dann kommen die Brotwürfel darunter und dann die Klöße in kochendes Salzwasser geben
1
#5 erselbst
20.10.12, 10:43
@Lamia: das nennen wir dann "baumwollsuppe"--schmeckt auch gut und macht satt ---wobei sich gerne das eine odere stückerl rindfleisch in die suppe "verirren" darf !!
1
#6 Jessi77
20.10.12, 11:09
Also ich kenne das Rezept mit Mineralwasser statt Milch... War auch immer mein Favorit wenn meine Oma gefragt hat was ich essen möchte
#7
20.10.12, 12:34
klingt lecker *** wird ausprobiert. DANKE für den Tipp.
#8
20.10.12, 15:25
Ich kenne sowas ähnliches: Dicke Spatzen mit Dillsoße
2 Hähnchenschlegel mit (Vegeta)-Brühe und 2-3 Tassen Erbsen
1/2 Std. kochen. Hähnchenschlegel raus nehmen und das Fleisch ab pulen und wieder in die Brühe geben.
Teig machen, wie oben beschrieben.
Mit einem Kaffeelöffel Spatzen, oder Noggerln abstechen und in die kochende Brühe dazu geben.
10 Min köcheln.
Zum Schluss noch frischen klein gehackten,
oder 1 Packung TK-Dill dazu geben und umrühren.
4
#9 Upsi
20.10.12, 17:42
ein kleiner fischkopp sagt danke für das rezept. kannte ich nicht und das alte sprichwort "man wird alt wie ne kuh und lernt immer noch dazu" trifft mal wieder zu
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#10
20.10.12, 17:43
Hach, ihr bringt mich ja auf noch mehr Erinnerungen...

Da gab's noch so was ähnliches, wir nannten es "Knibbelches-Zupp". Dazu wurde ebenfalls ein Teig aus Eiern, Mehl und einer Prise Salz und etwas Vanillezucker gemacht. Es wurde ein Topf Milch mit Zucker aufgestellt, wo dann Mini-Mini-Knödelchen, eben die "Knibbelchen" drin ziehen gelassen wurden. Das gab's öfter abends im Winter für uns Kinder und wurde auch heiß geliebt. Man kann sie mit etwas Puddingpulver noch leicht andicken, wenn man mag.
1
#11
20.10.12, 18:10
Gefällt mir sehr gut. Meine Mutter hat die Masse mit zwei Löffel abgestochen und in die Suppe gegeben. Das Rezept war mir bisher nicht bekannt. Erst durch das Rezept von Eifelwicht kann ich das endlich nachmachen. Auch die nachfolgenden Abwandlungen finde ich sehr interessant. Es kann mich immer wieder begeistern, wie man durch FM so schnell an weitere gute Varianten kommt. Danke dafür.
#12
20.10.12, 19:11
ich habe sie früher auch auf die Eifeler Art gemacht und später abgewandelt,

anstatt Milch nehme ich Quark und soviel Mehl bis der Teig o.k. ist.
So oder so sehr gut.
#13
20.10.12, 21:56
Eifelwicht, meine Oma hat das auch immer als Süße Variante in Milch gemacht. Ich hab das sooo geliebt! Bei ihr (Sie kam aus Köln) hieß es "Knüdelches-Zupp"
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#14
20.10.12, 22:34
@robbe:
Ich erinner mich auch an die Knüddelchesche-Zupp aus meiner Kindheit, sie war süß, warm und lecker und machte satt!
Meine Zutaten hier sind jetzt frei erfunden, so wie ich mir das denke, Mama und Oma sind leider schon lange tot:
Also:
1 L Milch in einem genügend großen Kochtopf auf kleiner Flamme erwärmen, öfters umrühren, damit die Milch nicht anbrennt
Nebenbei in einem Rührtopf
4 geh. EL Mehl
1 Ei
etwas Milch
(1 Msp. Backpulver)
Salz,
Pfeffer,
Zucker
reingeben,
alle Zutaten mit den Fingern verkneten, so dass "Knübbelchen" entstehen.
Wenn die Milch leicht siedet, Knübbelchen vorsichtig reingeben, Temperatur nicht verändern, bald schwimmen sie oben, dann sind sie gar!
Als Verfeinerung kann man noch Vanillezucker oder echte Vanille mit rein geben, nötig ist das aber nicht!
Guten Appetit!
Ist auch heutzutage noch ein schnelles, leckeres Armeleuteessen!
2
#15
21.10.12, 06:56
Ich kenne das Rezept so,
bei uns wurde zu den Knödeln Trockenobst in Wasser gekocht und mit etwas Mondamin angedickt, wir haben das geliebt.
2
#16
21.10.12, 09:18
Danke für das Rezept. Ersteinmal werde ich die süße Variante zur Fliederbeersuppe mit Apfelscheibchen probieren, gab`s bei meiner Oma immer.
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#17
21.10.12, 09:26
so ähnlich kenne ich das auch noch aus meiner Kindheit. Meine Mutter machte allerdings einen ganz normalen Hefeteig, aus dem Kugeln geformt wurden, gehen lassen und dann im Wasser kochen/ziehen lassen.
Die gab es dann allerdings zum Sonntagsbraten und sie saugen herrlich die Soße auf - ein Gedicht!
#18
21.10.12, 09:49
Bohnakern mit Bündla und Mehlklöß, so kenn ich des.
#19
21.10.12, 11:21
@Nuschelnich:

Öhm, da bräuchte ich ne Übersetzung zu, bitteeeeeee.
#20
21.10.12, 11:42
Bei uns nennt man diese Knödel "Spatzenknödel", dazu wird ein ganz normaler "Spätzlesteig" gemacht.
6 Scheiben Toastbrot werden in Würfel geschnitten und in 125g Butter geröstet und kaltgestellt. Nach dem Erkalten werden Teig und Brot vermengt.
Wasser zum Kochen bringen, Salz hinzufügen und nun mit einem Esslöffel "Knödel" abstechen und ins Wasser geben , Hitze verringern und ca, 10-15 Minuten ziehen lassen.
#21 Helgro
21.10.12, 11:43
# Lamia, hier ist von Knödeln die Rede und nicht von Nudeln.
LG
#22
21.10.12, 11:44
und dann zu den Mehlknödeln noch Apfelmus..............
Einfach spitze!
1
#23
21.10.12, 11:48
In Niederbayern nennen wir das "Doagknödl" (=Teigknödel)
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#24 Schnuff
21.10.12, 12:01
Diese alten Rezepte,als es fast nichts mehr gab,nach dem Krieg sind so sensationell,dass man sie nachkochen muss.
Damals die Mütter - heute Großmütter mussten doch irgendwie die Familie satt bekommen.
Leider geraten diese Rezepte heute so schnell in Vergessenheit,weil es doch so viele Lebensmittel und Fertiggerichte gibt und sich niemand mehr lange in die Küche stellen will.
Ich werde dieses Rezept speichern,weil ich es auch nicht kenne,aber ausprobieren will.
Danke schön!
2
#25
21.10.12, 12:51
Super, vielen Dank, das kommt in meine Knödel-Rezeptsammlung.
Ich als Nordlicht liebe Klöße und Knödel. Werde demnächst mal ein originelles Rezept aus den Kindertagen meiner Mutter einstellen.
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#26
21.10.12, 13:15
Hier in Baden-Württemberg werden aus diesem Teig die "Spätzle" gemacht - Mehl, Eier, Wasser, Salz schlagen, bis der Teig Blasen wirft. Dann entweder vom Spatzenbrett ins kochende Wasser schaben oder durch den Kartoffeldrücker ins kochende Wasser drücken.
Die Oma hat den Teig mit einem Kaffeelöffel ins Wasser getan und die Knödelchen zu ihrem Paprikasch gereicht.
Süß kannte ich die Variante nicht. Werd ich mal ausprobieren.
#27
21.10.12, 13:42
Die sind einfach lecker ! Gab es bei uns früher auch mit ausgelassenem Speck und den Grieben drüber sowie Sauerkraut.
1
#28
21.10.12, 14:22
ich bin begeistert über so viele varianten der knödel, bei uns hießen sie einfach mehlklöße und ich habe sie gerne gegessen einfach mit speck drüber.
aber auch die süße variante mit kirschsuppe wenn die mehlklöße sich dann noch mit dem kirschsaft vollsaugen sind die besonders lecker.

da ich kein weizenmehl mehr essen darf werde ich das ganze mal mit vollkornmehl oder dinkelmehl versuchen.

die milchsuppe hieß bei uns "milchsuppe mit klackerklümp"
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#29
21.10.12, 14:26
Bei uns hießen die großen Mehlknödel "Wasserspatzen" und wurden eher mit süßem Obst gegessen, heißgemachte Dörrpflaumen oder Dörrobst. Die kleinere Variante kam in die "Metzelsupp" (Brühe die beim kochen der Würste beim schlachten entsteht). Das mache ich mir heute noch manchmal, aber nur von einer richtigen Hausschlachtung. Bei der gekauften Brühe fehlen die Einlagen von geplatzten (oder extra angestochenen) Würsten. Von meiner Familie werde ich immer sehr irritiert angesehen, die finden das ungenießbar. Ist einfach Geschmacksache.
#30
21.10.12, 14:30
danke , ich kenne das Rezept auch von meiner Mutter. Mama hat es von meiner Oma,die ich leider nicht mehr erlebt habe, gelernt.
LG Bruni

Ps. In Rindfleischsuppe oder in einer Milchsuppe
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#31 Upsi
21.10.12, 14:35
wow, wow, ich kannte nichts von dem ganzen kloß und knödelkladeradatsch, nun habe ich auf einen schlag mind 10 rezepte. die reichen bis an mein lebensende, danke euch knödelherstellern, auch für die lustigen namen.
#32
21.10.12, 14:36
@rukabasteln,

natürlich, mache sie immer aus Dinkel-VK, schmecken auch herzhafter.

auch sehr gut zu
Pilz- oder Gemüsepfannen oder Zwiebel-Sahne-Soße und
Reste von Knödeln und Kartoffeln gebraten ....
#33
21.10.12, 14:42
@Lichtfeder danke werde ich gleich morgen versuchen.

ich habe sie einfach auch mit brühe und karotten gekocht ist lecker, einfach und schnell
#34
21.10.12, 15:14
Bei uns kenne ich es als Nockerlteig,doch die Variante für Knödel kannte ich nicht.Doch das werde ich ausprobieren,toll sind auch die vielen Möglichkeiten von Zutaten.
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#35
21.10.12, 15:22
auch eine gute Kombi,

die Saarländer machen "Geheirate" aus Mehlknödel und Kartoffeln, dazu eine Speck-Sahne-Soße und Salat, oder Obst ....
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#36
21.10.12, 16:34
Ich kenne die "Kluntschklöße" auch aus meiner Kindheit. Allerdings mit Wasser statt Milch. Dazu gab es Sauerkraut und Speckwürfelchen und alles durcheinander gemengt. Lecker. Und die Kloßreste in Scheiben geschnitten und aufgebraten. Superklasse.
#37 erselbst
21.10.12, 17:46
@ichfragmichi: ich dachte immer die heißen "gewichste"--allerdings mit roggenmehl--oder liege ich da falsch?
#38
21.10.12, 17:48
Mein Vater schwärmte auch immer von diesen Knödeln. Als meine Oma mal zu Besuch kam, damals wohnte sie in der ehemaligen DDR, MUSSTE sie "seine" Knödel machen. Allerdings war das auch eine süße Variante und nannten sich Pflaumenklöße. Trockenobst in Wasser aufkochen und mit Kartoffelmehl angedickt. Dazu die Klöße, ein Gedicht!!
#39
21.10.12, 17:55
Zu den Mehlklößen einen warmen Kirschkompott mit " Froschaugen" (Sago). So kenn ich es aus meiner Kindheit.
#40
21.10.12, 18:48
Ich freue mich aufrichtig, wie gut das Rezept ankommt und vor allem darüber, dass ihr auch die ganzen Variationsmöglichkeiten, die ihr kennt, dazu postet. Einfach toll!

An alle, die die Knödel mit Wasser machen. Probiert's mal testweise mit Milch, ihr werdet staunen, dass da noch viel mehr Geschmack rauszuholen ist!

Und da gerade jemand die Nachkriegsrezepte ansprach, ich werde noch eins dieser Art einstellen, wenn ihr mögt. Eine Art Rührei, aber eben etwas anders.
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#41
21.10.12, 18:56
@Eifelwicht: Na, dann mal los! Rezepte aus Omas Zeiten mag ich am liebsten!! :o))
#42
21.10.12, 20:35
Uiii, ich freu mich auch schon aufs nächste Rezept.
#43
21.10.12, 21:18
ich muss dringend mit meiner Mutter reden ... in meiner Kindheit gab es nie solche Mehlknödel ... gsd kann ich das dank frag-mutti jetzt noch nachholen :o)
3
#44
21.10.12, 22:42
Hmmm
mein Lieblingsgericht ist
" Meählkliss met Specksuuß "
=Mehlklöße mit Specksoße=
Weißer Speck wird goldgelb angeröstet und dann mit Sahne abgelöscht.
Wenn der Speck sehr salzig ist, muss man kaum würzen. Ich gebe in d. Regel noch einen Maggi-Würfel dazu.
#Hüftgold .... aber totaaaaal lecker
#45
21.10.12, 22:43
Rezept Mehlknödel:
Du schreibst 3/4 l Milch und machst keine angaben zur Mehlmenge.
Irgend etwas stimmt da nicht:
Wenn ich Mehlknödel mache für uns zuhause, brauche ich 1/8 l Milch,
3 Eier und 400 g Mehl, Salz und Muskat.
Davon essen dann 4 Personen.
bei 3/4 l Milch wird vermutlich die Mehlknnödelmenge für eine Kompanie reichen.
Also ich bleibe dabei: Irgendwas ist falsch in dem Rezept. Oma Christel
#46
22.10.12, 00:09
Ich kenne die Mehl-Nockerln zusammen mit Spinat (mit Ziel, etwas Apfel u Muskat angemacht) und Spiegelei .. auch von Oma ;-))) und sooooooo lecker ...
#47
22.10.12, 00:11
Also diese Knödel haben einen Nobelpreis verdient!
#48
22.10.12, 08:13
@oma-christel,

die Mehlmenge ergibt sich .... bis die Knödel im Wasser zusammenhalten, deshalb ist ein Probekloß notwendig .... bis man es im Gefühl hat.

und es kommt auch auf die Größe der Eier und auf`s Mehl an, bei VK braucht man weniger. Ich brauche z.B. noch weniger Mehl, weil ich Quark anstatt Milch verwende.

Dein Rezept mit 3 Eiern ist auch sehr gut.
#49
22.10.12, 08:27
@oma-christel: dann mach doch einfach die Knödel so, wie Du sie bisher gemacht hast.
Ich habe auch viele Rezepte, die 'nach Gefühl' entstehen und da sind keine genauen Angaben möglich.
#50
22.10.12, 08:30
@oma-christel:

Hallo Oma Christel, es mag sein, dass auch ein halber Liter Milch reicht, aber weniger bei uns auf keinen Fall. Ein achtel Liter????? Davon würde mein Sohn alleine satt. Ich denke, es kommt immer auch auf den Hunger der Einzelnen an. Und wie gesagt, falls wirklich etwas übrig bleibt, wird der Rest abends in der Pfanne gebraten.
Allerdings benutzen wir wirklich nie drei Eier. Die stellen ja im Grunde genommen auch nochmal "Flüssigkeit" dar.
Ich denke, die waren halt auch Mangelware in der Nachkriegszeit.
Aber wie dem auch sei, das "Rezept" sollte mehr eine Anregung, als ein feststehendes Rezept sein. So kann jeder probieren, wie es für ihn am besten schmeckt. Diejenigen, die lieber eine festere Konsistenz wollen, werden mehr Eier verwenden, die anderen probieren es einmal mit weniger Ei, oder mit Milch statt mit Wasser, mit unterschiedlichen Beilagen. Das ist doch das tolle an diesen Knödeln, dass sie so vielseitig sind.
#51
22.10.12, 08:36
Ich kenne die Mehlklöße auch aus der Eifel. Der Name hierfür ist Schleefsteen.
1
#52
22.10.12, 10:17
Mehlknödel gibt es bei uns im Saarland auch, aber anders.
Mehl-Wasser-Salz (keine Milche)
Zum Schluß einfach Sahnesoße oder Speck auslassen und drüber tun-fertig.
Eventuuell anstatt Wasser Sprudel nehmen mit Kohlensäure.
#53
22.10.12, 10:22
Guten Morgen Eifelgold

den Ausdruck kenne ich nicht, kannst Du den übersetzen? bitte
#54
22.10.12, 10:31
@Lichtfeder: Guten Morgen Lichtfeder, entschuldige,wenn ich mich einmische. Das Wort hört sich an wie Schleifstein (Plattdeutsch)
Ein lustiger Name für die Mehlklöße. Vielleicht liege ich da richtig.
LG
Spirelli
#55
22.10.12, 11:01
Hallo Spirelli,

so würde ich es auch übersetzen, aber was hat Schleifstein mit Mehlknödel zu tun?

wüsste ich gerne, gibt vielleicht eine Geschichte dazu....-)))
1
#56
22.10.12, 11:07
@Lichtfeder: vielleicht sieht der Knödel nach dem Kochen einem Stein ähnlich, der im Wasser rund geschliffen wurde? Bin auch gespannt was da noch an Info kommt.
#57
22.10.12, 11:17
@Spirelli, oder haben schwer wie Schleifsteine im Magen gelegen,

geht mir manchmal auch so, wenn ich nicht aufhöre ..... dann geht nix mehr...-)))
#58
22.10.12, 12:18
@Spirelli11: von meiner Oma (Westpreußen) kenne ich den Begriff "Schleef" für einen Holzkochlöffel. Würde auf jeden Fall gut in den Zusammenhang passen.
#59
22.10.12, 17:17
Es ist in der Tat der Schleifstein gemeint. Ich vermute, die Namensgebung kommt von Aussehen der Klöße
#60
22.10.12, 19:09
Kenne ich auch nicht, hört sich sehr lecker an. Wird Übermorgen nachgemacht, mit Pflaumenkompott. :))))

LG KeinKunststoff
#61
23.10.12, 00:07
@Eifelgold: Wenn man Brot oder Brötchen bäckt, fällt auch der Begriff "Schleifen". Es hat etwas mit der Oberflächenspannung der Teiglinge zu tun.
#62
23.10.12, 08:20
Guten Morgen Rumburak,

die Teiglinge werden auch mit Wasser eingepinselt.
#63
23.10.12, 15:43
@Eifelwicht: mmhh,das hat mir mein Onkel immer gemacht als ich noch Kind war, er stammte aus Ostpreußen, diese Suppe war immer einfach, aber soo lecker, schön das dieses Rezept hier wieder auftaucht ;-)
#64
23.10.12, 15:57
@mops:

Sorry Mops, ich habe das nächste rezept schon vor 2 Tagen eingereicht, aber vielleicht ist es nicht gut genug? War halt was ganz einfaches und nicht so vielseitig. Aber ich warte mal ab, sonst schreibe ich es hier hinein, wenn ihr mögt.
#65
23.10.12, 19:14
ich bin auch gespannt was du noch so an rezepten hast vorallem recht preiswerte.
habe meinem sohn davon erzählt und ich muß die mehlklöße sofort machen und das rezept weitergeben er sucht auch immer künstige rezepte.

danke dir eifelwicht
#66
23.10.12, 19:23
ich bin saarländerin und mache die knödel mit wasser. dazu gibts rote bete
#67
23.10.12, 20:14
@briana1712

ich bin zwar keine Saarländerin, lebe aber schon seit 1966 hier und kenne die Knödel so noch nicht, es gibt wohl soviel Rezepte wie saarländische Köche bzw Köchinnen... -)))
#68
5.11.12, 12:05
So ähnliche Klöße gab es am Wochenende in "Landlust TV", nur dass die Flüssigkeit zum Mehl gegeben wurde und kein Ei drin war.
1
#69
5.11.12, 14:28
@briana1712
Ich mache das genau wie du, komme auch aus dem Saarland. Eier, Wasser und Mehl. Mengenverhältnis wird bei mir nach den leeren Eierschalen oder nach Eßlöffeln abgemessen und nicht in ml.
Salz als einziges kommt dazu zum würzen.
Bei mir gibt es allerdings Dosenobst dazu :-)
#70 erselbst
5.11.12, 14:49
habe die mehlknödel/schleifsteine heute mittag gemacht, ein bissel flachgedrückt und anschließend in butterschmalz von einer seite gebraten bis eine schöne kruste entstanden ist ( ähnlich wie bei dampfnudeln!) dazu gab es -wahlweise- honigrahmsauerkraut oder karamelisierte äpfelscheiben.
und was soll ich sagen---das meistbestellte fleischlose gericht an diesem mittag!
#71
5.11.12, 20:22
@erselbst: Verstehe ich das richtig: ohne vorher Kochen?
Ich, als Nordlicht habe die Knödel heute Mittag gemacht, aber ich habe wohl die Konsistenz nicht richtig hinbekommen. Der Teig war zäh und klebrig, die Mehlknödel nach 15 Min recht fest und etwas fad. Ich habe Speck und Zwiebeln gebraten und darübergegeben , sowie Endiviensalat mit Vinaigrette Apfel und Walnuß dazu. Bin gespannt, wie sie Morgen in der Pfanne gebraten schmecken. Ich muss wohl noch etwas üben.
Meine Kartoffelklöße sind jedenfalls lockerer.
#72 erselbst
5.11.12, 22:40
@Spirelli11: natürlich vorher gekocht!
#73
7.11.12, 19:13
ich habe die mehlklöße nach dem rezept von meiner mutter gemacht.
3 tassen(kleine tassen keine becher) mehl, 3 eier, salz und wasser so viel das der teig etwas zähflüssig wird, dann eßlöffelweise ins kochende wasser geben.
#74
30.11.12, 21:51
Vati, nochmal zu der Knüdelsches Zupp:
Ich kann leider meine Oma auch nicht mehr fragen, hab aber manchmal als Kind zugesehen, wie sie die gemacht hat. Der Teig war zähflüssig und wurde ähnlich wie
Spätzle in die heisse Milch getropft. Habs einmal ausprobiert, ist aber ein einziger Matsch geworden. Waren zuviele Eier drin und zu flüssig.
#75
30.11.12, 21:55
@robbe, hast Du für die Spätzle Spätzlesmehl genommen?
Es gibt extra Mehl dafür.
#76
30.11.12, 22:04
@Timmi-55: In Norddeutschland gibt es leider kein Spätzlemehl, ich mag sehr gern Spätzle und selbstgemachte Nudel(die Mehlklöße habe ich auch schon einmal gemacht, muss aber noch üben, damit sie uns schmecken) und wundere mich weshalb sie mir nicht so recht gelingen. Gibt es ein sicheres Rezept ohne spezielles Spätzlemehl?
#77 Ribbit
30.11.12, 22:23
Spirelli, Spätzle ganz einfach:
nimm für jeden Erwachsenen, der mitisst : 100 g Mehl (ganz normales Weizenmehl, 405) und 1 Ei. Und gut salzen! das alles verquirlen, evtl. Wasser zufügen, bis Teig zäh vom Löffel reißt. Ruhig 2 min quirlen, dass sich alles gut verbindet.

Dann durch die spätzlespresse in leicht kochendes Salzwasser reinpressen. Vorsichtig "umrühren", damit nix zusammenbabbt. Wenn's oben schwimmt, kurz warten, mit Schaumlöffel rausnehmen, abtropfen lassen.
Gleich essen (zu Fleischgericht mit Soße z.B.) oder in der Pfanne mit etwas Butter anbraten.

:)
#78
30.11.12, 22:28
@Ribbit: Vielen lieben Dank, werde ich demnächst ausprobieren. Mit viel Käse und gebratenen Zwiebeln und Endivien Salat dazu, oberlecker!
#79 Ribbit
30.11.12, 23:08
Spirelli - gerne... es ist echt kein Hexenwerk. Mit der Konsistenz vom Teig musst du halt ein bisschen ausprobieren. Zu fest - und er lässt sich schwer durch die Presse pressen. Zu dünn - gibt vielleicht Probleme beim Kochen (zerfallen).

Aber bei mir hats immer geklappt, auch am Anfang. Guten Appe! :)
#80
19.1.13, 23:07
Wenn man keine Presse hat, kann man auch was anderes nehmen? Hab schon mal überlegt ob man sie durch ein Nudelsieb streichen kann? Hat das mal jemand ausprobiert?
#81
20.1.13, 08:42
@robbe, für die Spätzle

den Teig auf ein nasses Holzbrett geben und mit einem Messer an der Kante direkt ins Wasser schaben.
1
#82
29.10.14, 23:50
@Spirelli11:
Das Rezept für Spätzle hast du ja schon, hier kommt nun auch noch ein Rezept für "Hausmacher Nudeln" wie wir im Saarland sagen. Solltest du noch Fragen haben, kannst du mich auch über PN anschreibenn wenn es hier nicht reingehört.

"Hausmachernudeln" wie bei Oma

Selbstgemachte Nudeln nennt man im Saarland Hausmachernudeln. Nach folgendem Rezept gelingen sie:

400g Weizenmehl (Typ 405)
100g Weichweizengrieß
4 Eier (gängige Größe)
1 Prise Salz
10 Minuten lang zu einem geschmeidigen Teig kneten.

Teig einige Male auf die Unterlage werfen (macht ihn noch zarter). Fertigen Teig in Klarsichtfolie 3-4 Stunden ruhen lassen (außerhalb des Kühlschranks), dann Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben möglichst, Teig dünn auswalzen (Nudelholz), locker aufrollen, in schmale Streifen schneiden, diese "Röllchen" zu Nudeln aufrollen und die Nudeln in Salzwasser kochen. Die fertigen Nudeln mit geschmolzener Butter übergießen.
#83
29.10.14, 23:53
@Eifelwicht:
das nächste Rezept ..... sollte hier eingestellt werden....
würde mich auch interessieren. Oder Du scheibst einfach hier rein, unter welchem Namen Du es eingestellt hast?
#84
30.10.14, 08:36
@bastelmauschris:

Guten Morgen,
meinst du das Eierrezept, das ich angekündigt hatte? Das steht hier: https://www.frag-mutti.de/eierruehr-leckeres-ruehrei-aus-der-nachkriegszeit-a33233/
Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!
#85
30.10.14, 08:38
@bastelmauschris:

Guten Morgen,
meinst du das Eierrezept, das ich angekündigt hatte? Das steht hier: Sorry, mit Link wird mein Kommentar nicht gepostet, Hm.... Such mal unter dem Begriff "Eierrühr - leckeres Rührei aus der Nachkriegszeit", da solltest du fündig werden.
Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!
#86
30.10.14, 16:09
@Eifelwicht:
danke, werde mal nachkucken. Es hat mich nur interessiert, weil mehr einfache und günstige Rezepteangekündigt wurden.
#87
14.4.16, 12:13
Hallo, endlich hab ich ein Rezept dazu gefunden. Danke! Bei meiner Oma gab es die Mehlklöß' 😋 immer in der Linsensuppe süßsauer (ich mag sonst gar keine Suppen, aber da hätte ich mich reinknien mögen...)
#88
30.9.16, 11:01
@Lamia: das ist dasselbe wie ein Spätzleteig ! Und auch diese werden geschabt ;-)
Schmeckt aber beide lecker :-))
#89
30.9.16, 17:19
@briana1712: Genau, ich komme auch aus dem Saarland, und die werden nicht geschabt sondern mit deim Löffel abgestochen ins kochende Wasser. Milch oder Quark kommt da nicht rein.
Nur Eier, Salz und Wasser und Mehl, drüber kommt Specksoße und bei mir gibt es Obst dazu.

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