Schon nach 1 Jahr konnte ich deutlich mehr Regenwürmer in meinem Garten begrüßen. Lebendige Erde eben.

Mehr Regenwürmer - fruchtbarere Böden

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Beim Grillen an Regenwürmer denken? Ja, hört sich merkwürdig an, ist aber sehr wirksam, um fruchtbare Böden zu bekommen.

Als ich bei meinem Eltern im Garten Pflanzen ausstach, um sie dann später bei mir zu setzen, war ich ganz verwundert: Egal wo ich auch den Spaten ansetzte, überall waren Regenwürmer zu sehen. Ich fragte meine Mutter, was sie denn tue, das derart viele Regenwürmer sich in der Erde tummelten, ihre Antwort war: Asche!

Seit dem wende ich den Tipp meiner Mutter an

Normale Asche, wie sie beim Grillen oder vom Kamin überbleibt, streue ich per Hand wie beim Gras setzen, einfach über die Erde.

Alternativ dazu, wenn man nicht will, dass die Pflanzen "eingeäschert" werden, gebe ich auf eine 10-Liter-Gießkanne Wasser, eine Handvoll Asche und verrühre sie gut.

Schon nach 1 Jahr konnte ich deutlich mehr Regenwürmer in meinem Garten begrüßen. Lebendige Erde eben.

Wenn ihr nicht grillt oder keinen Kamin, Holzofen habt - bittet doch einfach eure Verwandten, Freunde beim Grillen die Asche für euch in einem Kübel aufzuheben.

Das ist wahrlich ein ungewöhnliches Geschenk - doch für Menschen wie mich, eine wahre Freude!

Das einzige, worauf man dabei achten sollte, den Grill, Kamin usw. nur mit biologischen Anzündern betätigen, damit dann später nichts Unerwünschtes auf unseren Tellern landet.

In der Sendung Terra Mater wurde einmal über das Amazonasbecken gezeigt, dass an den Stätten, wo die Menschen damals ihre Lager aufgeschlagen hatten und wo sie ihr Lagerfeuer hatten, eine derart fruchtbare Erde (Terra Preta) über die Jahre entstanden ist, wie nirgends sonst.

Hier, im Garten meiner Eltern, wurde für mich der Terra Mater Beitrag lebendig und spürbar und es war für mich der Beweis, dass man mit einfachsten Mitteln erstaunliche Resultate erzielen kann.

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20 Kommentare


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#1
27.4.16, 19:39
😂 erzählts lieber nicht weiter, sonst besuchen euch täglich die Angler um Nachschub zu holen.
Ich habe mal gehört, dass Baldrian Blüten die Würmer lockt. Am allerbesten ist aber ein kleiner Kompost mit Klarsichtsfolie abgedeckt, da vermehren sie sich wahnsinnig schnell und können rund um das Beet ausgesetzt werden. 

und du brauchst genug Vogelscheuchen für die Vögel wenn die erst mal wissen, dass bei euch im Garten das All you can eat Bufffet stattfindet........ :D
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#2
27.4.16, 19:52
Man sollte schon ein paar Dinge mehr beachten, wenn man im Garten mit Asche düngen will. Beispielsweise sollte es keinesfalls Asche aus Kohlen oder Briketts sein, sondern nur Asche aus unbehandeltem Holz, zum Anzünden sollten kein buntes Zeitungs- oder Zeitschriftenpapier etc. verwendet worden sein. Dann sollte man berücksichtigen, dass Asche einen Einfluss auf den PH Wert des Bodens hat. Nicht jeder Boden ist gleich. Allen Pflanzen, die sauren Boden bevorzugen, wie Rhododendren, Azaleen, Ahorn, Kirschlorbeer usw. tut man mit Asche definitiv nichts Gutes. Aber auch sonst sollte man nicht mehr als 30g pro qm geben, das ist echt wenig. Wir "produzieren" jedenfalls viel mehr Holzasche mit unserem Kaminofen, als wir verbrauchen können, wir könnten einen ganzen Wald damit versorgen.

Dass man durch vermehrtes Ausbringen von Asche die Regenwurm Population positiv beeinflussen könnte, bezweifle ich. Da hast du mMn einen falschen Schluss gezogen. Eine gute Bodenqualität ist sicher Voraussetzung, aber wer schon einen sehr basischen Boden hat, sollte eher Maßnahmen ergreifen, die ihn saurer machen.

Man kann aber Regenwürmer recht einfach selber ziehen, wen das interessiert, kann das bestimmt googeln. Ich meine, man braucht eher Papier dazu.
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#3 Kletterpflänzchen
27.4.16, 21:00
Regenwürmer leben von toter organischer Substanz, d.h. vorwiegend abgestorbenen Pflanzenteilen/ -resten. Sie verstoffwechseln diese und gewinnen daraus die für ihren Körper notwendigen Stoffe und Energie. Stoffe, die energielos sind, wie z.B. Asche, sind auch für Regenwürmer nicht von Nutzen. Asche wird also mit Sicherheit nicht die Nahrungsgrundlage für die Vermehrung der Regenwürmer sein.
Man kann dem Boden Mineralien durch die Holzkohlenasche zuführen, was ggf. die Bodenverhältnisse für Regenwürmer verbessern kann, dabei sollte man aber die bereits angeführten Bedenken in Bezug auf die Bepflanzung beachten.
Ich streue die Holzkohlenasche, die beim gelegentlichen Grillen anfällt, auf den Rasenschnitt im Komposter, da wird sie im Laufe der Verrottung auf natürliche Weise mit dem entstehenden Kompost vermischt. So wird auch die dunkle, nach Regen schmierig werdende Schicht vermieden, die entsteht, wenn man die Asche direkt auf den Boden streut.
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#4
30.4.16, 18:17
@Kletterpflänzchen, Doch Asche enthält viele Spurenelemente und wird auch als Kalium-Dünger verwendet für Pflanzenwachstum. Genau und auf dem Komposthaufen beschleunigt sie den Verrottungsvorgang.
Sie ist also alles andere als tot.
In wie weit die Asche nun den Regenwürmern nützt kann wahrscheinlich nicht einmal ein Wissenschaftler beweisen. Man kann mit Asche auch im energetischen Bereich arbeiten, wo sie ähnlich der Homöopathie wirkt. (siehe Rudolf Steiner Veraschung)
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#5
30.4.16, 18:21
@glucke1980, das mit dem all you can eat buffet hat sich wohl schon herum gesprochen. Unser Garten ist neben einem Wald und da sind sehr viele Singvögel, sogar einen Pirol gibt es bei uns. Leider machen z.Bsp. die Kohlmeisen auch vor den Äpfeln keinen Halt. Sie essen ja keinen Apfel fertig, es wird täglich ein neuer angepiekst während der alte verfault. Mit den Regenwürmern ist für sie nun der Speiseplan deutlich abwechslungsreicher geworden.
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#6
30.4.16, 18:25
Hallo @HörAufDeinHerz,
ja da hast du vollkommen recht. Nicht jeder Pflanze tut Asche gut. Ich habe bei meinem Tipp jedoch an den Gemüsegarten gedacht. Habe ich das gar nicht reingeschrieben? 
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#7 Kletterpflänzchen
30.4.16, 20:03
@Sally75: Hallo, Sally, ich hatte nicht bestritten, dass Holzkohlenasche Mineralien und Spurenelemente enthält. Damit kann man aber bestenfalls Pflanzen eine Freude machen, denn die nutzen Spurenelemente und anorganische Stoffe (= energiearme Stoffe wie Kohlendioxid, Wasser und eben Mineralien und Spurenelemente) um energiereiche Stoffe mithilfe der Lichtenergie der Sonne aufzubauen.
Pflanzen sind (bis auf die Ausnahmen der Parasiten) nicht in der Lage, energiereiche Substanzen aufzunehmen und zu verwerten, wie tierische Lebewesen dies tun.
Der Regenwurm hat also direkt nichts von den Mineralien, die mit der Asche einem Boden zugeführt werden.
Ob Mineralien und Spurenelemente im homöopathischen Sinn energetisch auf Lebewesen wirken, darüber möchte ich an dieser Stelle keine neue Diskussion lostreten. Erstens ist die homöopathische Wirkung von Stoffen bisher wissenschaftlich nicht belegt, zweitens ist die Eigenernergie der Mineralien und Spurenelemente in  Asche so gering, dass sie als Energiespender für tierische Organismen nicht wissenschaftlich nachweisbar zu verwerten ist.
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#8
1.5.16, 09:02
Hallo @Kletterpflänzchen, wir kommen wohl über das Wort "Wissenschaft" nicht hinweg. Ich bin mir sicher das die Welt weit mehr als Wissenschaft ist mit all ihren Geheimnissen die man wohl nie beweisen wird können. Kann sein das das Regenwurm Wachstum auch durch die Pflanzen die die Asche mögen angeregt wird. Da kommen wir beide glaube ich auch nicht auf einen grünen Zweig, somit sollten wir es gut sein lassen. ;-)
Ich wollte dich noch fragen was dein Satz "Pflanzen sind (bis auf die Ausnahmen der Parasiten) nicht in der Lage, energiereiche Substanzen aufzunehmen" bedeutet. Was sind "energiereiche Substanzen"?
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#9 Kletterpflänzchen
1.5.16, 10:28
@Sally75:  Guten Morgen, Sally, ja, Du magst Recht haben, in Bezug auf wissenschaftlich nachweisbare Wirksamkeit kommen wir wohl nicht ganz auf einen gemeinsamen Überzeugungsnenner - dafür bin ich zu sehr Naturwissenschaftlerin. Ich bin aber durchaus der Meinung, dass nicht alles zwischen Himmel und Erde, was heute (noch) nicht erklärt werden kann, in den Bereich des Humbug einzuordnen ist, da würde ich ja den Fortschritt in wissenschaftlichen Erkenntnissen negieren.
Um auf Deine Frage einzugehen: In der Biologie versteht man unter "energiereichen" (organischen) Stoffen Stoffe, die einen komplexen Aufbau besitzen, der nur unter Energiezufuhr zustande kommen kann. Bei Spaltung (Abbau) dieser komplexen Verbindungen wird Energie frei, die von den Organismen u.a. für Bewegung, zum Aufbau körpereigener Substanz, zur Fortpflanzung und auch zum Denken genutzt wird. Ein Teil dieser Energie wird in Form von Wärme ungenutzt wieder abgegeben.
Stoffe, deren Energiegehalt durch Abbau von Verbindungen nicht freigesetzt werden kann, können in Zellen von Organismen nicht energetisch genutzt werden, man bezeichnet sie als enegiearm.
Die Stoffe, die allen Lebewesen als Energielieferanten dienen, sind Kohlenhydrate, Fette und Einweiße. Nur Pflanzen, zumindest die grünen, können diese Stoffe aufgrund ihrer Fähigkeit, Fotosynthese zu betreiben, selbst herstellen. Sie nehmen energiearme, niedermolekulare Stoffe auf und verbinden sie mithilfe der Sonnenenergie zu hochmolekularen, energiereichen Stoffen. Damit machen sie die Sonnenenergie, die ihnen ja nicht rund um den Tag und rund ums Jahr zur Verfügung steht, speicherbar und transportabel (in Pflanzenteile, die kein Licht aufnehmen können, wie z.B. Wurzeln und Knospen). Da diese chemisch gebundene Energie in verschiedenen Pflanzenteilen gespeichert und auch als Vorrat der nächsten Pflanzengeneration in die Samen gepackt wird, hat sich im Laufe der Entwicklungsgeschichte der Lebewesen das Prinzip der Heterotrophie entwickelt, das sind Lebewesen, die die energiereichen Pflanzenprodukte zu ihrer Ernährung und damit Energiegewinn nutzen. Sie spalten die chemischen Verbindungen der energiereichen Substanzen, die freiwerdende Energie nutzen sie, einen Teil der Stoffe auch, andere Stoffe, energieärmere, scheiden sie in Form von Kot und Urin aus. Irgendwann stirbt jedes Lebewesen, die toten Überreste sind noch energiehaltig, sie und die Ausscheidungen werden von sogenannten Destruenten genutzt, die diese Substanzen nun ganz zu energiearmen abbauen, die wiederum von Pflanzen aufgenommen werden, um neue energiereiche Substanzen aufbauen zu können.
Man spricht von einem Stoffkreislauf in Ökosystemen, da bestimmte Stoffe (Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasser, Stickstoff, Mineralien, Spurenelemente) in wechselnden Verbindungen teils als energiereiche, teils als energiearme Stoffe "im Kreis laufen".
An den Stoffkreislauf ist der Energietransport im Ökosystem gebunden, der stets bei den Pflanzen beginnt und mit den Endverbrauchern und den Destruenten endet.
Der Regenwurm gehört zu den Destruenten, er nutzt die letzten Reste von toter, organischer Substanz und scheidet im Kot energiearme, anorganische Substanzen aus, die für Pflanzen düngend wirken.
Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir noch! 
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#10
1.5.16, 13:24
Also bei so viel verfügbarer Energie wird man ja selbst zum @Kletterpflänzchen. Die energiereichen Substanzen sind: Kohlenhydrate, Fette und Einweiße. Habe ich das richtig verstanden? Danke übrigens auch für den (für dich wohl kleinen) Kurs in Biologie und Naturwissenschaft. Ich wünsche auch einen schönen Sonntag!
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#11 Kletterpflänzchen
1.5.16, 13:42
@Sally75:  Hallo, Sally, ja, das hast Du richtig verstanden, diese Stoffe sind sozusagen Energiemünzen, die in jedem Organismus einsetzbar sind.
Fette sind, auf eine Maßeinheit gerechnet, die energiereichsten, aufgrund ihrer Molekularstruktur aber schwerer zu verstoffwechselnden Stoffe, Kohlenhydrate (bis auf Cellulose beim Menschen) die am schnellsten verfügbaren, Eiweiße die am wenigsten energiespendenden Stoffe, was mit den jeweiligen Stoffwechselwegen zusammenhängt. Eiweiße werden daher weniger als Energielieferanten genutzt, dafür als Lieferanten von Aminosäuren, die in unserem Körper zu körpereigenen Eiweißen zusammengebaut werden. Nur im Notfall, d.h. unter sehr starkem Energiemangel, werden Eiweiße als Energiespender im Körper abgebaut. Dies kann dann z.B. zu Muskelschwund führen.
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#12
1.5.16, 20:58
Hallo!
Wie schon oben angemerkt ist es nicht von Vorteil die Holzasche direkt auszubringen. Nach einem Rat von einen Gärtner kommt die Holzasche in den Kompost und wird dadurch für den
ph-Wert es Bodens neutral umgesetzt

mfG PM
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#13
15.5.16, 00:05
Hallo,
in meinen Garten habe ich dieses Jahr auch sehr viele Regenwürmer und andere Bodenverbesserer (Asseln u.ä.) festgestellt. Ich sammele die gebrühten Kaffeefiltertüten und streue den Satz im Garten aus, auch auf dem Kompost. Ich bin der Meinung, dass ich auch dadurch die Nacktschnecken im Garten vertrieben habe. 
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#14
20.5.16, 22:40
also meine Grillasche verstreue ich auch ganz fein und bei Windstille  im gesamten Garten, vor allem Gemüsebeete, aber auch un die Rosenstöcke und sonstige Blumen.
Und so habe ich auch allen Grund, öfters ne Bratwurst zu grillen und da ich fast jeden Tag im Garten bin .........😋
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#15
21.5.16, 09:30
Hallo @Heiner66, und ist dir auch aufgefallen das es nun mehr Regenwürmer gibt? Wir grillen auch ein paar Mal im Sommer. Heuer haben wir schon 3x gegrillt. :-)
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#16
5.6.16, 16:50
Meine Holzasche kommt auch auf den Komposter habe sehr viele Regenwürmer und das gibt gute Erde
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#17
25.6.16, 09:17
Danke für den Rat. Ich werde es beim nächsten Mal Ascheentsorgen beherzigen. 
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#18
25.6.16, 13:34
Ich habe auch sehr viele Regenwürmer in der Gartenerde. Streue meine Holzasche aber nicht direkt dahin, sonder eher über den Rasen verteilt, weil ich festgestellt habe, dass der dann satter und voller wächst. Was mir also die ausgesprochen vielen Regenwürmer beschert, ich weiß es nicht?
#19
25.6.16, 17:09
@HeideB:  Wenn man kein Unkrautvernichter, keine Industrieprodukte zum  allen Möglichen anwendet, kein Geld auf den Rasen wirft u.s.w., so wächst der Rasen genauso.
 So sammeln sich Würmer und sonstiges getier an ,sprich; es wächst  die Natur ganz natürlich !
#20
4.9.16, 21:18
@Heiner66, leider haben wir dieses Jahr nur wenig Zeit zum Grillen gehabt. So Gott will haben wir einen schönen Herbst und können noch ran an die "Kohle".

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