Müll richtig trennen: Grundregeln & 8 große Irrtümer der Mülltrennung

Eine richtige Mülltrennung schont die Umwelt: Abfälle können zu neuen Rohstoffe recycelt werden und es werden Energie sowie primäre Rohstoffe gespart.
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Mülltrennung ist einfach: Katzenstreu in den Biomüll und die Pizzakartons ins Altpapier - oder? Nein, leider schon falsch! Aber wenn man die Grundregeln einmal verinnerlicht hat, ist es wirklich nicht schwer. Doch es gibt ein paar Irrtümer, die sich fest im Volksglauben etabliert haben. Mit denen räumen wir heute auf.

Wie trenne ich meinen Müll richtig?

Richtig gemacht ist Mülltrennung sehr sinnvoll und kann die Umwelt schonen: Abfälle können zu neuen Rohstoffen recycelt werden. Des Weiteren werden Energie und primäre Rohstoffe gespart, die ansonsten für die Müllverbrennung oder Neuproduktion von Produkten anfallen würden.

Das Potenzial für Recycling ist noch lange nicht ausgeschöpft. Je besser die Haushalte vorsortieren, desto effektiver kann das Sortiersystem der Mülldeponien arbeiten.

Fangen wir mit den Grundregeln an. Getrennt wird in den meisten Kommunen nach Verpackungen, Glas, Papier, Biomüll und Restmüll.

Was gehört in die Gelbe Tonne?

  • Milch- und Getränkekartons
  • Joghurt- und Sahnebecher
  • Nudeltüten
  • Tuben
  • Konservendosen
  • Reinigungsmittel- und Shampooflaschen
  • Spray- und Deodosen
  • Kunststoffschalen und Kunststofffolien
  • Kronkorken
  • Aluminiumfolie
  • Leere Teelichter

Verpackungen kannst du in der Gelben Tonne bzw. im Gelben Sack oder im entsprechenden Container auf dem Recyclinghof entsorgen. Unter dem Sammelbegriff „Verpackungen“ werden sogenannte Leichtverpackungen verstanden, also alle leeren Behältnisse, die nicht aus Glas oder Papier sind. Die Verpackungen solltest du nach ihren Einzelbestandteilen getrennt einwerfen, also entferne z. B. Deckel von Milchkartons und staple keine Joghurtbecher ineinander. Du brauchst die Behälter nicht auszuspülen.

Was gehört in den Glascontainer?

  • Glasflaschen ohne Pfand, z. B. Essig, Wein, Öl
  • Flakons, z. B. Parfümflaschen
  • Einmachgläser, z. B. Marmeladen- und Gurkengläser

Deine leeren Glasbehälter brauchst du ebenfalls nicht auszuspülen. Hier kannst du auch die Deckel aufgeschraubt lassen. Geschirr, , Vasen oder Glühbirnen gehören nicht in den Glascontainer, sondern entweder in den Restmüll oder auf den Wertstoffhof.

Was gehört in den Papiermüll?

  • Papier, Pappe, Kartons (in kleinen Stücken/zerrissen)
  • Eierschachteln
  • Mehl- und Zuckertüten
  • Briefumschläge
  • Geschenkpapier
  • Zeitschriften und Kataloge
  • Bäckertüten
  • Pralinenschachteln

Was gehört in den Biomüll?

Küchenabfälle

  • Eier- und Nussschalen
  • Obst- und Gemüsereste
  • Brot
  • Je nach Kommune: Fleisch- und Fischreste sowie Speisereste (roh und gekocht)

Gartenabfälle

  • Gras und Laub
  • Kleine Wurzelstöcke
  • Blumenerde
  • Baum- und Heckenschnitt
  • Blumensträuße ohne Draht o. ä.

Was gehört in den Restmüll?

  • Einwegmasken und Einweghandschuhe
  • Zigarettenkippen und Asche
  • Windeln
  • Staubsaugerbeutel
  • Hygieneartikel
  • Katzen-, Kaninchen- und sonstiges Tierstreu
  • Backpapier
  • Porzellan und Keramik
  • Beschichtete Papiere
  • Glühbirnen
  • Kugelschreiber
  • Fotos
  • Kaputtes Spielzeug
  • Musik- und Videokassetten
  • Bücher (wegen der Leimbindung – besser noch: verschenken)

Die 8 größten Irrtümer der Mülltrennung

  1. Pizzakartons gehören nur ins Altpapier, wenn sie völlig sauber sind – andernfalls bitte im Restmüll entsorgen – genau wie benutzte Servietten und Taschentücher.
  2. Batterien gehören weder in den Restmüll noch in die gelbe Tonne, sondern in den Sondermüll.
  3. Zitrusfrüchte dürfen entgegen vieler Meinungen in der Biotonne oder auf dem Kompost landen – für letzteres sind sie allerdings nicht optimal, da sie sehr viel langsamer verrotten und auch als Dünger nicht ideal sind.
  4. Kassenbon? Restmüll! Außer den blauen: Diese bestehen zwar auch aus Thermopapier, enthalten aber nicht die Chemikalie Bisphenol A (BPA) und dürfen laut Umweltbundesamt im Altpapier entsorgt werden.
  5. Auch Briefumschläge mit Fenster dürfen ins Altpapier. Im Recyclingprozess wird das Altpapier zu einem Brei verarbeitet, aus denen sich die Sichtfenster trennen lassen. Noch besser ist es allerdings, die Sichtfenster vorher zu entfernen und in die gelbe Tonne zu werfen.
  6. Bananenschale? Ab in die Biotonne. Aber vorher unbedingt den Aufkleber entfernen – dieser wandert in den Restmüll
  7. Unbrauchbare Kleidung gehört nicht in die Altkleidersammlung, sondern in den Restmüll.
  8. Altes Öl und Frittierfett dürfen auf keinen Fall im Abfluss oder in der Toilette landen. Große Mengen kannst du im Wertstoffhof abgeben, geringe Mengen in verschließbaren PET-Flaschen im Restmüll entsorgen.

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