Paprika ohne Haut sind für viele Menschen verträglicher als im ursprünglichen Zustand. In Öl eingelegt bleiben sie auch länger haltbar.
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Paprika häuten

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Eine feurige Angelegenheit! Es gibt viele Menschen die Paprika nicht gut vertragen, der häufigste Grund dafür ist deren unverdauliche dünne Haut. Weiß man wie sie abgezogen werden kann, steht einem Genuss nichts mehr im Wege und es wird möglich, die vielfältigsten Rezepte ohne späteres Bauchweh, Schluckauf und Co auf den zu Tisch bringen.

Extra für euch habe ich mich in immense Zusatzkosten gestürzt ;-)) … 3€

Durch Zufall hatte ich an der Kasse in einem Shop etwas überdimensionierte Feuerzeuge mit einem Aufsatz entdeckt, der genau so aussah wie bei meinem Profi-Gourmet-Küchen-Brenner. Auf meine Nachfrage hin bestätigte man mir, dass es tatsächlich ein sei. Bei dem Preis konnte ich nicht widerstehen. Mir schweben schon länger ein paar Rezepte für euch vor, die nur mit diesem Equipment funktionieren. Die „normalen“ Brenner beginnen aber bei einem Preis von 25 bis 30 Euro und euch zu dieser Anschaffung aufzufordern hat mich zögern lassen.

Rezepte die kaum einer mangels „Werkzeug“ nachmachen kann, wollte ich aber auch nicht einstellen. Schließlich soll FM Spaß machen und nicht frusten. Nach meiner Entdeckung einfach eine „Billigvariante“ empfehlen geht gar nicht. Wer weiß, ob‘s klappt? Also mussten Testläufe her – er funktioniert einwandfrei, praktischer ist mein Profibrenner.

Bei dem Kleinen muss man die ganze Zeit den Zünder festhalten (beim Großen wird arretiert), das geht ein bisschen auf die Finger. Aber wer nur ab und zu mal für ein paar Personen Crème brûlée oder Paprika machen möchte, ist damit wirklich gut bedient. Die Größe der Flamme ist regulierbar und er ist nachfüllbar, ganz normal mit Feuerzeuggas wie der Große auch. Nur hält da die Flamme ca. eine Dreiviertelstunde.

Bei einer Sache ist er meinem Großen sogar überlegen: Er passt super griffbereit in jede Besteckschublade – ich sag nur, zwischendurch Cappuccino mit karamellisiertem Milchschaum!

Damit ihr euch vorstellen könnt, wie sehr sich die beiden Brenner in der Größe unterscheiden, hier ein Vergleichsbild.

Zutaten

  • Paprikaschote/n

benötigtes Zubehör

  • unbeschichtete Edelstahlpfanne oder Schmiedeeisenpfanne
  • Gourmet-Brenner (die meisten kennen ihn von Crème brûlée)
  • ggf. Nachfüllkartusche Feuerzeuggas

Arbeitsplatz Vorbereitung

Diesmal wird mit offenem Feuer hantiert. Deshalb schaut bitte, dass keinerlei brennbaren oder leicht entzündlichen Sachen zu nah neben euch stehen oder liegen. Ganz typisch sind z.B. Geschirrhandtücher oder griffbereit liegende Topflappen, ein gut nasser Wischlappen dagegen kann hilfreich sein. Ja, ich weiß, wovon ich schreibe.

Genau aus diesem Grund wird auch die gebraucht, sie dient als Feuerschutz für den Untergrund. Wenn ihr gleich „fackelt“, achtet darauf, die Flamme nicht zu sehr in die Pfanne zu richten, sondern gut auf die Paprika zu zielen. Die Hitze würde den Edelstahl gelblich oder bläulich verfärben (die Pfanne bleibt voll funktionsfähig, es wäre nur ein Schönheitsfehler).

Auch zu dicht an die Paprika zu gehen besser vermeiden, die Flamme schlägt dann zurück in den Brenner und er geht aus. Keine Ahnung wie stabil der Kleine ist, einen kleinen Hartlötbrenner habe ich so schon mit einigen Rückschlägen um die Ecke gebracht.

Zubereitung

Los geht‘s. Eine Paprika in die Pfanne legen, den Brenner zünden und die Flamme mittelgroß einstellen.

Ihr sollt ja etwas Abstand halten können, aber die Paprikahaut soll richtig gut schwarz verbrennen.

Sobald ihr die Flammenspitze ca. einen Zentimeter entfernt auf einen kleinen Bereich (50-Cent-Größe) haltet, wirft die Haut erst Blasen und binnen Sekunden wird sie dunkel – keine Angst, sie muss richtig einmal wie Grillkohle aufglühen, nur dann geht sie später ab.

So geht es: Eine Paprika in die Pfanne legen, die Flamme auf Mittelgroß einstellen und mit etwa einem Zentimeter Abstand auf die Paprika richten.

So geht ihr Stück für Stück rundum. Es gehört ein bisschen Übung dazu, auch in die Falten tief hinein zu brutzeln. Vor allen Dingen ohne einen Flammenrückschlag zu provozieren. Ein kleiner Teil bleibt dort immer hell – einfach später mit einem kleinen Schälmesser nach schaben. Wenn die Paprika rundum kohlrabenschwarz ist, könnt ihr die Haut in einer großen Schüssel Wasser abwaschen und kurz unter fließend Wasser nachspülen. Kleine noch festsitzende Hautreste mit einem kleinen Schälmesser entfernen.

Am Ende sollte die Paprika komplett schwarz und angebrutzelt aussehen. Diese Haut wascht ihr in einer großen Schüssel Wasser ab.

Ab jetzt die Schoten am besten zwischen allen weiteren Arbeitsschritten in einer Schüssel parken. Nach und nach tropft etwas Saft heraus, den kann man wunderbar für die Soßenzubereitung auffangen.

Jetzt muss noch der Stielansatz rausgeschnitten werden. Am besten sticht man Stück für Stück rund um das Grün flach ein und drückt dann den Stiel etwas nach innen. Danach kann man ihn leicht herausziehen.

Zuletzt muss nur noch der Stielansatz herausgeschnitten werden, sowie die Kerne ausgeschabt werden. Dafür eignet sich ein scharfkantiger Löffel, aber geht sachte damit um!.

Dann werden sie sogar noch ein bisschen zurechtgeschnitzt, parkt sie solange in einem Becher in Wasser schwimmend, so sind sie zum Schneiden ein wenig weicher.

Hinterher müssen noch die Kerne und weißen Scheidewände ausgeschabt werden. Besonders praktisch dafür ist ein Parisienne-Ausstecher, aber ein etwas scharfkantiger Teelöffel oder längerer Latte Macchiato Löffel tut‘s auch.

Ein bisschen vorsichtig, die gehäutete Paprika ist etwas weicher und man könnte sie leichter durchstechen.

Nun ist die Schote fertig zur weiteren Verarbeitung. Entweder ihr schneidet sie z.B. für Antipasti in schmale Streifen und legt sie, wie auf dem Foto zu sehen, in Öl ein oder ihr macht gefüllte Paprika.

Wie wäre da mal eine vegane Variante mit Buchweizenhack. Und zu Halloween in einem besonderen Look.

Guten Appetit!

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