Paprikapflanze

Paprika züchten und anbauen

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Wie züchte bzw. baue ich Paprika richtig an?

Paprika gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist eine der ältesten Kulturpflanzen weltweit. Das Vitamin C-reiche Gemüse gibt es in vielen verschiedenen Sorten, die sich in Form, Farbe und Schärfe unterscheiden. Die Schärfe einer Paprika ist abhängig von ihrem Anteil an Alkaloid Capsaicin, der in einer gewöhnlichen Gemüsepaprika jedoch nahezu kaum vorhanden ist.

Paprika können sowohl im Garten (Freiland), als auch im Gewächshaus oder auf dem Balkon gezüchtet werden.
Grundsatz: Paprika haben einen enormen Wärme- und Lichtbedarf!

Die Paprikasamen

Die Samen sind im Fachhandel (Gärtnerei, Gartencenter) und im Supermarkt in großer Vielfalt erhältlich. Man kann die Samen jedoch auch sehr gut eigenhändig aus einer Paprika gewinnen. Hierzu muss darauf geachtet werden, dass die Samen von einer vollgereiften Paprika stammen. Anschließend die Paprikasamen im Sonnenlicht gründlich trocknen lassen.

Aussaat der Samen

Wir beginnen mit der Aussaat der Samen Anfang März

  • Das Aussaatgefäß hierzu mit Anzuchterde auffüllen (etwa 5 cm hoch)
  • Den Samen ca. 1 cm tief in die Erde legen und das Loch mit Erde auffüllen
  • Das Gefäß auf die Fensterbank (wenn möglich Südseite) stellen. Die Raumtemperatur sollte zwischen 22 und 25 Grad liegen
  • Erde feucht (nicht zu nass) halten

​​Pflanze umtopfen

Ca. vier Wochen nach der Aussaat sind die Jungpflanzen fürs Umtopfen bereit. In dieser Zeit sollten sie ihre Keimblätter sowie ein weiteres Blattpaar entwickelt und eine Größe zwischen 8 - 10 cm erreicht haben. Die Jungpflanze wenn möglich mit Wurzelballen vorsichtig herausziehen, in einen separaten Topf pikieren und mit einem Bambus- oder Kunststoffstab stützen. Nun einen hellen und warmen Platz wählen, an dem die Temperatur nun jedoch ein paar Grad tiefer liegen darf.

Jungpflanze auspflanzen

Ende April darf die Jungpflanze ins Gewächshaus ausgepflanzt werden.

Beim Züchten auf dem Balkon/Terrasse oder im Freiland sollten die Eisheiligen (20. Mai) abgewartet werden.

Beim Anbau auf dem Balkon/Terrasse empfiehlt es sich die Jungpflanze in einen großen Blumenkübel zu pflanzen. Nun einen sonnigen und regengeschützten Platz wählen.

Zum Anbau im Freiland wird der Erdballen samt Jungpflanze langsam aus dem Topf gelöst und tief in die Erde gepflanzt. Ideal ist ein lockerer und humusreicher Boden. Boden daher wenn möglich vorher mit Kompost anreichern. Zwischen den Pflanzen sollte in etwa ein Abstand von fünfzig Zentimetern liegen.
Beachte: Paprika fühlen sich dank ähnlicher Anbauverhältnisse äußerst wohl in der Gesellschaft von Gurken und Auberginen.

Weitere Tipps für eine erfolgreiche Zucht:

  • Um einen hohen Ertrag zu erhalten sollte die Zentralblüte, auch genannt Königsblüte ausgebrochen (abgekniffen) werden. Die Zentralblüte befindet sich in der Gabelung zwischen Haupt- und erstem Seitentrieb.
  • Wie die Tomate besitzt die Paprika einen enormen Wasserbedarf, weshalb zeitweise täglich gegossen werden muss.
  • In einem Abstand von 14 Tagen sollte zusätzlich ein Flüssigdünger beigefügt werden.
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13 Kommentare


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#1
8.5.14, 15:36
hallo Bernhard
auch dieser Tipp kommt reichlich spät.
warum stellte du diese Tipps so spät rein?
LG kosmosstern
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#2
8.5.14, 15:38
@kosmosstern: Da der Tipp (leider) jetzt erst verfasst wurde.
Für nächstes Jahr dann z.B.
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#3
8.5.14, 17:28
super vielen dank
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#4
9.5.14, 14:53
Ich habe schon fertig gezogene Pflanzen gekauft. Die Samen kannst du vergessen, denn da kriegst du nur mickrige Pflanzen bei raus, die nicht tragen und das ist von den Sämereien Absicht, damit man die Pflanzen kauft, die doch teurer sind. Ein bisschen Gemüse hat in dem kleinsten Garten Platz!
#5
10.5.14, 19:37
unsere stehen schon seit Anfang April auf der Terrasse ,Blüten lassen sich auch schon sehn ,brauchen nur noch Sonne
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#6
16.5.14, 08:42
Mit Paprika hab` ich es noch nicht probiert, aber mit Chili jedes Jahr. Es klappt wunderbar aus Schoten Samen zu trocknen und dann Pflanzen daraus zu ziehen. Die Ernte ist reichlich. Will man ausgefallene Sorten die im Handel nicht zu bekommen sind , muss man den Samen allerdings bestellen und auch das klappt. Man kann die Pflanzen auch im Haus überwintern und im nächsten Jahr wieder ernten. (zurück schneiden)
#7
16.5.14, 11:15
Nicht alle Chilis kann man überwintern
#8
16.5.14, 14:01
Hallo Bernhard,

Eine wichtige Komponente hast Du nicht beschrieben.

Paprika ist ein Starkzehrer. D. h.: Die brauchen wie Chilis viel Dünger ;-)
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#9
16.5.14, 19:21
@peg01: doch - hat er geschrieben - siehe letzte Zeile "Flüssigdünger"
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#10
16.5.14, 19:37
normalerweise kann man alle überwintern! Du brauchst nur Wärme und Licht und musst schauen, dass die Pflanzen keine Schädlinge kriegen... das ist zar nicht ganz leicht, aber machbar. Oft klappt auch die Vermehrung aus Eigenzuchtsamen gut, kommt auf Sorte und Sortenreinheit an ( ob eine andere Sorte bei der Bestäubung "dabei" war usw.) Was aber hier wirklich im Tipp fehlt, ist der Hinweis, dass im Zimmer oder Gewächshaus z.B. mit dem Pinsel bestäubt werden muss - im Freiland macht das der Wind und natürlich Insekten. Zum Düngen ist Tomatendünger sehr gut.
#11
16.5.14, 19:51
Der Tipp des Tages war erst vor ca. einer Woche unter Rezepte & Tipps eingestellt. Sicher ein Versehen.
#12
16.5.14, 20:14
Ich mache das schon ein paar Jahre so. Ich nehme auch die Kerne und trockne sie.
Letztes Jahr waren sie so groß das ich sie füllen konnte.
#13
22.10.16, 16:24
mal ne frage, ist es sinnvoll ne Paprikapflanze zurück zu schneiden? Wenn ja, wann schneide ich und wo an der Pflanze

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