Pizza Fritta - frittierte Pizza

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Diese Pizza wird vorher frittiert in Pflanzenöl und dann im Ofen gegrillt - diese kleinen Teiglinge sind dann außen knusprig und innen weich und elastisch. Das ist mal etwas anders als diese keksigen Dinger, die ich so aus meinem Ofen geholt habe. Mein Ofen wird einfach nicht heiß genug (laut einem Besitzer einer Pizzeria).

Hier die gelungene Version:

Der Teig:
1 kg Mehl (405/505)
1 gestr. EL Salz
2 Pck. Trockenhefe je 7 g
1 EL Zucker
4 EL Olivenöl
650 ml lauwarmes Wasser

Die Hefe vorher auflösen in dem Wasser/Öl/Zucker - kurz warten und dann mit dem Mehl/Salz vermischen und gut durchkneten.

Hier kann man so richtig spüren, was es bedeutet mit den Händen zu arbeiten beim Essenkochen. Allein das Kneten macht schon Spaß und Appetit auf das, was dabei herauskommt.

Ist der Teig zu klebrig, einfach Mehl dazugeben bis es ein schöner weicher geschmeidiger Klops geworden ist.

Jetzt das Ganze zugedeckt mit einem feuchten Tuch eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen - am besten in einer großen Schüssel, denn der Teig verdoppelt sein Volumen dabei.

In dieser Zeit bereite ich die Zutaten für den Belag vor:
z. B. Serrano-Schinken, weiße Bohnen, Thunfisch, Tomaten (in Scheiben), Pilze, natürlich auch die Tomatensoße, Käse oder das, was ihr eben so mögt auf eurer Pizza.

Eine Stunde vorbei?

Der Teig wird jetzt verhauen (geschlagen), damit die Luft rauskommt... und nochmal durchkneten.

Ich nehme jetzt vom Teig kleine Stücke und verarbeite sie zu kleinen Fladen. Das hat den Vorteil, dass man sich verschiedene kleine Pizzas erstellen kann.

Jeder Fladen ist so dick wie eine Münze - ungefähr - etwas dicker geht auch. Hab ich selbst ausprobiert, ich habe nämlich kein Nudelholz und mach das auch mit den Händen (immer schön Mehl parat halten, dann funktioniert das prima).

In einer tiefen Pfanne Öl erhitzen. Ziemlich heiß. Ein Holzlöffel hilft zu prüfen. Ist es heiß genug, entstehen Blasen. Sollte so 3 cm hoch sein. Da hinein die Teigfladen gleiten lassen. immer vom Körper weg falls es spritzt.

So werden nach und nach alle Teiglinge frittiert. Die fertigen immer auf einem Haushaltstuch abtropfen lassen.

Den Ofen auf Grillfunktion so richtig einheizen, höchste Temperatur.

Backblech mit Backpapier auslegen, Pizzaböden drauf und belegen. Dazu hole ich mir meine Süßen in die Küche und alle dürfen so belegen wie sie es mögen. Das hat noch jedem Spaß gemacht, auch den großen Gästen.

Die Pizzas werden im Ofen unter dem Grill ca. 5 Minuten übergebacken. FERTIG!

Es waren bei uns noch welche übrig (ohne Belag). Die habe ich am nächsten Morgen im Toaster aufgefrischt. Meine Tochter hat dann Nutella draufgeschmiert. Auch eine Möglichkeit, es soll aber sehr lecker gewesen sein...

Fragen beantworte ich immer gerne (falls ich vielleicht etwas vergessen habe).

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7 Kommentare


#1
27.1.11, 07:36
Das ist ja mal ganz was anderes.
Tolle Idee.
Von mir 5 Punkte.
#2
27.1.11, 10:21
Hört bzw.liest sich gut,werde es in den nächsten Tagen mal versuchen.Obwohl meine Pizzen bisher auch keinen Keks-Boden hatten.
#3
27.1.11, 10:44
Keksboden bekommen die Pizzen, wenn man sie zu lange im Ofen läßt, weil man darauf wartet, dass der Boden braun wird, wie beim Kuchen. Im Pizzateig fehlen Milch, Eier und es ist sonst mehr Zucker drin. Dadurch wird normaler Kuchenteig "braun". Pizzen werden bei einer Temperatur um die 360°C gebacken, beim Pizzabäcker. Deshalb bekommt die Pizza in so kurzer Zeit, höchstens fünf Minuten, die richtige Farbe, ist aussen knusprig und innen noch wie Watte. Da unser normaler Backofen zu Hause höchtens 250°C bringt, wird der Pizzateig also nie Farbe annehmen. Meine Empfehlung: Backröhre auf höchste Temperatur einstellen, Boden nicht so dick belegen, sondern wie beim Italiener sehr übersichtlich. Außerdem ist es immer besser, wegen der Menge, einzelne kleinere Pizzen aufs Blech zu legen als eine ganze Blechpizza zu backen. Die Zeit zum Backen beträgt individuell etwa 15 Minuten. ...und nicht verrückt machen, weil der Boden nicht braun wird.
Denkt immer dran, wenn Ihr frittiert, an das Öl was der Teig aufsaugt. Das dann noch zum Frühstück, mit Nutella...schmeckt ganz bestimmt...aber die Kalorien.
#4 Boyinrah
27.1.11, 11:03
@Theki: Vielen Dank das du Dir so viel Mühe bei deinem Kommentar machst. Ich stimme dem voll zu. Ich mache das natürlich nicht jeden Tag und Pizza gibt es eh`selten bei uns . Das macht mein Stammitaliener weitaus besser. Ich war auch echt erstaunt wieviel Öl im Papier aufgesaugt wurde. Aber wie gesagt , ich koche viel zu gerne als das es immer das Gleiche gibt... :-)
#5
29.1.11, 08:01
lecker,lecker...ich kenne das etwas anders.
die pizzafladen in öl ausbacken.
mit ganz schlichter selbstgemachter tomatensoße bestreichen und ordendlich parmesan darüber streuen.
zusammen klappen und so lange in den warmen ofen legen bis die anderen fladen auch fertiggestellt sind.
die fladen sind nachher etwas gummiartig aber genau das mögen wir .
dein rezept hört sich jedenfalls super an und das wird ausprobiert...versprochen.
#6
31.1.11, 17:34
sowas ähnliches gibt es auch beim Mexikaner ... frittierte Tortillafladen ... sehr lecker
#7
5.3.11, 18:23
Hallo, einfach super der Tipp. Werde ihn nächste Woche mal nachmachen.

Damit bei mir der Boden etwas fester wird, backe ich ihn ca. 5 Min. vor, bei 100°C, bevor der Belag draufkommt.

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