Beine und Arme zerkratzt, kleine Stiche überall: Da mein Fenistil fast aufgebraucht war, ging ich zur Apotheke. Die Apothekerin meinte wie selbstverständlich, das sind keine Flohbisse, die Übeltäter sind Grasmilben!

Quälender Juckreiz? Es könnten Grasmilben sein!

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Seit meiner Kindheit quälen mich im Frühjahr/Sommer Phasen von Juckreiz durch Insektenstiche, vor allem nachts durch "Bettwärme".

Mehrere Hautärzte diagnostizierten Mückenstiche, empfahlen vorbeugende Maßnahmen, also sich gar nicht erst von den Viechern stechen zu lassen. Na toll, wenn man auf dem Lande lebt ... Salben brachten kaum Linderung.

Jetzt ist es wieder so weit: Beine und Arme zerkratzt, kleine Stiche überall ... An Schlaf ist kaum zu denken trotz Baden im Toten Meer Badesalz, Salben mit und ohne Cortison, Zitrone, Essig, Eispacks. Es ist eine einzige Qual!

Verzweifelt suchte ich Hund und Katze nach Flohtieren ab, vergeblich. Googelte, putzte, wusch und staubsaugte: Kein Floh und keine Mücke zu sehen.

Da mein Fenistil fast aufgebraucht war, ging ich zur Apotheke. Die Apothekerin meinte wie selbstverständlich, das sind keine Flohbisse, die Übeltäter sind Grasmilben! Wenn man im Garten oder in der Wiese unterwegs ist, befallen die einen.

Etwas skeptisch googelte ich die Viecher, und siehe da: alle Symptome stimmten! Ich habe bis gestern noch nie von diesen Tierchen gehört! Warum weiß das kein Hautarzt? Ich bin froh, dass ich die Ursache endlich gefunden habe, und werde jetzt vorbeugend Autan o. ä. vor der Gartenarbeit anwenden!


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6 Kommentare


4
#1
11.6.18, 19:00
Wer Hunde oder Katzen hat und/oder auf dem Lande lebt, kennt diese Grasmilben.
Wenn Ärzte damit, weil vorwiegend von Städtern konsultiert, noch nie zu tun hatten, dann kennen auch sie Grasmilben nicht. Und wie überbelastet Ärzte heute sind, wissen wir doch alle - da bleibt wenig Zeit für Recherche, was dem Patienten fehlen könnte, schneller geht´s, wenn der Patient ein Rezept oder Medikament in die Hand gedrückt bekommt. Hilft das nichts, dann kommt der Patient wieder und es kann wenigstens eine zweite Rezeptgebühr abgerechnet werden                                                                             Ich möchte bitte nicht missverstanden werden, dies soll keine Schelte gegen Ärzte sein. Sie unterliegen lediglich einem völlig unsinnigen Abrechnungssystem der Krankenkassen, das keine wirkliche Zuwendung des Arztes gegenüber dem Patienten zulässt.

Gegen Grasmilben hilft zur Abwehr übrigens hervorragend, wenn man sich lange Hosenbeine in die Socken stopft. Gewinnt nicht unbedingt den neuesten Mode-Award, das tun aber zerstochene und zerkratzte Beine auch nicht.
#2
12.6.18, 10:25
Übertragen diese Grasmilben auch Krankheiten? Oder "beißen" die einfach nur und das wars (bis auf den Juckreiz natürlich...)
#3
12.6.18, 11:17
Vielen Dank für diesen Hinweis! 👍 Jetzt ist mir auch klar, warum ich seit dem Tag am See 100 "Stiche" habe, obwohl ich überhaupt keine Mücken wahrgenommen habe. Die jucken teuflisch, der E-Stift hilft nur vorübergehend. Überraschenderweise habe ich entdeckt, dass Sonnenmilch etwas Linderung verschaffen kann.
LG Coriolan
#4
12.6.18, 11:28
@Bernhard: An der Übertragung von Krankheiten durch Grasmilben forscht man noch, bisher ist keine Krankheit bekannt. Allerdings sind heftige allergische Reaktionen auf den Biss, bzw. das dabei in die Haut injizierte Sekret, nicht selten.
#5
12.6.18, 13:35
Naja, dass ein Arzt nicht die richtige Diagnose gestellt hat, bedeutet längst nicht, dass alle Hautärzte nicht in der Lage wären, Bisse von Grasmilben richtig zu erkennen. Meine Mutter hatte die schon vor 20 Jahren aus ihrem Stadtgarten und der Hautarzt hat es damals auch richtig erkannt. Die Bisse jucken wirklich wie blöd, eine ganze Woche lang und entzünden sich auch leicht. Man soll sie wohl mit 70prozentigem Alkohol abreiben, damit eventuell noch vorhandene Grasmilben abgetötet werden und der Stich desinfiziert ist. 

Hab gerade nochmal nachgelesen, dass ein Rasen schwer davon zu befreien ist, wenn er mal befallen ist. Die Biester sitzen auf den Spitzen der Grashalme und lassen sich wie Zecken auf den Wirt fallen und krabbeln dann dahin, wo die Hautschicht dünn ist. Die ernähren sich übrigens nicht von Blut, sondern von Lymphflüssigkeit. Wer wie ich von einem Lymphödem betroffen ist, sollte wegen der Entzündungsgefahr wohl besonders acht geben, denke ich. 

Berichte doch mal, ob das Autan überhaupt vorbeugend geholfen hat, ich bin da skeptisch. 
#6
17.6.18, 17:05
Bei mir gibts die Biester auch, natürlich, am Land. Bisher hat noch nichts geholfen. Ein befreundeter Gärtner hat gemeint, man sollte den Rasen tief ausstechen (etwa einen bis anderthalb Meter tief) und neue Erde holen und Rasen ansäen. Allerdings gibts keine Garantie, dass man sich mit der neuen Erde keine Grasmilben holt 🙄 . Also wurde das Problem ad acta gelegt und wir finden uns mit den Grasmilben ab. Die Grasmilben an sich stechen auch nicht, es sind ihre Larven, die sich vom Grashalm auf Mensch und Getier fallen lassen und eine zarte Hautstelle suchen, um zu beißen (vorwiegend in Kniekehlen und Leiste, wo es besonders unangenehm juckt). Soweit ich weiß, benötigen die Larven Blut, um später mal geschlechtsreif zu werden. Was gegen den starken Juckreiz hilft, ist Posterisan Salbe aus der Apotheke, die eigentlich gegen Hämorrhoiden helfen soll - diese Salbe enthält nämlich Lidocain und betäubt den Juckreiz sehr gut.

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