Ragout de boef hache au vin rouge
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"Ragout de boef hache au vin rouge" - was für ein Titel...

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...für ein preiswertes und problemlos gekochtes Gericht!

Zugegeben - ich habe den Übersetzer zu Hilfe genommen, um diesem "Rinderhackragout in Rotwein" einen aufregenderen Namen zu geben.

Was braucht man?

Rinderhack
geräucherter Schweinebauch für den Geschmack
Olivenöl zum Anbraten
Zwiebel und Knoblauch
ein Löffel Mehl
ein paar Kräuter
und einen kräftigen Landwein zum Aufgießen

Erst werden Zwiebel, Speck und Knoblauch in Olivenöl angedünstet, rausgenommen und zur Seite gestellt. Hitze hochfahren und das Rinderhack - etwa 250 g für 2 Portionen kräftig anbraten. Einen Löffel Mehl drüber geben.

Die Zwiebelmischung wieder dazu und mit einem ordentlichen Schuss Rotwein ablöschen. Salzen, pfeffern, Thymian sollte unbedingt dazugegeben werden, Rosmarin und Lorbeerblatt ebenso.

Auf kleiner Flamme schmurgelt das Ragout nun vor sich hin. Immer wieder mit Rotwein nachgießen, einschmurgeln lassen, aufgießen.

Es wird nur und ausschließlich mit Rotwein aufgegegossen. Kein Tröpfchen Wasser oder Brühe kommt an das Gericht.

Gegen Ende der Kochzeit gibt man noch ein bisschen vorgegartes Gemüse dazu. Ein paar Champignons, Erbsen oder Erbsschoten.

Was gibt es dazu? Spätzle! Diese Rotweinsoße passt einfach perfekt zu Spätzle!

Übrigens - natürlich kann man auch Rindfleisch in Würfel geschnitten verwenden. Wunderbar von der Rinderschulter. Das macht das Ragout edler, aber auch teurer.

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Themen: Ragout

38 Kommentare


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#1
16.7.12, 01:00
Soll der französiche Titel das Gericht aufwerten oder warum der Umstand des Übersetzens?
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#2
16.7.12, 01:20
...erfasst! Was ist ein Rinderhackragout gegen ein "Rag..." siehe oben

Aber im Vertrauen - wie man's auch nennt - es schmeckt !
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#3 kreativesMaidle
16.7.12, 08:09
@kohlmeise:
Je ansprechender ein Tipp klingt- um so neugieriger sind die FM-Tip- leser,
um so mehr Punkte oder Sterne könnt es geben ,um so näher rückt, bei fleissigem Einstellen von Tipps und regen Diskussionen ein Amazon-Gutschein.....

@ Maxl
im Ernst,
das Ragout klingt gut... auch wenn ich es ohne Rezept kochen kann- Danke für die Anregung, Maxl!So was gibt es bei mir auch demnächst wieder mal.
Grüßle!
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#4
16.7.12, 08:34
...für mich war das Wesentliche, dass man auch aus preisgünstigem Hackfleisch ein wunderbares Gericht zaubern kann.

Nicht nur aus den verhältnismässig viel teureren Fleischstücken.
Der günstige Preis beim Hack kommt natürlich nicht von ungefähr.
Da werden vor allen Dingen die "unschönen" und deshalb schwer verkaufbaren Stücke verarbeitet und natürlich auch sehnige Teile und Fett.
Das macht das Fleisch aber sicher nicht schlecht - und ich hoffe sehr auf unser deutsches Lebensmittelgesetz.......!
Ich denke, dass viele oder sogar die meisten unter uns Normalbürgern, aufs Geld achten müssen. Da wird man um Hackfleischgerichte schwer herumkommen, sofern man nicht generell auf Fleisch verzichtet.
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#5
16.7.12, 09:26
@Maxl: Was denn - keine Äpfel heute? *lach + zwinker*
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#6 Oma_Duck
16.7.12, 12:07
Wunderbar, um nicht zu sagen "fomidable"! Es muss nicht immer Bolognese sein.
Bei dieser Gelegenheit darf ich an meinen "Falschen Wildgulasch" erinnern, aus preiswertem Schweinegulasch und viel Rotwein: https://www.frag-mutti.de/tipp/p/show/category_id/1/article_id/15223/Falsches-Wildgulasch.html
Auch ein Spargericht, auch mit Spätzle.
#7
16.7.12, 14:38
klingt lecker - das Hack-Gericht werde ich nachkochen.
Ich nehme aber Schweine-Hack, da uns das Rinderh. nicht schmeckt-es ist zu trocken.

Eine Frage: Nimmt man trockenen oder lieblichen Wein?
#8 Oma_Duck
16.7.12, 15:32
@Saxenmaedel: Versteh ich nicht - was soll denn da trocken sein, bei so viel Wein? ;-)
Lieblicher Rotwein? Was'n des? War mal sehr beliebt bei uns jungen Leuten als "Lambrusco frizzante", Zweiliterflasche für 1,95 Mark (!) bei Aldi, in Pennerkreisen auch "Bombe" genannt.
Ansonsten empfehle ich zum Kochen einen trockenen oder halbtrockenen, preiswert aber trinkbar, z.B. zu diesem Gericht.
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#9 kreativesMaidle
16.7.12, 15:39
@Oma_Duck:
ich mach es auch so!
Kein Wein ans Essen, den ich nicht auch trinken möchte-
aber so nen ganz guten, teuren Wein natürlich nicht zum Kochen.

Deine "Bombe" heißt bei uns "Pennerglück". :o)

PS: Ich schmuggle auch schon mal ein Stück Herz in ein Ragout...
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#10
16.7.12, 15:47
@Saxenmaedel:
...ich nehm einen trockenen Landwein.
Um genau zu sein - den von Aldi zu 1,69 der Liter.
Kein Wein zum geniessen, aber in dem Gericht macht er sich bestens!

Wenn Du allerdings Schweinefleisch nimmst, dann wird das Ragout einen völlig anderen Geschmack bekommen....

Wenn Schwein, dann Zwiebel, Apfel (da is er wieder), getrocknetem Majoran (nicht zu zaghaft)anschwitzen, rausnehmen, Schweinehack scharf anbraten, mit Brühe ablöschen, die Zwiebelmischung wieder dazu, würzen und mit Sauerrahm am Schluss verfeinern. - Ganz was anderes aber saugut!
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#11
16.7.12, 15:49
@kreativesMaidle:

Herz! Anstatt dem Rinderhack passt sehr gut Schweine- oder Kalbsherz!
In kleine Würfel geschnitten und sonst wie im Rezept.

Grad der herzhafte Geschmack vom Herz macht sich mit dem Wein sehr gut!

Ich find's toll, dass wir zusammen kochen!
#12 kreativesMaidle
16.7.12, 15:52
@Maxl:
Jaaa, das freut mich auch!
Grüßle
#13 Masbahtche
16.7.12, 18:40
Um dem anspruchsvollen Namen gerecht zu werden, rege ich an, statt Rinderhack fein geschnittenes Rindfleisch zu nehmen, wie bei Boeuf Stroganoff.

Die Kollegin oben hat recht, Rinderhack mutet schon etwas trocken an.
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#14 wurst
16.7.12, 20:01
Also so eine art Boeuf Bourguignon,was aber mit z.B. Rinderhals am Stück gekauft und selbst gewürfelt günstiger als Hack jeder Sorte ist.

Und leckerer sowiso;-)))

Frage: warum vorgegartes Gemüse?
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#15
17.7.12, 07:46
@wurst:
Zwiebel Speck und Knoblauch schwitze ich bei milderer Hitze an, lass den Speck nicht knusprig und die Zwiebel nicht braun braten.
Fürs Hackfleisch muss die Hitze aber stark hochgefahren werden, damit es nicht zu kochen anfängt. Deshalb teile ich die beiden Zutaten und füge sie dann wieder zusammen.

Was den Preis vom Rinderhals angeht - den bekomme ich im Supermarkt (wenn überhaupt)nicht unter 6€ per Kilo selbst die Zwerchrippe, die allgemein als das günstigste Rindfleisch angeboten wird, ist unter 5€ nur im Sonderangebot zu haben. Das Rinderhack dagegen für etwa 4€ per Kilo.

Freilich kann man andere Stücke vom Rind verwenden.
Grad die Rinderschulter ist ein wunderbares Stück, das ich vom Rind am allerliebsten verwende. Es ist zart, kurzfasrig, kostet aber leider um die 9€.
#16
17.7.12, 09:14
Hört sich seeeehr lecker an, Maxl :-))

Bei uns bekommst Du Rinderhack nicht unter 6 € pro kg. Und dies im Angebot, dann sieht man aber auch, daß da so ziemlich alles drin ist, was ein Rind so zu bieten hat.
Schweinehack, egal für welches Gericht, gibt es bei uns nicht.

Danke für das Klasse-Rezept ! PS: Kondenswasser auffangen ???
#17
17.7.12, 09:14
...Hinweis zum günstigen Angebot:

In dieser Woche bietet der Mixmarkt Rosenheim "Bug" vom Rind, also ein Teil der Rinderschulter, zum Preis von 5,99 per Kilo an.
Das Fleisch kommt - laut Aushang - von Südfleisch, ist also kein Bio Rind.

Für ein Ragout sicher sehr gut geeignet. Allerdings wird sich die Garzeit wesentlich erhöhen, aber das ist sicher kein Problem.
#18
17.7.12, 09:24
@wurst:
...eigentlich wolltest Du ja wissen, weshalb ich das Gemüse andünste ----
so wie bei der Pizza im "Mozzarella......"
Ich will den Eigengeschmack der Gemüse erhalten, deshalb wird vorgeschmort
und nur zum Schluss zum fertiggaren mit ins Ragout gegeben.

Ich bereite verschiedene Gemüse gern extra vor, da kann ich auf die unterschiedlichen Garzeiten besser eingehen und den Geschmack anders herauskitzeln.
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#19 Oma_Duck
17.7.12, 15:57
@Maxl: Die längere Garzeit kann sehr wohl ein Problem sein. "Billiges" Rindfleisch braucht, bis es weich genug ist für eine Soße (!) , extrem lange. Ich habe meistens sowohl Hackfleisch als auch Spaghetti im Tiefkühlschrank und könnte somit dieses Gericht in zehn Minuten fertig haben (auftauen in der Mikro vorausgesetzt). Gewisse Leute könnten jetzt vorschlagen, doch feine Streifen vom Rinderfilet zu nehmen, aber die muss man ja nicht unbedingt ernst nehmen.
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#20
17.7.12, 18:41
@Oma_Duck:

wenn ich ein traditionelles Gulasch mach, dann koch ich erst den Sugo und gebe dann das rohe Fleisch in die kochende Sosse - da wird auch Supermarktfleisch weich.
Brät man das (billige) Gulaschfleisch an, dann tritt einfach zuviel Wasser (!) aus und das Fleisch brät nicht, sondern kocht und das macht die Sache zäh.
Bei Hackfleisch ist das anders. Durch die kleine Oberfläche und hohe Hitze röstet das besser. Vorausgesetzt, man hat moderate Mengen die auch Kontakt mit dem Pfannenboden bekommen. Sonst muss man halt in mehreren Portionen anbraten.

Schmoren dauert halt seine Zeit und bei niedriger Temperatur bleibt eh alles saftiger.

Dum kochen Fernsehköche auch blos so seltsame Gerichte - eigentlich immer das gleiche in 25 Minuten.....
#21
17.7.12, 21:33
@Oma_Duck:
Mir wurde mal gesagt, Nudeln könne man nicht einfrieren. Wenn Du das machst geht es doch und wie sind dann die Nudeln?
Wenn es gut geht möchte ich das in Zukunft auch machen. Manchmal braucht man etwas schnelles, dann dauert es schon zu lange bis das Nudelwasser kocht.
#22
17.7.12, 22:03
@JUKA:
Ich friere, genau wie Oma Duck, auch Nudeln ein.
Gekocht wird immer gleich das ganze Paket mit 500g und
portionsweise eingefroren. In der vorhandenen Soße, Suppe
oder Microwelle sind die Nudeln schnell heiß und schmecken
auch noch.
#23
17.7.12, 22:53
@mamamutti: Danke, mach in jetzt in Zukunft auch.
#24
18.7.12, 07:00
...ich frier selbstgemachte Nudeln ein, aber roh, also ungetrocknet aber ungekocht.
Grad bei Maultaschen passt das sehr gut.

Und Spätzle natürlich!

Und Pfannkuchen!
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#25 Oma_Duck
18.7.12, 12:49
@ # 21 JUKA: mamamutti hat schon bestätigt, dass es geht. Unter "Nudeln einfrieren, Reste und auf Vorrat“ habe ich meine Methode ausführlich beschrieben.

@ # 20 Maxl: Hast Du mich richtig verstanden? Ich wollte eigentlich eine Lanze für das „schnelle“ Hackfleisch brechen. Diejenigen, die „Aber richtiges Fleisch ist doch besser!“ vorbrachten, haben Deinen Rezeptvorschlag „bis zur Unkenntlichkeit abgewandelt“.
Was Deine Gulaschmethode angeht, habe ich „meinen“ Gulasch darin nicht erkannt. Aber das ist ein weites Feld, und es wurde hier schon ausgiebig beackert.
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#26
18.7.12, 18:57
@Oma_Duck:

...doch, doch, ich hab schon richtig verstanden - ich wollte blos die Gulaschversion vertiefen.
Manche Leut haben ein ziemliches Problem mit Hackfleisch - ich nicht.

Vor den Pfingstfeiertagen hat mein Supermarkt eine Stunde vor Ladenschluss alle Hackfleischpäckchen für 10Cent verkauft - ich hab auch ein paar erwischt.
Über sowas freu ich mich kindisch....!
#27
18.7.12, 22:45
@Oma_Duck: Hallo Oma Duck. Ich kenne dieses Gericht unter den Namen " Mogel-oder Schummelbraten"Dieser wird je nach Empfinden bis zu 3 Wochen eingelegt.Ist genial. Grüße Rufhuhn
#28
19.7.12, 09:07
Diese Variante ist mir neu, schmeckt "gefühlsmäßig" saugut, wird probiert!
#29
19.7.12, 10:10
wie lange muss man denn schmoren, wenn man Rindfleisch-Stücke verwendet ?
Nigendwo,weder im Rezept noch in den Meinungen ist eine Zeitangabe gemacht - was soll ich als unerfahrener Junggeselle davon halten ?
#30
19.7.12, 13:13
@watsme1:
Schneckelchen - probiere!
Wenn ich von einer ungefähren Garzeit ausgehe und von niedriger Temperatur, dann schmurgelt das Hackfleisch etwa eine Stunde.
Geschnittenes Rindfleisch von der Schulter etwa 2 Stunden.
Vom Rinderhals, der sehniger und "grober" ist, wirst Du länger brauchen.

Mit mehr Hitze wirds schneller gehen, aber das Ergebnis lebt von der langen Garzeit.

Das Gericht eignet sich aber auch sehr gut zum aufwärmen.
Koche heute und schinde morgen Eindruck....!

Viel Erfolg!
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#31 Oma_Duck
19.7.12, 13:24
@watsme1: Es steht da keine Zeitangabe, weil sie nicht möglich ist. Es hängt von dem Alter des Rindes ab (Jungbulle oder ausgediente Milchkuh, im Extremfall). Auch zwischen Filet und Beinscheibe liegen Welten. Es hilft also nichts, der unerfahrene Junggeselle muss Erfahrungen sammeln, durch Learning by Doing.
Auch ein Junggeselle muss übrigens nicht ohne Küchenerfahrung sein. Wer seiner Mutter "über die Schulter schaut" und neugierig ist, kann schon früh einige Grundkenntnisse erwerben. Vorausgesetzt, die Mutter kocht überhaupt noch regelmäßig, was leider immer seltener der Fall ist.
Merke:
Mit Maggifix und Fertiggericht
lernt man richtig Kochen nicht.
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#32 Oma_Duck
19.7.12, 13:51
@ Maxl # 26 u. 30: Wow, da hätte ich auch zugegriffen. Würde ein Metzger nie machen, der würde das Hack einfrieren und bei nächster Gelegenheit in die Wurst tun - wogegen ja nichts einzuwenden ist, bevor es umkommt . . .
Wieder ein Beispiel für den ruinösen Verdrängungswettbewerb.

EINE Stunde für Hackfleisch? Das verstehe ich nun ganz und gar nicht. Bei mir ist jede Hackfleischsoße ein Schnellgericht. Und wenn es noch sichtbar "schmurgelt", ist die Temperatur doch gar so niedrig nicht? (stirnrunzel, blödguck)
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#33
19.7.12, 13:54
@Oma_Duck: ...oder mein Hack war von einer alten Kuh...?

Ich schmurgle bei Stufe 2 von 9 möglichen.....
#34
19.7.12, 15:37
Maxl, danke! Du hast ein fantastisches Rezept hier eingestellt, was in seiner Einfachheit kaum zu überbieten ist. Ich werde beide Versionen noch diese Woche ausprobieren, deine mit Hackfleisch, und natürlich auch die Gulaschvariante mit langfaserigem Rindfleisch, wobei ich mir denke, deine Variante geht viel schneller. Aber nur Versuch macht kluch........

Daumen hoch!
3
#35
20.7.12, 11:10
Es hat Spaß gemacht all die Kommentare zu lesen und die Diskkussion zu verfolgen. Und alles ohne Streitereien. Eine Wohltat.

Das Rezept wird bei nächster Gelegenheit ausprobiert.
#36
20.7.12, 11:26
@Teddy:
...ja, ich finde das auch ausserordentlich entspannend!
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#37
20.7.12, 15:53
@Saxenmaedel (#7): Kann es sein, daß Du das mit Beefhack verwechselst? Da ist im Gegensatz zu normalem Rinderhack praktisch kein Fett mit drin, und gebraten wird es leicht trocken. Geschmort mit viel Flüssigkeit aber sicher auch nicht so sehr, und einfaches Rinderhak enthält wirklich genug Fett, um nicht trocken zu werden.
#38 awuppertal
14.8.12, 19:58
@Horst-Johann Lecker

und, was ist bei dem Versuch herausgekommen?

würde mich interessieren

vorab Danke

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