Heute war mir nach langer Zeit mal nach Ravioli, hatte ich sicher schon 2 Jahre nimmer gegessen. Doch wie ihr wisst, kommt es meist dann doch ganz anders, als man sich so dachte. Ich hatte keine Ravioli im Vorrat, dabei war ich so sehr davon überzeugt, muss wohl doch schon längst gegessen worden sein. Aber ich fand im Vorrat noch Lasagneblätter und im Tiefkühlschrank hatte ich noch Schweinesteaks und ein Glas Tomaten-Zucchini-Gemüse. Daraus, dachte ich mir, kann man sicher auch eine leckere Lasagne mit Ragout zaubern.
Hackfleisch für eine Bolognesesoße hatte ich nicht, deshalb gab es bei mir die Ragout-Variante mit den klein geschnippelten Schweinesteaks und diesem passierten Tomaten-Gemüse-Mix. Ich hatte da noch solche passierten Tomaten mit Zucchini und Grillgemüse im Glas, das war wirklich lecker. Parmesankäse hatte ich nicht zur Hand, deshalb gab es bei mir Gratinkäse dazu. Und die Schweinesteaks waren mariniert mit einer Kräutermarinade, da dachte ich mir, ein bisschen mehr Kräutergeschmack kann ja nicht schaden. Die Menge der Lasagneplatten variiert, je nachdem, was für eine Auflaufform man verwendet. Meine hatte folgende Maße: 20 x 30 x 5 cm und ich habe zwei Mal geschichtet.
Zutaten
Schweine-Ragout
- 400 g Schweinesteak
- 1 Zwiebel
- 2 EL Olivenöl
- 1 EL Tomatenmark
- 1 Tasse/n Wasser
- 400 g Zucchini-Tomaten-Gemüse
- 125 ml Rotwein
- 1 Prise(n) Salz
- 1 Prise(n) Pfeffer
- 1 Prise(n) Knoblauchpulver
Béchamelsoße
- 60 g Butter
- 3 EL Mehl
- 300 ml Milch
- 100 ml Sahne
- 2 Spritzer Zitronensaft
- 1 Prise(n) Salz
- 1 Prise(n) Pfeffer
- 1 Prise(n) Muskatnuss
Lasagne
- 1 EL Butter
- 200 g Gratinkäse
- 4 Lasagneplatten
Zubereitung
Schweine-Ragout
- Erst mal die Zwiebel schälen und in kleine, feine Würfel schneiden.
- Das Schweinesteak auch in super feine, kleine Stückchen schneiden.

- Die Zwiebeln in einer Pfanne mit dem Olivenöl glasig dämpfen und dann das Schweinefleisch dazugeben.
- Tomatenmark zufügen, einköcheln lassen und abwechselnd mit Wasser und Rotwein ablöschen. Diesen Vorgang mit dem Einreduzieren (Einköcheln) und dem Ablöschen ca. drei bis vier Mal wiederholen.
- Jetzt das passierte Zucchin-Tomaten-Gemüse zugeben.
- Mit den Gewürzen nach eigenem Geschmack abschmecken.
- Ca. 10 weitere Minuten auf schwacher Hitze köcheln lassen.

Béchamelsoße
- Während das Schweine-Ragout köchelt, beginne ich parallel mit der Béchamelsoße, indem ich erst mal die Butter schmelzen lasse.
- Dann gebe ich das Mehl zur Butter und lasse es anschwitzen, es darf aber keine Farbe nehmen, also nicht braun werden.
- Die Sahne und die Milch mische ich zusammen und lösche damit die helle Mehlschwitze ab. Dabei muss man ständig mit dem Schneebesen rühren, sodass keine Klümpchen entstehen und man eine schöne, glatte Soße hat, die dann so nach ca. 2 bis 3 Minuten dauerhaftem Rühren langsam eindickt.
- Jetzt noch mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Lasagne
- Man gibt in eine ausgebutterte Auflaufform erst mal etwas von der Béchamelsoße.
- Die zweite Schicht sind dann Lasagneblätter, diese kann man entweder zurecht brechen, oder sie kurz unter fließendes, heißes Wasser halten. Danach kann man sie mit der Schere in die gewünschte Form zuschneiden.

- Auf die Lasagneblätter gibt man dann etwas vom Schweineragout, darauf Béchamelsoße und noch etwas geriebenen Gratinkäse oder Parmesan.
- Diese Schichten, Lasagneblätter, Schweineragout, Béchamelsoße und Käse, werden mehrfach wiederholt.
- Dann gibt man die Lasagne bei 180 Grad für ca. 40 Minuten in den Backofen.

Guten Appetit wünsche ich.