Ein schöner Braten mit einer guten Soße war und ist schon immer ein überaus beliebtes Sonntagsessen und erinnert sicher jeden von uns an die Kinderzeit. So ein Braten war immer etwas besonders und zeigte uns, wie schön und wichtig der Mittagstisch gerade an Sonntagen war, wenn die ganze Familie am Tisch saß und wir das von der Mama gekochte Essen fast schon andächtig genossen haben.
Zutaten
Braten
- 1 kg Schweine-Schinkenbraten
- 300 g Wurzelgemüse
- 50 g Speckwürfelchen
- 25 g Schweineschmalz
- 1 Zwiebel
- 3 Zehe/n Knoblauch
- 1 EL Tomatenmark
- 1 EL Pfeffer
- 1 EL Salz
- 1 EL Paprika edelsüß
- 1 EL Senf
- 500 ml Bratenfond
- 100 ml dunkles Bier
Gemüsebeilage
- 350 g Möhren
- 2 Stängel Petersilie
- 40 g Butter
- 1 TL Salz
- 1 TL Pfeffer
- 3 EL Orangensaft
- 1 Prise(n) Muskatnuss
- 1 EL Honig
Sättigungsbeilage
- 4 Kartoffelklöße
Auch heute ist ein Braten immer noch sehr beliebt und bei uns gab es diesmal einen Schweinebraten vom Schinken mit Kruste, zart und saftig und mit einer kräftigen und gut gewürzten Soße. Dazu kamen selbstverständlich die obligatorischen Klöße und feine Buttermöhren, die hervorragend zum kräftigen Bratengericht passten. Richtet doch auch noch einmal so einen Braten an, der so viele Erinnerungen weckt und auch heute noch immer ein Highlight auf jedem Tisch ist.
Zubereitung
Schweine-Schinkenbraten
- Der Backofen wird auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorgeheizt.
- Das Schweineschmalz wird in einem Bratentopf zerlassen und das Fleisch wird zuerst auf der kreuzweise eingeschnittenen Schwartenseite und danach rundum kräftig angebraten.

- Hat das Fleisch eine schöne braune Farbe angenommen, nimmt man es aus dem Bräter und gibt sodann das geputzte Wurzelgemüse, bestehend aus Lauch, Sellerie und Möhren sowie Petersilienwurzel, zusammen mit der grob geschnittenen Zwiebel und den Speckwürfelchen ins heiße Fett und lässt alles glasig andünsten. Das Tomatenmark wird ebenfalls mit angeschwitzt.
- Während dieser Zeit würzt man den Braten mit Salz, Pfeffer und Paprika.
- Das angedünstete Gemüse wird nun mit der Hälfte vom Bratenfond und dem dunklen Bier abgelöscht. Auch der Senf wird nun zugegeben.
- In den bereits vorgeheizten Backofen stellt man nun den mit einem Deckel verschlossenen Bratentopf und lässt das Fleisch eine Stunde schmoren.
- Falls nötig, gießt man vom Bratenfond nach und nach noch weitere Flüssigkeit zu.
- Nach der Hälfte der Garzeit wird der Braten im Topf umgedreht und kann nun auch von der unteren Seite gar schmoren.
Gemüsebeilage
- Die Möhren werden geschält und in dünne Scheiben gehobelt. In einem Topf werden die Möhrenscheiben mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat in der zerlassenen Butter auf kleiner Hitze im eigenen Saft gegart. Sie sollten noch ein wenig bissfest bleiben.
- Nach ca. 10 Minuten gibt man den Orangensaft und den Honig dazu sowie die gehackte Petersilie. Man lässt die Möhren einmal aufkochen und hält sie dann warm bis zum Anrichten.
Sättigungsbeilage
- In der Tiefkühltruhe hatte ich noch Kartoffelklöße vom Weihnachtsmenü eingefroren, die nun passend zum Schweinebraten noch unaufgetaut in heißem, nicht mehr kochendem und leicht gesalzenem Wasser in etwa 25 Minuten gegart wurden.
Braten fertigstellen
- Ist die Garzeit des Bratens erreicht, nimmt man den Bräter aus dem Backofen und den Braten legt man auf ein Brett, um ihn sodann zu schneiden.

- Wir essen die Schwarte des Schweinebratens nicht und deshalb löse ich diese vom Bratenstück ab und lege sie zur Seite. Wer auch von der Schwarte etwas essen möchte, kann dies gern sagen und bekommt dann davon zum Verzehr etwas abgeschnitten.
- Der Braten selbst wird in passende Scheiben geschnitten und bis zur Fertigstellung der Soße und zum Anrichten in Alufolie verpackt und warmgehalten.
Soße fertigstellen
- Die Soße kann nun durch ein Sieb gegossen werden. Mit etwas Kartoffelstärke, welche man in kaltem Wasser angerührt hat, kann man die Soße nun leicht andicken. Wer das Wurzelgemüse gern mitverarbeiten möchte, belässt dieses in der Soße und mixt sie sodann mit dem Pürierstab kräftig durch, sodass das Gemüse fein zerkleinert zurückbleibt und der Soße somit die nötige Sämigkeit verleihen kann. Das Andicken mit Kartoffelstärke kann man sich auf diese Weise ersparen.
- Nach einem nochmaligen Abschmecken ist sie dann zum Anrichten bereit.
Anrichten
- Auf den Tellern werden nun vom Fleisch jeweils 1 bis 2 Scheiben platziert und die Klöße legt man gleich dazu. Etwas von der Soße gibt man über das Fleisch und die Klöße.
- Die Gemüsebeilage sowie die restlichen Klöße stellt man in zwei Schüsseln zur Selbstbedienung auf den Tisch.
- Auch die zusätzliche Soße füllt man in eine Sauciere und stellt sie ebenfalls auf den Tisch, damit sich jeder individuell bedienen kann.
Guten Appetit.