Bei einem Ausflug in den hohen Norden nach Stade im Alten Land konnten wir im Straßencafé sitzend viele Leute beobachten, die sich in einer Schlange vor einer Bäckerei anstellten. Da wurde ich neugierig und fragte eine Kundin, was denn hier so heiß begehrt sei. Nun, alle Leute freuten sich darauf, in dieser Bäckerei ein Kanelbullar zu ergattern. Seitdem wuchs bei mir auch der Wunsch, solche schwedischen Zimtschnecken selbst herzustellen.
Neulich erhielt ich ein Rezept der schwedischen Kanelbullar, das sich sehr ähnlich anhörte. Und endlich war es so weit, dass ich mich an diese speziellen Zimtknoten herantraute.
Seid ihr neugierig, wie ich die Kanelbullar hinbekommen habe?
Zutaten
- 450 g Mehl
- 250 ml Milch
- 75 g Butter
- 25 g frische Hefe
- 1 Prise(n) Salz
- 1 Msp. Kardamompulver
- 100 g Zucker
- 1 TL Zimtpulver
- 1 Ei
Zubereitung
- Die Milch erwärmen.
- 5 EL davon abnehmen, die Hefe darin hineinbröckeln und auflösen lassen.
- Butter in der übrigen Milch zerlassen.
- Mehl, 50 g Zucker und Salz mischen.
- Die Hefemilch und Milch-Butter-Mischung mit den trockenen Zutaten zusammenrühren.
- Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.
- Danach auf bemehlter Arbeitsfläche den Teig zu einem Rechteck (ca. 40 x 60 cm) ausrollen.
- 50 g Zucker mit Zimt und Kardamom mischen und auf den Teig streuen.
- Den Teig von der langen Seite zu einem Drittel hochklappen. Die andere Seite bündig darüber schlagen.
- Von der kurzen Seite nun ca. 2 cm breite Teigstreifen schneiden.

- Jeden Strang vorsichtig verzwirbeln und aufrollen. Die Enden unter dem Gebäck einschlagen.
- Die Zimtschnecken auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und zugedeckt erneut ca. 30 Minuten gehen lassen.

- Das Ei aufschlagen, verquirlen und die Zimtschnecken damit bestreichen.
- Dann im Backofen bei 200 °C Ober-/Unterhitze ca. 15 Minuten backen.

Das Wickeln der Kanelbullar erschien mir am schwierigsten. Aber bald hatte ich den Bogen raus. Auch sind meine ersten Kanelbullar etwas klein geraten, was aber dem prima Geschmack keinen Abbruch tut. Im Rezept, das mir vorlag, wurden auch 2 TL Zimt angegeben, aber da bin ich lieber vorsichtig und nehme erstmal die Hälfte. Da unser Enkelkind auch gerne davon probiert, nahm ich weniger und es reichte schlussendlich auch. Aber jedermann und jede Frau kann natürlich gerne doppelt so viel nehmen.
Meine ersten Kanelbullar waren ein Erlebnis. Duftend, innen weich und doch würzig wurden sogleich einige davon zum Kaffee verspeist.