Jeder der sturzgefährdet ist, sollte zu Hause immer ein Telefon bei sich tragen, um schnell Hilfe holen zu können.

Schnelle Hilfe bei häuslichem Unfall

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Jeder, der sturzgefährdet ist, sollte auch zu Hause immer sein Telefon bei sich tragen. So kann er im Falle eines Sturzes (... wenn die Person nicht mehr aufstehen kann), sofort nach Hilfe rufen.

Sinnvoll ist es dann, auch die Telefonnummer seines nächsten Nachbarn mit Direktwahl gespeichert zu haben: Er wäre SOFORT da und könnte Erste Hilfe leisten, dem Notarzt die Tür öffnen usw.

Bei diesem Nachbarn des Vertrauens sollte natürlich auch der Wohnungsschlüssel griffbereit deponiert sein!

Aber zuerst natürlich die 112 rufen!  :o)

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12 Kommentare


#1
15.4.16, 07:24
Auch unter der Dusche!? ;)
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#2
15.4.16, 08:26
Für ältere Menschen wäre dann ein Hausnotruf besser, die Geräte sind wasserfest und können auch beim duschen dabei sein.
Wir haben gerade vor 4 Wochen bei einer 89jährigen Dame dafür gesorgt, dass sie einen bekommt, weil sie öfter fällt.
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#3
15.4.16, 10:11
@Kampfente: Ich möchte Kampfente mit ihrem Vorschlag mehr als unterstützen: Bitte unbedingt allen älteren Personen mit Gehschwierigkeiten und/ oder Behinderungen empfehlen. Er ist erhältlich bei vielen Unfall-Hilfe-Organisationen wie z.B. Johanniter oder Malteser oder... Bitte die Leistungen vergleichen, denn bei manchen reicht der Notruf bis in Keller/ Garten oder auch eben nicht. Das sollte berücksichtigt werden.
Über http://www.notrufsysteme-vergleichen.de/formular/ gelangt man auf eine Internetseite, über die man sich ganz individuell (Anzahl der Personen, Pflegestufe Ja-Nein...) Anbieter von Hausnotrufen anzeigen lassen kann, so dass die Auswahl auf die eigenen Bedürfnisse / die des Angehörigen eingeengt und die Suche effektiv wird.
Der Hausnotrufknopf wird gegen einen monatlichen Fixpreis ausgegeben und besteht aus einem Knopf, der wie eine Kette getragen wird und somit auch bei einem Sturz nicht verlorwen gehen kann. Die andere Möglichkeit besteht darin, dass der Knopf in Art einer Armbanduhr getragen wird - vielleicht etwas weniger auffällig. Persönliche, medizinische und auf Wunsch auch der Haustürschlüssel können bei dem Anbieter hinterlegt werden. Manche bieten z.B. auch eine "Tagestaste" an: Wird diese nicht einmal pro Tag gedrückt, erkundigt sich der Betreiber umgehend um das Wohlergehen des Kunden!
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#4
15.4.16, 10:12
über meinem Telefon habe ich eine etwas stabilere Karteikarte befestigt, auf der stehen recht groß und farbig geschrieben die wichtigsten Telefonnummern mit dazugehörigem Namen. Wenn etwas passiert weiß man manchmal in Panik nicht mal den eigenen Namen und findet auf dem Telefon nichts mehr. Ich hoffe mal, dass meine Methode funktioniert sollte es nötig sein. Lieber wärs mir, es wäre nie nötig.
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#5
15.4.16, 12:17
Schließe mich Kampfente an. Ein Hausnotrufgerät ist sinnvoller. Wenn ich falle, ist auch möglicherweise auch mein Handy kaputt und die Nachbarn sind auch nicht immer zu Hause.
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#6
15.4.16, 14:32
@trom4schu: bei unserer alten Dame wurde uns der Notrufknopf zum umhängen empfohlen, denn fällt sie mit dem Knopf am Handgelenk genau auf diesen Arm und kann den unterm Körper nicht mehr hervorziehen, nützt er nicht allzu viel. Das leuchtete uns ein.
Bei der Dame hat es noch folgendes bewirkt: seit sie den Knopf immer umhängen hat, ist sie noch nicht wieder gefallen. Wahrscheinlich, weil sie jetzt um die Sicherheit weiss, dass sie dann schnell Hilfe bekommt und sie keine Angst mehr haben muss, länger in der Wohnung zu liegen, ohne dass jemand etwas bemerkt. Das ist doch zusätzlich sehr positiv.
#7
15.4.16, 15:16
Der Tipp immer ein Telefon bei sich zu tragen in allen Ehren, aber das ist im Alltag doch eher nicht praktikabel. Die Hausnotrufgeräte hingegen sind eine wirklich sinnvolle Erfindung. Vor einigen Jahren hat in unserer WG ein junger Mann Hausnotdienste gefahren. Von einigen negativen Erfahrungen einmal abgesehen (die ältere Person fühlte sich einfach nur einsam und drückte den Notruf) konnte er in den meisten Fällen wirklich schnell helfen.
#8
18.4.16, 11:31
Der Hausnotruf ist leider auch nur bedingt hilfreich. Mein Vater ist einmal, nachdem er seinen abendlichen Kontrollanruf beim Notdienst absolviert hatte, hingefallen und hat denn die ganze Nacht auf dem Fußboden gelegen, bis ich am nächsten Vormittag hinkam.
Das ist natürlich ein Ausnahmefall, aber er zeigt, daß die Notrufgeräte auch nicht immer eine Sicherheit bieten können.
Ich selbst habe fast immer ein Telefon bei mir, auch bei der Gartenarbeit. Das aber nicht wegen der Hinfallgefahr, sondern weil ich keine Anrufe verpassen möchte.
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#9
18.4.16, 11:53
Der Hausnotruf ist ein Zusatzgerät, was derjenige ständig mit sich trägt und welches bei Knopfdruck einen Notruf beim jeweiligen Notdienst (Johanniter etc) auslöst. das hat nichts mit dem allabendlichen Kontrollanruf zu tun! Der Notruf stößt dann - so kenne ich es - einen Telefonanruf beim Auslöser an, geht dort keiner dran, wird sofort ein Helfer losgeschickt, der nach dem rechten sieht und ggfs. weitere Hilfe nachfordert. Da bleibt keiner eine ganze Nacht irgendwo liegen...
1
#10
18.4.16, 12:25
@Binefant: genauso ist es, sonst wäre es ja auch kein Notruf. Der Notdienst ist 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr erreichbar und reagirt sofort, wenn der Knopf betätigt wird.
#11
18.4.16, 12:57
Das, woran mein Vater damals angeschlossen war, nannte sich auch Hausnotrufdienst. Und der abendliche Kontrollanruf entspricht der "Tagestaste", die in #3 erwähnt wird.
Mein Vater trug auch so ein Gerät bei sich, auf dem er einen Knopf hätte drücken können. Nur - er konnte es nach dem Sturz nicht!
#12
18.4.16, 16:03
@Maeusel: dann kann er aber auch nicht telefonieren, er hätte also in diesem Fall mit keiner möglichen Variante selbst Hilfe holen können. Ist eine unschöne Situation, kann aber leider trotzdem passieren. 

Es gibt natürlich professionellere Geräte, die bei dauerhafter Lageänderung Alarm schlagen, sprich man fällt und bleibt liegen, löst dieser Personennotsignalgeber Alarm aus. Hat z.B. die Feuerwehr am Mann, wenn sie zur Brandbekämpfung ausrücken oder auch Menschen, die in Chemieanlagen unterwegs sind und dort evtl. gefährdet sind. Diese PNA's sind allerdings nichtganz billig und müssen auch erst einmal in eine Infrastruktur eingebunden werden, sprich in eine Alarmierung, sonst bringt das tollste Gerät leider nichts.

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