Sülze, Hausmacherart sächsisch

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Gesamtzubereitungszeit:

Zubereitung

  1. Die Herstellung ist ganz einfach. Ich kaufe zwei Dickbeine und eine Nuss. Können auch noch zwei Schweinsohren oder Spitzbeine dazukommen. Das fördert den Gelierprozess. Muss aber nicht sein.
  2. Das Fleisch setze ich in zwei Töpfen mit kaltem Wasser an. Dazu kommen Salz, Pfefferkörner, Lorbeerblatt, große Zwiebel, eine Stange Porree, große Scheibe Sellerie und 2-3 große Möhren (ca. in 4 cm geschnitten).
  3. Wenn ich vom Eisbein die Schwarte anritze und sie sich zurückzieht, ist das Fleisch gar. Herausnehmen und ein bisschen abkühlen lassen zum Schneiden. Inzwischen wird alles durch ein Sieb gegossen, sodass nur noch die Brühe da ist.
  4. Das Fleisch schneide ich klein und sortiere. Manche möchten es mit allem, schön fett, andere nur magere Sülze. Ich werde beiden Wünschen gerecht, indem ich das magere Fleisch von Dickbein und Nuss mische (weil das Fleisch der Nuss ziemlich fest ist und das des Eisbeines lockerer).
  5. Die "Magerwünsche" bekommen nur mageres Fleisch in die Schüssel und die anderen bekommen alles gemischt.
  6. Reichlich Gewürzgurken in kleine Würfel schneiden und zu dem Fleisch geben.
  7. Schätzen oder messen, wieviel Brühe da ist. Demnach Blattgelatine (vorher in kaltem Wasser eingeweicht) in die stark erhitzte Brühe einrühren. Dann Essig dazugeben. Die Brühe muss sehr sauer schmecken, weil sie im erkalteten Zustand nicht mehr so intensiv ist. Dann würde die Sülze zu lasch. Ich nehme 10 %-tigen Spritessig. Damit komme ich am besten klar.
  8. Die Brühe in die vorbereiteteden Schüsseln gießen und nach Erkalten in den Kühlschrank stellen. Muss alles bedeckt sein. Im Kühlschrank wird die Sülze am nächsten Tag servierferig.
  9. Sollte es doch mal bischen zu lasch geworden sein, kann man vor dem Servieren noch paar Tropfen Essig drübergeben. Manche machen auch noch paar Tropfen Öl drüber. Aber jeden Fall muss nun fein gewürfelte Zwiebel zugegeben werden.
  10. Dazu defige Bratkartoffeln - das ist ein lecker Abendessen.

Meine eingefrorene Sülze noch mal aufzupeppeln, war nicht mutig. Es war einen Versuch wert, vor dem Wegwerfen. War selbst erstaunt, dass das so wunderbar geht. Es gibt dabei keine Geschmacksbeeinträchtigungen.

Ich denke, jetzt habe ich alles in einem beantwortet.

Bei Problemen bitte gerne nachfragen, falls ich was vergessen habe.

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3 Kommentare


#1
24.2.12, 23:17
Finde ich richtig gut , mein Vater hat immer Sülze selbst gemacht,richtig lecker selbst für uns als Kinder (er hat aber aus dem Schweinskopf Sülze gemacht) . Das durfte ich, aber in der Zubereitung nicht sehén.... mit dem Kopf meine ich. Aber Dein Rezept so ohne Kopf.... Daumen nach oben.Ich würde vielleicht 1 oder 2 Spitzbeine nehmen , weil ich gar keine Erfahrrung mit Gelantine habe ...... Bin bisher ohne ausgekommen. Aber man ist ja lernfähig. und mir läuft das Wasser im Mund zusammen . Und mein Göga liebt Sülze. Nur die gekaufte schmeckt nicht ... auch nicht aus dem Glas. Ich werde Ihn mal überraschen.
#2
24.2.12, 23:38
Danke fürs Einstellen, es klingt so richtig verlockend. das werd ich demnächst auch mal in Angriff nehmen..
#3
29.2.12, 04:40
man hat ja im allgemeinen etwas gegen die Sachsen. Oder?
Ich als Sachse, weis von den guten Seiten, was speisen anbelangt bescheid.
Denkt nur mal an die Dresdner Eierschecke ( bitte, bitte: verwechselt das nicht mit Käsekuchen! Das ist eine Beleidigung! ich weis gar nicht wer auf diese Idee gekommen ist Eierschecke mit Käsekuchen gleichzusetzen: schaut euch das Rezept an)
OK, zu deinem Eisbein woraus man Sülze macht- ist nicht mein Essen, doch dies wird meinem Mann demnächst mit Bratkartoffeln und Remouladensoße-Koch ehre- natürlich selber gemacht vorgesetzt und dann kommt sein Kommentar mit zu deinem Rezept

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