Ich habe mich am Sonntag wieder damit beschäftigt, meine offline Zeit zu füllen. Diesmal habe ich mich dazu entschieden, eigene Postkarten für Brieffreundschaften zu gestalten. Warum ich das gemacht habe und wie ich genau vorgegangen bin, erkläre ich im Folgenden.
Benötigtes Material
- Schere
- Klebstoff (am besten Uhu oder Prittstift)
- Zeitungsmotive je nach Wahl und Anlass
- Ein Stück Karton oder Pappe
- Lineal
- Stift
Vorgehensweise
- Zuerst habe ich eine alte Postkarte als Maßstab genommen und diese auf ein Stück Pappe bzw. Karton übertragen. Dann habe ich mit dem Stift einmal ringsum gemalt und später entlang der Linie ausgeschnitten. Man sollte darauf achten, dass die Pappe auf einer Seite zumindest weiß oder hell ist, damit man dort schreiben kann. Die andere Seite kann ruhig voll mit Werbung oder Produktbildern sein.
- Ist die Karte einmal ausgeschnitten, habe ich mir überlegt, welche Motive ich darauf kleben will. Diese hatte ich zuvor aus alten Zeitungen, Zeitschriften und Werbeprospekten ausgeschnitten. Aktuell waren zum Beispiel einige karnevalistische Symbole in Zeitungen und in der Werbung, aber auch Herzen für Valentinstag. Ich habe mich für etwas Karnevalistisches entschieden und für eine Winterkarte mit Aktivitäten.
- Nun habe ich die Karte auf der nicht weißen bzw. hellen Seite mit Klebstift angemalt und dann meine Symbole, die ich ausgeschnitten hatte, darauf verteilt und aufgeklebt. In dem einen Fall haben einige Symbole gepasst und ich musste ziemlich stückeln, um die Karte voll zu bekommen, im anderen Fall haben zwei Dinge ausgereicht. Nun konnte ich die Postkarte auf der hellen Seite beschreiben.
Wie bin ich dazu gekommen und warum mache ich das?
Ich hatte mir zum Anfang des Jahres den Vorsatz ausgewählt, nicht mehr so viel Zeit online zu verbringen und wieder mehr Dinge offline zu tun und damit meine Zeit zu füllen. So bin ich über eine Webseite zu meiner alten Leidenschaft zurückgekommen: Briefe schreiben und Brieffreundschaften pflegen. Über diese Seite bekommt man kostenlos bis zu 5 Adressen gleichzeitig von Mitgliedern, denen man eine Postkarte schicken kann. Diese wird mit einem Code auf der Karte versehen und wenn sie angekommen ist von diesem Mitglied, eben dem Empfänger, registriert. So weiß man, dass die Karte angekommen ist und bekommt ein paar nette Worte vom Empfänger gesendet. Für jede Karte, die ein Empfänger erhalten hat, wird dann meine Adresse an jemanden weitergegeben. So ist das Prinzip, dass ich eine Karte versende und im Gegenzug auch eine zurückbekomme.
Bislang habe ich schon Karten nach Finnland, Amerika, China und Russland, sowie Deutschland gesendet. Erhalten habe ich bislang eine aus Deutschland und eine aus den Niederlanden. Die anderen zu mir scheinen noch unterwegs zu sein. Meist schreiben die Mitglieder auf ihrem Profil, welche Art von Postkarte sie gerne hätten, zum Beispiel Blumenmotive oder Eisenbahnen oder Flugzeuge oder was auch immer. Somit kann ich die Karten auch selbst gestalten und sogar aus Dingen, die ich sonst wegwerfen würde, noch etwas Sinnvolles machen.
Insgesamt hat es mit dem Schreiben von zwei Karten etwa 45 Minuten gedauert. Mein Kopf war leer gefegt und ich entspannt, um ins Bett zu gehen.