Kollege Google half uns nur mühsam weiter und endlich erfuhren wir: Draußen vor der Tür liegt, kriecht und krabbelt ein Häufchen Diplopoden, deutsch Tausendfüßler.
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Und wenn mal 1000 Tausendfüßler kommen?

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Alles passiert wohl irgendwann zum ersten Mal. So wie bei uns, wir bekamen ungebetenen Besuch! Es war nicht der Gerichtsvollzieher, nicht die Schwiegermutter, nicht die Bibelforscher.

Nein viel unangenehmer! Es waren ziemlich viele, die sich da am Hauseingang versammelten. Lauter kleine, fast schwarze Würmer! Dachten wir zumindest erst einmal.

Kollege Google half uns nur mühsam weiter und endlich erfuhren wir: Draußen vor der Tür liegt, kriecht und krabbelt ein Häufchen Diplopoden, deutsch Tausendfüßler.

Tierlieb, wie wir sind, nahmen wir Deppen ein Blatt Papier und beförderten die lieben Tiere mit hohem Bogen ins Gras. Das taten wir am Folgetag noch ein Mal, um am dritten Tag etwa die zehnfache Anzahl der Besucher ausgerechnet vor der Haustür vorzufinden.

Wozu gibt es Hausmeister? Und wozu ein Handy? Kurzes Telefonat, Nachfrage am Folgetag.

"Alles auf die Schaufel gefegt und dann in den Müll", meint der Hausmeister. O. K.

Natürlich kamen prompt die Bekannten und Verwandten unserer Tausendfüßler in den nächsten Tagen. Die wollten sicher erfahren, wie´s ihren Freunden bei uns so geht.

Meine Tierliebe war zu Ende. Mein Pfefferspray aber nicht! Gut, den Sockel der Außenwand hätte ich etwas besser schützen können. Den musste ich am Folgetag etwas mit Schmierseifen-Lösung ansprühen. Unter dem Pfefferspray gab die Armee von Diplopoden ihren Angriff auf unser Haus jedenfalls auf, endgültig - und sogar ziemlich nachhaltig.

Da solche Invasionen von Österreich bis Berlin immer häufiger gemeldet werden, kann ich nur empfehlen: Bei massenhaftem Auftreten, sofort mit dem guten, pflanzlichen Pfefferspray arbeiten. Die Tiere werden auch Tage danach durch das Material vergrämt.

Weidmannsheil allen, die das noch vor sich haben!

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27 Kommentare


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#1
8.11.17, 10:16
Habe ich noch nicht gehabt. Gott sei Dank. Aber wenn es mal passiert dann weiß ich ja jetzt was zu tun ist. Danke.
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#2
8.11.17, 13:30
😱 Oh mein Gott wie eklig 😱
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#3
8.11.17, 17:04
das sieht ja vielleicht aus 😂
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#4
8.11.17, 19:23
Ich frage mich, was die Viecher wohl angezogen hat.
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#5
8.11.17, 19:49
Zur mehrfach beobachteten Massenwanderung der Tausendfüßler gibt es nur Vermutungen.
Bei uns könnten die großflächige Reinigung der Fassade (ohne Ableitung des Schmutzwassers) im Zusammenhang mit dem Rückschnitt gebäudenaher Sträucher die Ursache für die Vertreibung der vielen Tierchen sein.

Wir könnten die eigentlich auch an RTL verkaufen.
Die brauchen doch immer wieder Futter für die Exprominenten im Dschungelcamp.
#6
8.11.17, 20:57
Bei uns gibt es diese ekeligen Viecher auch. Immer wenn es regnet oder feucht ist treten sie in Massen auf. Da müßte ich dann X Dosen Pfefferspray verbrauchen.
Aber so für ums Haus rum ist das vielleicht eine gute Idee. Muß mal forschen woher ich dieses Spray bekomme.
Bisher habe ich sie aufgefegt und in einen Eimer Wasser entsorgt. Bin ja sonst sehr tierlieb aber da habe ich kein Erbarmen mit. Die stinken dazu noch fürchterlich.

Die sind nicht nur bei uns sondern überall auf dieser Insel, nur in den warmen Gegenden nicht.
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#7
8.11.17, 23:03
Dazu interessant: https://de.wikipedia.org/wiki/Tausendfüßer unter Tausendfüßler-Plagen 
#8
9.11.17, 00:19
@henrike: Wenn ich auf den Link klicke kommt bei mir der Hinweis "Seite existiert nicht"
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#9
9.11.17, 00:24
@Orgafrau: Die Seite existiert. Ich habe sie gerade aufgerufen.
#10
9.11.17, 00:28
Bei mir ist die Seite jetzt auch da. Keine Ahnung was eben los war.
#11
9.11.17, 04:02
Ja, funktioniert :)
#12
10.11.17, 15:09
@henrike:
Bei Wikipedia steht aber auch nicht drin, wie man Tausendfüßler mit Hähnchen kreuzen kann!😠
Die Firma Wiesenhof arbeitet sicher schon lange an Mutanten.😜
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#13
12.11.17, 14:35
@bollina#2: ob die Tausendfüßler angesichts großer Menschenansammlungen genauso denken?
#14
12.11.17, 15:16
@whirlwind: 

Haha. Wer weiss...😉
#15
12.11.17, 16:48
Ich wohne auf der kleinsten der Kanaren, El Hierro. Es ist genau so, wie JUKA es beschreibt. 3 Tropfen REGENwasser und die Biester kommen zu Tausenden. Wie funktioniert das mit dem Pfefferspray genau? Gehen die da nicht drüber oder wie? Licht zieht sie an wie ein Magnet. Habe schon verschiedene Kontaktgifte probiert. Die lachen mich aus und maschieren einfach weiter. Eines wirkt zwar, aber die Tierchen leben noch eine Weile und letztendlich hast Du sie doch im Haus, wo sie dann sterben. Also auch nicht die ultimative Lösung.
#16
12.11.17, 17:37
In unserem Fall hat ein Sprühstoß aus der Dose alles beendet.
Wenn man mehr braucht, muss man wahrscheinlich frische oder geschrotete Chilischoten kaufen und je nach beabsichtigte Anwendung extrahieren oder pürieren Augenschutz!!!).
Für Sprühflasche (bzw. Wasserpistole) würde ich alles durch den Kaffeefilter gießen.
Man kann sicher auch mit dem Pürree und einem großen Pinsel den gleichen Erfolg erreichen.
Die Amis halten sich manchmal mit Chiliflocken fremde Hunde vom Grundstück fern. Das sehen die Tierschützer natürlich nicht so gern.
#17
12.11.17, 17:53
PS: Extrahieren geht wohl am besten mit Alkohol. Für diesen Zweck kann er ja vergällt, also wirklich billig, sein. Im Web wird beschrieben, dass man den Ansatz etwa zwei Wochen stehen lassen soll.😳
Da wird die pürierte Variante wohl schneller zur Verfügung stehen.
#18
12.11.17, 18:10
Danke. Aber WOHIN sprüht Ihr das Zeug und was passiert dann mit diesen Würmern? Lieber Gruß
#19
12.11.17, 21:11
@Orgafrau: bei mir hat es funktioniert, bin auf die Seite weitergeleitet worden.
Vielleicht nur eine kurzzeitige Störung.
#20
12.11.17, 22:29
@pepinaza:  Vielleicht sind wir uns schon mal begegnet.😋
#21
12.11.17, 22:40
Ich dachte schon, das hört sich zumindest sehr nach Kanaren an. Vor allem das mit den wärmeren Gebieten. Ist ja auf den westlichen ein weit verbreitetes Problem. Wer bist Du?
#22
13.11.17, 14:31
Wer ich bin möchte ich hier nicht sagen. Wohne jedefalls zwischen Valverde und Echedo und wo wohnst du? Kannst mir ja mal ein PN schicken.
#23
13.11.17, 20:20
War auf dem Link von Henrike . Wikipedia will Spenden , wenigstens 20.- € .
#24
13.11.17, 20:48
@Schnuff: das kannst du wieder weg klicken und ignorieren😉
#25
13.11.17, 21:12
@Kampfente: nee , das ging bei mir nicht . Darum hab ich das geschrieben .
#26
15.11.17, 14:16
@pepinaza:
Pfefferspray (vermutlich erst recht Antischimmelspray, Danclorix, evtl. auch starke Salzlösung) hab ich direkt auf die Versammlung von Tausendfüßlern aufgesprüht. Das hab ich bewusst weder gefilmt noch fotografiert.
Solch eine "Grenze" aus Chili-Spray würde ich in den Bereich des Hauptwegs der Tiere herstellen.
In Bayern gibt es Dörfer, die sich mit glatten Blechtafeln (wie bei der Krötenwanderung) vor dem Ungeziefer schützen. Das wird sicher nur solange helfen, wie das Blech nicht mit Blütenstaub und Algen verschmutzt ist.
#27
20.11.17, 12:50
ich hab gestern den ersten Tausendfüßer bei uns im Flur gesehen. Vorher kamen die hier sogut wie garnicht vor. Aber das sieht ja wirklich nach einer Invasion aus. Ich konnte jetzt auch garnicht erkennen, ob es Nützlinge oder Schädlinge sind, ich denke wohl eher Nützlinge. Aber die Idee mit dem Pfefferspray ist, wenn sie funktioniert, wirklich gut. Dann siedeln sie sich zwar irgendwo anders an, aber ich mag es eigentlich nicht, irgendwelche Tiere zu töten, weil sie mich gerade hier stören. Bei mir wird alles rausgetragen. ;-)

@schnuff zu Wikipedia
Das ist eine gemeinnützige Seite, die bekommen keine öffentlichen Gelder und sind auf Spenden angewiesen, da sie die Seite auch nicht kommerzialisieren wollen, d.h. keine Werbung.
Von daher finde ich den Spendenaufruf nicht störend, zumal er freundlich geschrieben ist. Wenn ich was spenden möchte, spende ich, wenn nicht, scrolle ich weiter.
Ich für meinen Teil spende immer eine Kleinigkeit, schließlich nutze ich die Dienste übers Jahr gesehen auch recht häufig.
Die wollen übrigens nicht MINDESTENS 20,-, sondern die Durchschnittsspende liegt bei 20,-. Man kann auch einfach nur 5 Euro geben.

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