Die Anti-Baby-Pille ist die am häufigsten angewendete Form der Empfängnisverhütung. Sie gilt als sehr sicher und ist einfach einzunehmen.

Verhütung ohne Pille

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Die Pille gilt als sehr sicheres Verhütungsmittel. Wer sich den dauerhaften Hormoncocktail nicht antun mag, findet eine Reihe erprobter Alternativen.

Vor- und Nachteile der Anti-Baby-Pille

Die Anti-Baby-Pille ist die am häufigsten angewendete Form der Empfängnisverhütung. Seit Marktreife im Jahr 1961 wurden einige der Nebenwirkungen reduziert. Die Pille gilt als sehr sicher und ist einfach einzunehmen. Ein Haken liegt in der regelmäßigen Einnahme. Denn nur sie bietet den Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft. So kennen viele Frauen die Sorge, wenn die Pille morgens vergessen, die Zeitverschiebung im Urlaub zum Problem wird oder ganz plötzlich ein lästiger Magen-Darm-Infekt die Monatsplanung zunichtemacht. Weiterer Haken sind und bleiben dann doch die Nebenwirkungen, und das gerade bei der „neuen Generation“ der Pillen, die neben der Verhütung an sich auch schöne Haut und schönes Haar versprechen. Einige der neueren Präparate sind sehr umstritten, beispielsweise durch erhöhtes Risiko von Thrombose, Lungenembolie oder Herzinfarkt. Doch was sind Alternativen zur Pille?

Temperaturmessung am Morgen

Über das tägliche Messen der Körpertemperatur können die fruchtbaren Tage errechnet werden, da die Temperatur nach dem Eisprung ansteigt. Gemessen wird am Morgen, nach dem Wach werden und vor dem Aufstehen. Im Fachjargon nennt sich das die Basaltemperatur. Auch diese Methode erfordert Disziplin, die Messung soll jeden Tag etwa zur gleichen Uhrzeit über die Scheide oder den Darm erfolgen. Zu kurze Nächte, zu viel Alkohol oder Medikamente können das Temperaturbild verzerren.

Gemessen wird mit einem normalen Thermometer. Spezielle Basaltemperatur-Thermometer (ab 15 Euro erhältlich) haben den Vorteil, dass sie auch Unterschiede von 0,05°C auslesen können und damit sehr genau sind. Dafür braucht die Messung etwas länger. Die Basaltemperatur-Thermometer können auch oral benutzt werden. Meist liegen noch Temperaturtabellen dabei, die das Auswerten komfortabler gestalten sollen. Ansonsten müsst ihr schauen, welches Thermometer für euch passt. Die einen finden das Piepen zum Ende der Messung gut, die anderen stört es, da der Partner davon wach wird. Manche wünschen sich ein leuchtendes Display, um den Wert besser ablesen zu können, andere übertragen den Wert in eine App und schlafen weiter. Mittlerweile gibt es auch Basaltemperatur-Computer mit Weckfunktion (ab 135 Euro erhältlich), die die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Monat ermitteln.

Hormone über den Urin bestimmen

Eine weitere Verhütungsmethode ist die Messung des Hormonlevels über den Urin. Auch hier wird morgens (erster Urin nach dem Aufwachen) gemessen, allerdings nur an bestimmten Tagen. Der Teststreifen wird in den Urin gehalten, der Computer (ab 80 Euro, Teststreifen extra) liest die Daten ein und zeigt an, ob es sich um Tage mit hohem Schwangerschaftsrisiko handelt oder ob alles im grünen Bereich ist. Generell gilt: die Verhütung über Hormon- oder Temperaturmessungen ist nicht so sicher wie die Pille.

Diaphragma

Das Diaphragma (ab 35 Euro, Haltbarkeit etwa 2 Jahre) ist ein mit Silikon überspannter Ring, der in die Scheide eingesetzt wird und dabei den Muttermund überdeckt. Ziel ist, die Spermien nicht durchzulassen. Zusätzlich wird das Diaphragma mit einem Gel bestrichen, das sie weniger beweglich macht. Mittlerweile wird das Diaphragma in einer Einheitsgröße angeboten; es empfiehlt sich dennoch, mit der Größe sicher zu gehen und sich bei Fragen an den Frauenarzt / die Frauenärztin oder ein Frauengesundheitszentrum zu wenden. Zu klein darf es natürlich nicht sein. Fakt ist, es braucht Übung, bis es sicher sitzt und der Umgang damit selbstverständlich wird. Erst dann wird es zur Alternative – frei von Nebenwirkungen und ohne Planung oder Computer.

Spirale

Die Spirale ist ein 2,5 bis 3 Zentimeter langer Kunststoffstab, der oben wie der Buchstabe „T“ auseinandergeht. Unten ist der Stab mit Kupfer umgeben, durch das sich der Schleim verändert und den Spermien ein Durchkommen erschwert. Kommt es dennoch zur Befruchtung, greift das Kupfer erneut ein und verhindert das Einnisten einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutter. Eine Spirale wird alle fünf Jahre neu eingesetzt. In der Zwischenzeit sind regelmäßige Kontrollen nötig. Nachteil ist, dass es bei vielen zu stärkeren Blutungen kommt, manchmal auch zu Zwischenblutungen. Selten, aber nicht gänzlich auszuschließen sind Unterleibsentzündungen.

Die Pille für den Mann

Während in den letzten Jahren viele Versuche gescheitert sind, ein zuverlässiges Verhütungsmittel für Männer zu entwickeln, planen indonesische Wissenschaftler den Marktstart für eine natürliche Männer-Pille. Hauptbestandteil ist ein Extrakt aus dem in Indonesien wachsenden Gendarussa-Busch. Die Sicherheit soll bei 99 Prozent liegen, Hormone werden dabei nicht zugeführt.

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