Warum hat Oma einen Bart?

Ganz so schlimm wird kaum ein Damenbart. Aber die verflixten Hormone lassen leider auch bei Frauen Kaktusstacheln wachsen.
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Bei uns seid mittwochs endlich einmal Ihr Kids an der Reihe! Unsere Lotte weiß nämlich ganz genau, dass es auf der Welt ziemlich viele unlogische und rätselhafte Dinge gibt. Deshalb hilft sie euch gerne bei der Suche nach Antworten.

Heute fragt Henry, 9 Jahre, aus Hamburg:

„Warum hat Oma einen Bart?“

Lotte weiß, dass die Welt der Erwachsenen manchmal seltsam ist.Lieber Henry,

oh je, das ist ein ärgerliches Thema. Ich habe nämlich auch so einen lästigen Bart an meinem Kinn. Ich zupfe ihn zwar aus. Aber wenn ich das vergesse, kannst du mich gerne „Kaktus“ nennen. Frauen haben also manchmal auch Bärte. Und das hat meistens mit etwas ganz Spannendem zu tun: den Hormonen.

Von Hormonen hast du sicher schon mal gehört. Sie flitzen in unserem Körper wie Boten zwischen den Organen und dem Gehirn hin und her. Zusammen mit den Nerven sorgen sie dafür, dass unser Körper richtig funktioniert. Ob wir wachsen wie Schnecken oder in die Höhe schießen wie Mondraketen, wie wir aussehen und ob wir lustig oder stinksauer sind – in alles mischen sich die Hormone ein.

Sehr spannend – und oft nervig - sind Hormone, die Männer und Frauen unterscheiden. Wir Frauen haben es vor allem mit Östrogenen zu tun. Und die sorgen für ein ziemliches Kuddelmuddel. Je nachdem, wie alt wir sind, gibt es meistens zu viel oder zu wenig wenig davon. Dann werden wir schnell sauer oder nehmen an den blödesten Stellen zu. Sind Frauen 50 Jahre oder älter, mischen sich auch noch männliche Hormone ein. Frauen bekommen dann keine Babys mehr. Dafür bekommen manche - wie deine Oma und ich - Bärte.

Boah, kommt der sich toll vor. Das kommt dabei raus, wenn man sich mit Hilfe von Hormonen aufpumpt.

Ein kleiner Trost ist, dass Männer es mit den Hormonen auch nicht immer leicht haben. Sie schlagen sich mit dem Testosteron herum. Das kann dafür sorgen, dass sich schüchterne Typen mit Übergewicht plötzlich vorkommen wie Supermann. Deshalb schlucken manche Männer zusätzlich Testosteron. Sie wollen ihre Bäuche damit schnell in schicke Muskeln verwandeln und sich den lieben langen Tag unbesiegbar fühlen.

Allerdings ist das gar keine gute Idee. Denn wenn sie mit dem Schlucken aufhören, gehen sie oft total aus dem Leim. Ihre Muskelberge verwandeln sich ratzfatz in Pudding. Tiefe Stimmen können ganz hoch werden. Und coole Dreitagebärte sehen plötzlich aus wie das Fell von Rosettenmeerschweinchen.

Das war’s dann mit dem Supermann. Fehlt das Testosteron, bleibt am Ende nur Wackelpudding übrig.

Ich hoffe, ich konnte dir ein kleines bisschen weiterhelfen. Hast du noch andere Fragen? Dann kannst du sie mir gerne schicken.

Bis nächsten Mittwoch

Deine Lotte

 

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