Ein Blick aufs Kleingedruckt kann helfen, behandelte Kartoffeln zu identifizieren.

Viele Kartoffeln nach der Ernte behandelt: aufpassen beim Einkaufen

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Wir essen gerne Kartoffeln mit der Schale, z.B. als Backofenkartoffeln. Seit einigen Jahren werden viele Kartoffeln nach der Ernte behandelt. Die Mittel heissen Chlorpropham, Imazalil oder Thiabendazol. Das Vorgehen ist legal. Aber wer möchte so etwas mit essen?

Der Vermerk "nach der Ernte behandelt" muss bei verpackten Kartoffeln dabei stehen. Das tut er auch, aber sehr klein, kaum lesbar. Auch bei offen verkauften Kartoffeln muss ein Hinweis auf die oben genannten Stoffe hindeuten.Das habe ich aber beim Einkaufen noch nie gesehen. Fragen nach Konservierungsstoffen werden fast immer so beantwortet: Ich glaube nicht, dass da etwas drauf ist!

Auch bei Kartoffeln, die ich abgepackt von einem Bauer aus unserer Umgebung gekauft habe, war ein Zettel enthalten: Nach der Ernte behandelt. Wohlgemerkt, dieser Hinweis war im Netz, von außen nicht sichtbar.

Bei Bioware fehlte der Hinweis immer. Bio Bauern dürfen auch nach der Ernte behandeln, aber nur mit Stoffen, die z.B. Menthol enthalten. (auch nicht wirklich appetitlich!) Das Beste wäre es selber Kartoffeln anzubauen, oder direkt beim Bauern vom Feld weg kaufen. Bio ist auch in Ordnung. Ich denke, wenn ich auf Konservierungsstoffe verzichten kann, dann tue ich das auch. Also aufpassen beim Einkauf!

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5 Kommentare


#1
11.11.11, 08:19
Ich schreibe das jetzt mal groß:
DANKE FÜR DIESEN TIPP !!!
Da schenke ich Dir doch gern was Schönes :-)
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#2 jojoxy
11.11.11, 09:43
mann das hat mich jetzt fast umgehauen, ich hatte keine ahnung, dass kartoffeln behandelt werden, ich ess die ganz oft mit schale
dankedankedanke
#3 Icki
11.11.11, 09:52
Und ich bin umgekehrt davon ausgegangen, dass Kartoffeln IMMER behandelt werden (außer Bio) und habe bisher immer Biokartoffeln gekauft, wenn ich was mit Schale machen wollte. Aber dann kann man ja evtl. auch mal bei Nicht-Bio lück haben, wenn man die Augen aufhält. Daher auch von mir: Danke:-)
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#4 Oma_Duck
11.11.11, 13:01
Die Frage ist doch, warum die Kartoffeln behandelt werden. Der Hauptgrund ist, sie am vorzeitigen Keimen zu hindern. Ich erinnere mich noch gut an die gelben Streudosen mit "Agermin" für unsere Einkellerungskartoffeln. Damals musste der Vorrat lange vorhalten, Importe aus Ägypten usw. gab es nicht und die nächste Ernte noch weit.

Die "Chemie" bleibt übrigens nicht nur in der Schale stecken, ist also auch noch in der gepellten Kartoffel drin. Ist aber unbedenklich. Ohne diese "Maßnahme" würden noch mehr Kartoffeln weggeschmissen als ohnehin schon.
Abschließend: Verstehe gar nicht, warum so viele Zeitgenossen so versessen auf das Mitessen der Schale sind. Na ja, Moden kommen und gehen.
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#5 Icki
11.11.11, 13:33
Na, Oma, die letzte Frage ist doch einfach zu beantworten: Weil diese faulen jungen Frauen ( also ich (-:) zu faul zum schälen/pellen sind.

Passt natürlich nicht bei allen Gerichten und die Kartoffelschalen sollten dünn sein.

Dein Einwand, dass, was immer auf der Schale ist, auch in der Kartoffel selbst ist, stimmt natürlich und ich hab wieder nicht dran gedacht. Regt ne Freundin von mir (Biologin) immer sehr auf, dass die Leute denken, die Schale würde eine Barriere für Chemie darstellen.

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