Was tun, wenn das geliebte Haustier stirbt?

Kleine Herzurne für meinen verunglückten Kater Helmut mit Namensschild und der Asche von ihm drinnen.
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Heute möchte ich von einer sehr schmerzlichen Erfahrung, nämlich von dem plötzlichen Verlust eines meiner Haustiere - dem kleinen Helmut - und wie was danach für Möglichkeiten bestehen, berichten. 

Helmut war einer der beiden erst Ende Juni bei mir eingezogenen Katzenkinder und ein echter Entdecker und "Weltenbummler". Eines Abends ist er mir aus der Wohnungstüre gehuscht, als ich mit dem Hund vom Gassi wieder kam. Ich konnte ihn einfangen und wieder in die Wohnung setzen, habe mich umgedreht und die Wohnungstüre so schnell ich konnte schließen wollen, damit klein Helmut nicht wieder rausläuft und sich im Treppenhaus oder auf der Hauptstraße verirrt und überfahren wird, bis ich merkte, es geht nicht. Helmut war dazwischen! Ich habe ihn sofort reingeholt, er hat getaumelt und ich dachte zunächst, ich hätte ihn an der Schulter erwischt.

Allerdings habe ich dann gesehen, dass er stark geblutet hat und sich nur noch hingelegt, zweimal mit dem Füßchen und mit dem Öhrchen gezuckt hat und dann regungslos da lag, in meiner Wohnung. Er hat allerdings noch geatmet, sodass ich in Windeseile in die sehr nahe gelegene Tierklinik gedüst bin. Dort konnte aber die Tierärztin leider - so traurig es ist - nur noch einschläfern, denn er war schon direkt nach dem grausigen Unfall hirntot und hat Gott sei Dank nichts mehr gespürt.

Ich habe nur ein kleines Ausmaß des Unheils sehen können, nämlich einen abgebrochenen Reißzahn, eine blutige Nase und wusste auch schon daheim, dass er nicht mehr zu retten sein wird. Natürlich wollte ich ihn weder verletzen noch diesen furchtbaren Unfall, aber es war einfach so ungünstig, dass weder ich noch er dafür konnten. 

Nun die Gewissheit, mein kleiner, flauschiger Sonnenschein muss über die Regenbogenbrücke gehen.

Geliebtes Haustier gestorben - was tun wir also nun?

Hier in Österreich gibt es oft die Frage, ob man seinen vierbeinigen Gefährten mitnehmen und möglicherweise daheim im Garten beisetzen will. Diese Möglichkeit habe ich leider nicht. 

Alternativ kann man sein geliebtes Tier beim Tierarzt lassen und entweder

  • holt es die Tierkörperverwertung ab (ich möchte nicht genauere Details wissen, was dann passiert, aber das kam auch für mich nicht infrage) oder
  • es gibt ein Tierkrematorium, wo man verschiedene Formen wählen kann

Das Tierkrematorium - eine gute Wahl

Beim Tierkrematorium kann man sowohl eine Art anonyme Beisetzung nach der Einäscherung wählen, aber auch eine kleine Urne aussuchen und die Urne dann daheim bei sich haben. Dafür habe ich mich entschieden. Ich habe also noch beim Tierarzt das Formular ausgefüllt, das Tierkrematorium ist dann am anderen Tag Helmut abholen gefahren in der Tierklinik und hat sich echt total toll um mich gekümmert.

Ich konnte eine Urne aussuchen, konnte einen Pfotenabdruck machen, aber auch ein Namensschild auf die herzförmige Urne machen lassen oder was auch immer ich hätte gewollt. Letzte Woche Freitag konnte ich ihn dann abholen und er ist nun wieder bei mir daheim. Ein total komisches Gefühl, denn ich hätte ihn so gerne lebend gehabt, aber ich bin froh, dass er wenigstens auch so wieder bei mir ist. 

Die Abwicklung mit der Tierklinik, aber auch mit dem Tierkrematorium war total schön und einmalig. Das kann ich wirklich nur empfehlen. Der Preis insgesamt fürs Einschläfern lag (mit Notdienstzuschlag) bei 147 Euro und die Urne, das Abholen und das Einäschern kostete 222 Euro. Hier wird in der Regel nach Gewicht des Tiers abgerechnet. Je schwerer das Tier, desto teurer die Einäscherung. 

Es ist sicherlich sinnvoll, sich vorab darüber Gedanken zu machen, was man in einem solchen Falle tun möchte. Vor allem aber auch ratsam, den ein oder anderen Euro auf dem Sparbuch zu haben, gerade, wenn man Haustiere hat. 

Dafür, dass klein Helmut uns hat so schnell verlassen (müssen), bekommt nun bald ein Neuankömmling aus der Tötungsstation bei mir und bei uns im Rudel eine Chance auf ein schönes "für immer Zuhause" und natürlich denke ich jeden Tag an meinen kleinen Schmusekater. Irgendwann treffen wir uns sicherlich wieder.

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