Weißkrautsuppe - für Anfänger und ganz lecker

Jetzt bewerten:
4,6 von 5 Sternen auf der Grundlage von

Ja, Freunde, ob ich diesmal von meinem Stil abweichen kann, weiß ich net. Aber für junge Menschen, die noch nicht die Erfahrung in der Küche haben, hier mal ein kleines Rezept für eine einfache Suppe OHNE Chemie:

Ihr nehmt

  • 1 Stück Rindfleisch (am Besten eine Beinscheibe)
  • 1 Zwiebel
  • 1 gaaaanz kleinen Kopf Weißkraut
  • 1 Bund Suppengrün
  • 1 Pastinake
  • 2 Kartoffeln Salz, Pfeffer frische, kleingehackte Petersilie.

Genau. Die kommt nicht in den Pott, sondern in den Teller. Zum Schluss. Aber, warum soll ich verkehrt rum anfangen? Also von vorne.

So ne Beinscheibe vom Rind (oder ähnliches Fleisch; Suppenfleisch, auch Hühnerfleisch, ganz nach eurem Geschmack) kommt UNGEWÜRZT in nen großen Pott mit KALTEM Wasser. Nu: Deckel drauf. Auf den Herd. Aufkochen lassen. Und dann: nur leicht simmern lassen, also: nicht knallhart kochen, sondern mal eben sieden.

Da entwickelt sich so n grauer Schaum. Wer halt auf ganz klare Brühen steht, nimmt en Schaumlöffel und löffelt den Schaum ab. Ich bin aber der Meinung, dass in dem geronnenen Fleischeiweiß, was in dem Schaum ist, noch viiiieeeeel Geschmack aus dem Fleisch steckt. Deshalb schäume ich nicht ab und verzichte auf ne ganz und gar geklärte Brühe.

Nach dem Aufkochen kommt ne Zwiebel rein. Grob gewürfelt, oder, wer sich das sparen will, schnitzelt einfach Viertel. Macht nüscht, die verkocht sowieso. Dann (je nach Menge) 1-2 Teelöffel Salz dran. N Viertel Teelöffelchen Pfeffer (bitte... nicht den Gemahlenen ausm Aldi für 45 Cent) und wer mag, noch ein Priselchen getrockneten Majoran. N halben Teelöffel Kümmerlkörner. Mehr nicht. Seid Puristen, denn ihr wollt Geschmack. Nicht Chemielabor. So.

Und nu köchelt euer Süppchen. Gutes Stündchen. Schwierig, oder? Nö. Kann je nach Fleischqualität auch länger sein. Oder kürzer (bei Hähnchenschenkeln). Wenn das Fleisch weich ist (Gabelprobe), kommt es raus ausm Pott. Gut.

Nu gibts "Arbeit". Gemüse schnippeln. Ich geh mal davon aus, dass jeder das Gemüse erstmal wäscht, also keine Extra Aufforderung. Porree, Möhre, Sellerie (also das Suppenbund) schälen und kleinschnibbeln. Die Pastinake auch (geht auch ne Petersilienwurzel). Je nach Menge der Suppe ein, zwei oder drei festkochende Kartöffelchen schälen und kleinwürfeln. Kleinen, also winzichkleinen Kopp Weißkraut waschen, den Strunk wegschneiden und mit Gemüsehobel (oder mit nem guten Kochmesser; ich nehm NUR n Messer) in feine Streifen schnibbeln.

Nu: alles rin inne Suppe. Auch das Fleisch, was ihr vorher in kleine Würfel geschnitten habt. Neeeee, nich mit den Knochen. Logisch, die habt ihr vorher rausgeschnibbelt. Also, alles in die Brühe. Nochmal ein Viertelstündchen kochen (wir wollen ja das Gemüse nicht totkochen).

Und jetzt das Wichtigste: JETZT wird die Peterslie gewaschen und gehackt. Dann kommt die rohe Petersilie in die Suppenteller. Und dann die herrliche Suppe drauf.

Probiert's mal, da braucht's keine Tütesuppen, kein Hefeextrakt, kein Glutamat, nix Künstliches. Und was bringt's? Puren Geschmack, kaum Fett, kaum Kalorien, und, wenn ihr's sorgfältig macht, auch noch Vitamine. Also, keine Angst vor frischen Zutaten. Einfach ausprobieren...

Von
Eingestellt am

2 Kommentare


#1 Jessi77
8.5.10, 12:26
Sehr schönes Rezept und selbst wenn es nicht mein Geschmack ist les ich Deine Rezepte alleine wegen dem Schreibstil unheimlich gerne, weiter so
#2
8.5.10, 18:41
Hallo Abraxas. Dein Rezept wird bestimmt nächste Woche gekocht. Ich freue mich schon darauf,weil deine Rezepte immer sooooo lecker sind.Danke .

Verfasse einen Kommentar

Emojis einfügen