Wer hat die Schokoladentafel erfunden?

Ein kleines Stück Schokolade macht für viele von uns die Welt gleich schöner. Ein großes Stück macht eher Bauchschmerzen.
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Lesezeit ca. 2 Minuten

Bei uns seid mittwochs endlich einmal Ihr Kids an der Reihe! Unsere Lotte weiß nämlich ganz genau, dass es auf der Welt ziemlich viele unlogische und rätselhafte Dinge gibt. Deshalb hilft sie euch gerne bei der Suche nach Antworten.

Heute fragt Sabine, 60, aus Hamburg:

„Wer hat die Schokoladentafel erfunden?“

Lotte weiß, dass die Welt der Erwachsenen manchmal seltsam ist.Liebe Sabine,

sie macht nicht satt, Eltern schimpfen, wenn man zuviel davon isst – und trotzdem ist sie einfach unwiderstehlich: Schokolade! Man wickelt das Papier ab und dann liegt sie vor einem. Glänzend braun und sehr verlockend. Ein schüchternes, kleines „Knacks“ und das erste Stück verschwindet im Mund. Herrlich! Aus dem ersten „Knacks“ wird gar nicht mehr schüchtern „KRACK! MAMPF! BRÖSEL! SCHLECK!“ Und vor uns auf dem Tisch liegt neben ein paar letzten Krümeln nur noch unser schlechtes Gewissen.

Der Schweizer Daniel Peter hat mit Kondensmilch, Zucker und Kakao herumexperimentiert - und dabei die Schokoladentafel erfunden.

Doch was wir bei all der Begeisterung für Schoki ganz vergessen: So lange gibt es sie in der Form noch gar nicht. Die meisten denken, dass wir sie einem Schweizer mit dem Namen Daniel Peter verdanken. Jahrelang hatte der mit Kondensmilch, Kakao- und Milchpulver experimentiert. Er wollte aus der eher herben, dunklen Trinkschokolade etwas Süßeres und Essbares machen. Und 1875 ist ihm das dann auch geglückt. Allerdings hatten schon fast 40 Jahre früher zwei Männer aus Dresden in Deutschland Schokoladentafeln hergestellt - das ist nur nicht so bekannt. 

Doch sogar noch davor gab es immer wieder Experimente mit dem „braunen Gold“. Denn den Kakao kannten und liebten einige Ureinwohner in Nord-, Mittel- und Südamerika - die Olmeken, Maya und Azteken – schon vor 3.000 Jahren.

Seit 3.000 Jahren lieben wir Menschen Kakao. Die Ureinwohner Südamerikas wussten schon damals, was gut ist.

In kleinen Mengen ist Schokolade übrigens gar nicht so schlecht wie ihr Ruf als „Dickmacher“. Denn nicht nur Zucker, Milch und Kalorien stecken darin. Die richtige Sorte kann uns sogar helfen, gesund zu bleiben. Forscher, die sich mit unserer Ernährung und den Folgen beschäftigen, haben das herausgefunden.

Diese Forscher raten allerdings, vor allem die dunkle, bittere Schokolade zu essen. Auf der Tafel steht dann vorne fett „70 Prozent“ oder mehr drauf. Das beschreibt den Anteil vom Kakao in der Tafel. Und alleine damit steht schon fest, dass das Wichtigste darin nicht Zucker und Fett sind. Stattdessen tummeln sich in einer solchen Bitterschokolade die sogenannten „Flavanole“.

Diese Dinger sind Pflanzenstoffe, die unsere Blutgefäße gesund halten. Außerdem können sie zu hohen Blutdruck senken – und wirken sich positiv auf unsere Stimmung aus. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ihr pfundweise Schokolade wegschreddert und dann euren Eltern fröhlich erklärt: „Lotte sagt, ich muss ganz viel Schoki futtern, damit meine Blutgefäße geschmeidig bleiben!“

Es gibt einen ganz alten Spruch der sagt: „Die Dosis macht das Gift.“ Und das gilt auch für Schokolade. Also genießt lieber mit geschlossenen Augen schon mal die Vorfreude auf ein Stück Schoki. Lasst das Wasser in eurem Mund zusammenlaufen und erst wenn ihr es gar nicht mehr aushaltet, macht „HAPS!“ Und probiert ruhig die dunkle Schokolade. Vielleicht kommt sie euch erstmal bitter vor. Aber je länger sie in eurem Mund schmilzt, desto leckerer wird sie.

Ich hoffe, ich konnte dir ein kleines bisschen weiterhelfen. Hast du noch andere Fragen? Dann kannst du sie mir gerne schicken.

Bis nächsten Mittwoch

Deine Lotte

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