Schokolade wird immer wieder gerne genascht: Da sollte man mal darauf achten, ob und wie gesund die verschiedenen Sorten eigentlich sind!

Wie gesund ist Schokolade?

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In der Vorweihnachtszeit und auch danach wird ja wieder viel Schokolade genascht, da sollte man vielleicht mal darauf achten, ob und wie gesund die verschiedenen Schokoladensorten eigentlich sind!

Im Angebot sind ja die unterschiedlichsten Schokoladensorten - es gibt weiße Schokolade, Vollmilchschokolade, dunkle Vollmilchschokolade, Halbbitter-, Zartbitter- und Bitter-Schokolade, die sich vor allem durch den Kakaoanteil unterscheiden.

Schokoladensorten

Weiße Schokolade ist eigentlich gar keine richtige Schokolade, da ihr Kakaoanteil nur aus weißer Kakaobutter, dem Fett der Kakaofrucht besteht und nicht aus dunklem Kakaopulver. Echte Schokolade muss aber immer Kakaopulver enthalten. Statt Kakaopulver wird bei der Herstellung von weißer Schokolade einfaches Milchpulver und mehr Zucker verwendet, dadurch behält sie die helle Farbe. Obwohl weiße Schokolade mehr Zucker enthält, hat sie ähnlich viele Kalorien wie dunkle Vollmilchschokolade.

Vollmilchschokolade muss einen Kakaoanteil von mindestens 25 bis 30 Prozent haben.

Dunkle Vollmilchschokolade ist mit 40 Prozent Kakaoanteil nicht ganz so süß wie die klassische Vollmilchschokolade.

Halbbitterschokolade besteht aus 48 Prozent Kakao, 48 Prozent Zucker und 4 Prozent Kakaobutter.

Zartbitterschokolade hat einen Kakaoanteil von etwa 55 Prozent, einen Zuckeranteil von 45 Prozent und enthält viel Eisen und Magnesium.

Bitterschokolade hat einen sehr hohen Anteil von Kakao, der bei 70 Prozent und mehr liegt. Bitterschokolade mit 80 Prozent Kakaoanteil und mehr enthält sehr wenig Zucker und außerdem auch noch besonders viele Phenole, die auch in Rotwein enthalten sind und das Risiko von Herzerkrankungen und Durchblutungsstörungen senken.

Die dunkle Schokolade ab 70 Prozent Kakao und mehr hat durch den hohen Anteil fetthaltiger Kakaomasse natürlich auch mehr Kalorien, wodurch der Appetit auf Süßes oder Fettiges viel schneller gestillt wird und sie macht auch länger satt als Milchschokolade. Auch die Menge weiterer Inhaltsstoffe wie Alkaloide, Proteine, Phenole und Flavanoide ist bei bitterer Schokolade wesentlich höher als bei Milchschokolade.

Interessantes

Die Flavonoide in der Kakaobutter sollen sich z. B. günstig auf Blutdruck, Cholesterinwerte und Insulinspiegel auswirken. Sie können dabei helfen, das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls zu senken. Sobald der Sauerstoff im Herzmuskel zu stark abnimmt, steigern sie die Durchblutung und sorgen so für einen besseren Blutfluss, indem sie die Herzkranzgefäße erweitern, sogar wenn sie verkalkt sein sollten, und sind deshalb eine gute Unterstützung für das Herz. Dafür reichen schon wenige Stückchen am Tag.

Zu den im Kakao enthaltenen Flavanoiden gehören auch Catechine, die Giftstoffe im Körper binden, wodurch verhindert wird, dass sich Tumore bilden können, also das Krebsrisiko vermindert werden kann.

Außerdem kann Bitterschokolade auch bei Eisenmangel helfen, sie enthält sogar mehr Eisen als z. B. Spinat. Auf eine Menge von je 100 g gerechnet enthält die Schokolade etwa 7 mg Eisen und Spinat nur die Hälfte! Mit einem Stück dunkler Schokolade kann etwa 1 Prozent des täglichen Eisenbedarfs erreicht werden.

Die Alkaloide Koffein und Theobromin, die in den dunklen Schokoladensorten enthalten sind, wirken stimmungsaufhellend, können Stress abbauen und die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit anregen. Besonders bei älteren Menschen soll die Leistung des Gehirns, also das Gedächtnis, dadurch verbessert werden, dass diese Inhaltsstoffe des Kakaos in Verbindung mit ausreichend Bewegung dem Vergessen entgegenwirken und den geistigen Abbau verzögern.

Schon der Verzehr von einer halben Tafel dunkler Schokolade mit hohem Kakaoanteil soll dabei helfen, kurzfristig Stress abzubauen. Wenn das wirklich so einfach wäre ...!?

Trotz allem kann also der Genuss von bitterer Schokolade mit möglichst hohem Kakaoanteil sehr empfohlen werden, allerdings immer in Maßen!

Zum Schluss noch ein Tipp:

Forscher sollen herausgefunden haben, dass die Schale von Äpfeln einen wichtigen Pflanzenstoff enthält, der in der Kombination mit dunkler Schokolade Blutgerinnsel auflösen und damit einem Hirnschlag vorbeugen kann.

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16 Kommentare

2
#1
28.11.19, 18:07
Danke, backfee44, für diese Schokoinformationen  :-)
#2
28.11.19, 19:06
Ich weiß das alles. Aber wenn ich Lust oder Heißhunger auf Schokolade habe, ist mir das egal.
Weisse, Luftschokolade und die mit Fruchtstückchen sind gar nicht meins.
#3
28.11.19, 20:03
Wie gut, dass ich nur Bitterschokolade mag. 85% ist gerade richtig.
Ich sollte mir nur mal  überlegen mehr als 1 Stück pro Tag zu essen.

Soll man die Schoki zusammen mit 1 Apfel essen, oder nur mit der Schale? Äpfel esse ich immer mit Schale.
1
#4
28.11.19, 23:07
Schokolade macht auch glücklich. Ich weiß nicht mehr genau, wie der Stoff heißt, der da drin ist und im menschlichen Körper hilft, Glückshormone auszuschütten. Aber er ist drin. Wenn auch eher in homöopatischer Dosis, heißt: Wenn man nicht dran glaubt, wirkt's nicht. Und wenn's doch wirken soll, obwohl man nicht dran glaubt, brauchts 4 t Schokolade (kein Tippfehler).

Immer dieser Eisen-Vergleich mit Spinat. Okay, Popeye hats vorgemacht und alles war nur ein Kommafehler. Aber es ist nicht raus aus den Köpfen zu kriegen, dass Spinat vergleichsweise viel enthält, was ja nicht stimmt, da das, was drin ist, auch noch schlecht verfügbar dank anderer Inhaltsstoffe. 
1
#5
29.11.19, 00:15
@DirkNB: Der Wirkstoff heißt Theobromin; steht ja schon im Tipp.
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#6
29.11.19, 14:44
"der Genuss von bitterer Schokolade mit möglichst hohem Kakaoanteil kann empfohlen werden".
Ich glaube das Geheimnis liegt in dem Wort "GENUSS". Wer Schokolade aus Angst vor Hüftgold mit schlechtem Gewissen verzehrt oder plötzlich denkt, er kann Schokolade in rauhen Mengen wie Medizin verzehren (Wenn ich richtig gerechnet habe, decken 100 Stück Schokolade meinen täglichen Eisenbedarf 😜 ) , wird wenig Erfolg haben. Aber wer Schokolade in Maßen GENIESST, der kann damit sicher Stress abbauen und Körper und Seele Gutes tun.
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#7
4.12.19, 16:29
Schokolade enthält nur ganz wenig Vitamine, deswegen muss man sehr viel davon essen. 😋
#8
11.12.19, 07:57
Mich würde interessieren, woher der „Tipp zum Schluss“ stammt. So ganz ohne Quelle finde ich das ein bisschen problematisch.
#9
11.12.19, 08:42
@Rakete67: 
Sehr gut erkannt 😂😂😂
#10
11.12.19, 09:58
Problematisch scheint mir die Schadstoffbelastung, teilweise bis zu 5 nachgewiesene Pestizide, Blei, Cadmium, Maschinenöl etc. auch bei Markenschokoladen. Was ich ganz schlimm finde, dass für die Kakaoernte Kinder als Sklaven eingesetzt werden, diese werde verschleppt und für 100 bis 200 Euro an die Plantagenbesitzer verschachert, müssen 6 Tage die Woche arbeiten und bekommen kaum Essen und Trinken. Das hat mr die Lust auf Schokolade gänzlich genommen.
#11
11.12.19, 10:50
Danke für die Ausführliche Beschreibungen. Schön zu hören daß es doch noch ein bisschen süßes in meinem Leben gibt. 
#12
11.12.19, 12:06
Allen, die doch immer ein bisschen schlechtes Gewissen beim Schokoessen haben, möchte ich den herrlichen Satz nicht vorenthalten, den ich mal von einer Frau im Internet gelesen habe:
"So lange Kakaobohnen auf Bäumen wachsen, ist Schokolade für mich Obst!"
Wohl bekomm's!
#13
11.12.19, 12:22
Das ist doch was Lustiges Psipsina, genau wie dein Name. ich lache so gerne und bei dem Thema ist mir das Lachen vergangen. Aber dank  der Aussage, ist es wieder ausgeglichen.
Eigentlich wollte ich meinen Senf nicht dazu geben, aber es reizt halt doch und seine Meinung darf man doch sagen.
#14
11.12.19, 12:52
Hallo Apfelbäckchen 13?.  Ich fand den Satz damals einfach köstlich und habe ihn mir gemerkt. (Dabei mag ich gar keine Schokolade.)  Übrigens werden in Griechenland alle unbekannten Kätzchen Psipsina gerufen, so wie man in Deutschland "Miez, Miez" sagt. Dein Name ist aber auch lustig.
#15
11.12.19, 13:13
Schön, wieder was dazu gelernt! Danke für dein Feedback.liebe Psipsina.

Mein Name kommt vom Obstteller, hatte meinen Laaptop am Tisch und gerade wunderschöne rotbackige Äpfel in der Obstschale und die 13 mit ? war eigentlich nicht nötig. Ist ja kein Passwort wo  verschiedene Zeichen gefordert werden, jetzt ist es halt so!!
Nur zur Info.
Ich bin am BACKEN  Schokotaler, lecker, ich liebe Schokolade!

Eine schöne Zeit
#16
11.12.19, 19:35
Kakao enthält Phenole, Flavonoide, Koffein und Theobromin. Die sind alle positiv für die Gesundheit. Den Eisengehalt mit dem von Spinat zu vergleichen schließe ich mich #4 von DirkNB an. Spinat ist nicht wirklich eine Eisenquelle und der Oxalgehalt (selbe Säure wie im Rhabarber) ist für das Kalzium in Knochen eher ungünstig (dennoch finde ich Spinat lecker). Das in Kakao enthaltene Kadmium schädigt ebenfalls die Knochen. Auch der Kommentar # 10 von Saltatio2909 - Pestizide, Verunreinigungen mit Maschinenöl und Kinderarbeit – sprechen nicht für Schokoladenkonsum. Um mit Schokolade gesundheitsrelevante Mengen an Phenolen, Flavonoiden und Theobromin o. a. aufzunehmen muss man mehrere Tafeln täglich konsumieren. Damit nimmt man aber auch noch (neben Kadmium) viel Zucker und Fett zu sich. „Flavonoide in der Kakaobutter sollen sich z. B. günstig auf Blutdruck, Cholesterinwerte und Insulinspiegel auswirken.“ Die in Schokolade enthaltenen Zucker und Fett wirken sich auf Blutdruck, Cholesterinwerte und Insulinspiegel noch stärker ungünstig aus. Schokolade ist sicher keine Gesundheits- oder Diätkost („Schokoladen-Diät“). Dann wäre Kakao (selbst gemacht als Getränk, wenig Zucker) günstiger, aber auch nicht wirklich med. relevant. Weitere Quellen für Theobromin sind Kaffee und schwarzer / grüner Tee. An sog. „Superfood“ sollte man keine zu hohen Erwartungen stellen und besonders keine kurzfristigen Änderungen erwarten.

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