Hefe kann man ganz einfach selbst herstellen. Du benötigst dafür nur Kartoffeln, Zucker und helles Bier.

Hefe zum Backen selber machen

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Alles kann man heute fertig kaufen, auch Trockenhefe und feuchte Hefe in Würfelform. Man kann also durchaus ohne das Wissen um diese Hefe-Herstellung leben. Mein Argument dafür: es macht Spaß, auch Kindern, unter denen es oft kleine Forscher und Tüftler gibt.

Hier ist das Rezept für selbst gemachte Backhefe:

Zutaten

Zubereitung

Zuerst zerdrückt man die gekochten Kartoffeln. Mit dem Zucker und dem Bier werden die Kartoffeln zu einem Brei gerührt. Dieser Brei ist ziemlich dick. Er muss nun 3 Tage kühl stehen, bis er vergoren ist. Mit kühl meine ich nicht den , der ist zu kalt, sondern idealerweise den Keller im Haus. Sehr gut eignet sich ein Steintopf - manchmal kann man die grauen Töpfe auf Flohmärkten bekommen. Dieser wird gründlich geschrubbt , man legt den Hefeansatz hinein und dann wird er mit einem Leinentuch fest zugebunden. Hat man keinen Steintopf, so tut es auch ein Steingutgefäß, das man ebenfalls mit einem Tuch verschließt, sodass etwas Luft an die Hefe kommt.

Dann hat man eine Hefe für etwa 2 bis 3 Pfund Mehl. Hat man nur 1 Pfund Mehl zu verarbeiten, nimmt man entsprechend weniger von der selbst gemachten Hefe. Der Teig wird übrigens besonders locker, wenn man ihn mit Buttermilch anstatt mit Milch anrührt.

Weiterverarbeitung der Hefe

Danach kann man mit der selbst gemachten Hefe Pizzateig, Obstkuchen oder Hefezopf herstellen. Einfach das "Hexengebräu" mit dem Mehl verkneten, dann die übrigen gewünschten Zutaten wie Butter, Zucker, Mandeln, Ei, Salz oder Öl - je nach Rezept - hinzufügen. Diesen Teig an einem warmen Ort gehen lassen. Da bietet sich die Restwärme der Spülmaschine an, wenn der Trocknungsvorgang abgeschlossen ist und die Maschine kein Geräusch mehr macht. Dann die Schüssel hineinstellen - nach etwa 30 Minuten ist der Teig "gegangen", d. h. er hat sich fast verdoppelt. Aufgehen lassen und backen.

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47 Kommentare

1
Das ist sicher einen Versuch wert! Habe noch nie davon gehört oder gelesen. Ist viell. auch gesünder als Backhefe?
26.11.12, 21:56
2
Ob ich das nächste Mal Bier oder Hefe kaufe, ist hiermit eine Überlegung wert.
Auf jeden Fall werde ich mir dieses Rezept abschreiben und auch ausprobieren.
Meinst Du, ich kann damit auch den "Kalten Hefeteig" machen?
26.11.12, 22:03
3
Interessanter Tipp. Ich hatte noch nie davon gehört. Auch deine Idee, den Teig in der noch warmen Spülmaschine gehen zu lassen, finde ich super.
26.11.12, 22:11
4
Hallo frauli - ich finde sie besser verträglich - kann aber nur für mich hier sprechen.
Das muss jeder ausprobieren, viele Menschen vertragen gekaufte Hefe schlecht.
26.11.12, 22:22
5
Hallo Timmi-55 Wie der Teig sich bei der kalten Variante verhält, habe ich noch nicht probiert. Interessante Frage - werde ich ausprobieren .
Viel Erfolg in der "Hexenküche" !
26.11.12, 22:27
Dasbinich
6
Das werd ich morgen mal versuchen.Dann kann ich am Freitag fürs WE ein Brot backen und am Samstag gibt es dann Pizza !

Aber muss die Hefe am dritten Tag verbraucht werden oder ist sie am vierten Tag kaputt?
26.11.12, 22:35
Ribbit
7
Wohin stellst du den "Hefeteigtopf" in der noch warmen Spüli? :-o
Meine Spüli ist voll, da passt nix mehr rein, wenn die läuft. Und wenn ich ausgeräumt habe, ist die Restwärme weg.

Ich stell den Teig immer bei 30-35 Grad in den Backofen. Feuchtes Tuch obendrüber, geht wunderbar.
26.11.12, 22:39
8
Hallo Dasbinich - ich verbrauche sie und setze dann neu an. Du kannst aber Reste mit verarbeiten für den neuen Ansatz.

Hallo Ribbit,
das ist bei manchen Spülmaschinen tatsächlich manchmal ein Platzproblem.
Ich habe oben Platz, da ich rechts und links zwei "Flügel", wo Tassen Platz haben, hochklappen kann.
Und nur die Tassen räume ich raus , tue den Teig in der Form rein - unten räume ich erst hinterher aus.Die Wärme bleibt noch eine Weile bei geschlossener Tür.
Dein Backofen-Tipp ist prima, danke.
26.11.12, 22:51
9
Ohh den Tipp kenne ich noch gar nicht, probier ich auch mal aus
den ich mache auch Hefe selber nur ein wenig auf
wendiger mit stilles Wasser und ungeschwefelte Rosinen und was da
noch so rein kommt.
27.11.12, 08:16
10
danke für diesen Tipp, für mich ist er ganz neu *****

ich probiere den Tipp auf jeden Fall, gerade jetzt ist der Balkon gut geeignet.
27.11.12, 08:34
11
probieren ist immer gut ..

Kartoffelig oder Bierig merke ich mir : -)))

Ich backe gerne und oft Brot mit Kartoffeln und/oder Bier, schmeckt weder kartoffelig noch bierig ...*lach*
27.11.12, 08:42
12
Da hier ziemlch viel anfällt und man meistens nicht alles auf eimal aufbraucht, hätte ich die Frage ob man den Rest vom Hefeansatz vielleicht auch portionsweise einfrieren und bei Bedarf auftauen und weiterverwenden kann.
27.11.12, 10:16
13
Hallo Kamilla, Würfelhefe kann man sehr gut einfrieren. Bei dieser selbstgemachten Variante habe ich es noch nicht ausprobiert - aber ich denke, es sollte auch klappen.
27.11.12, 10:52
14
Also, ich habe diesen Tip durch Zufall hier gefunden und muß sagen, die Idee finde ich toll!
Manchmal möchte ich was backen, aber ich habe eigentlich nie Hefe im Haus, weil ich sie doch zu selten gebrauche und dann doch meistens wegwerfe. So kann ich sie nach Bedarf selbermachen! Ich habe wirklich nicht gewußt, daß man Hefe überhaupt selbermachen kann!
31.3.20, 11:56
15
👍 Hey, das ist eine super Idee, gerade jetzt wo sowieso kaum Hefe zu bekommen ist.
Aber, muss es helles Bier sein, oder kann es auch dunkel sein?
31.3.20, 12:55
16
Auf diese Weise wurde zu Kriegszeiten Hefe hergestellt. Auch in diversen Magazinen wie dem Survivalpress nachzulesen.
Auf jeden Fall ein verlorenes Wissen und somit ein sehr wertvoller Tipp.
31.3.20, 13:58
17
Bin am Überlegen, hatten wir hier nicht mal einen Tipp wie man italienischer Mutterhefe (Lievito madre) selbst macht?
Spirelli hatte ihn auf jeden Fall mal erwähnt.
Der Teig soll wohl gut aufgehen und mild sein.
31.3.20, 14:45
18
Der Tipp ist gut, nur nichts für's spontane Backen ! 
31.3.20, 15:21
19
Hallo Ellaberta, hört sich sehr interessant an, man muss sich nur trauen. :-) viele Grüsse von Cookingspoon.
31.3.20, 17:37
20
Was kann ich anstelle von Bier nehmen? Niemand von uns trinkt Bier... 
1.4.20, 19:20
21
@pneumokokke:
den Rest Bier kannst auch als Haarfestiger nehmen, oder deinen Nachbarn schenken😂
1.4.20, 19:39
22
@pneumokokke: Da die im Bier enthaltene Hefe sowie der Zucker und die Stärke aus den Kartoffeln die Gärung auslösen, wird es wohl nicht ohne Bier gehen.
Oder simpel ausgedrückt: Mit der Stärke und dem Zucker fütterst und vermehrst Du die vorhandene Bierhefe.
1.4.20, 19:43
23
@pneumokokke: Google mal „Hefe aus Apfelsaft herstellen“ das müsste auch klappen. 
Ich finde allerdings Sauerteig oder Lievito Madre einfacher. Den muss man nicht immer wieder neu herstellen, sondern kann ihn immer weiter füttern oder auffrischen. 
1.4.20, 22:10
24
Hoi,
Mich würde Idee interessieren, ob es nicht auch gehen würde diese selbsthergestellte Hefe zu trocknen?  Müsste halt unter 25°C passieren, da die Hefe"Tierchen" darüber kaputt gehen. Es gibt ja auch Trockenhefe. Was meint ihr?
3.4.20, 01:34
25
Ein toller Tip,in diesen Zeiten....es mangelt an Hefe?in allen Geschäften.Danke dafür und einen sonnigen  ,schönen Sonntag .
?
5.4.20, 11:37
26
In einem trockenen, schattigen Zimmer oder Raum könnt ich mir vorstellen müsste es auch gehen, die Hefe (in kleine Stücke zerbröselt,...) an der Luft zu trocknen, wie ich es auch mit Kräutern mache. Hab es noch nicht ausprobiert.
6.4.20, 11:32
27
Hallo! Leider habe ich diese Seite erst gerade entdeckt und war einer anderen Anleitung gefolgt. Die Zutaten sind identisch, nur musste die Mischung drei Tage lang in einem sauberen (Marmeladen-) Glas mit Deckel vor sich rumgären. Heute ist Tag drei. Die Hefe wollte ich für eine Backmischung (Schwarzbrot) aus dem Reformhaus verwenden. In dem Heferezept wird empfohlen, einen Vorteig aus 1/5 der Hefe und 150 g Mehl herzustellen, der 3 Stunden an einem warmen Ort ziehen muss. Statt Mehl habe ich dann 150 g von der Backmischung eingesetzt. Doch müsste der Vorteig nicht auch schon größer werden? Es tut sich nämlich nichts. Hat jemand evtl. einen Tipp? Vielen Dank schon mal und liebe Grüße.
6.4.20, 22:42
28
Vielen Dank für das tolle Rezept. Wissen Sie eventuell auch, wie man selbst Bierhefe herstellt? 
Liebe Grüße, Gundel 
7.4.20, 18:59
29
Da hat Ellaberta schon 2012 die Corona-Krise vorausgeahnt... ;-)
8.4.20, 07:06
30
anscheinend kann man anstelle von Kartoffeln auch Mehl nehmen..100 ml Bier, 1TL Zucker, 1EL Mehl....über Nacht liegen lassen: entspricht 50 gr Hefe...Ein Versuch wert
8.4.20, 08:00
31
backen ist bei mir oft recht spontan und dann kann es sein, dass ich keine Hefe daheim habe.
Beim Brot backen habe ich deshalb einfach 1 Flasche Bier in meinen Brotteig gemischt. Ersetzt gleichzeitig die Flüssigkeit und die Hefe.
Hat wunderbar geklappt und bestens funktioniert.
Das Brot hat auch nicht nach Bier gerochen. :)
8.4.20, 08:59
32
😊 Danke, für den wirklich brauchbaren Tipp!
Wer hätte gedacht, dass 2020 die Hefe rar ist? Corona - Krise macht's!
Ich setzte den Brei sofort an.Nehme die Mehlvariante von Champfer, sonst müsste ich erst noch Kartoffeln kochen!
8.4.20, 09:36
33
@Talkrab: welche Sorte und welche Flaschengröße nimmst du? Normales Pils oder Hefeweizen?
Tolle Idee!
8.4.20, 10:50
34
das war Hefeweizen, habe aber auch schon Pils genommen, war genauso gut.
Nehme das in letzter Zeit immer, nachdem es schon seit Wochen keine Hefe mehr gibt. (so ein Schwachsinn!!)
8.4.20, 12:58
35
Kann ich auch alkoholfreies Bier nehmen???? Oder muss es Alkohol haben???
8.4.20, 16:09
36
@Reinilein: ich habe bisher nur normales Bier genommen, zum Alkoholfreien kann ich nichts sagen.
8.4.20, 16:30
37
Ich habe den Tipp gleich an meinen Lieblings-Bauernhof weitergeleitet. Die backen zweimal pro Woche für ihre Hofkunden und haben Mühe, Hefe zu bekommen. Anscheinend wird Hefe auch gehamstert oder aber die Leute backen mehr, weil sie zu Hause sind und Zeit haben. Ich will es jedenfalls auch gerne mal ausprobieren.
8.4.20, 21:25
38
die Hefe ist genauso gehamstert worden wie das Clopapier. In den Läden ist weder frische Hefe noch Trockenhefe zu bekommen, seit Wochen schon.
Aber sie müssen das gehamsterte Mehl ja irgendwie verwenden. Komischerweise ist Backpulver zu haben. Auf die Idee sind sie wohl noch nicht gekommen, dass das auch gehortet werden kann.😒
8.4.20, 21:50
39
Toller Tipp,danke. Nur, in unserem Haus wird nie,wirklich nie  Bier zu finden sein  denn wir finden das Getränk einfach nur bitter und gruselich.?, Sorry, möchte keinem Biertrinker zu nahe treten.
So werde ich es mal mit dem eigene Säften probieren, die gären garantiert auch. Man müsste aber sicher aufpassen, dass kein Essig entsteht. Vielleicht kann jemand von Euch schon von verschiedenen Experimenten berichten? Liebe Grüße!
10.4.20, 09:05
40
@Birgit-Martha: selbst wenn bei Euch kein Bier getrunken wird - eine Dose oder eine Flasche kaufen, als Hefeersatz - dürfte doch kein Problem sein.

Für die Menge von 3 Broten kommt auch die komplette Flasche in den Teig, also bleibt auch nix übrig.
10.4.20, 09:20
41
@Birgit-Martha:
Es gibt auch Biersorten, die nicht bitter sind! Im übrigen möchte ich mich Talkrab anschließen - eine Dose oder eine Flasche kann man ja auch mal so kaufen, wo ist da das Problem? -
Ich wünsche ein frohes Osterfest!
10.4.20, 10:03
42
@Birgit-Martha: Meine Frage dazu wäre, ob das mit Säften überhaupt geht, oder ob nicht die Bierhefe gerade wesentlich ist.
10.4.20, 10:10
43
@schwarzetaste: ich vermute, dass man von den Säften zu viel an Menge beifügen muss und das eine ungewollte Säure gibt.
Für meinen Geschmack passt das Bier besser und es neutralisiert sich im Teig. Es ist im fertigen Backstück nicht zu riechen.
10.4.20, 10:13
44
Hab das mit Bier, Mehl und Zucker probiert - bei einem Vollkornbrot klappt das leider gar nicht â˜č
19.4.20, 12:57
45
@Chillmum: Vollkorn ist bestimmt zu schwer in der Masse - könnte ich mir vorstellen, ich habs bisher nur mit 'normalen' Brotteigen gemacht.
19.4.20, 13:22
46
Danke für alle Rückmeldungen.  So werde ich wohl doch einmal eine Flasche Bier kaufen und das "Hefeexperiment" wagen. Schade, dass es wohl mit Vollkorn nicht so gut klappt.  Wünsche Euch gute, gesunde Osterwochen!         Ach ja, ich nutzte sonst Hefe auch immer als Kompostbeschleuniger. Zu diesen Zeiten wohl ein arger Frevel.?
19.4.20, 15:32
47
@Birgit-Martha: Ah, interessant, als Kompostbeschleuniger! Wie machst Du das genau? Einfach einen Würfel in die Küchenabfälle bröseln?
Und keine Angst, es kommen auch wieder bessere Zeiten. Die Hefeproduktion fährt gerade hoch! ;-)
20.4.20, 08:22

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