Wenn du dich bei der Weihnachtsdeko für echte Kerzen entscheidest, lasse wenigstens statt gewöhnlicher Kerzen aus Paraffin oder Stearin natürliche Kerzen aus Bienenwachs brennen.

5 praktische Weihnachtsdeko-Tipps für alle Spätzünder

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Weihnachtsdekoration ist ein großer und wichtiger Bestandteil der Vorbereitung für's Weihnachtsfest. Außerdem sorgt sie für Vorfreude auf das schönste Fest des Jahres. Während andere schon Lichterketten und Holzschnitzereien in Form eines Engels oder Weihnachtsmänner in der Wohnung verteilt haben, steht bei dir noch der Osterhase von letztem Jahr herum. Du bist ein Spätzünder und hast noch keine Ideen, wie du deine vier Wände innen und außen dekorieren sollst? Mach Schluss damit: Im Folgenden findest du 5 Tipps, wie du deine Wohnung noch schnell festlich dekorieren kannst.

Ab wann dekoriert man weihnachtlich?

Traditionell im christlichen Glauben verankert beginnt die Vorweihnachtszeit zum ersten Advent. Im November sollte man aus Respekt und Verständnis bis zum ersten Adventssonntag warten, da viele Menschen an den stillen Feiertagen ihre Ruhe zum Trauern und Gedenken an verlorene Menschen benötigen. Erst nach dem Totensonntag, dem letzten Sonntag vor dem Advent, darf man sich von weihnachtlicher Dekorationslaune mitreißen lassen.

5 einfache Tipps, die Bude schön zu dekorieren

1. Kerzen:

Das Wichtigste an Weihnachten ist die Gemütlichkeit. Um diese gewährleisten zu können, benötigst du die passende Beleuchtung: jede Menge Advents- und Weihnachtskerzen, die ein Muss für ein schönes, besinnliches Ambiente sind. Du kannst deine Kerzen auch einfach selbst basteln. Wenn du Zuhause noch ein bisschen Freizeit übrig hast, besorge dir Wachsreste, zerteile sie in kleine Stücke und erhitze sie danach in einer alten Blechdose. Die Blechdose kannst du in einen zur Hälfte mit Wasser gefüllten Topf stellen und mittlere Temperatur auswählen. Gieße das warme Wachs im Nachhinein in einen passenden Behälter ein. Als Behälter kannst du Marmeladen-, Honig- oder einfach Einmachgläser benutzen. Vergiss nicht, die Baumwollfäden zu einer Kordel zu binden und diese in geschmolzenes Wachs einzutauchen! Du kannst die Farben auch nach deinen Wünschen mischen oder variieren: Du nimmst entweder Wachsreste mit unterschiedlichen Farben und mischst sie in der Reihenfolge, wie du sie willst, oder du kannst mit einem Pinsel spezielle Kerzenmalfarbe auf die Oberfläche verteilen. Sei kreativ und einfallsreich!

2. Adventskranz:

Der Adventskranz wurde zuerst im Jahre 1839 von dem evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern für die elternlosen Kinder und Jugendlichen aus seinem "Rauhen Haus" gebastelt, so dass sie besser verstehen konnten, wie man die Tage bis Weihnachten zählt. Dafür setzte er insgesamt 28 Kerzen auf ein Rad aus Holz: 24 winzige rote Kerzen standen damals für die Werktage und vier weiße große Kerzen – für die Sonntage. Der Adventskranz heutzutage ist aber nur mit 4 Kerzen bestückt.

Eine begabte Designerin aus Schwäbisch Gmünd hat mir einen leichten und praktischen Tipp gegeben, wie man einen Adventskranz selbst machen kann: Du nimmst einen schönen Platzteller und stellst vier Kerzen darauf (Die Kerzen sind optimaler Weise auch von dir hergestellt worden!). In die Zwischenräume legst du Moos und ein paar vermooste Äste von einem Apfelbaum. Dazu kannst du noch ein paar kleine Christbaumkugeln hinzufügen oder einen Strohkranz mit Moos und Silberdraht umwickeln sowie mit einem schönen Band schleifen binden. Schon ist der Adventskranz fertig und dazu bereit, deine Weihnachtsstimmung aufzuhellen!

3. Türkranz aus Christbaumkugeln & Drahtkleiderbügel:

Möglicherweise steht in deinem Keller noch ein Karton mit Christbaumkugeln. Im Schrank findest du sicherlich auch jede Menge Drahtkleiderbügel. Mit diesen leicht zu organisierenden Dingen kannst du deinen Türkranz dekorieren. Die Bastelanleitung von glucke1980 kannst du hierfür zur Hilfe nehmen! Die Idee des Winterkranzes ist sehr leicht umsetzbar!

4. Schneemänner aus alten weißen Socken:

Wenn du Lust auf selbst gebastelte Schneemänner hast, schmeiß deine alten weißen Socken nicht weg, denn du kannst sie kreativ verwerten! Jede Socke einfach unterhalb der Ferse abschneiden. Die erste Hälfte, die von beiden Seiten keinen Schluss hat, drehst du auf Links und befestigst sie mit einer weißen Schnur an einem Ende. Danach drehst du diese Hälfte wieder auf Rechts. Nun befüllst du das erhaltene Säckchen mit Reis und knotest das obere Ende zu. In der Mitte des Schneemännchens verknotest du die Schnur so, dass der Bauch größer wirkt als der Kopf. Bei der anderen Hälfte rollst du den Rand auf. So machst du eine Mütze für deinen Schneemann, die du später auf seinen Kopf aufsetzen kannst. Zwei farbige Knöpfe kannst du mit einem Kleber an seinem Bauch befestigen. Eine rote und zwei schwarze Stecknadeln kannst du für seine Nase und Augen verwenden. Nun fehlt nur noch ein Schal für deinen Socken-Schneemann. Dafür brauchst du einen anderen Stoffrest, der auf keinen Fall weiß ist. Binde den Schal um seinen Hals, und der Schneemann ist fertig!

5. Weihnachtssterne aus Butterbrottüten:

In deinen Schubladen in der Küche liegen möglicherweise ein paar Butterbrottüten, die du zweckmäßig für deine Weihnachtsterne verwenden kannst! Wer hätte gedacht, dass man wunderschöne Sterne aus Papierbrottüten machen kann? Nimm dir ein bisschen Zeit, schalte deine Fantasie ein und schau, wie leicht du das kreieren kannst: Bastelanleitung von NFischedick. Viel Spaß beim Basteln deiner Butterbrot-Sterne!

Weihnachtsstimmung gehört auch zur Dekoration!

Neben der schönen Dekoration kommt noch ein wesentlicher Faktor für eine besinnliche Weihnachtszeit hinzu - nämlich deine eigene Weihnachtsstimmung! Damit du dich mit deinen schönen, selbst gebastelten Weihnachtsaccessoires noch gemütlicher fühlst, kannst du die Atmosphäre bei dir Zuhause mit jeder Menge Kleinigkeiten verfeinern. Wenn du dir einen schönen Tannenbaum besorgst, dann wird in deinen Zimmern der Duft der Weihnacht liegen! Auch Plätzchenbacken wäre eine super Idee, dich in die richtige Weihnachtsstimmung zu bringen. Zu guter Letzt beginnt jetzt die Zeit der Weihnachtslieder. Wenn man abends gemütlich beim Glühwein oder Punsch mit einem Teller voller süßer Plätzchen unter einer warmen Kuscheldecke auf der Couch liegt und im Hintergrund schöne Weihnachtsmusik laufen lässt - ist das nicht ein toller Moment, den man sich so nur wünschen kann?

Denk auch an die Umwelt und deine Sicherheit!

Was du beim Dekorieren ebenfalls nicht vergessen darfst, ist die Sicherheit und der Umweltschutz. Was bringt dir eine übertriebene Dekoration, wenn du dich oder deine Nachbarn damit in Gefahr bringst. Deswegen lass deine brennenden Wachskerzen nie unbeaufsichtigt. Wenn du dich für echte Kerzen entschieden hast, lasse wenigstens statt gewöhnlicher Kerzen aus Paraffin oder Stearin natürliche Kerzen aus Bienenwachs brennen. So kannst du unsere Umwelt ein wenig freundlicher behandeln. Wer gerne keine brennenden Kerzen verwenden möchte, sollte auf stromsparende LED-Kerzen ausweichen. Eine echte Tanne als Weihnachtsbaum ist ebenfalls weit besser für die Umwelt, als eine Plastik-Variante. Plastikmüll ist auf unserem Planeten ein großes Problem, dem wir aber mit eigenverantwortlichem Verhalten entgegen wirken können! In fast allen Ortschaften oder deren Umgebung gibt es inzwischen Tannen-Märkte, bei welchen man Tannenbäume aus regionalen Forstwirtschaften kaufen und diese nach Weihnachten häufig auch wieder abgeben kann. Ein natürlich erzeugter Weihnachtsbaum aus der Region ist viel besser als einer, der viele Pestizide enthält. Außerdem ersparst du der Umwelt viele Abgase durch unnötige Kilometer mit dem Auto.

Wann räumt man die Weihnachtsdeko wieder ab?

Es gibt drei verschiedene Aufräum-Termine für die Weihnachtsdekoration: Traditionell in der evangelischen Religion schmücken Menschen die Weihnachtsbäume spätestens bis zur „Erscheinung des Herrn“, also zum 6. Januar, ab. Der zweite Termin ist von dem Tag der Weihnachtsbaumentsorgung in deiner Gemeinde abhängig. Den spätesten Termin hat die katholische Kirche: Die Katholiken warten bis Maria Lichtmess am 2. Februar. Erst nach diesem Fest wurden die Tannenbäume entfernt. Aber bis wann dein wunderschöner Weihnachtsbaum und die Dekoration bei dir im Hause bleibt, entscheidest alleine du! Genieße die Weihnachtszeit und lass deinen Christbaum stehen, bis die letzte Nadel von der Tanne fällt, wenn du es denn so willst!

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1 Kommentar


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#1
9.12.16, 14:45
Tolle Tipps! Manchmal ist man einfach zu faul sich Gedanken darüber zu machen, welche Dinge aus dem Haushalt da wohl taugen könnten ...

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