Reißverschluss von alter Jacke verwerten

Alte Jacken verwerten: Reißverschluss und more

Jetzt bewerten:
4,4 von 5 Sternen auf der Grundlage von

Gerade wollte iche eine ausrangierte alte Fleecejacke zum Müll bringen, dann fiel mir schlagartig ein, sie zu "verwerten":

Den Front-Reißverschluss, der ja auch immer teilbar und somit teurer als ein "normaler" ist, den Tascheneingriffs-Reißverschluss, die (in meinem Fall wunderbar herauswindbaren) farblich zum Reißverschluss passenden Zipper und zuletzt das dünne Gummiband, das den unteren Abschluss der Jacke in der Weite regulieren kann samt zweier Kordelstopper.

Wer hierfür Zeit hat, viel näht, Textilien "reparieren" muss oder auch schlichtweg sparsam ist, dem kann das vielleicht eine Anregung sein - alle anderen müssen sich hierzu gar nicht erst äußern...

Von
Eingestellt am

10 Kommentare


4
#1
10.12.12, 22:10
Guter Tipp! Hab ich schon oft so gemacht. Auch Knöpfe werden abgetrennt. Man gehe mal in die Kurzwarenabteilung und guck mal, was so olle Knöppe kosten...Meine Knopfkiste war auch immer ein tolles Spielzeug für die Kiddies. Die kann man sortieren, besonders hübsche finden und behalten usw :-).
3
#2
10.12.12, 22:18
Aus alten Knöpfen habe ich auch schon eine Kette gemacht.
Das Gummiband einer alten Hose /Jacke verwende ich gerne als Kette für einen Anhänger. Den kann man dann einfach über den Kopf ziehen.
Die Bänder von Shirts verwende ich auch mal als Handtuchaufhänger, oder für ein laminiertes Lesezeichen.
Man muss nur Ideen haben.
Weiter so.
2
#3
10.12.12, 22:41
meine Mutter hat immer aus alten Kleidungsstücken die Reißverschlüsse, Knöpfe usw. abgetrennt - und aus einem alten Kleid bekam ich ein neues gemacht - die Zeiten waren damals so - und ich hab mich über ein neues Kleid oder einen Rock immer sehr gefreut.
#4 xldeluxe
10.12.12, 23:20
..und genau so mache ich es auch: Heraustrennen, abschneiden und auch oft kaufe ich auf dem Fohmarkt günstige Kleidungsstücke allein wegen schöner Köpfe oder Applikationen mit Perlen etc. (z.B. von Abendkeidern) für 50 cent oder 1 euro. Ich habe immer im 'Kopf wie ich die erstandene Beute verwerten kann - für wenige cent kann man echt viel aus "normaler" Garderobe machen....
1
#5
11.12.12, 00:02
benutze die Applikationen an den Hosen meiner Tochter, wenn diese nicht mehr zu retten sind als Flicken für die nächsten. Verzierte Gesäßtaschen passen wunderbar auf ein Loch im Kniebereich und für die vielen Herzchen und Blümchen ist auch noch Platz, sei es auf der neuen Hose für die Puppe
#6
11.12.12, 11:17
Bei den Arbeitshosen meines Mannes (Latzhosen, oder auch Blaumann genannt) sind auch noch die Verschlüsse der Hosenträger sehr gut zu gebrauchen.
3
#7
11.12.12, 12:16
Den Tipp und die Tipps aus den Kommentaren finde ich gut. Erinnert mich an "die gute alte Zeit", die alles andere als so toll war. Meine Mutter hat mir oft davon erzählt, was ihre Mutter wiederum aus alten Sachen noch verwendet hat und sie sagt heute noch, die Zeiten wünsche ich euch nicht, aber sie wird wieder kommen. Und siehe da, wir stecken mittendrin...

Ihre Mutter hat mal aus der Hitlerfahne 2 Kinderkleider genäht. Es gab kein Stoff, die Kinder hatten nichts anzuziehen und hinter den Gedanken des Herrn H. stand sie sowieso nicht... Allerdings wurde sie dafür auch von den schwarzen "Herren" abgeholt...
#8
11.12.12, 16:13
meine abgelegten klamotten sind nie kaputt, so dass ich sie wegwerfen müsste. die kommen in die kleidersammliung - da wären entfernte RV, knöpfe usw aber tragisch. sicher kommt nicht alles armen menschen zu gute, aber doch so einiges, wenn es nocht tragbar ist.
1
#9
11.12.12, 17:18
Das stimmt, die Sachen wären dann unverkäuflich.
#10
16.2.16, 00:22
@grinch: doch, die nicht mehr tragbaren Kleider werden an Recyclingunternehmen verkauft, die machen dann Dämm-material für Autos oder Putzlappen draus- ca 50 % der beim DRK abgegebenen Textilien sind nicht mehr tragbar (ca.100.000 Tonnen werden im Jahr dort gespendet). Das gibt natürlich nicht soviel Kohle wie für die 40%, die für 5-40 Cent/kg an Verwertungsunternehmen gehen, die verscheuern die Sachen nach Afrika usw. 10 % der Kleider wandern an Kleiderkammern für Bedürftige. Also kann mit "entkernten" Kleidern durchaus noch was angefangen werden.
Inwieweit man den Handel mit Altextilien unterstützen möchte, also weil diese Praxis die dort ansässigen Märkte zerstört,.das muss man selber entscheiden. Zu Gute kommt es den Projekten des DRK.
Ich finde es halt so irre, dass der Grossteil der Kleidung schon an die 50.000 km (vom Baumwollstrauch in Kasachstan über die einzelnen Fertigungsschritte, die jeweils in einem anderen Land geschehen, bis zum Einnähen des "Made in Germany"-Labels) hinter sich hat, bevor es hier über den Ladentisch wandert, es wird getragen bis es nicht mehr gefällt und dann kommen nochmal 8000 km hinzu damit der Ausbeuter-fetzen in Afrika dort nochmal seine letzte versteckte Machenschaft erüllt.
Ich glaub es ist da besser, Brauchbares zu behalten, weiter zu verarbeiten und in die Container die Lumpen werfen, da ist wenigstens ein Ende in Sicht und wir zögern damit vielleicht den nächsten Kauf eines Teils ein wenig hinaus wenn wir pimpen, flicken und umwandeln. Oder?

Verfasse einen Kommentar

Emojis einfügen