Apfelringe

Apfelchips und Apfelringe selber machen - Äpfel verwerten

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Manchmal bleiben Äpfel übrig, sind aber zu schade, um sie wegzuwerfen. Auch wenn sie schon etwas schrumpelig sind, kann man noch etwas damit anfangen und sie fast komplett verwerten.

Schrumplige Exemplare werden in warmem Wasser wieder glatt. Die glatten Äpfel werden großzügig geschält, die schlechten Stellen entfernt.

Es soll schon noch Apfel an der Schale dran bleiben, denn daraus wird später Tee gemacht. Das Einzige, was weggeworfen wird, ist das Kernhaus, der Stiel und die Blüte.

Der noch ganze, rund geschälte Apfel, wird in Scheiben geschnitten. Wenn man weiche Ringe möchte, 1 cm dick, für Chips etwas dünner. Die Apfelringe kommen auf ein Backblech, als Unterlage Backpapier. Die Schalen kommen entweder auf ein zweites Backblech oder auf ein Gitter, auf dem ebenfalls Backpapier liegt.  

Beide Bleche kommen in den Backofen, auch wenn man keinen Umluftherd hat. Dann wird der Ofen auf 50 Grad Ober-/Unterhitze geschaltet. 

Damit die Feuchtigkeit raus kann, empfiehlt sich ein hölzerner Kochlöffel, der in der Tür einem Spaltbreit für die notwendige Entlüftung sorgt. 

Man lässt die Scheiben so lange drin, bis sie sich trocken anfühlen. Die Schalen bleiben so lange, bis sie deutlich hörbare Knackgeräusche machen, wenn man sie zerbricht.  Dann halten sie sich sehr lange in einem Schraubglas. Um damit Tee zu machen, einfach eine Handvoll in eine große Tasse geben und mit kochendem Wasser aufgießen. Abgedeckt ziehen lassen und nach Bedarf süßen. 

Die weichen Ringe halten nicht so lang, die Chips sind durchgetrocknet sehr lange haltbar. Wenn sie mit der Zeit weicher werden, einfach noch mal bei 50 Grad in den Backofen mit nicht ganz geschlossener Tür. Die Chips am besten auch luftdicht verpacken. Übrigens lässt sich auch mit frischer Apfelschale Tee zubereiten

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9 Kommentare


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#1 jb70
7.10.14, 09:28
Ein tolles Beispiel dafür, daß es meist noch möglich ist, Lebensmittel sinnvoll zu verwerten, bevor sie sträflich in der Tonne landen - alle Däumchen hoch !!!
Apfelschalentee ist nicht nur lecker und eine Wohltat für die Nerven, er soll angeblich auch schön machen ;-).
#2
7.10.14, 10:11
Den Tipp finde ich gut, denn wenn ich etwas nicht mag, ist es, Lebensmitteln wegzuwerfen.
Und Äpfel habe ich jedes Jahr sehr viele, denn unser Nachbar hat einen Baum mit wirklich leckeren Äpfeln, von denen er oder seine Frau nur die paar verwerten, die sie frisch essen.Der Rest gehört mir.Jedes Jahr mache ich die gleichen Sachen damit, aber diese Ringe habe ich noch nie gemacht.Und Schwiegermutter mag die so gerne, die kann sich jetzt schon freuen. ;-)
#3
8.10.14, 19:46
Ich liiiebe getrocknete Apfelringe/chips... in meiner ersten kleinen Wohnung hatte ich einen alten Gasofen mit einer dicken Marmorplatte drauf, auf die hab ich dann ein Küchenhandtuch gelegt und darauf Apfelscheiben verteilt. Der Duft war schon mal superlecker, und nach 1 Tag hatte ich dann auch getrocknete Apfelscheiben...Ds war echt klasse. Nun muss ich dafür halt den Ofen anschmeißen :-)
Aber wer von Euch so einen Ofen hat oder auch eine Marmorfensterbank/Schieferfensterbank, die bei Heizungsbetrieb ordentlich heiß wird - da funktioniert es auch super mit dem Äpfeltrocknen!
#4
9.10.14, 06:14
@ lilaluft

Du schreibst:
Beide Bleche kommen in den Backofen, auch wenn man keinen Umluftherd hat. Dann wird der Ofen auf 50 Grad Ober-/Unterhitze geschaltet.

O.k. die Temperatur für O/U-Hitze, aber welche Temperatur bei Umluft?
Welche Methode ist 'besser' ?

Evt. kann ich um diese Zeit auch noch nicht richtig wach aus den Augen gucken....
1
#5
9.10.14, 09:45
Ich mache beim trocknen immer Umluft. Der Holzl?ffel ist dabei sehr wichtig, da die Feuchtigkeit aus dem Ofen kann. Ich gehe sehr gern im Wald spazieren und sammle Pilze. Die trockne ich auf die selbe Weise.
2
#6
9.10.14, 15:10
Mit dieser Methode hat meine Mutter schon vor vielen Jahren Apfelringe gemacht, und die waren sehr lange haltbar. Wenn wir sehr viele Äpfel haben, so wie in diesem Jahr, stellen wir auch solche Apfelringe her. Die sind auch eine angenehm durstlöschende Nascherei für unterwegs!
#7
15.10.14, 10:26
@taline: viele denken, man könnte nur mit Umluft trocknen. Natürlich wäre das besser, aber zur Zeit ist meine Umluft kaputt und ich wollte halt sagen, dass es auch anders geht. Die Temperatur bei Umluft würde ich etwas niedriger einstellen, man braucht bei Umluft keinen Kochlöffel. Wenn man weiche ringe möchte so 30 bis 40 Grad, bei Chips gehen bei Umluft auch 50, weil man die Chips bis zum krachen drin lässt. Man kann natürlich während des trocknens schon kosten, solange sie elastisch sind. Allerdings danach erst wieder im sehr haben Zustand, sonst schmecken sie zäh.
#8
15.10.14, 10:30
Natürlich in sehr hartem Zustand. ..
#9
21.10.14, 13:46
@lilaluft: Vielen Dank für den Hinweis auf den Kochlöffel zwischen Backofenklappe und Backofen! Das muß ich bei meinem Quittenbrot auch beachten, dann wird es schneller trocken. Daran hatte ich nicht mehr gedacht.

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