Bei Sonnenbrand schnelle Kühlung durch Aloe Vera

Aloe Vera gegen Sonnenbrand
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„Alle Jahre wieder“ gilt nicht nur für Weihnachten oder das Oktoberfest, sondern auch für den Sonnenbrand. Sind alle guten Vorsätze wieder einmal im Meeressand verlaufen, sorgt das Gel der Aloe Vera für Kühlung und lindert die Schmerzen. Gut versorgt ist, wer die stammlose Sukkulente selbst züchtet oder über den Internethandel einzelne Blätter vorrätig lagert. Beim Gang in die Apotheke, das Reformhaus oder den Discounter lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe des verarbeiteten Produkts.

Aloe Vera als Hausmittel gegen Sonnenbrand

Die Aloe Vera hat ihren Ursprung in Südafrika. Mittlerweile wird sie rund um die Welt gezüchtet, da sie Basis für viele Präparate in der Kosmetik- und Pharmaindustrie ist. Ihr Saft enthält entzündungshemmende Saponine, antimikrobielle Anthrachinone, Vitamin C und E, Salicylsäure und Mineralstoffe. Als Medikament oder als Heilmittel im Sinne des Arzneimittelgesetzes darf der Saft der „Wüstenlilie“ jedoch nicht gesehen werden.

Dennoch steht die Aloe Vera ganz oben auf der Liste der Hausmittel gegen Sonnenbrand. Dabei wird das feuchtigkeitsspendende Gel mehrmals am Tag messerrückendick auf die zuvor gereinigte Haut aufgetragen. Wer eine Pflanze greifbar hat, sei es zuhause oder am Wegesrand im Urlaubsort, schneidet das äußere, älteste Blatt mit einem gereinigten Messer ab, halbiert es der Länge nach und reibt den Sonnenbrand mit der gallertartigen Seite ein. Größere Blätter lassen sich auch schälen. Das Mark wird nun mit einer Gabel zerdrückt. Die Reste sollten allerdings im aufbewahrt werden, angeschnittene Blätter zumindest einen Schattenplatz erhalten.

Aloe Vera zuhause anpflanzen

Wer die Aloe Vera zuhause kultivieren möchte, hat mit ihr eine anspruchslose Mitbewohnerin. Gegossen werden möchte sie ein- bis zweimal im Monat, auf Düngung kann sie verzichten. Licht und Wärme tun ihr gut, doch Obacht vor zu viel praller Sonne: die Kraft der Blätter zerfällt dann zügig und sie färben sich braun. Im Winter sollte man 5 °C nicht unterschreiten. Hat sie einen guten Platz gefunden, so wirft sie nach ein paar Jahren Ableger. Ab dem dritten Jahr entfaltet der Saft der Aloe Vera seine volle Wirkung.

Produkte mit Aloe Vera

Wer zum Lindern des Sonnenbrandes lieber ein Aloe-Gel in der Tube, eine Creme oder ein Spray kauft, wird über die Apotheke hinaus auch in Reformhäusern, Drogeriemärkten oder Discountern fündig. Die Hersteller haben dabei die Aufgabe, die heilsamen Wirkstoffe aus dem Frischblatt ins fertige Produkt zu übertragen. Das ist nicht ganz einfach, denn je nach Verfahren können bei der Ernte, Lagerung und Verarbeitung Inhaltsstoffe verloren gehen und das Produkt unwirksam werden.

Ein Etikett, das beispielsweise mit „98 Prozent Aloe Vera“ wirbt, sagt noch nichts über die Herstellung aus. Wir erfahren dabei nicht, ob das Blattgel frisch verarbeitet oder erst getrocknet, dann pulverisiert und später wieder mit Wasser vermischt wurde. Ist der Zusatz „Wasser“ oder „Aqua“ deklariert, so handelt es sich um einen Extrakt. Zusatzstoffe und Konservierungsmittel sollten in den Produkten möglichst nicht enthalten sein.

Generell gilt: Bei Sonnenbrand viel trinken, um den Feuchtigkeitsverlust der Zellen wieder auszugleichen. Sind die Schmerzen sehr stark oder es tritt Fieber auf, dann hilft nur eines: Ab zum Arzt.

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