Selbstgemachte Bratensoße schmecht am besten

Bratensoße kochen - ohne industrielle Zusätze

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Auch wenn es viele  nicht glauben mögen - es ist sehr einfach, gute Saucen selbst herzustellen. Tütenprodukte dagegen sind überflüssig und schmecken nicht.

Meine 83-jährige Mutter wird auch weiterhin nicht auf ihr Pülverchen namens "helle/dunkle Soße" verzichten - in ihrem Alter lernt man eben nur sehr schwer was neues. Ich dagegen habe es glücklicherweise anders gelernt und denke, es macht auch andern Spaß - z.B. den Töchtern, Söhnen, Neffen und Nichten, die jetzt von zuhause ausziehen und anfangen, die Fertigpizza durch eigene Gerichte zu ersetzen.

Es soll hier nicht um ein detailliertes Rezept gehen, sondern ums Prinzip. Die Mengenangaben schwanken je nach Menge der Esser.

Bei einem Braten besorge ich zum Fleisch gleich ein paar Knochen dazu.

Hier als Beispiel ein Rinderbraten mit Sauce für 4 Esser.

Zutaten

  • 2 kg Braten (es wird was übrigbleiben - das wird eingefroren.) Aber größere Bratenstücke gelingen besser, weil sie saftiger bleiben. 
  • Rinderknochen
  • 4 große Karotten
  • 4 Petersilienwurzeln
  • 4 Zwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Butterschmalz zum Anbraten
  • Tomatenmark
  • 1 L Rotwein
  • Salz, Pfeffer, Lorbeer

Zubereitung

  1. In einem großem Bratentopf (ich benutze gerne einen Gusseisernen, der die Wärme lange hält) brate ich Knochen mit Fleisch, Zwiebeln und Knoblauch an. Nach einer Weile kommt noch etwas Karotte, Petersilienwurzel oder Sellerie dazu. Alles immer schön im bewegen.
  2. Am Schluss der ganzen Rösterei füge ich ein bis vier EL Tomatenmark hinzu, das nun ebenfalls mitröstet. Abgelöscht wird mit 1 L Rotwein. Dazu noch Lorbeerblätter, Pfeffer, etwas Salz.
  3. Ich stecke in den Braten ein Bratenthermometer, das mit einer Markierung angibt, welche Kerntemperatur erreicht werden soll. (Solche habe ich schon gerne an die besagten Neffen und Nichten verschenkt.) Das war jetzt etwa 20 Minuten Arbeit und nun muss man nur noch abwarten. Man kann spazierengehen oder lesen oder sonstwas tun - bei leise köchelndem Sud wird der Braten alleine weitermachen.
  4. Nach ein bis zwei Stunden (je nach Größe des Fleischstücks, von 2-3 kg) schaue ich nach: Wenn die Kerntemperatur im Fleisch erreicht ist, schalte ich den Herd ab und nehme das Fleisch heraus. Es ruht nun in einer warmen zugedeckten Schüssel und entspannt sich - wichtig, damit die Säfte sich im Inneren der Zellen zurückziehen und nicht rausspritzen, wenn man anschneidet. Schmeckt besser!
  5. Und als weiteres Ergebnis haben wir eine wunderbare Grundsauce! Die kann man z.B. mit einer Mehlbutter binden: Ich verknete eine halbe Tasse Mehl mit ein bis zwei EL Butter und rühre das in die leise köchelnde Bratensauce. Oder ich binde gar nicht, sondern nehme nur die Knochen raus und reduziere diesen Jus etwas - soweit wie es beliebt. Das schmecke ich noch mit Salz, Pfeffer, Kurkuma oder anderen Gewürzen ab.

Das wars, ihr habt eine gute Menge Bratensauce ohne Pülverchen, die lecker schmeckt! Wir haben davon oft noch was übrig und frieren es ein.

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