Energiesparend Eier kochen

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Im Singlehaushalt kann man so am energiesparendsten sein Sonntags-Frühstücksei kochen (ohne extra Eierkocher, die Anschaffung wäre glatte Verschwendung):

  • Wassermenge (je nach Topfgröße, ca. 3-4 cm hoch, die Eier brauchen gar nicht völlig mit Wasser bedeckt zu sein!) im elektrischen Schnellkocher erhitzen. Das geht so schneller UND sparsamer als auf dem Herd - wie beim Autofahren nach dem Prinzip: zügig beschleunigen, dann im großen Gang mit niedriger Drehzahl gleichmäßig laufen lassen!
  • Kochendes Wasser in den Topf, auf den Herd, nur so viel Hitze einstellen, daß die Temperatur mit Deckel auf dem Topf gehalten wird.
  • Jetzt der wesentliche Punkt: Mindestens 2 Eier (am flachen Ende mit dem Eierpiekser angepiekst, damit sie nicht platzen) mit einem Eßlöffel ins kochende Wasser legen - je nachdem wieviele hartgekochte Eier man in den nächsten Tagen haben möchte (z.B. auf Brot, als Salatbeilage, für Senfeier, ...).
  • Nach der gewünschten Zeit (+/- 7 Minuten) das erste weichgekochte Ei mit dem Eßlöffel herausnehmen und im Spülbecken mit kaltem Wasser kurz abschrecken (damit der Kochprozeß gestoppt wird, und man das Ei auch ohne Verbrennungen anfassen kann ...)
  • Nach weiteren 3-5 Minuten Kochzeit den Herd ausschalten und die restlichen, jetzt hartgekochten Eier mit dem Löffel herausnehmen und abkühlen lassen. NICHT den Topf abgießen - denn das Kochwasser ist ja keimfrei und kann weiterbenutzt werden! Deckel wieder drauf und das Frühstück genießen ...
  • Nach dem Frühstück ist das Wasser immer noch heiß genug, um es zum Geschirrspülen zu benutzen - oder wenigstens mit 1-2 Tropfen Spülmittel, zusätzlichem Kaltwasser, Bürste oder Schwamm den Topf zu spülen, damit er erst gar keinen Kalkbelag vom Wasserkochen ansetzt!

Vorteil: Die Energie und Arbeitszeit wird mehrfach genutzt (weiches Frühstücksei, mindestens 1 hartgekochtes - haltbares - Ei, heißes Spülwasser)!

Und jetzt komme mir keiner und sage, man kann auch aus allem eine Wissenschaft machen - es erfordert nur ein bisschen Nachdenken und Umstellung von Gewohnheiten ...

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8 Kommentare


#1 jo-anne
27.7.07, 08:41
dass du dir darüber so viele gedanken machst finde ich super! ich finds auch sehr wichtig zu gucken wo man energie sparen kann. auch wenn später bestimmt wieder welche motzen: von mir gibts 5 Punkte
1
#2 Gruß, Mohne
27.7.07, 10:18
Gute Sache das - mit zwei Einschränkungen:
Dass man mit dem im elektrischen Schnellkocher günstiger heißes Wasser bekommt gilt nur solange man das Wasser nicht auf einem Gasherd erhitzt!
Außerdem würde ich in Gebieten mit wirklich hartem Wasser davon absehen etwas anderes als den Topf mit dem übrigen Wasser abzuwaschen, da kommt dann ja zusätzlich das Kalk der Eierschalen dazu. Gerade Gläser bekommt man dann kaum noch so sauber, dass es mit dem Nachbarn klappt...
#3 Ralf
27.7.07, 15:48
Hallo jo-anne,
Danke für die Punkte!!! So VIELE Gedanken fand ich das eigentlich gar nicht - ich wollte nur mal verschiedene der hier gefundenen unzähligen Eier-Tips zusammenfassen und mit den (soweit ich gesehen habe) neuen Ideen ergänzen, gleich mehrere Eier unterschiedlich lange zu kochen, und das heiße Wasser gleich noch zum Spülen zu nutzen. Aber danke für die Anerkennung 8-))

Hallo Mohne (heißt das Simone?),
gerade Gas (ich habe es und koche damit viel lieber als mit Strom!) ist und wird immer teurer, und man kann bisher kaum den Anbieter wechseln, im Gegensatz zu Strom! (Ich empfehle http://www.verivox.de für Suche nach preiswerteren, auch Öko-Stromanbietern, bei sehr einfachem Wechsel.)
Ich habe hier ziemlich hartes Wasser (Neuss, Härtebereich 3 = 14-21 Grad dH). Es kommt ja wg. noch sehr heißer Temperatur des Kochwassers Leitungswasser zur Verdünnung/Temperierung hinzu, und das Spülmittel erledigt den Rest ...
#4 S
28.7.07, 14:11
Nach dem Krieg ist vor dem Krieg.
#5 Ralf
28.7.07, 22:53
... und nachts ist es kälter als draußen!

Häääh?!?!
#6
29.7.07, 10:56
Ich hab da so Geschichten gehört, bei denen das zum Eierkochen verwendete Wasser noch für den Kaffee verwendet wird..., na zumindest braucht man dann keine Nahrungsergänzungsmittel :)
#7
10.8.07, 04:36
'n halber Liter heisses Wasser oder sogar weniger soll zum Reinigen reichen. Wahrscheinlich nur für den Eierlöffel und ne Tasse. Ich halte das Ganze für eine Feinrechnung der Kosten über's Jahr. Ist fasst schon albern, wobei hoher Eiergenuss schädlich ist. (Cholesterien!)
#8 Ralf
10.8.07, 18:13
Hallo Anonymus (10.08.07,.04:36),

nochmal ausführlicher formuliert, ein halber Liter kommt etwa hin, aber es ist ja nicht nur warm, sondern fast noch kochend heiß (weil zugedeckelt stehengelassen). Also reicht es aus, um mit entsprechend Kaltwasser im Topf aufgefüllt zu werden, bis ich mir nicht mehr die Finger verbrenne. Mit dieser Menge Spülwasser kann ich im Topf den Eierbecher und Eierlöffel spülen, damit Eigelb-Reste gar nicht erst antrocknen und verkleben, und den Topf selber spülen, damit Kalkbelag vom Kochen (mein Wasser ist SEHR kalkhaltig) gar nicht erst antrocknet. Nun verstanden, oder soll ich ein Video drehen und es hier einstellen?

Und zu hoher Cholesterinspiegel generell und speziell durch zu viel Eierkonsum hat sich durch neue wissenschaftliche Ergebnisse als (aus den USA stammende) Hysterie erwiesen - das Gesundheitsrisiko wurde bisher weit übertrieben, aber alte Märchen halten sich eben sehr zäh! Außerdem rede ich nicht von einem TÄGLICHEN Englischen Frühstück mit MEHREREN Eiern, sondern einem normalen Konsum von 2-4 Eiern wöchentlich.
Wenn man Eier so verteufeln würde, müßte man ja jede Menge Produkte meiden, in denen Eier oder Eibestandteile verarbeitet sind - das wäre praktisch kaum möglich!

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