Vanillezucker und Vanillearoma sind allseits bekannt; bei Vanilleextrakt oder auch Vanillesirup ist das längst nicht so. Beides kann man selbst herstellen.
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Für allerlei Leckereien: Zwei Varianten Vanilleextrakt

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Heute gibt es einmal zwei Tipps in einem: Vanilleextrakt auf zweierlei Art. Vanillezucker und Vanillearoma sind allseits bekannt; bei Vanilleextrakt oder auch Vanillesirup ist das längst nicht so.

In gut sortierten Geschäften bekommt man es mit Glück, aber es gehört längst nicht überall zum Sortiment. Findet man es, muss man auch mit überteuerten Preisen rechnen.

Dabei ist die Zubereitung eigentlich ganz leicht und der Kostenaufwand hält sich im Rahmen. Allerdings muss ich anmerken, dass Supermarkt-Vanilleschoten nicht die gleiche Intensität erreichen wie etwas höherpreisige Schoten.

Die Verwendungsarten für Extrakt und Sirup:

  • über Pudding
  • Joghurt
  • Obstsalat
  • in/auf Tortenguss
  • ins Müsli
  • über Eis und Kuchen,
  • in heiße oder kalte Getränke...

Für die aufgeführten Speisen eignet sich die alkoholfreie Variante.

Zum Verfeinern von heißen Speisen und Kuchen ist der alkoholhaltige Sirup geeignet, da der Alkohol durch Erhitzen verfliegt, aber noch nachweisbar ist.

Hier meine zwei Varianten:

Variante 1: Vanillesirup

  • 250 ml Wodka oder weißer Rum
  • 3-4 Schoten
  1. Die Schoten längs einritzen.
  2. In ein ausreichend großes Glas stellen.
  3. Mit dem Alkohol aufgießen.

Die Flasche gut verschließen, an einem dunklen kühlen Ort aufbewahren und ein bis zweimal in der Woche gut schütteln.

Nach ca. 3 Monaten hat sich der Alkohol dunkel verfärbt und die Schoten haben ihr volles Aroma entfaltet.

Ist der Sirup aufgebraucht, kann die Flasche mit den Schoten erneut befüllt werden. Zur Intensivierung reicht es, nur eine frische Schote dazugeben.

Variante 2: Vanilleextrakt

  • 200 g brauner Zucker
  • 200 ml Wasser
  • optional 5-6 EL Honig oder Zuckerrübensirup
  1. Zucker und Wasser in einen geben.
  2. Auf kleiner Flamme so lange unter Rühren köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das kann schon bis zu 15 Minuten dauern.
  3. Vanilleschoten längs aufschneiden und das Mark mit der Messerrückseite ausschaben.
  4. Schote in kleine Stücke schneiden und mit dem Mark in die köchelnde Flüssigkeit geben.
  5. Optional kann wegen der Konsistenz Honig oder Zückerrübensirup dazugegeben werden.

Hat sich die Flüssigkeit um die Hälfte reduziert, kann das Vanillemus in kochend ausgespülte trockene Schraubgläser gefüllt werden.

Wer mag, kann die Flüssigkeit vorher durchsieben, die kleinen Schotenstücke entnehmen und “schreddern”, bevor sie mit ins Glas gegeben werden.

An einem dunklen Ort 3-4 Wochen ruhen lassen, damit sich das volle Aroma entfalten kann. Auch hier gilt wie schon beim Sirup: 

Je länger man wartet, um so intensiver schmeckt es.

Aufgrund des hohen Zuckeranteils ist es nicht zwingend erforderlich, das Glas/die Gläser im Kühlschrank aufzubewahren.

Wichtig ist aber zu erwähnen, immer einen sauberen Löffel zur Entnahme zu verwenden.

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