Dieses Rezept ist ein leckeres Essen für festliche Tage und wir verraten euch hier, wie es zubereitet wird.
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Gänsekeulen in Rotweinsoße

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Die Weihnachtstage sind zwar jetzt schon vorbei, aber das Rezept für meine Gänsekeulen kann selbstverständlich auch noch zum nächsten Weihnachtsessen Verwendung finden.

Wir essen traditionell jedes Jahr die leckeren Keulen, wobei ich immer gleich 4 Stück davon kaufe, obwohl wir nur zu zwei Personen davon essen. Die zweite Portion gibt es bei uns immer am 2. Feiertag, die erste essen wir an Heiligabend.

Beim Kauf der Gänsekeulen ist mir die Qualität sehr wichtig, deshalb kaufe ich sie nur bei dem mir persönlich bekannten Geflügelhändler auf dem Wochenmarkt. Es sind deutsche und frei lebend aufgezogene Tiere, die zwar ihren entsprechenden Preis haben, jedoch ist dieser das gute Fleisch auch wert. Ich kann solche frischen Keulen nur empfehlen.

Aber das sei nur nebenbei bemerkt. Ich gebe euch hier mein Rezept. Vielleicht habt ihr ja im nächsten Jahr zum Fest Lust darauf, die Gänsekeulen auf meine Art zuzubereiten. 

Ich wünsche schon jetzt guten Appetit!

Zutaten

Für 2 Mahlzeiten bei 2 Personen:

  • 4 frische Gänsekeulen (Gesamtgewicht um 2 kg)
  • 2 EL Beifuß getrocknet
  • 2 EL Majoran getrocknet
  • Pfeffer, Salz, Selleriesalz
  • reichlich Wurzelgemüse (Möhren, Sellerie, Lauch, Petersilienwurzel)
  • 2 Zwiebeln
  • 1/2 L guten Rotwein
  • 1 Glas Gänse- oder Geflügelfond
  • 1 Glas Rotkohl
  • 2 EL Preiselbeeren
  • 1 Apfel
  • 1 - 2 Lorbeerblätter
  • 1 Pckg. Original-Kloßteig aus frischen Kartoffeln
  • Butterschmalz zum Anbraten

Zubereitung

  1. Die Gänsekeulen werden kurz abgespült, abgetrocknet und anschließend mit dem Beifuß und einem EL Majoran eingerieben. In einem passend großen Bräter wird das Butterschmalz geschmolzen und die Keulen werden darin auf dem von allen Seiten scharf angebraten und anschließend mit Pfeffer, Salz und Selleriesalz gewürzt. Noch einmal kurz von allen Seiten weiterbraten und aus dem Bratfett nehmen.
  2. Jetzt werden die Zwiebeln und das Wurzelgemüse im Bratfett kräftig angebraten. Mit dem Rotwein wird das Gemüse nun abgelöscht und nochmals aufgekocht. Die Gänsekeulen werden in den Gemüsesud eingelegt und es wird mit der Hälfte des Gänse- oder Geflügelfond aufgegossen. Der Backofen ist zwischenzeitlich auf ca. 160 Grad vorgeheizt und der Bräter wird nun mit dem Deckel verschlossen und in den Backofen gestellt, wo die Keulen nun zuerst einmal für eine Stunde geschmort werden. Nach dieser Stunde sollen die Keulen umgedreht werden, der Rest des Gänsefonds wird angegossen und der Bräter wieder mit dem Deckel verschlossen und die Keulen brutzeln noch eine weitere Stunde bei nunmehr 140 bis 150 Grad im Backofen.
  3. In der Zwischenzeit habe ich den Rotkohl aufgesetzt, es war ein fertiger Rotkohl aus dem Glas, den ich noch mit etwas Butterschmalz, Lorbeerblatt, einem Apfel und zwei EL Preiselbeeren verfeinert habe.
  4. Auch das Kloßwasser habe ich nun aufgestellt und gesalzen.
  5. Die Kloßmasse habe ich mit dem restlichen Majoran gut durchgeknetet und die Klöße geformt.
  6. Die Gänsekeulen sollten nun nach Ablauf der weiteren Stunde noch 15 Minuten im offenen Bräter und mit der Haut nach oben - gern auch unter Einschaltung des Grills im Backofen - verweilen, damit die Haut noch etwas knusprig wird. 
  7. Die Klöße werden im kochenden und dann auf kleiner Hitze siedendem Wasser ca. 15 bis 20 Minuten gegart. Sie sind fertig, wenn sie im Topf oben schwimmen.
  8. Die Gänsekeulen nehme ich nun aus dem Gemüse-Wein-Bett, entfette den Sud noch etwas und sodann püriere ich das Wurzelgemüse in der Soße, auf diese Weise muss diese nicht mit Mehl oder Stärkemehl angedickt werden. Das pürierte Gemüse erfüllt diesen Zweck sehr gut. Falls es nötig ist, kann noch etwas nachgewürzt werden.

Nun kann angerichtet und gegessen werden.

Lasst es euch gut schmecken!

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17 Kommentare

1
#1
3.1.19, 18:53
Man muss nicht bis zum Dezember warten um das leckere Rezept zu geniessen. 
Gerade jetzt an doch kühlen Tagen ist es ein schönes Sonntagsessen, ich könnnte es mir auch an Werktagen schmecken lassen. 
1
#2
3.1.19, 19:02
@Ingrid 771: Da hast Du vollkommen recht und noch bekommt man ja frische Gänseteile und/oder auch ganze Tiere bei den Markt-Geflügelhändlern und Hofhändlern. 👍
1
#3
3.1.19, 20:03
Eines meiner Lieblingsgerichte. Ich mache sie jedoch im Römertopf, auf Apfel-Zwiebelbett, sonst kaum Abweichungen. Da muss man dann auch nichts anbraten. Nach dem Pürieren kommt bei uns noch ein Schuß Orangensaft in die Sauce.

Feines Rezept! 
#4
3.1.19, 20:07
@Brandy: Leider habe ich weder Höfe noch Bauernmärkte die für mich erreichbar wären..
Aber auch im Supermarkt ( Kaufland) habe ich schon gutes Geflügel gefunden aus bäuerlicher Haltung, man muss halt genau hinschauen. Auch geschmacklich gut. 
#5
3.1.19, 20:08
@Isamama: 😘Dankeschön.
1
#6
3.1.19, 20:10
mnjam mnjam ... das wird abgespeichert und nachgekocht. :-)
1
#7
3.1.19, 20:15
@Ingrid 771: Wir haben hier auf dem normalen Wochenmarkt einen Wild- und Geflügel-Händler mit eigenem Hof und einer Jagd. Bei ihm sind  die Kunden seit Jahren schon sicher, nur beste Qualität zu kaufen. Das ist ein gutes Gefühl.

Aber es ist natürlich vollkommen in Ordnung, auch bei Kaufland oder anderen Supermärkten frisches Geflügel zu kaufen, zumal dann, wenn man nicht so eine gute Möglichkeit hat, auf dem Markt zu kaufen.
#8
3.1.19, 20:16
@Binefant: 😘 Dankeschön! 
1
#9
3.1.19, 20:28
@Brandy:
 So etwas zu haben ist ganz toll, da würde ich dann auch gerne öfter hingehen. 
2
#10
3.1.19, 20:59
wie immer ganz tolle Bilder ! du machst dir immer sehr viel Mühe damit . Das Rezept ist sowieso lecker ! 😘
#11
3.1.19, 21:03
@flauschi: Dankeschön 😘
2
#12
3.1.19, 21:58
Tolles Rezept, super Beschreibung,  klasse Fotos. Alles in allem eine runde Sache, kommt in mein Kochbuch, danke 👍👏
1
#13
3.1.19, 22:02
@Upsi: Dankeschön 😘
1
#14
6.1.19, 14:02
Danke für das leckere Rezept!
Wir essen auch nicht nur zu Weihnachten Geflügel, sondern eigentlich fast in jeder Jahreszeit.
#15
7.1.19, 16:15
bei der langen Bratzeit sid wohl alle Vitamine vom gemüe hinüber....
1
#16
8.1.19, 10:51
@elkeObi: Das Gemüse in der Soße ist auch nicht als Vitaminlieferant gedacht, sondern fungiert als Geschmackgeber und Bindemittel - anstelle von Mehlpampe - für die Soße!

Als Gemüse-Beilage gab es, gut erkennbar, Rotkohl!
#17
8.1.19, 13:35
@elkeObi: Was mir gerade noch zu Deinem eher sinnfreien Kommentar einfällt: Wie hältst Du das denn mit dem Suppengemüse, welches Du z. B. in eine Rindfleischsuppe gibst? Das kannst Du auch nicht erst 5 Minuten vor dem Servieren in die Suppe geben, denn dann kann es zum einen nichts von seinem Geschmack in die Suppe abgeben und zum anderen kann ich mir gut vorstellen, daß Deine Gäste oder die Familie nicht unbedingt begeistert sind, wenn sie auf dem rohen Grünzeug rumbeißen sollen, das da in ihrer Suppe schwimmt!

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