Artgerechte Haltung ist nicht nur eine Frage der Moral, sondern spart auch Geld: Einigermaßen artgerecht gehaltene Tiere werden weit weniger krank und meist älter als andere.

Haustierhaltung - darauf sollte man achten

Jetzt bewerten:
4,6 von 5 Sternen auf der Grundlage von

Ein Haustier ist eine Bereicherung, keine Frage. Seien es Hund oder Katze, die zum Familienmitglied werden, seien es Kleintiere wie Meerschweinchen oder Mäuse, die Leben in die Bude bringen und die man stundenlang bei ihrem possierlichen Tun beobachten kann. Allerdings werden viele Haustiere unter Bedingungen gehalten, die man keinem menschlichen Häftling zumuten würde. Nicht aus böser Absicht, sondern weil es oft Missverständnisse, überlieferte Vorurteile und selbst in Zoohandlungen Falschinformationen gibt.

Vor dem Haustier kommt die Information

Artgerechte Haltung ist nicht nur eine Frage der Moral, sondern spart auch Geld: Einigermaßen artgerecht gehaltene Tiere werden weit weniger krank und meist älter als andere. Will man seinem neuen Wohnungs- oder Gartengenossen ein möglichst angenehmes Umfeld bieten, hilft nur umfangreiche Information. Was hat das Tier für Bedürfnisse, wie leben die Wildformen, wie ernähren sich diese. Das hilft viel bei der Haltung, weil man das Tier besser versteht, besser damit umgehen kann und mehr Freude daran hat. Am besten informiert man sich bei verschiedenen Quellen und findet dann den für sich goldenen Mittelweg. Eine perfekt artgerechte Haltung kann es gerade für Käfigtiere naturgemäß nicht geben, da sind immer Kompromisse gefragt. Meist ist auch das im Handel angebotene Haltungszubehör gar nicht so gut geeignet, gut, wer da ein wenig handwerklich begabt ist und selber bauen kann. Im Internet gibt es zahlreiche Anregungen und Anleitungen zu den verschiedensten Themen.

Der beste Freund des Menschen

Über Hunde ist schon viel geschrieben, gesagt und verfilmt worden, deshalb nur einige Grundtipps:

  • Ein Hund braucht Zeit. Er will mindestens dreimal am Tag für mehr als fünf Minuten raus, egal bei welchem Wetter.
  • Ein Hund will beschäftigt sein. Zerbissene Sofas oder ausgeleerte Mülleimer sind meist die Folge von Langeweile.
  • Ein Hund will Konsequenz und Erziehung. Hunde als Rudeltiere brauchen ein klares Konstrukt aus Regeln und Grenzen. Das gibt ihnen Sicherheit und Ruhe.
  • Ein Hund kostet Geld. Hundesteuer, Tierarzt, Futter können ins Geld gehen, obwohl Hunde weniger essen müssen, als ganz arg viele Besitzer meinen.
  • Ein Hund hat scharfe Zähne und kann bei falscher Behandlung empfindlich reagieren, deshalb empfiehlt sich eine kleine bis größere Lektüre zum Thema Hundeverhalten. Es ist ein Irrtum, dass Schwanzwedeln immer Freude signalisiert, letztendlich bedeutet es „nur“ Aufregung, und die kann auch unfreudig sein. Im Gegensatz dazu sind gefletschte Zähne nicht immer ein Angriffssignal, es gibt auch grinsende Hunde!
  • Wer sich einen Rassehund anschaffen will, sollte sich vorher genau über die Charaktereigenschaften der jeweiligen Rasse informieren – nicht jeder Hund eignet sich als Familien- oder Bürohund.

Die Diven der Haustiergesellschaft: Katzen

Katzen sind pflegeleicht? Schön wär’s. Wer das fünfte Schüsselchen Katzenfutter unberührt weggeworfen hat, weil Hoheit diese Woche nur Essen über 99 Cent akzeptiert, weiß, wovon die Rede ist.

Katzen können alleine oder zu mehrt gehalten werden, bei mehr als einer Katze ist es am einfachsten, sie sind von Anfang an zusammen. Die meisten Katzen lieben erhöhte Rückzugsorte, manche bevorzugen Höhlen. Kratzen ist keine böse Absicht, sondern Notwendigkeit zum Krallen schärfen, ein Kratzbaum oder Kratzbrett ist Pflicht. Pro Katze sollte eine Katzentoilette zur Verfügung stehen – man muss aber damit rechnen, dass die Toiletten mit Häuschen nicht angenommen werden, weil die Katze das gruslig findet. Hat man Draußenkatzen, die Zugang zum Freien haben, wird die Haltung etwas einfacher. Die meisten Freigänger erledigen ihr Geschäft draußen, auch das Kratzen ist Freiluftsport. Dann sollte man als Gartenbesitzer aber die Stämme seiner Bäume mit einer Stammschutzmatte ausrüsten! Zum Thema Fressen: Die meisten Katzen schätzen einen Futterwechsel – nach einiger Zeit wird die bis dato geliebte Futtermarke verschmäht und ein neuer Geschmack muss her. Katzen sind meist zufrieden, wenn man sie in Ruhe lässt – Schnurren signalisiert übrigens nicht immer Wohlbehagen, es bedeutet „ich bin harmlos, also tu mir nix“ und kann auch in Angstsituationen auftreten. So gibt es Katzen, die beim Tierarzt ein mehrstimmiges Schnurrkonzert anstimmen.

Häschen in der Grube: Kaninchen

Wildkaninchen leben in großen Verbänden zusammen, haben ein komplexes Sozialverhalten, graben komplizierten Gangsysteme, in denen jeder seine eigene Schlafhöhle hat und sind keine Nagetiere. Kaninchen niemals einzeln halten! Sie brauchen ausreichend Platz, weil sie einen großen Bewegungsdrang haben. Am besten hält man sie ganzjährig in einem großen Gehege im Garten, in dem sie buddeln und rennen dürfen. Hier empfiehlt es sich, entweder die Begrenzungszäune tief im Boden zu verankern oder das ganze Gehege auf vergrabenen Gittern zu bauen. Über Freigehege muss auf jeden Fall eine Abdeckung, zum einen, um Raubvögel abzuhalten, zum anderen, weil die Kaninchen ganz schön sprunggewaltig sind. Hat man nicht die Möglichkeit, Kaninchen draußen zu halten, sollte der Käfigplatz pro Kaninchen 2 Quadratmeter betragen. Kaninchen brauchen immer einen Unterschlupf, auch und vor allem, wenn sie im Sommer auf den Balkon dürfen. Das Futter sollte hauptsächlich aus Heu und frischem Gras bestehen, dazu kommt frisches Grün, z.B. von Karotten, etwas Obst und Gemüse, auch frisches Wasser ist notwendig. All das sollte man konstant und gleichzeitig anbieten, Kaninchen müssen immer fressen, sonst bricht ihre Verdauung zusammen, was sehr schnell und überraschend zum Tod führen kann.

Keine Schmusetiere: Meerschweinchen

Für Meerschweinchen gilt im Prinzip dasselbe wie für Kaninchen – sie sollten sogar mindestens zu viert gehalten werden. Übrigens kann man Meerschweinchen und Kaninchen schon zusammen halten, ein Ersatz für einen Artgenossen ist das aber nicht! Pro Tier sollten es 0,5 Quadratmeter Käfigfläche sein. Was viele nicht wissen: Meerschweinchen sind nachtaktiv und lassen sich nicht gerne streicheln!

Der Haustier-Klassiker: Hamster

Goldhamster sind eigentlich gänzlich ungeeignete Haustiere – vor allem für Kinder. Sie sind nämlich nachtaktiv und wollen in Ruhe gelassen werden. Sie sind absolute Einzelgänger, große Beweger, Läufer und Gräber. Für einen Goldhamster sollte man einen Quadratmeter Käfig rechnen. Und darin sollte mindestens 40cm Einstreu zum Buddeln sein, ein Häuschen mit verschiedenen Zimmern zum Vorräte anlegen, ein Sandbad mit gutem Vogelsand, ein Heuberg, ein großes Laufrad und Material zum Nestbau, allerdings keine Hamsterwatte. Hamster sind Ausbrecher – sie quetschen sich durch kleinste Lücken, deshalb muss man auf die Gitterabstände achten. Am besten ist ein Nagerterrarium. Wer nicht die optimalen 40cm Einstreu schafft, kann eine Buddelkiste anlegen – am besten eine große Holzkiste, die man mindestens 50cm mit Einstreu füllt und in der der Hamster (unter Aufsicht!) nach Herzenslust buddeln darf.

Hamster sind Nagetiere, ernähren sich von Trockenfutter und gaaaanz wenig Gemüse (im Fingernagelbereich). Obst maximal einmal die Woche, da ist zu viel Zucker drin. Frisches Wasser brauchen sie auf jeden Fall.

Zwerghamster sind die dämmerungsaktive Alternative zum Goldhamster, sie passen sich unter Umständen dem Tagesrhythmus der Familie an. Auch wenn der Mitarbeiter in der Zooabteilung etwas anderes behauptet, erwachsene Zwerghamster sind Einzelgänger, maximal ein „Ehepaar“ könnte man zusammen halten.

Ooh, wie süß: Mäuse

Mäuse darf man nur in Gruppen von mindestens vier Tieren halten. Am bekanntesten sind Farbmäuse. Bitte keine schwanzlosen Mäuse, Nacktmäuse, Lockenmäuse oder „Tanzmäuse“ kaufen, das sind Qualzuchten, letzter zum Beispiel haben einen angezüchteten Hirnschaden. Eine Mäusegruppe hat strenge Hierarchien, man kann nicht einfach zusätzliche Mäuse dazu setzen. Mäuse haben einen großen Bewegungsdrang und brauchen ein entsprechend großes Gehege und zwar immer mit verschiedenen Ebenen, vielen Unterschlupfmöglichkeiten und hoher Einstreu zum Buddeln.  

Von
Eingestellt am

13 Kommentare


4
#1
20.4.16, 16:43
Zusätzlich sollte man auch überlegen, wie alt das gewünschte Haustier werden kann und wie alt bin ich selber bei der Anschaffung.
Ich würde mir jedenfalls zum 70. Geburtstag keinen Hund oder Katze mehr zulegen, denn dann ist es evtl. schon vorprogrammiert, dass das eines Tages ins Tierheim muss, weil ich entweder meinen Löffel abgegeben habe oder ich ins Heim für Menschen muss, in dem es allerdings keine Tierhaltung gibt.

PS: die beiden auf dem Foto sind sooo knuffig, da heisst es dann für den Menschen wirklich alle Für und Wider genau abzuwägen.
2
#2
20.4.16, 17:25
Bei Rassehunden auch mal schauen, oder vom Tierarzt beraten lassen, welche rassetypischen Erkrankungen es da so gibt. Nach mehreren "Wildwuchshunden" ohne größere Erkrankungen habe ich leider eine Rasse erwischt bei der Allergien seeeehr häufig vorkommen. In der Zwischenzeit habe ich für die Kleine ungefähr das Geld für einen Kleinwagen ausgegeben, Heilung nicht in Sicht.
3
#3
20.4.16, 20:55
@Kampfente: 
Ich finde es auch ganz wichtig, das eigene Alter und eventuelle Erkrankungen zu den Überlegungen, sich ein Tier anzuschaffen, zu berücksichtigen. Auch an Urlaubsreisen muss gedacht werden; man sollte sich als Berufstätiger die Frage stellen: Wann gehe ich aus dem Haus, wann komme ich wieder, bin ich oft auf Geschäftsreisen, gehe ich gerne aus, schlafe ich gerne lang, mag ich nicht im Regen spazieren gehen, werde ich immer in der Lage sein, Käfig, Katzenklo, Fressnäpfe, Schlafplatz des Tieres sauber zu halten.......?

Man muss auch immer die Lebenserwartung des Tieres in Betracht ziehen und sich die Frage stellen: Wo stehe ich in 10, 15 oder gar 20 Jahren? Werde ich dann noch in der Lage sein, das Tier zu versorgen? Wird das Interesse der Kinder an dem Tier nachlassen? Ist genug Geld zur Verfügung, um Arztkosten - auch unerwartete - für das Tier zu begleichen?

Viele viele Überlegungen, die vielleicht nicht jedem einfallen, worüber man aber nachdenken sollte bzw. muss.
2
#4
20.4.16, 21:42
Ich liebe Tiere und genau aus diesem Grund schaffe ich mir keine Haustiere mehr an. Meine  tierischen Kuscheleinheiten die ich ab und zu mal brauche hole ich mir von meinen Pflegehündchen. Ich hatte mein Leben lang Tiere, alles was es so an Haustieren gibt, aber ich möchte nicht das mich mein Tier überlebt und im Heim landet.
5
#5
20.4.16, 23:10
Ich käme nicht darauf, mir trotz meines fortgeschrittenen Lebensalters keine Tiere mehr anzuschaffen. Ich bin total fit, kann noch flott mit den Hunden laufen und sie alle versorgen. Hunde und Katzen machen mir Freude und ich kann mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Ich habe genug Platz im und ums Haus, und sie haben reichlich Auslauf.
Ich nehme nur Tiere auf, die von anderen Menschen regelrecht entsorgt oder mißhandelt wurden und kann an ihnen wieder etwas gut machen. Wieso sollte ich jetzt schon so leben, als ob ich das und alles mögliche andere nicht mehr kann? Das wäre doch ein großer Abzug an Lebensqualität für mich selbst und für die Tiere, denen ich ein Zuhause geben kann, ein Verlust.
Natürlich habe ich Vorsorge getroffen und einen Menschen meines absoluten Vertrauens damit beauftragt, sich um meine Tiere zu kümmern, wenn mir etwas zustößt. Aber diese Vorsorge sollte jeder treffen, der ein Tier hält. Egal wie alt wir sind: Es kann uns allen, unabhängig vom Alter, jeden Tag etwas zustoßen.
2
#6
20.4.16, 23:20
@superwoman neu: 
Kann ich nur nachvollziehen, wenn man sich ein "altersgerechtes" Tier anschafft, also nicht mit zum Beispiel 65 noch einen jungen Hund/Katze, sondern vielleicht ein altes Tier aus dem Tierheim.
Natürlich kann jedem jederzeit etwas passieren, aber das wäre für mich keine Entschuldigung. Auch muss man davon ausgehen, dass viele Menschen dazu neigen, aus Einsamkeit im Alter ein Tier aufzunehmen und möglicherweise niemanden haben, der sich später darum kümmert.
4
#7
21.4.16, 16:21
Man unterschätzt leicht die richtigen Bedürfnisse und Kosten eines Haustieres. Ich wollte mir im Rentenalter auch einen kleinen Hund zulegen.  Nach ausführlichen Recherchen und Beobachtungen in meiner Umgebung habe ich dann doch darauf verzichtet.  Im Winter habe ich bei jedem Schietwetter, Schnee, Eis  und Mordshitze die Hundehalter ihre Runden drehen sehen (ich wohne in der Stadt) und musste zugeben, nichts für mich. Da muss man wirklich Spass dran haben, sonst ist das nicht gut für den Hund. Ich habe jetzt die Light-Variante: mein Sohn bringt ab und zu mal seinen Boxer zum Sitten und wir haben immer viel Spass zusammen. Ich habe nicht mehr die Verantwortung. Davon hatte ich in der Vergangenheit mehr als genug, privat, wie beruflich. Man muss nicht immer für alle und alles zuständig sein, sondern auch mal seine eigenen Interessen leben.
3
#8
21.4.16, 17:35
@Julice: ich teile da ganz deine Meinung. Nicht jeder ist im Rentenalter mehr fit genug um bei Wind und Wetter mehrmals am Tag mit dem Hund los zu ziehen. Viele haben inzwischen eine kleinere Wohnung, nur eine kleine Rente und müssen auch mit Krankenhausaufenthalt mal rechnen. Wenn dann die Kinder weiter weg wohnen und man sonst niemanden hätte, was dann ?  Sicher ist es schön, gerade im Alter ein liebes Wesen um sich zu haben und zu betreuen, aber nicht immer ist das auch möglich. In vielen Mietwohnungen ist Tierhaltung unerwünscht und die Kosten für ein Haustier sind nicht unerheblich, denn dem Hausgenossen solls ja an nichts fehlen. Es gibt so viel für und wider, da sollte jeder für sicht entscheiden dürfen ob er noch ein Haustier möchte oder nicht. Wie du schreibst, man hat im Leben genug Verantwortung schon getragen und hat das Recht auch mal an sich zu denken. Dadurch das ich ab und zu mal Pflegehündchen aufnehme, weiss ich wie es sein würde, selbst jetzt noch ein Tier zu haben und das würde nicht funktionieren. 
3
#9
21.4.16, 18:39
Wir haben viele Jahre lang Haustiere gehabt, Kaninchen und eine Katze. An denen haben wir sehr gehangen. Als dann aber vor einigen Jahren unsere Katze starb (die Kaninchen waren schon vorher gestorben), haben wir beschlossen, daß wir keine Tiere mehr haben wollten.
Denn wir sind sehr oft unterwegs, da könnten wir den Bedürfnissen der Tiere gar nicht gerecht werden.
 Als unsere Kinder noch zu Hause wohnten und zur Schule gingen, hatten wir sozusagen einen geregelten Tageslauf. Aber jetzt besuchen wir unsere Kinder oft und bleiben auch oft über Nacht weg. Das wäre für Haustiere nicht gut.
Jeder muß für sich selbst entscheiden, welche Art zu leben für ihn die passende ist.
#10
22.4.16, 19:31
Jaaa, die Sache mit dem VORHER informieren, vor allem, was den Platz angeht bei den Kaninchen! Ein handelsüblicher Käfig, egal wie groß er auch ist, ist nun mal zu klein für zwei Wackelnasen. Und was macht man, wenn eines der Tierchen dann aggressiv wird? Klar, geht zur Nachbarin "magst Du unseren Schnuffel haben? Der ist total bissig!" Ja klar, das Tierchen war panisch, weil es beim Käfigsaubermachen nicht ausweichen konnte und kaum Möglichkeiten hatte, sich vor dem dominanten Weibche zu retten.
Fazit: obwohl ich die Kaninchenhaltung aufgeben wollte, weil es mir einfach zu viel ist, haben wir jetzt wieder zwei dieser verrückten Hopplern. Und ja, die beiden sind total süß!
1
#11
25.4.16, 20:14
1) Auf keinen Fall Vogelsand für Hamster und Mäuse,  da ist oft Anis drin und außerdem hat er eine scharfkantige Körnung!!
Lieber extra Badesand kaufen.
2. Nicht alle Mäuse dürfen in größeren Gruppen gehalten werden! 
Rennmäuse zum Beispiel sollten NUR in gleichgeschlechtlichen Zweiergruppen gehalten werden, weil die Gruppe so am stabilsten ist.
3. Hamster, Mäuse usw. bitte nie in einer Zoohandlung kaufen. Man fördert dadurch Massenzucht. Diese Tiere haben oft Krankheiten und kommen.zu früh von der Mutter weg.  
Lieber nach Notfallstationen oder Züchtern schauen.
3
#12
6.6.16, 13:24
@superwoman neu:
Ich finde Deine Handlungsweise toll, Tiere aufzunehmen, die niemand mehr haben will bzw. die  abgeschoben werden! Hut ab! Aber das bedeutet auch, dass man sehr oft wieder schnell Abschied nehmen muß. Das kann ich nicht (mehr).
Wir haben jetzt unseren vierten und auch letzten Hund. Dreimal jemanden zu verlieren, den man lieb gewonnen hat, und der zur Familie gehört (das haben alle unsere Hunde)! 
Im Normalfall und wenn Gott es so will, werden wir diesen letzten Hund überleben. Für Notfälle haben wir eine Hundesitterin. Sie hat uns gesagt, dass sie unseren Hund auch für immer nehmen wird. 
1
#13
3.7.16, 08:23
@Teckeline: Auch ich habe vor zwei Jahren, als mein blonder Labrador Titus Anstalten machte nicht mehr lange leben zu wollen, einen armen Hund - Hütehund dreifarbig - von einer Vermittlung bekommen. Er war ein " Rohdiamant " komplett unerzogen und beanspruchte meine ganze Liebe, Sorgfalt und Erziehung in einer Weise, die mir vorher nicht ganz klar war. Nun kam er aber zu uns in ein Rudel, was er ja nicht kannte. Heute kann ich sagen, daß dieser Schlawiener, meine lebende Alarmanlege, der überaus aufmerksamste und nur auf mich fixierte Familienhund geworden ist. Was habe ich mir alles an Ratschlägen etc. anhören müssen. Wir haben unser Ding ganz allein durchgezogen und wenn wir heute mal auf unsere Hundewiese kommen, erkennt den Cäsar niemand wieder und es " hagelt " Lob und Anerkennung. Ich möchte auch im hohen Alter niemals auf meine Hunde verzichten und habe selbstverständlich Sorge dafür getragen, wer von meinen Kindern im Fall der Fälle meine Hunde übernimmt. Den netativen Fall habe ich bei meiner Mutter erleben müssen. Als ihr Hund eingeschläfert werden mußte ( dieser Kelch ist gottlob an mir vorüber gegangen ) wollte sie auch keinen neuen Hund mehr haben. Fazit : Allein kam sie nicht mehr vor die Tür und zum Schluß war sie 9 in Worten neun Monate des Jahres bei uns, den Kindern und allen Hunden. Sehr sehr anstrengend für die ganze Familie, aber auch das hat etwas mit Verantwortung zu tun.

Verfasse einen Kommentar

Emojis einfügen