Hilfe beim Aufgehen eines Hefeteiges

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Heute morgen habe ich durch Zufall etwas entdeckt: Ich habe einen Hefe-Quarkteig für frische Brötchen zum zweiten Frühstück in einer herkömmlichen Schüssel mit Deckel angerührt. Da es Zeit spart, zwei Dinge gleichzeitig zu erledigen, war die elektrische Kaffeemaschine am Laufen.

Leider wurde ich abgelenkt und habe ganz gedankenlos die Teigschüssel mit dem angerührten Teig und verschlossenen Deckel auf die Oberseite, also den Deckel der Kaffeemaschine gestellt, um mich um etwas anderes zu kümmern.

Als ich mir dann 30 Minuten später eine frische Tasse Kaffee eingießen wollte, stellt ich fest, dass sich das Volumen der Teigmasse in dieser Zeit der Abwesenheit verdoppelt hat, also sehr gut aufgegangen war. Werde wohl in Zukunft mir öfter für Hefeteig den Wärme-Treibeffekt der Kaffemaschine zu Nutze machen. Wir leben nach dem Motto: Nothing works without Coffee...

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28 Kommentare


#1
27.1.11, 09:40
man kann die schüssel auch auf die warme fensterbank stellen, am besten noch wenn die sonne durch das fenster scheint. da geht es auch ruckzuck.
oder die backofenbeleuchtung einschalten und schüssel rein. wenn es schneller gehen soll, ofen auf 50 grad einstellen.
#2 Nuckel
27.1.11, 10:56
Ich heize den Backofen auf 70 ° vor während ich den Teig zubereite. Dann stelle ich den Teig in der Edelstahlschüssel meiner Küchenmaschine, abgedeckt mit einem dickeren Frotteetuch, vielmehr richtig eingepackt in das Handtuch, für ein paar Minuten rein. Mache zwischendurch die Tür auf und fühle an der Schüssel ob sie schon etwas warm geworden ist, denn dann ist auch der Teig angewärmt worden.

Dann nehme ich die Schüssel raus und stelle sie so in mein Bett. Ganz unter das Oberbett, da ich aber dünne Wildseitensteppdecken und keine Federbetten habe, lege ich zusätzlich das Federkopfkissen drauf. Ihr glaubt gar nicht, wie super gut und schnell der Teig aufgeht.

So habt ihr den Backofen frei und könnt ihn für das was ihr aus dem Teig backen wollt vorheizen. Je nachdem was bei mir dann in den Backofen kommt (aber eigentlich immer), mache ich folgendermaßen weiter:

Ich lasse den Backofen auf 70 ° (oder abstellen und kurz vorher wieder anstellen), forme aus dem aufgegangen Teig das Brot oder das Gebäck, lege alles auf das Blech oder das Brot in eine Form oder wie auch immer, ziehe die Stangen aus dem Backofen, wo das Blech oder Gitter drauf kommt und lasse den Teig dann auf den ausgezogenen Stangen bei geöffneter Tür noch einmal gehen, dann rein damit, höher stellen und backen. Oder kurz rausnehmen, abgedeckt lassen, Backofen höher stellen und wenn er heiß genug ist wieder rein.

Wer keine ausziehbare Stangen hat für die Bleche, der kann alles auf die heruntergeklappte Tür stellen, aber immer schön abgedeckt lassen. Dann aber natürlich nicht mehr mit dem Frotteetuch, sondern mit einem Trockentuch. Das habe ich früher auch so gemacht.

Wer lieber eine Tupper-Schüssel (die Peng) oder eine andere Plastikschüssel mit Deckel für den Teig nimmt, kann das auch tun. Nach dem ersten mal "gehen" im Backofen, bevor er also ins Bett kommt, umfüllen. Denn eine Plastikschüssel im Backofen kommt bestimmt nicht so gut.

Ich habe mal die Peng-Schüssel ins Bett gestellt, bin dann aufgehalten worden, musste auch noch weg, habe die Schüssel tooootaaaal vergessen, und erst nach Stunden wieder daran gedacht. Genauer gesagt, als ich abends ins Bett ging. Jo, da war dann schon einer drin. Die Schüssel ist "aufgepengt" :-) und der Teig übergelaufgen, seitlich aus dem Handtuch raus und ins Bett. Da kam Freude auf. Mein Mann war mit seiner Klasse glücklicherweise auf Klassenfahrt, sodass ich auf der anderen Seite schlafen konnte und brauchte das Bett dann erst am folgenden Tag beziehen.
#3
27.1.11, 11:59
@Nuckel: Die Geschichte mit dem Teig im Bett ist ja köstlich, besonders dass Du noch eine Nacht mit ihm geschlafen hast. Darf ich sie weitererzählen?
Ansonsten sind die Tipps gut und vernünftig!
#4 Nuckel
27.1.11, 14:29
Ich heize den Backofen auf 70 ° vor, während ich den Teig zubereite. Dann stelle ich den Teig in der Edelstahlschüssel meiner Küchenmaschine, abgedeckt mit einem dickeren Frotteetuch, vielmehr richtig eingepackt in das Handtuch, für ein paar Minuten in den Backofen. Zwischendurch mache ich kurz mal die Tür auf und fühle an der Schüssel, ob sie schon etwas warm geworden ist, denn dann ist auch der Teig angewärmt worden.

Dann nehme ich die Schüssel raus und stelle sie so schön warm in mein Bett. Ganz unter das Oberbett, da ich aber dünne Wildseidensteppdecken und keine Federbetten habe, lege ich zusätzlich das Federkopfkissen darauf. Ihr glaubt gar nicht, wie super gut und schnell der Teig aufgeht.

So habt ihr den Backofen frei und könnt ihn für das, was ihr aus dem Teig backen wollt, vorheizen. Je nachdem was bei mir dann in den Backofen kommt (aber eigentlich immer), mache ich folgendermaßen weiter:

Ich lasse den Backofen auf 70 ° (oder abstellen und kurz vorher wieder anstellen), forme aus dem aufgegangen Teig das Brot oder das Gebäck, lege alles auf das Blech oder das Brot in eine Form oder wie auch immer, ziehe die Stangen aus dem Backofen, wo das Blech oder Gitter drauf kommt und lasse den Teig dann, auf den ausgezogenen Stangen und bei geöffneter Tür, noch einmal gehen, dann rein damit, höher stellen und backen. Oder kurz rausnehmen, abgedeckt lassen, Backofen höher stellen und wenn er heiß genug ist wieder rein.

Wer keine ausziehbaren Schubfächer für die Bleche hat, der kann alles auf die heruntergeklappte Tür stellen, aber immer schön abgedeckt lassen. Dann aber natürlich nicht mehr mit dem Frotteetuch, sondern mit einem Trockentuch. Das habe ich früher auch so gemacht, als ich noch keine Schubdingsbums hatte.

Wer lieber eine Tupper-Schüssel (die Peng) oder eine andere Plastikschüssel mit Deckel für den Teig nimmt, kann das auch tun. Nach dem ersten Mal "gehen" im Backofen, bevor er also ins Bett kommt, umfüllen. Denn eine Plastikschüssel im Backofen kommt bestimmt nicht so gut. Im Bett dafür umso besser.

Ich habe mal die Peng-Schüssel ins Bett gestellt, bin dann aufgehalten worden, musste auch noch weg, habe die Schüssel tooootaaaal vergessen, und erst nach Stunden wieder daran gedacht. Genauer gesagt, als ich Abends ins Bett ging. Jo, da war dann schon einer drin. Die Schüssel ist "aufgepengt" :-) und der Teig übergelaufen, seitlich aus dem Handtuch raus und ab ins Bett. Da kam Freude auf. Mein Mann war mit seiner Klasse glücklicherweise auf Klassenfahrt, sodass ich auf der anderen Seite schlafen konnte und brauchte das Bett dann erst am folgenden Tag beziehen.
#5
27.1.11, 19:58
@Nuckel: Danke für die ganze Geschichte. Das ist sowas, das vergißt man nie.
#6
27.1.11, 21:25
Auch wenn Nuckel und haxnmax Kommentare im Doppelpack abgegeben haben *lol*, finde ich den Tipp auf der Kaffeemaschine besser - echt krass :-) Super cicerogk! Da bewahrheitet es sich wieder: Ohne Kaffe kamme nich kämpfen *hm*
#7 Nuckel
28.1.11, 00:09
Hi Haxnmax, hier ist was schiefgelaufen, bemerkt habe ich das durch Backoefele, weil er/sie schrieb, dass wir die Tipps im Doppelpack abgegeben habe. Das ist aber nicht so.

Ich hatte im ersten Text Fehler gemacht, weil ich ihn zwischendurch auf die Schnelle in die Tasten gehauen habe. Bei der Bearbeitung habe ich die Zeit überschritten weil ich nicht wusste, dass sie begrenzt ist. Ich habe dann die Seitenbetreiber kontaktiert und ihnen von meinem Problem erzählt. Die boten mir an, Ihnen den überarbeiteten Text zu schicken und sie würden ihn für mich ersetzen. Das fand ich toll. In der Zwischenzeit hat mir Haxnmax geschrieben und ich habe den Rest der Geschichte als Kommentar eingegeben. Bernhard Finkbeiner und sein Co. hat dann den Text von mir ersetzt, aber den falschen, nicht den alten, sondern den neuen Kommentar. Deshalb ist der erste jetzt zwei Mal drin. Schade. Den zweiten Text habe ich nicht mehr. Aber ich denke mir, dass du haxnmax eine Mail bekommen hast, in der der Text steht. Ich habe echt keine Lust (und zu wenig Zeit, habe heute sooo getrödelt) um alles noch einmal zu schreiben. Ist doch schade. Also, wenn du ihn hast, kannst du ihn mir dann bitte schicken?
#8 Nuckel
28.1.11, 08:01
Hi Backoefele (dein Name ist richtig süß), was besser ist bestimmt das, was man hat. Ein Bett hat ja wohl jeder, aber eine Kaffeemaschine, auf die man etwas stellen kann, haben die wenigsten. Lediglich die großen Kaffeeautomaten, die oben die Wärmefläche zum Tassen vorwärmen haben, können den Hefeteig aufgehen lassen. In unserem Familien-Freundes-Nachbarn-Bekanntenkreis hat nur einer eine solche Maschine und die steht immer voller Tassen (die könnte man ja abräumen). Die neuen Modelle der Kaffeeautomaten haben kaum noch diese Wärmefläche. Das ist mir aufgefallen, weil ich mir vor Weihnachten eine kaufen wollte, damit ich aus meinen drei Maschinen eine kompakte machen kann. Ich wollte unbedingt diese Wärmefläche und immer genau die, die mir gefiel, hatte sie nicht oder nicht mehr. Ansonsten finde ich den Tipp auch genial.

Schon mal dran gedacht, gut warmes Wasser in dein Spülbecken in der Küche zu füllen und die Schüssel (mit Deckel natürlich) hineinzustellen? Habe ich auch schon des öfteren ausprobiert, wenn mir der Weg ins Schlafzimmer (20 m) zu lang war :-) Das geht richtig gut. Problematisch wird es vielleicht, wenn man nur ein Spülbecken in der Küche hat, aber wer zwei hat, ist gut dran.
#9
28.1.11, 13:01
@Nuckel: Hallo, ich habe nichts von Bernhard & Co gehört, kann dir also die zweite oder erste Version nicht schicken. Bin aber doch erstaunt, über die Heftigkeit, mit der hier um Mehlgrade etc. gestritten wird. Ich dachte, hier geht es nur um die Weitergabe eines guten Tipps, damit Hefeteig richtig geht ....
#10
28.1.11, 22:08
ich stell die Schüssel immer auf der Aquarium..das heizt auch und der Teig geht sehr schnell und gut auf
#11
1.3.11, 19:41
Hallo, liebe Hefeteigliebhaber, ich liebe Hefeteiggebäck, wenn ich nicht weiß, welche Art von Kuchen ich machen möchte, stelle ich den Teig auf die kalte Art her. Alle Zutaten werden nach Rezept vermischt, so dass ein gleichmäßiger Teig entsteht- (geht gut mit Trockenhefe). Die Teigschüssel gut abdecken(Folie, Deckel, oder Ä.)
Nach ca. 18Stunden, die Schüssel steht im Kalten, ist der Teig toll aufgegangen und man kann ihn nach Rezept verarbeiten. Man muss sich aber nicht beeilen. Der Teig kann ruhig noch etwas warten. Obstkuchen, Bienenstich , Brötchen, Quiches usw. sind so ein Kinderspiel.
Muss es schneller gehen mit dem Teig, stelle ich die Schüssel mit dem Ansatz auf einen passenden Topf mit heißem Wasser, das ich notfalls etwas nachwärme. Klappt immer.
#12
21.6.11, 07:36
Super Idee.
Kaffee gehört bei mir sowieso zum backen dazu
#13 Internethexe
21.6.11, 08:47
Hallo!
So amüsant sich der Tipp mit der Kaffeemaschine auch anhört (und ich möchte ihn hier nicht schlechtmachen!), so bin ich doch der Meinung, dass, abgesehen davon, dass ja wirklich kaum jemand auf seiner Kaffeemaschine Platz zum Abstellen der Teigschüssel hat, es dem Germteig/Hefeteig einfach besser tut, wenn er kalt aufgehen kann.
Dementsprechend schließe ich mich vollinhaltlich dem Tip von Heischmi an.
Ich habe das jetzt schon recht oft getestet: Den Germteig lasse ich durch den BBA (Brotbackautomaten) zubereiten, dann wird eine passende Plastikschüssel mit Deckel ganz dünn mit Öl eingepinselt und dorthin der Teig nach Fertigstellung umgefüllt und ab damit in den Kühlschrank. Dort darf er mindestens über Nacht stehen bleiben.
Da Germteig oft mit griffigem Mehl gemacht wird (jedenfalls habe ich damit die besseren Erfahrungen als mit glattem Mehl gemacht), und dieses länger zum Quellen braucht, werdet Ihr feststellen, dass nach der Teigruhe in der Kälte der Teig so gut wie garnicht mehr klebt. Ihr braucht also zum Ausrollen fast kein Mehl mehr, was dem Teig insgesamt gut tut. Der dünne Ölfilm, der ja von der Schüssel in den Teig gewandert ist (ich mache das mit dem Einpinseln so, damit keine Teigreste in der Schüssel picken bleiben), erleichtert das Ausrollen zusätzlich!
Eventuell zugegebene Aromen (z.B beim Pizzateig sind das möglicherweise Kräuter etc., beim süßen Germteig vielleicht Vanille, Rumaroma, Zitrone) können sich auf diese Art auch besser entfalten.

Meist überlegt man sich die Herstellung eines Germteigs ohnehin schon frühzeitig, weil man ja weiss, das der eine Zeit zum Aufgehen braucht. Mir geht es jedenfalls meist so, und daher bei dieser Methode geblieben.

Es war aber mehr Zufall, dass ich draufgekommen bin: Ich habe einmal einen solchen Germteig spät abends gemacht, war aber dann zu müde, um ihn weiter zu verarbeiten und habe ihn eben "kaltgestellt". Und am nächsten Tag ist mir dann aufgefallen, dass die Qualität darunter keineswegs gelitten hat.

Übrigens, ein Tipp am Rande: Eventuelle Füllungen für Zöpfe etc. mache ich auch immer einen Tag im Voraus uns stelle sie kalt. Dann sind sie etwas kompakter und fester und quellen beim Flechten eines Germteigzopfes nicht überall heraus!

lg
Julia
#14 Internethexe
21.6.11, 08:53
Vorhin habe ich noch vergessen zu erwähnen, dass das natürlich auch mit den Germteigen sehr gut funktioniert, die mit Frischgerm gemacht werden!
Ein Vergleich hat, zumindest bei mir, ergeben, dass ich mit Frischgerm weitaus zufriedenstellendere Ergebnisse erziele, als mit Trockengerm.

Da ich schon im Voraus weiss, dass ich meist nur Hälften oder Viertel von Germwürfeln benötige, werden die Würfel gleich nach dem Kauf geteilt. Einzeln in Frischhaltefolie (da braucht man pro Stück wirklich nur sehr wenig) verpackt und in einem Plastikbehälter im TK verstaut. Die Stücke tauen in Wasser oder auch in Milch sehr rasch auf, zumal man zur Flüssigkeit ja auch immer etwas Zucker gibt, die die Germ sowieso als Nahrung braucht. Dann mit dem Stabmixer/ Zauberstab oder auch mit der Schneerute kurz durchrühren und die Germ hat sich perfekt aufgelöst!

lg
Julia
#15 nevio
21.6.11, 09:38
hallo! ich verwende grundsätzlich frischgerm.diese vermische ich gleich mit ein klein wenig zucker,ein wenig mit dem kaffeelöffel zerdrücken, rühren und schon ist die germ flüssig und man kann sie toll ins mehl + anderen zutaten einrühren.das *dampfl*, also die gärprobe entfällt somit, weils ja eh frische germ ist.
wenn ich germteig mache,bereite ich meist gleich die doppelte menge zu. einen teil des frisch angemachten teigs in einen gefrierbeutel und ab in den tiefkühlschrank.so habe ich wenns schnell gehen muß,oder wenn sich besuch ansagt,schon eine vorbereitete masse.brauche dann nur mehr formen,füllen oder was immer es werden soll,ab in den ofen und frisches kaffeegebäck ist schnell da.noch dazu duftet es gut in der küche und der besuch meint, man hätte sich viiiiel arbeit nur für ihn gemacht.*g*.
der tip den germteig im bett aufgehen zu lassen finde ich super!
ich machs generell mit reis so.wickel den topf in zeitungspapier und meist kommt er im wohnzimmer unter die fernsehdecke. ich verwende aber keinen kochbeutelreis, sondern offenen reis aus der kilopackung.wir finden,er schmeckt besser.
einen schönen tag für euch alle! lg.nevio
#16
21.6.11, 09:45
Seit ich gelernt habe, dass es der Hefe nicht zu kalt, sondern höchstens zu warm werden kann, lasse ich den Teig bei Raumtemperatur oder über Nacht im Kühlschrank gehen.
Das langsame Gehen hat den Vorteil, dass die Poren schön fein und gleichmäßig werden.
#17
21.6.11, 09:52
Beim Hefeteig bin ich immer wieder am verzweifeln.

Ich habe im Laufe der Zeit die machbaren obigen Tipps alle ausprobiert, aber mein Hefeteig geht nicht auf. Ebenso mit Frischhefe und Trockenhefe.
Die Küche ist durch den vorgeheizten Backofen eh warm, und die Küchentür geschlossen. Diese wird nur durch Notwendigkeit geöffnet, so daß kaum Wärme entweichen kann und es keine Zugluft geben kann.

Warum geht mein Hefeteig nicht auf ???
#18 nevio
21.6.11, 10:21
hallo teddy! vielleicht spürt der hefeteig, dass du dich selbst unter druck setzt? ich schmeisse alle zutaten in die küchenmaschine, (butter im mikro geschmolzen,kalte milch dazu,dann hat sie die richtige temperatur) schlagen, bis sie sich von der schüssel löst.darf nicht kleben.backrohr auf 50 grad vorheizen und abschalten.(dann wirds in der küche auch nicht heiß)mag keine energie vergeuden.noch besser ist,ihn in die sonne zu stellen.den angerührten teig (mit sauberen geschirrtuch abdecken) samt rührschüssel rein, und warten, bis er sich verdoppelt.er braucht ruhe und zeit.wenn er doppelt so groß ist, raus mit ihm, zusammenschlagen u formen. dann den fertig geformten teig (egal ob gefüllt oder sonst wie verarbeitet) nochmal gehen lassen. wenn er wieder *aufgegangen* ist, die geformten teile ins inzwischen erkaltete backrohr und auf 175 grad backen. der germteig braucht ein kaltes backrohr, die hitze zieht ihn hoch. so gemacht ist mir noch nie ein germteig mißlunten und für mich ist er einer der einfachsten massen. so backe ich ihn seit gut 35 jahren und er war bis auf anfängliche ausrutscher immer feinporig und luftig. laß dich nicht unterkriegen und versuchs einfach!
#19 ronja666
21.6.11, 11:08
@nevio:
Hier ist immer die Rede von "feinporig". Das ist bei süßem Gebäck ja auch eine feine Sache. Aber ich liebe z.B. Pizzateig, der so richtig große Luftblasen drin hat und wie er auch bei guten Pizzabäckern wird. Aber leider habe ich keine Ahnung, wie ich das so hinkriegen kann. Hat jemand einen Tipp?
#20 Internethexe
21.6.11, 11:41
ronja666, soweit ich weiss, wird Ciabatta ziemlich großporig, und zwar durch extrem lange kalte Führung und einem guten Schuss Öl im Teig.
Wenn ich Pizza mache, rolle ich den Germteig hauchdünn aus, lasse ihn dann aufgehen und backe ihn kurz vor! Kurz bedeutet ca. 5 min bei 180 Grad. Dann raus damit aus dem Backrohr und dieses auf Pizzatemperatur (ca. 230 Grad) hochschalten.
Die Pizza nach Belieben belegen und fertigbacken!

Duch das dünne Ausrollen und Vorbacken bekommt er diese schönen großen Luftblasen. Ich hab das gestern mal gemacht, hat super funktioniert!

lg
Julia
#21
21.6.11, 13:13
sehr nett, wie hier diskutiert wird
#22 ronja666
21.6.11, 18:17
@Internethexe:
Danke, werde ich demnächst gleich mal ausprobieren!
#23
21.6.11, 21:49
@heischmi:
Hefeteig auf kalte Art hab ich auch schon mehrfach probiert, ist mir aber leider bisher nie gelungen :-(
#24
21.6.11, 21:52
@nevio:
Das mit dem Reis kapier ich nicht - seit wann muss der gehen??? Bei mir wird Reis immer gut, wenn ich ihn mit Salzwasser ganz kurz aufkochen und dann auf der ausgeschalteten Platte ausquellen lasse ;-)
#25
21.6.11, 21:59
@Teddy:
Du sprichst mir aus der Seele, mir geht es genauso, ich hab nur einmal im Leben einen Hefeteig hinbekommen, das ist aber gefühlte 20 Jahre her, damals schickte ich mein Kind mit der Hefeteigschüssel am Bauch ins Bett unter sein Federplümo *gg* und nach ein paar Stunden Schlaf war der Teig so, wie er sein sollte *lach*, danach, bzw. ohne Plümo ist mir nie mehr einer gelungen, das mit dem Kühlschrank kann ich mir ü b e r h a u p t nicht vorstellen!
#26
21.6.11, 22:00
@kiki-elsa:
Ist das nicht zu warm?
#27 nevio
21.6.11, 22:20
@vati: ich laß den reis in salzwasser+beliebiger gewürzzutaten einmal aufkochen,dann in zeitungspapier (beste isolation)gut einwickeln.wenn ich gemüsereis mache,lege ich auch noch das gemüse in den reistopf oben drauf rein.so wird es gleich mitgedünstet. ich habe den herd frei, spare energie und kann sogar den herd in der zwischenzeit sauber machen, bzw. ist gut, wenn ich mehr platz am herd brauche, weil eventuell mehr leute zum essen kommen.
#28
23.6.11, 23:05
Ich stelle meine Schüssel mit dem Hefeteig zum gehen immer in die Mikrowelle bei 100 Watt ca. 5 min erwärmen und dann lasse ich ihn einfach weiter in der Mikrowelle stehen. Das funktioniert auch. Die Schüssel natürlich abdecken. Ich habe eine simple Plasteschüssel mit Deckel.

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