Hot Beef Jerky (gewürztes Trockenfleisch vom Rind) a la konsti

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Beef Jerky ist ein würziger Snack aus getrocknetem Rind- oder Büffelfleisch. In den USA steht es in nahezu jedem Supermarkt im Regal. Hier erhält man es im einschlägigen Online-Handel...zu Preisen, die einem die Schamröte ins Gesicht treiben.

Also stelle ich es mir meistens selbst her, nicht zuletzt auch weil ich so vollen Einfluss auf alle Zutaten habe.

Ich verwende hierfür:

500 g Rinderhüfte, Rumpsteak oder Filet
350 ml selbst gemachte Teriyaki-Sauce
1 - 2 kleinstgehackte Chillischote(n)
1 mittelgroße, kleinstgehackte Knoblauchzehe
1 Tiefkühlbeutel
1 Tiefkühlbeutel-Clip
1 Dörrobst-Gerät mit 4 Gittern

Zubreitung:

Zuerst befeie ich das Fleisch von evtl. vorhandenen Fett und Sehnen. Anschließend lege ich es für ca. 90 Minuten in den Froster zum anfrieren. Dann schneide ich es (gegen die Fasern) in ca. 1 mm dicke Scheiben, als ob ich Carpaccio herstellen würde. Wenn ich ein wenig mehr kauen möchte schneide ich das Fleisch auch mit der Faser. Die Dicke bleibt auf jeden Fall 1 mm.

Für die Teriyaki-Sauce gebe ich 50 g Zucker, 100 ml Soja-Sauce und 20 ml Sake zusammen mit den Chillies und dem Knoblauch in einem Topf und lasse alles bei mittlerer Hitze unter elegentlichem Umrühren auf ein Drittel einreduzieren. Anschließend lasse ich die Teriyaki-Sauce auf Zimmertemperatur runterkühlen.

Danach gebe ich das Fleisch in den Tiefkühlbeuel, schütte die Teriyaki-Sauce dazu, verschließe den Beutel mit dem Clip, knete den Beutel sanft durch damit die Teriyaki Sauce überall das Fleisch umhüllt, und dann lege ich den Beutel für ca. 3 Tage in den Kühlschrank, unterstes Fach.

Nach drei Tagen verteile ich die inzwischen gut marinierten Fleischscheiben gleichmäßig auf die Gitter meines Dörrobst-Geräts und lasse das Fleisch minestens 5 Stunden bei 45° C trocknen. Danach probiere ich alle 15 Minuten den Trockenheitsgrad des Fleisches. Normalerweise ist es nach 5.30 Stunden trocken genug zum Verzehr.

Am liebsten esse ich es mit Tzatziki.

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Eingestellt am

13 Kommentare


#1
22.12.12, 04:13
Nachtrag:
In Verbindung mit der Teriyaki-Sauce mus es natürlich 200 ml Sake heißen, und nicht 20. Sorry wegen des Tippfehlers.
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#2
22.12.12, 08:57
Das hört sich ja schon lecker an........aber sooo viel Arbeit :-(
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#3
22.12.12, 09:22
@ sassol

Das Ergebnis schlägt aber das industrielle Produkt um Längen. :)
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#4
22.12.12, 12:15
meinereiner nimmt rinderrouladen, schneidet dünne streifen, mariniert mir soja- und worcestershire- sosse und gewürzen und schärfe und trocknet im backofen bei wenighitze und offner tür...
lecker unterwegs
lg marcus
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#5
22.12.12, 12:29
@ mc1

Das hört sich lecker an, Ich werde es bei nächster Glegenheit mal versuchen.

Ich wollte sowieso demnächst mal probieren ob man auch collagenreichers, langfaserigeres Fleisch vom Rind ebenfalls verwenden kann, z.B. Beinscheiben. Dann aber unbedingt gegen die Faser geschniten ;)
#6
22.12.12, 14:28
lecker! wie lange wird das Fleisch im Backofen getrocknet? und bei wieviel Grad?habe leider keinen Dörrautomat . Danke :-)
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#7
22.12.12, 15:02
@ flauschi

Ich habe mal nachgeacht. Wenn ich das im Ofen machen sollte, wurde ich 2 Abkühlgitter für Kuchen nehmen (wegen der engmaschigeren Gitter), das Fleisch darauf verteilen, die Gitter möglichst mittig im Ofen anordnen und bei Umluft und max. 50° C 4.30 Std trocknen lassen. Nach Ablauf dieser Zeit würde ich schon mal probieren, ob es Dir so schon trocken genug erschent. Wenn nicht, halbstündig weiter probieren, bis Dir der Trocknungsgrad angenehm erscheint.

Als Faustregel gillt bei mir, dass das Fleisch mindestens 80% seines Gewichts verlieren soll.

Vergiß nicht die Ofenklappe leicht geöffnet zu lassen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
1
#8
22.12.12, 16:00
vielen lieben Dank für deine Info Konsti 22 , Werde ich auf alle Fälle ausprobieren. Dankeschön :-)
#9
22.12.12, 22:03
Wie lange ist es etwa haltbar?
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#10
23.12.12, 07:30
@ tino28

Zur Haltbarkeit kann ich eigentlich nur Vermutungen anstellen, weil ich bisher nach spätestens 3 Tagen alles weggefuttert habe. Allerdings könnte ich mir vorstellen dass, vorausgesetzt ich müsste eine längere Haltbarkeit als 14 Tage erreichen, ich den Flüssigkeitsanteil um weitere 10% senken, und als flankierende Maßnahme den Salzgehalt erhöhen (z.B. einen Teelöffel Salz zu der Marinade geben) müsste.

Die Haltbarkei so lang wie möglich zu pushen stand bei meinen Bemühungen allerdings nie im Vordergrund, sondern die Nachbildung einel leckeren und proteinhaligen Snacks nach meinem individuellen Geschmack, bei relativ vernünftigen Kosten. :)
#11
23.12.12, 20:59
@konsti22
Danke für die Auskunft. Im Web fand ich noch weitere Hinweise zum Thema Dörrfleisch.
Feuchtigkeit lässt sich nur ungefähr durch wiegen feststellen oder?

Bin "neu" in der Küche, typische Zielgruppe dieser Seite also... Verzeiht mir deshalb die Fragen...
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#12
23.12.12, 21:33
@ tino28

Dann mal herzlich willkommen in der Küche. Du wirst viele schöne Momente dort erleben, wenn Du den Tipps bei FM folgst :)

Wegen der Feuchtigkeit hst Du Recht. Natürlich kannst Du bei einem Stück Fleisch, welches Anfangs 500 Gramm wog und nach dem Dörren 100 Gramm wiegt sagen, dass 80% des Gewichts aus dem Fleisch raus sind.
Da Du aber in aller Regel nicht weißt wie hoch der absolute Wassergehalt des Fleisches ist das Du gekauft hast, kannst Da auch nicht wirklich sagen wieviele % des tatsächlich vorhandenen Wassers raus sind. Hinzuzurechnen ist auch die Marinade, von der das Fleich gar nicht mal so wenig aufsaugt.

Deshalb probiere ich gegen Ende der Dörrzeit in regelmäßigen Zeitabständen ob das Fleisch schon trocken genug is, um den optimalen Punkt nicht zu verpassen.

Wenn das Fleisch die Konsistenz von luftgetrockneter Salami hat, stoppe ich den Dörrvorgang.
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#13
23.12.12, 22:07
Dankeschön für diesen Tip und die Kommentare :-)
Früher gabs das bei uns noch fertig zu kaufen (Heut leider nicht mehr)
Aber wenn as auch im Ofen klappt werde ich mir mal die Zeit nehmen!
Die scharfe Marinade die hier beschrieben wird klingt verdammt lecker, doch ich werds erstmal nur mit Fleisch und Salz testen, da ich keinen Dörrautomaten habe und auf meinen "Zickenofen" angewiesen bin...
So kann ich mich langsam mit den Gewürzen und der Marinade vorarbeiten....
Doch sonst kann ich nur sagen "Alle Daumen hoch für diesen Tip!" :-) Bin schon länger auf der Suche nach einer "Narrensicheren Zubereitungsmethode" für diesen leckeren Eiweißsnack und hoffe nun eine gefunden zu haben :-)
Vielen Herzlichen Dank dafür :-)
und ein schönes und entspanntes Weihnachtsfest wünsche ich euch allen :-)
lG senet die Leonida :-)

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