Kapern selbstgemacht

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Ran an die letzten grünen Beeren vom Holunder.
An schattigen Standorten gibt es noch Grüne.
Ja, es geht wirklich, ich war auch erst misstrauisch.

1000g grüne Holunderbeeren waschen, Beeren abzupfen, mit 150g Salz bestreuen und mischen. Wer mag, kann bisschen Wasser dazu tun. 12-18 Std. zugedeckt stehen lassen. Dann in 1 l kochendes Wasser einstreuen, aufkochen, 2 Min. leicht kochen lassen, abgießen. In ein vorbereitetes Glas oder mehrere kleine Glässer mit Gewürzen nach Wahl: Thymian, Meerrettich, Dill einfüllen. 1/2 l Essig mit 1/2 l Wasser aufkochen, damit die Beeren angießen, bis sie bedeckt sind. 3 Tage zugedeckt stehen lassen. Dann die Beeren mit dem Essigwasser nochmals aufkochen. Erkaltet in Gläser füllen, verschließen und im Kühlschrank lagern.

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17 Kommentare


#1
10.8.09, 00:57
Aber wieso Holunderbeeren? Kapern wachsen doch an Kapernstraeuchern...
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#2 wurst
10.8.09, 07:24
Ich war auch erstaunt als ich davon hörte,aber man kann Kapern auch aus Gänseblümchen und Löwenzahnknospen machen.
Das Sammeln ist beim Hollunder am leichtesten :-)))
Wahrscheinlich ist es ein Nachkriegsrezept wie zB. der Kaffeesatzkuchen.
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#3 Valentine
10.8.09, 08:13
Das sind keine echten Kapern sondern "falsche", und die kann man aus mancherlei machen, z. B. auch aus den Samen von Kapuzinerkresse. Schlecht sind sie sicher nicht ;)
#4
10.8.09, 09:12
Könnte man als Essigsud auch den von Gewürzgurken nehmen,wurst?
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#5 Oma Duck
10.8.09, 12:38
@Valentine: Es sind die nicht die Samen (die sind steinhart und ungenießbar), sondern die Blütenknospen der Kapuzinerkresse, die man zu "Kapern" verarbeiten kann. Sie kommen geschmacklich den echten Kapern sehr nahe.
Sowohl echte Kapern als auch unechte Kresse-Kapern haben einen starken, typischen Eigengeschmack, der durch Thymian, Meerrettich oder Dill überdeckt würde. Daher würde ich die "Holunderkapern" nicht als vollwertigen Ersatz ansehen.
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#6
10.8.09, 14:55
Malvine, mache lieber einen frischen eigenen Sud. Schmeckt auch besser.

@ Wurst: 1000 gr. von den Beeren finde ich sehr viel, wenn diese Menge verteilt in Gläsern im Kühlschrank stehen muss. Gibt es da nicht eine Möglichkeit, die Beeren einzukochen, so dass sie im Regal stehen, ohne, dass man sich einen zweiten Kühlschrank halten muss?
#7 wurst
10.8.09, 15:54
@malvine: Es sollte doch Essig sein,denk ich mal aberdu kannst einen Test machen.
Bei mir ist es auch der erste Versuch

@Eifelgold: Du kannst auch weniger nehmen aber lange sind sie nicht mehr Grün.

und ich habe schon Glässchen zum verschenken eingeplant
#8 Parasol
11.8.09, 13:39
Da Holunderbeeren sehr viele Kerne haben, hält sich meine Probierlaune in Grenzen.
#9 KlausN
16.8.09, 11:06
Was haben grüne Holunderbeeren mit den nicht geöffneten Blüten des Kapernstrauches zu tun??? Eigentlich gar nichts.
#10 BirgitKing
16.8.09, 11:14
kann mich damit gar nicht anfreunden. habe als kind gelernt, dass die grünen beeren giftig wären und wenn ich zb. reife holunderbeeren sammle für gelee oder saft und die beerendolden dann koche, bin ich immer sehr genau, alle grünen vorher zu entfernen!
also doch lieber gänseblümchen- oder kapuzinerknospen...
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#11
16.8.09, 12:37
also...ich nehme seit Jahren dafür die SAMEN der Kapuzinerkresse, die ziehe ich immer selber auf meinem Balkon. Man muß die Samen nur pflücken solange sie noch grün und knackig sind.Man kann sie sogar roh essen, sind legga scharf.Ich pflücke sie und stelle sie auf einem Tablett ausgebreitet zum Anwelken in die Sonne. Dann schichte ich sie abwechselnd mit Salz in ein fest verschließbares Glas bis ganz nach oben.Ab damit in den Kühlschrank, nach 2-3 Wochen kann man die ersten verwenden...immer schön Salz wieder oben auf den Rest.Nach einiger Zeit können die Ersatzkapern Wasser ziehen, das tut der Sache aber keinen Abbruch.Die Haltbarkeit ist mindestens ein Jahr...ich hatte schon ein Glas, das nach drei Jahren immer noch Klasse war!
Die Kapuzinerkressesamen ähneln in ihrem Geschmack echten Kapern am meisten weil sie genau wie Kapern durch das Einlegen Caprinsäure und Senfölglycoside entwickeln.
Wer lieber die säuerliche Variante mag, kann die Samen natürlich auch mit einer Marinade aufkochen.
#12 Tante Paula
17.8.09, 18:28
@ claeuschen: Alles richtig - mit einer Einschränkung: Was Du beschreibst, sind nicht die Samen, sondern die Blütenknospen der Kresse. Wenn erst die Samen da sind, ist es zu spät für die "Kapern"!
#13
18.8.09, 00:02
lächel...
@Tante Paula...nein...ich meine schon die Samen...solange sie noch richtig grün sind plücken, sind immer drei Stück, und nach dem Welken in der Sonne (ca. 1-2 Tage) trennen. Also Samen ist das, was sich nach der Blüte an der Pflanze entwickelt!!!
Ich ziehe diese Pflanzen nun seit ca. 30 Jahren, ich hoffe doch ich weiß, was Knospe und Samen ist. Kapuzzinerkresse ist wunderschön anzusehen....und alles an ders Planze ist eßbar....und sehr lecker!!!
#14 spirelli
22.8.09, 13:50
claeuschen, super Tipp!!
Habe gerade die restlichen grünen Samen gesammelt und werde es ausprobieren. Die Samen sind wirklich knackig und echt lecker, auch roh.
Ich werde 1 Glas nur mit Salz und 1 Glas mit Essig und Gewürzen aufkochen.
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#15 Angelina
29.12.10, 09:06
Mein Rezept:
Die gewaschenen abgetropften grünen Holunderbeeren (500g) über nacht mit einer Mischung aus Salz und Wasser einlegen (50g Salz auf einen Liter Wasser) Am nächsten Tag abtropfen lassen und mit je einem Zweig Estragon in Gläser einfüllen. Mit Weinessig aufgiessen und zuschrauben, mindestens 14 Tage ziehen lassen
Die grünen Beeren werden nicht gekocht. Sie sind in den Gläsern kühl und trocken aufbewahrt jahrelang haltbar, auch ohne Kühlschrank.
Die Kerne werden mit der Zeit auch weich und geschmacklich stehen sie den echten Kapern (Blütenknospen vom Kapernstrauch) nicht nach.

Das Rezept läßt sich auf Kapuzinerkresseknospen, Gänseblümchenblütenknospen, Löwenzahnblütenknospen (sehr delikat) und auf andere Pflanzenteile, die haltbar gemacht und zum Würzen verwendet werden sollen, anwenden.
#16
29.6.13, 23:45
@Oma Duck:
Also die Kapuzinerkresse-Kapern kann man sehr wohl aus den "harten" grünen Samen machen... ich habe sie über ein paar Tage im Kühlschrank gesammelt, und dann über Nacht in eingesalzt ziehen lassen... dann einen pikanten Essigsud gemacht (Essig, Wasser, Salz, Peffer, Piment, Senfkörner) und in diesem ca. 15 min köcheln lassen... danach heiß in die Gläser geschichtet und dann nochmals den Essigsud aufgekocht und draufgeschüttet... die Kapern müssen etwas ziehen (ca. 3 Monate) bis sie richtig schön weich und gschmackig sind... sind extrem lecker - bissfest, aber nicht hart!!!

Gutes Gelingen!
#17 mamaleone1
1.9.13, 13:55
Wir legen unsere Kapern (echte) in grobem Meersalz ein. Mit diesem vermischt, ziehen sie 3 Wochen lang Wasser, immer mal schütteln.
Warum sollte man "falsche" Kapern in Tunke einlegen und nicht wie die echten in Salz?

Wen die Prozedur interessiert, kann das hier mal anschauen:
http://leben-in-italien.webnode.com/news/die-kapernernte/

Liebe Grüße aus Apulien von
mamaleone1

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