Krank im Urlaub: Das gehört in jede Reiseapotheke

Eine anstrengende Anreise, ungewohntes Essen oder eine andere Klimazone – all das kann dem Körper ganz schön zu schaffen machen. Nicht selten äußert sich das durch unangenehme Beschwerden wie Kopfschmerzen, Erkältungssymptome oder Magen-Darm-Probleme.
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In wenigen Wochen stehen in den ersten Bundesländern schon wieder die Sommerferien vor der Tür. Für viele Familien geht es nun in den lang ersehnten Urlaub – und neben Badehose, Strandmatte und Reiseführer gehört eins unbedingt mit ins Gepäck: die Reiseapotheke. Doch welche Medikamente sollten Touristen mitnehmen? Ich gebe Tipps für einen sorgenfreien Start in den Urlaub.

Die individuelle Grundausstattung

Wer aus gesundheitlichen Gründen oder zu anderen Zwecken täglich Medikamente einnimmt, darf diese selbstverständlich auch im Urlaub nicht vergessen. Egal ob Insulin, Bluthochdruckmittel oder die Pille: Das alles nehme ich besser in ausreichender Menge mit auf die Reise. Denn in anderen Ländern kann es mitunter unmöglich oder zumindest schwierig sein, diese in gleicher Qualität zu bekommen. Zusätzlich sinnvoll: Medikamente für Beschwerden, von denen ich weiß, dass ich dazu neige – etwa Pilzinfektionen oder Herpes.

Die Medikamente verteile ich gleichmäßig auf Handgepäck und Koffer. Geht ein Gepäckstück verloren, bekomme ich so trotzdem keine Probleme. Je nach Erkrankung gilt es darüber hinaus einen zusätzlichen Punkt zu beachten: Um Schwierigkeiten beim Zoll zu vermeiden, sollten sich zum Beispiel Diabetiker vor der Reise um ein mehrsprachiges ärztliches Attest kümmern. Damit lässt sich die Notwendigkeit, Spritzen und Kanülen mitzuführen, belegen.

Gleiches empfiehlt sich auch für Personen mit metallischen Ersatzteilen wie Hüftprothesen oder Herzschrittmachern. In diesem Fall geht es hauptsächlich um einen reibungslosen Ablauf von Sicherheitskontrollen am Flughafen.

Mittel gegen die häufigsten Wehwehchen

Eine anstrengende Anreise, ungewohntes Essen oder eine andere Klimazone – all das kann dem Körper ganz schön zu schaffen machen. Nicht selten äußert sich das durch unangenehme Beschwerden wie Kopfschmerzen, Erkältungssymptome oder Magen-Darm-Probleme. Um in solchen Situationen schnell reagieren zu können, packe ich Mittel gegen Durchfall und Übelkeit sowie ein fiebersenkendes Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Paracetamol oder Ibuprofen ein.

Vor allem unterwegs mit Kindern oder im Aktivurlaub kommt es außerdem schnell einmal zu kleineren Verletzungen. Für die Erste-Hilfe gehören deshalb auch ein Desinfektionsmittel, Verbandszeug und Pflaster sowie eine sterile Pinzette und eine saubere Schere in jede Reiseapotheke. Zusätzlich kann eine Wund- und Brandsalbe hilfreich sein.

Schutz vor Sonnenbrand und lästigen Insekten

In etlichen Urlaubsregionen muss ich mich zudem vor Sonneneinstrahlung und Insektenstichen schützen. Ich nehme deshalb Sonnenschutzmittel mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor, eine Sonnenbrille und eventuell eine kühlende After-Sun-Creme mit.

Bei Insektenstichen hilft ein entsprechendes Gel gegen den Juckreiz. Sogenannte Repellents mit Wirkstoffen wie Icaridin oder Diethyltoluamid (DEET) sollen vermeiden, dass Mücken, Fliegen oder Zecken überhaupt zuschlagen. Doch Vorsicht: Die Mittel können unter Umständen Hautirritationen verursachen und auch die Schleimhäute reizen. Laut der Stiftung Warentest sind Icaridin-haltige Repellents grundsätzlich etwas besser verträglich als Produkte mit DEET. Nachts kann je nach Reiseland übrigens auch ein Moskitonetz sinnvoll sein.

Reiselandspezifische Ergänzungen

Die Basis für meine Reiseapotheke habe ich nun zusammen. Jetzt ist es wichtig, diese noch an die Art der Reise und vor allem den Urlaubsort anzupassen. Wer zum Beispiel in ein Malariagebiet reist, braucht entsprechende Notfallmittel oder sollte gegebenenfalls über eine medikamentöse Prophylaxe nachdenken. In manchen Ländern sind spezielle Impfungen gegen häufige Infektionskrankheiten ratsam oder gar Vorschrift für die Einreise.

Vor welchen Krankheiten man sich wo schützen sollte, darüber informieren unter anderem das Auswärtige Amt oder reisemedizinische Beratungsstellen. Als erste Anlaufstelle hilft auch der Hausarzt gerne weiter. Das Auswärtige Amt empfiehlt, sich spätestens einen Monat vor der Abreise über mögliche Gefährdungen im Zielland beraten zu lassen – und sich entsprechend vorzubereiten.

Zwei Tipps zum Schluss

Zu guter Letzt sollte ich sicherstellen, dass keines der Medikamente in meiner Reiseapotheke schon abgelaufen ist und dass ich die Mittel sicher transportieren kann. Die meisten Medikamente müssen zum Beispiel unter 25 Grad Celsius gelagert werden, doch auch Kälte kann manche Präparate unwirksam machen.

Zu den Medikamenten packe ich anschließend einen Zettel mit den wichtigsten Notrufnummern des Reiselandes, damit ich bei medizinischen Notfällen schnell Hilfe rufen kann. Einem sorgenfreien Start in den Urlaub steht nun nichts mehr im Wege.

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