Lussekatter (Luciakatzen) kommen aus Schweden und werden dort traditionell am 13. Dezember gebacken und verteilt.
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Lussekatter (Luciakatzen)

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„Lussekatter“ (Luciakatzen): Dieses Safrangebäck wird in Schweden traditionell am 13. Dezember gebacken und überall verteilt. Es gibt in jeder Stadt eine Lucia, ein weiß gewandtes Mädchen mit Kerzenkrone auf dem Kopf. Eine Lucia zu werden, einmal im Leben, ist in Schweden der Traum jedes Mädchens. Die Lucia führt eine Art Prozession an, die in der Kirche endet. Dort wird das bekannte Lucia Lied gesungen und die Lucia verteilt mit ihrem Gefolge, den „Tärnor“ (15-18 jährige Mädchen) und den „Stjärngossar“, gleichaltrige Jungs, mit weißen, spitz zulaufenden Papiertüten die mit Sternen dekoriert sind, auf dem Kopf die Lussekatter (Luciakatzen). Zu den Lussekatter trinkt man gerne einen Glögg.

Vor Jahren haben wir im Schwedischkurs Lucia gefeiert: unsere Lehrerin brachte ihre Luciakrone aus Schweden mit und jeder musste ausprobieren wie das ist, in gerader Haltung mit brennenden Kerzen auf dem Kopf und singend(!) zu schreiten. Auch die Männer trauten sich! Kleines Geheimnis: ein nasses Taschentuch auf dem Haar verhindert, dass heißes Wachs auf die Kopfhaut tropft.

Der Ursprung des Luciafestes ist nicht ganz geklärt, viele Vermutungen sprechen für Sizilien, wo die Hl. Lucia am 13.12. Namenstag hat. Fest steht, dass sie die Lichtbringerin ist, was in Skandinavien, wo es lange Zeiten der Dunkelheit gibt, enorm wichtig für die Leute ist. Ich habe die Zeit dort genossen, aber ich wöllte auch nicht für immer dort leben. Selten habe ich so viele beleuchtete Häuser gesehen wie dort. In der Adventszeit ist es dort so schön, wie ich es sonst noch nie erlebt habe. Ich hatte oft Glück in schwedischen Familien eingeladen zu werden und war begeistert von der Kreativität der Menschen. Sie haben ihren ganz eigenen, nordischen Stil.

Dieses Rezept ist von meiner schwedischen Nachbarin, einer Köchin. Die Luciakrone für den Tisch hat ihr Mann gefertigt, aus Pflaumenbaumholz unseres Gartens.

Zutaten

  • 50 g Butter
  • 150 ml Milch
  • 25 g Hefe
  • 300 g Mehl
  • 40 g Zucker
  • 10 g Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 1 Msp. Safran
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb zum Bestreichen oder ein ganzes Ei
  • einige Rosinen

Zubereitung

Die Butter in 150 ml lauwarmer Milch schmelzen lassen. Dann zusammen mit der Hefe, dem Mehl, dem Zucker und einem Ei sowie einer Prise Salz intensiv durchkneten und zugedeckt an einem warmen Ort eine Weile ruhen lassen, bis der Teig auf die doppelte Größe aufgegangen ist. Ca. 24 kleine Rollen daraus machen, jede zu einer Art „umgedrehtes S“ formen und auf einem gefetteten Backblech (oder Backpapier) ca. 15 Minuten ruhen lassen.

Der Teig wird in ca. 24 gleichmäßige Portionen unterteilt, die zu einer Art umgedrehtes S geformt werden.

Die Rohlinge gehen gut auf, werden mit gequirltem Eigelb bestrichen und in jede der beiden Vertiefungen kommt eine Rosine. Im vorgeheizten bei ca. 220 Grad Umluft für ca. 12 Minuten backen. Am besten bleibt man beim Ofen stehen und beobachtet sie genau, denn sie werden schnell zu braun. In meinem Fall klingelte der Paketbote und schon waren sie diesmal einen Hauch zu braun geraten - was dem Geschmack aber keinen Abbruch tat ;-)

Vor dem Backen werden die Rohlinge mit Eigelb bestrichen und an den Vertiefungen mit Rosinen verziert.

Ein kleiner Tipp für die Bepinselung mit dem Ei: ich finde das Ergebnis schöner, wenn man mit einem ganzen gequirlten Ei statt lediglich dem Eigelb bepinselt.

Das Gebäck lässt sich hervorragend einfrieren, so haben wir die ganze Adventszeit ein Gutsel zum Kaffee.

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