Ganz klarer Vorteil, vor allem wenn ihr zu den Frauen mit starker Blutung gehört: das ständige Wechseln des Tampons entfällt, da die Kappe ein weit größeres Fassungsvermögen hat.

Menstruationskappe als Alternative zum Tampon

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In einer Öko-Zeitschrift wurde ich aufmerksam auf eine Alternative zum Tampon: die Menstruationskappe. Sie saugt das Blut nicht auf, sondern sammelt es in einer Art Becher. Der wird je nach Stärke der Blutung zwei- bis viermal am Tag entleert.

So funktioniert die Menstruationskappe

Zum Einführen wird die Kappe gefaltet. Hierzu gibt es je nach Hersteller unterschiedliche Techniken: Ihr könnt die Kappe beispielsweise zu einem „S“, „C“ oder in Herzform falten. Nach dem Einsetzen erhält sie wieder ihre ursprüngliche Größe und fängt nun das Blut auf. Da sich ein Vakuum bildet, kann nichts an der Kappe vorbeilaufen. Ein Rückholbändchen wie beim Tampon gibt es nicht. Es gibt Kappen, die einen kleinen Stilansatz oder einen Ring haben, so dass ihr den Becher daran rausziehen könnt. Nach dem Leeren spült ihr eure Menstruationskappe aus und könnt sie gleich wieder einsetzen.

Reinigung der Kappe

Während eurer Monatsblutung reicht es, die Kappe unter fließendes Wasser zu halten. Wenn ihr unterwegs im öffentlichen WC seid und vermutlich nicht mit eurer Kappe ans Waschbecken laufen wollt, könnt ihr vom Hersteller empfohlene Reinigungstücher verwenden. Hier auf Frag-Mutti gibt es auch schon den Tipp, einfach darüber zu urinieren. Ich hatte schon eine Wasserflasche im Gepäck. Nach der Menstruation spült ihr die Kappe gut aus, heißes Wasser und Seife reichen. Vor der nächsten Monatsblutung desinfiziert ihr die Kappe zwei Minuten in kochendem Wasser.

Vorteile der Menstruationskappe

Ganz klarer Vorteil, vor allem wenn ihr zu den Frauen mit starker Blutung gehört: das ständige Wechseln des Tampons entfällt, da die Kappe ein weit größeres Fassungsvermögen hat. Außerdem trocknet die Vaginalschleimhaut nicht aus. Die Menstruationskappe könnt ihr bis zu zehn Jahre nutzen. Auch wenn der Gedanke an die Umweltbelastung durch Tampons nicht mein erster war, rechne ich nun all die Jahre zurück, so ist da schon einiges zusammen gekommen.

Nachteile mit Übung wettmachen

Sicher, es gibt auch die Nachteile. Ich habe zwei Monate gebraucht, bis ich die Kappe richtig eingesetzt habe, so dass sich das Vakuum bilden konnte. In dieser Zeit habe ich zur Sicherheit noch Binden benutzt. Allerdings war ich in jungen Jahren bei den Tampons auch nicht die Schnellste. Also, Übung macht die Meisterin.

Welche Kappe ist die richtige?

Mittlerweile gibt es ein Dutzend Hersteller, über die ihr Menstruationskappen beziehen könnt. Die meisten Kappen sind aus medizinischem Silikon, es gibt auch welche aus dem medizinischen Kunststoff TPE. Ihr Fassungsvermögen reicht von etwa 10 bis 30 Milliliter. Das sagt einer ja nicht immer was. Aber sicher könnt ihr euch eingruppieren, ob ihr eine leichte, mittlere oder starke Blutung habt. Unterschieden werden die Größen der Kappen auch nach Alter, Statur oder ob ihr Kinder geboren habt. Ihr werdet sicher fündig. Abraten würde ich euch von einer Einheitsgröße.

Kosten der Menstruationskappe

Für eine Kappe zahlt ihr zwischen 15 und 30 Euro. Selbst wenn ihr nicht gleich die richtige kauft oder noch eine zweite haben wollt, gemessen an den vielen Tampons über die Jahre spart ihr Geld. Anschauen könnt ihr euch eine Kappe im Drogeriemarkt.

Die Menstruationskappe ist keine neue Erfindung

Die Menskappe wird manchmal auch Menstruationstasse oder Menstruationsbecher genannt. Erfunden wurde sie 1937 von der amerikanischen Schauspielerin und Schriftstellerin Leona Chalmers, die damals mit den Worten zitiert wurde „I have found the answer to a problem as old as Eve“.

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