Mürbteigboden einfach aufs Blech bekommen
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Mürbeteigboden einfach aufs Backblech bekommen

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Koch- bzw. Backzeit:
Gesamtzubereitungszeit:

Mürbeteig für einen Kuchen auf dem Blech auszurollen ist immer schwierig. Der Teig soll gekühlt sein und man will ihn ohne Rest gleichmäßig auf ein Blech bekommen. So geht es ganz einfach:

Beim Teiganrühren beachten

  • geschmolzene Butter oder Margarine im Teig verarbeiten (nicht nur zimmerwarm). Dadurch wird der Teig schön geschmeidig

So kommt der Teig aufs Blech

  • den Teig erst aufs Blech und dann in den Kühlschrank
  • Blech mit Backpapier auslegen, so dass an allen Rändern Backpapier übersteht
  • den ungekühlten, geschmeidigen Teig mit den Händen auf dem Blech flach drücken
  • ein zweites Backpapier auf den Teig legen
  • Teig zwischen den zwei Schichten Backpapier glatt streichen

den geschmeidigen Teig bekommt man so - ohne Teigrolle - schön glatt gestrichen

Teigrand formen

Für die geplanten Nussecken brauchte ich keinen hochgezogenen Teigrand

  • das obere Backpapier wieder entfernen
  • den Rand des unteren Backpapiers über den Teig schlagen (Bild 2) und glatt streichen
  • an den anderen Rändern ebenso

das ergibt einen gleichmäßig flachen Rand. Einen hochgezogenen Teigrand bekommt man mithilfe des über den Teig geschlagenen Backpapiers auch gut hin.

  • das zweite Backpapier noch einmal auflegen, wenn alle Ränder bearbeitet sind
  • und nochmals glatt streichen.
  • dann das Blech für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Mit Backpapier abgedeckt ist der Teig im Kühlschrank besser geschützt (z.B. vor Gerüchen von anderen Lebensmitteln).

Nach dem Kühlen das obere Backpapier abnehmen und zur Hälfte zusammenfalten, die Seite, die den Teig berührt hat, nach innen, und für den nächsten Einsatz als unteres Backpapier aufbewahren.

Den Teigboden mehrfach mit der Gabel einstechen. Bei 175 Grad backen. Die Backzeit richtet sich nach dem Belag bei meinem Nuss- oder Mandeleckenrezept ca 45 Minuten.

Zutaten für einen Mürbeteig z.B. für Nuss-Mandelecken

  • 300 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 125 g geschmolzene Butter (= ein halbes Päckchen, ohne Waage leicht und genau halbiert, indem man von Ecke zu Ecke schneidet, Bild 3)
  • 1 TL Backpulver

Belag

Zutaten

  • ca. 200 g, 1 kleines Glas helle Marmelade oder Fruchtmus (z.B. pürierte Aprikosen)
  • 125 g Butter (die andere Hälfte von dem oben erwähnten Päckchen)
  • 200 g Zucker
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • 5 EL Wasser
  • 400 g Mandeln, Haselnüsse oder Walnüsse (teils gerieben, teils gehackt, teils ganz)

Verarbeitung

  1. Marmelade oder Fruchtmus auf dem Teigboden verteilen
  2. In einem Topf Butter, Zucker, Vanillezucker und Wasser verrühren
  3. Unter Rühren so weit erhitzen, bis alles geschmolzen ist und der Zucker sich gelöst hat
  4. Mandeln oder Nüsse hinzufügen und alles noch einmal aufkochen lassen
  5. Ggf. sollte die Masse zu fest sein, noch Flüssigkeit hinzufügen (Wasser, Milch)
  6. Nuss-Karamellmasse auf dem Teigboden verteilen
  7. Bei 175 Grad in vorgeheiztem Backofen auf unterer Schiene ca. 45 Minuten backen.

Die fertigen Nuss- Mandelecken sieht man auf Bild 3 und 4. Wer noch nicht genug hat, kann die Ecken noch in flüssige Schokolade tunken.

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9 Kommentare


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#1
21.6.15, 11:43
Das ist eine ganz tolle Idee. Dein Rezept werde
Ich auf alle Fälle nach backen hört sich super
Lecker an. Danke dafür.
L.G.
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#2
21.6.15, 11:52
Ich nehme für Mürbteig immer Margarine aus dem Kühlschrank und gebe wie du den Teig direkt nach dem Kneten auf das Blech. Danach backe ich den Kuchen jedoch gleich. Wenn ich ihn vorbereite lege ich ihn ein paar Minuten vorher aus dem Kühlschrank damit er wieder weich wird. Hat man keine Butter verwendet geht das eigentlich recht schnell. Ich konnte bislang beim Kuchen essen noch keinen wirklichen Unterschied zwischen dem gekühlten und dem direkt verarbeiteten Teig feststellen.
Zum Ausrollen gebe ich einfach etwas Mehl auf den Teig und rolle ihn mit dem Pizzateigroller aus. Der ist handlicher als das große Nudelholz.
Wenn du den Teig ausgerollt in den Kühlschrank gibt macht das Backpapier natürlich doppelt Sinn. So ist der Kuchen gleich abgedeckt.
Ich mache meistens gleich die doppelte Menge Mürbteig. Den kann man wunderbar einfrieren
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#3 Beth
21.6.15, 11:59
Ich gebe den Teig in eine Form, gekühlt oder auch ungekühlt und breite ihn mit den Händen aus. Manchmal rolle ich noch, in der Form, mit einem kleinen Glas darüber.
Geht super.
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#4
21.6.15, 12:02
Das mit dem zuerst ausrollen und dann Kühlen gab's vor ein paar Monaten schon hier als Tipp https://www.frag-mutti.de/muerbeteig-kuehlen-a45541/
Aber das hier ist natürlich ausführlicher.
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#5
21.6.15, 14:07
Danke für deine ausführliche Beschreibung. Das Nusseckenrezept finde ich klasse, werde ich bei Gelegenheit ausprobieren.
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#6
21.6.15, 14:59
@HörAufDeinHerz: Danke für den Link. Die Idee "Teig erst auf's Blech und dann kühlen", habe ich tatsächlich von FM. Bei Springformen und halben Blechen habe ich das auch schon öfter so gemacht. Jetzt habe ich gemerkt, dass sogar ein ganzes Blech in den Kühlschrank passt. Mir ist dann noch die Idee mit dem zweiten Backpapier gekommen. Das macht man wohl auch, wenn der Teig sehr brüchig ist. Bei geschmeidigem Teig spart man sich so die Teigrolle. Und wer doch eine Teigrolle verwenden will, kann es ja machen. Durch das zweite Backpapier bleibt kein Teig an der Rolle hängen. Die Rolle bleibt so sauber, dass man sie danach nicht einmal abspülen muss.
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#7
21.6.15, 15:14
@Mafalda: ich hab mal irgendwo gelesen, dass man den Teig nicht unbedingt kühlen müsste, wichtig wäre eine gewisse Ruhezeit, damit sich der Kleber im Mehl gut mit der Butter verbinden könnte. Seitdem stelle ich die Weihnachtsplätzchen immer einige Zeit ins (kühle) Schlafzimmer vor dem Backen, das funktioniert auch. Aber im Sommer bleibt halt oft nur der Kühlschrank, obwohl der gerade dann ziemlich voll ist ;-))

Ach so, und den Trick mit dem schrägen Teilen der Butter kannte ich auch noch nicht, da musste immer mein Augenmaß herhalten.
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#8
21.6.15, 15:33
Danke für diesen tollen Tipp. Beim nächsten Muerbeteigkuchen werde ich das genauso machen.
Die Nussecken kannte ich bereits schon. Ich werde das aber demnächst so machen wie du es hier beschrieben hast.
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#9
22.6.15, 08:33
@Mafalda: Hefeteig verteile ich auch so auf dem Backblech. Wenn man möchte, kann man dann immer noch mit dem Nudelholz nachhelfen, aber mit angefeuchteten Finger geht das am Besten.
Aber du hast ja gleich noch ein Rezept mitgeliefert. Danke, das finde ich sehr gut und muss ich unbedingt probieren, denn mein Mann liebt Nussecken und die habe ich bisher noch nicht gebacken.

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