Neues Sofa gekauft - altes Sofa spenden

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Sicher ist euch auch schon aufgefallen, dass kleine Cafés nicht mehr kühl und knapp eingerichtet sind, sondern oft steht dort ein "Loriotsofa" oder Opas Ohrensessel. Diesem Trend folgend sind auch die Cafés und Gemeinschaftsräume in örtlichen Jugendzentren "gemütlich" eingerichtet.

Einfach mal anrufen beim Möbelwechsel - auch durchgesessene Sitzmöbel werden meistens gern genommen.

Alte Matratzen mit einer Decke drüber sind in Proberäumen von Bands begehrt, als Sitzgelegenheit. Das weiß ich von meinen Söhnen, die alles verwerten konnten.

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11 Kommentare


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#1
24.3.12, 07:33
Was soll so ein Tipp? Mal andersrum gefragt - was meint Ihr, wieviele Leute da tagtäglich anrufen und ihren Schrott loswerden wollen?

Ich stelle ja nicht in Zweifel, dass sich mitunter auch mal jemand eine neue Couch kauft obwohl die alte noch nicht hinüber ist; aber im Zweifel werden sich viele denken sollen die mir doch meinen Sperrmüll entsorgen.

Dass die von dem Jugendclub, Diakonie etc. dann nicht vor Begeisterung in die Höhe springen, wird wohl eher der schlechten Erfahrung geschuldet sein.

In den meisten Fällen muß das "Gerümpel" dann auch angeliefert werden.

Ich würde mich übrigens auch schön bedanken, wenn ich dann dazu noch das privates Speditionsunternehmen spielen soll...
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#2
24.3.12, 09:19
Warum soll man nicht eine Jugendeinrichtung freundlich fragen können, ob sie evt. das eine oder andere Möbelstück, welches noch gut ist, brauchen können. Wenn die Diakonie oder Kirche keine Verwendung dafür hat, kann er das ja dann mitteilen.
Auf diese Art und Weise hat jetzt bei uns wieder ein Jugendzentrum eröffnen können, weil es vorher schlicht an allem fehlte. Nur alleine durch solche Sachspenden, ist unser Jugenclub wieder auf. Ein Nachbar hat sogar seine Musikanlage abgegeben. Zwar nicht das neueste Modell, aber gut genug für Party zu machen.

Ich finde den Tipp klasse. Viele Jugendeinrichtungen müssen schließen, weil sich nicht mehr finanzierbar sind. Und wenn man mit Sachspenden eine Jungendeinrichtung unterstützen kann, finde ich das voll ok.
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#3 fReady
24.3.12, 10:27
Kommt halt immer darauf an, wo man lebt.
In vielen zumindest halbwegs größeren Städten bieten diverse gemeinnützige Träger Second-Hand-Möbel an, die teilweise in deren Werkstätten als Beschäftigungs- oder Selbsthilfeprojekt auf Vordermann gebracht werden.
Dort werden sich auch Jugendzentren bei Bedarf wahrscheinlich eher melden.

Was aber auch kein Problem ist. Ruft man halt erstmal da an...
Die kommen oft auch gerne vorbei, und schauen sich die Sachen vorher an.
Wenn die die Sachen nicht mehr verwerten mögen, bieten sie oft auch für faires Geld die Entsorgung an.

In kleineren Gemeinden kostet der Anruf nicht die Welt. Und bei uns früher auf dem Dorf kannte auch der Pfarrer evtl. die eine oder andere Familie, die Möbel gut gebrauchen konnte.

Und in Proberäumen sind Sitzmöbel auf jeden Fall immer gern gesehen.
Wer einen privat geführten "Proberaumbunker" in seiner Nähe kennt, einfach mal einen Zettel reinhängen.
Privat deshalb, weil von den Gemeinden bereitgestellte Räume leicht entflammbare Möbel aus versicherungstechnischen Gründen gerne verbieten.
Aber auch da kann man sich mit Imprägnierflüssigkeit behelfen. Das ist dann aber klar Sache der Band.

Auf jeden Fall besser, als die Sachen einfach raus auf den Sperrmüll zu stellen.

Denn wer die Möbel brauchen kann, hat nicht immer gerade zufällig ein passendes Transportmittel zur Hand, wenn er unterwegs das eine oder andere Schätzchen stehen sieht.
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#4 Cally
24.3.12, 11:06
@gribo

Es gibt ja nicht nur "Neukäufer", die ge- und oft verbrauchte Sachen hergeben wollen, sondern auch Leute, die das Zeitliche segnet und die keine Verwandte haben, (und/oder) die die Möbel nicht gebrauchen können.
Wenn ich heute nach oben oder unten abberufen werde, würden sich mit Sicherheit Jugendzentren oder ähnliche Einrichtungen ein zweites Loch in ihr Hinterteil freuen, so schöne, moderne und qualitativ hochwertige Möbel für die Einrichtung zu bekommen.

Wer nur Schrott und Gerümpel im Kopf hat, denkt bei einem solchen Tipp natürlich auch gleich an Schrott und Gerümpel. Also mal über den Tellerrand hinaussehen, bitte.
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#5
24.3.12, 17:39
Vor 1 Jahr kauften wir Uns ein Haus in dem die Vorbesitzer alle Möbel haben stehen lassen. Diese waren zwar aus den 60gern aber absolut hochwertig und sahen echt nicht schlecht aus (gepflegt ohne Ende).

Diese Möbel (Esstischgruppe 9 teilig, 2 Sofagruppen..etc.) bot ich der Caritas (hier der Sozialladen KAKTUS) an.

Diese tollen Stücke waren wirklich super-gepflegt und wundervoll geschnitzt..jedoch nicht mein Geschmack.

Der Sozialladen hat direkt (und sehrsehr unfreundlich) schon telefonisch abgesagt.
Schaaaade...denn somit ist dieser Caritativen Einrichtung wirkich einiges entgangen.

Also habe ich die Möbel für Selbstabholer verschenkt.
Viele glückliche neue Besitzer haben das Haus verlassen und wir hatten nun endlich Platz für die Kernsanierung dieses Gemäuers.(Zeit war knapp..also "alles raus).

Fazit: schade das viele Bedürftige nicht mal den Hauch einer Chance hatten Ihre evtl. spärlich eingerichtete Wohnung zu verschönern.
Man hätte (als soziale Einrichtung) doch wirklich mal schauen kommen können!
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#6 Oma_Duck
24.3.12, 19:47
@Deltoidea: Ich sehe das etwas differenzierter. Wenn in unserer Lokalzeitung unter der Rubrik "Zu verschenken" mal wieder eine "gut erhaltene Eichenschrankwand" angeboten wird, denke ich auch bei mir: "Aha, da will sich wieder einer die Kosten für die Entsorgung sparen".

Wahrscheinlich findet sich jedoch ein Interessent, denn wat denn eenen sin Uhl . . .
Verständnis habe ich jedoch dafür, dass sich Caritas & Co. nicht ihre Läger mit "so etwas" vollstellen Denn ob "der Bedürftige" wirklich vor Freude aus dem Häuschen ist über Schnitzkunst aus den 60er Jahren, Omas Ohrensessel oder Opas Jagdzimmer? Verlangen kann man es jedenfalls nicht.

Es gibt Liebhaber für fast alles. Um die gezielt zu finden, ist die Kleinanzeige oder das Internet das Richtige. Ich selbst habe auf diesem Wege mal einen Sammler "glücklich gemacht" mit einer Grundig-Musiktruhe der frühen 50-er Jahre. Das Rote Kreuz hätte sie bestimmt nicht genommen, mit Recht.
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#7 Muttilein11
25.3.12, 08:53
@Deltoidea: Da muß ich Dir leider Recht geben. Auch ich wurde bei Sozialeinrichtungen schon amTelefon abgewimmelt . Und auch die zahlreichen Anzeigen in der Tageszeitung: Möbel für Litauen werden kostenfrei abgeholt. Auch die wollten sich die Möbel nicht anschauen kommen, weil sie älter als 2!!!! Jahre alt waren. Schade, das man heute in der schweren Zeit anscheinend keinem mehr eine Freude machen kann, der es wirklich nötig hat (und ich meine nicht damit, dass man "Schrott" vergeben möchte, sondern wirklich gute Sachen.)
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#8
25.3.12, 20:45
Als ich mir meine neuen Wohnzimmermöbel gekauft habe, habe ich auch bei unserer Aufbaugilde angerufen und gefragt, ob Bedarf besteht. Ich hatte zwei Zweisitzer, beide zum Schlafsofa ausklappbar und obwohl eines der beiden nicht mehr ganz so schön aussah, fand ich sie eigentlich zu schade, um sie zum Sperrmüll zu geben. Eines der Sofas haben sie dann sogar genommen - nach vorheriger Besichtigung - das andere, dass schon ein paar Flecken auf dem Bezug hatte, konnten sie alledings nicht nehmen. Die Begründung war glaube ich, dass sie die Möbelstücke ja weiter geben wollen und sie dann eben auch optisch trotzdem noch gut aussehen sollten. Das fand ich ziemlich blöd, denn wenn man einen Sofabezug drüber geworfen hätte, hätte man das ja gar nicht mehr gesehen und zum sitzen und schlafen war das Sofa wirklich prima. Letztenendes habe ich es dann dem Möbelhaus bei meiner Möbellieferung mitgegeben. Was die dann damit gemacht haben weiß ich nicht. Es war jedenfalls der bequemere Weg für mich.
Kurz gesagt: ich finde die Idee gut. Warum soll man nicht anderen noch eine Freude machen? Wenn jemand die Möbel nicht haben will, hat er eben pech, aber man hat es zumindest mal versucht. Aber ich glaube eine Annonce in der Zeitung würde ich nicht aufgeben. Ich glaube da würde ich das nächste mal wirklich auch mal bei einer Jugendeinrichtung anfragen, auf die Idee bin ich nämlich noch gar nicht gekommen. Aber das dauert noch eine Weile, ich möchte meine "neuen" Möbel erst noch eine Weile behalten :)
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#9
25.3.12, 22:25
@Oma_Duck: Es hieß bei Uns früher: einen geschenkten Gaul schaut man nicht in`s Maul!
Ich respektiere Deine Meinung.
Jedoch sage ich: ...wenn man solche Möbel nicht benötigt, dann hat man es nicht nötig!
Wer wirklich bedürftig ist, der freut sich sehr.
Organisationen wie die Caritas und Co. entscheiden leider sehr "leichtfüssig" für alle mit.
Es geht allen anscheinend doch besser als wir denken!

Ich kann kein Verständnis dafür aufbringen.
Und dann schliesslich Geld damit zu machen ist nicht in meinem Sinne...da bin ich wohl anders gross geworden.

Einen Sammler glücklich zu machen ist toll, jedoch einen armen Menschen zu beschenken finde ich "toller"...komisches System und Einstellung in Unserer Gesellschaft...aber: auch diese Ansicht versuche ich zu verstehen!
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#10 Icki
26.3.12, 10:37
Wenn ihr bei den karitativen Einrichtungen eurer Stadt die Sitzmöbel nicht loswerdet, gibt es evtl. noch eine andere Möglichkeit, wenn es eine Uni/Fh bei euch in der Nähe gibt: An der Uni hat jede Fachschaft (Studenten einer Fachrichtung) häufig einen Raum für sich, wo man zusammensitzen kann, diskutiert, Übungsaufgaben gemeinsam bearbeitet. Diese Räume hießen bei uns meist "Sofazimmer", weil meistens ein oder zwei Sofas in diesem Raum standen. Diese Möbel werden jedoch stark beansprucht, mehrere Stunden täglich sitzen da Studenten drauf, wenn eine Klausur gut gelaufen ist, gibts auch schon mal Bier- oder Weinflecken... unsere Fachschaft hat mehrmals dankbar eine Sofaspende angenommen, die finden auch meist ein paar starke Herren und einen Autofahrer in ihren Reihen, so dass sie das Sofa auch abholen können. Der Aufwand für euch kann insofern etwas höher sein, als dass ihr evtl. ein paar Fachschaften anmailen müsst, bis eine interessiert ist und evtl,. bis zum nächsten Fachschaftsrattreffen (im Semester meist einmal wöchentlich) warten müsst, in dem die Fachschaft demokratisch abstimmt, ob ein neues Sofa gebraucht wird und wer es begutachtet/abholt.
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#11 LieschenMueller
6.5.12, 14:15
Wir haben bei unserem Zusammenzug auch Sofas, Sessel und Wohnzimmerschränke an zwei Jugendclubs verschenkt. Die Sachen waren noch tipptopp und sie durften sie sich vorher ansehen und auswählen, was sie nehmen wollten. Ein Teil kleinerer Sachen und die Waschmaschine hat sich die Tafel geholt. Die Plüschtiersammlung wurde gereinigt und die hat die Caritas komplett genommen (Vorweihnachtszeit), Nur den Rest haben wir dann zur Deponie gebracht. Man sollte wirklich rechtzeitig beginnen, nach Interessenten herumzufragen, damit man viel los wird.

Guter Tipp!!

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