Pierogi z Kapusta i Grzybami - Polnische Maultaschen

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Als Kind kannte ich nur diese "Maultaschen", die ich sowohl damals als auch jetzt abgöttisch liebe - entsprechend groß war der Schock, als ich die (ganz anderen) schwäbischen Maultaschen das erste mal probieren durfte. Im Gegensatz zu den hier eher bekannten russischen Pierogi, wird die polnische Variante nicht gebacken, sondern wie schwäbische Maultaschen oder Ravioli gekocht. Es gibt übrigens noch Unmengen an anderen Füllung für Pierogi, aber diese hier ist und bleibt mein Favorit.

Zutaten:

350 g Mehl
1 Ei
Etwas Wasser (etwa 50-100 ml sollten es sein, habe es nie abgemessen)
500 g Sauerkraut
1 kleine Zwiebel
150 g getrocknete Steinpilze
Salz

Die Steinpilze ein paar Stunden zuvor einweichen. Das Sauerkraut kochen und dann etwas zerschneiden, damit es sich besser vermischen lässt. Die Pilze ebenfalls kochen und in kleine Streifen schneiden. Die Zwiebel fein würfeln und in etwas Butter oder Schmalz kurz anbräunen. Die Zwiebeln nun mit dem Sauerkraut und den Pilzen vermischen und mit etwas Salz abschmecken. Aus Mehl, Ei und Wasser wird ein geschmeidiger Nudelteig geknetet. Dieser wird dann ausgerollt und mit Hilfe eines Glases (oder etwas anderem, das sich eignet) in Kreisform ausgestochen. Auf jeden der enstandenen Kreise kommt ein Esslöffel Füllung. Die Kreise zusammenklappen (also zu Halbkreisen, falls das irgendwem aus irgendeinem Grund nicht klar sein sollte) und an den "offenen" Kanten mit eine Gabel zusammendruecken.

In einem Topf Wasser zum Kochen bringen, die Pierogi dazu und heraus nehmen, wenn sie an die Oberfläche steigen.Mit geschmolzener Butter oder geschmolzenem Schmalz servieren, wer mag, kann auch Röstzwiebeln drauf streuen. Falls zum Schluss noch ein paar Pierogi übrig bleiben, schmecken sie am nächsten Tag mit etwas Butter oder Schmalz in der Pfanne angebraten nochmal lecker.

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27 Kommentare


1
#1
15.11.11, 02:22
Danke für das Rezept!
Ich kenne diese Piroggen aus Polen und kann sie nur empfehlen!
#2 jojoxy
17.11.11, 16:52
liest sich super und wird noch heute probiert, hab zufällig alles da!
#3 Helgro
22.3.13, 07:52
Nach über einem Jahr immer noch neu
#4
22.3.13, 08:11
Toller Tip, wird sofort nachgekocht.
-3
#5
22.3.13, 08:52
Ok, Sie wollen Ihr Rezept interessanter machen, aber deswegen müssen Sie schwäbische Maultaschen nicht abwerten. Das ist unnötig.
#6
22.3.13, 09:26
Danke für den Tipp, kenne ich nicht wird wohl eine totale Geschmacksumstellung sein, denn ich liebe die schwäbischen Maultaschen und wenn man die kauft ist nicht immer die echte schwäbische, kenne die auch selbergemacht und die ist köstlich.

Deine Variante werde ich auf jeden Fall testen, muss wissen wie es schmeckt:-)
4
#7
22.3.13, 09:53
@schneewante: Sie hat die schwäbischen Maultaschen nicht runtergemacht, sie hat nur gesagt, dass sie einen Schock hatte, was ich gut verstehen kann. Die polnischen sind halt ganz anders.
#8
22.3.13, 10:08
Das werde ich auch ausprobieren, überlege mir aber ob ich nicht lieber fertigen Nudelteig kaufe. Das gibt es hier beim Bäcker zur Osterzeit. Ich trau mir das nicht so zu.
Oder ist das nicht so schwer, liebe Nachtelfe?
#9
22.3.13, 10:12
@amarantis
Sehe ich genauso.



Hat es einen Grund warum die angebräunten Zwiebeln nicht mit dem Sauerkraut zusammen gekocht werden?
Wird das Kochwasser für die Maultaschen gesalzen?
Wo bekommt man getrocknete Steinpilze?
1
#10
22.3.13, 11:42
@Teddy: getrocknete Steinpilze habe ich letztes mal in Edeka gekauft, gibt es bestimmt in den anderen Märkten, nur ob Aldi und Co keine Ahnung nie nach geschaut:-)
#11
22.3.13, 16:28
Danke für die Info :)
1
#12 Oma_Duck
22.3.13, 17:29
Maultaschen sind in unserer Gegend nicht "landesüblich", aber ich esse sie gern. Was mich als einziges an diesem Rezept stört, ist die Kombination von Steinpilzen und Sauerkraut. Steinpilze, auch getrocknete, sind sauteuer (100 g ca. 12 Euro), und da möchte ich ihren wunderbaren Geschmack auch haben. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er mit dem Sauerkraut erhalten bleibt. Aber mit Hackfleisch und Pilzen, auch Pfifferlingen, da könnt ich mich wahrscheinlich reinsetzen . . .

Wenn die Nachtelfe allerdings beteuert, dass meine Bedenken unbegründet sind, will ich gern einen Versuch wagen.
#13
22.3.13, 17:39
@Oma_Duck:
Die_ Nachtelfe ist schon über 1 Jahr abgemeldet
und wird dir nicht antworten.
-2
#14
22.3.13, 18:48
@amarantis: Die Gute schrieb: "... entsprechend groß war der Schock, als ich die (ganz anderen) schwäbischen Maultaschen das erste mal probieren durfte."
Ich störe mich an den Wörtern "Schock" und "durfte".

Wieso erlitt sie einen Schock, als sie schwäbische Maultaschen probierte? Geht's noch? Und wieso "durfte" sie die Maultaschen probieren? Das klingt doch ziemlich ironisch. In genau diesen beiden Wörtern deutete sie die Abwertung an, um ihren Tipp aufzuwerten.

Warum hat sie denn die Maultaschen nicht einfach gegessen oder bei Nichtgefallen eben auch nicht gegessen? Man kann schließlich nicht alles mögen. Ist doch kein Problem.
#15
22.3.13, 23:28
@Oma_Duck: Die Nachtelfe kommt ja aus Polen oder hat Verwandte da. Dort sind Pilze billiger, weil sie dort wachsen. Wenn Sie das Gericht dort kocht, nimmt sie bestimmt keine Getrockneten.

LG cs
3
#16 Oma_Duck
23.3.13, 11:25
@schneewante: Jedes Land hat seine kulinarischen Eigenheiten, und das ist gut so. Umgekehrt würden auch Schwaben sich erst gewöhnen müssen an polnische Spezialitäten. Ob man das Wort 'Schock' gebraucht oder nicht ist Temperamentssache. Aufregen kann ich mich darüber nicht. Die Nachtelfe wollte gewiss nicht die Grundfesten der alemannischen Küche erschüttern.

@ catstevens In Osteuropa werden Pilze - jedenfalls von der Landbevölkererung - in jedem Herbst massenhaft konserviert, sei es durch Trocknen oder Einwecken. Durch Trocknen gewinnen Pilze noch an Aroma.
Meine Bedenken richten sich gegen die "Vereinbarkeit" von Steinpilzen und Sauerkraut. Beides esse ich gern, aber wohl lieber getrennt. Das ist alles.
1
#17 zeus54
23.3.13, 18:07
Hallo liebe Essfreunde, tolle Rezepte, muss ich ausprobieren! Aber ich brauche Eure Hilfe! Ich lebe in Brasilien und weiss einfach nicht, wie ich Sauerkraut herstellen kann! Für jeden Tip kann ich was aus der brasilianischen Küche abgeben! Hilfe, sonst verhungere ich ................
#18
23.3.13, 18:33
@zeus54,

Du kannst Sauerkraut selbst herstellen, wenn Du Weißkohl bekommen kannst. LG
#19 zeus54
23.3.13, 18:38
Hallo Lichtfeder, weisskohl krieg ich hier! Wie weiter? Hilfe!
#20
23.3.13, 19:02
@zeus54:

ich hab Dir eine PN geschickt. LG
#21 zeus54
23.3.13, 20:58
lIEBE lICHTFEER, Nacht geworden bei uns ist es gerade Nacht zugeworden.... Was ist ein PN? Ich bin entweder zu blöd odeer zu alt!!!!!! Hilfe
Dab^nke auf jeden fall,,,,,,
#22
23.3.13, 22:04
@zeus54

schau mal in Dein FM-Postfach, ganz oben, links v. Einstellungen, da ist eine Nachricht von mir.
#23 zeus54
25.3.13, 11:22
Hallo Lichtfeder, ich finde dieses Postfach mit deiner Nachricht nicht! Brauche Deine Hilfe! Einfac zu alt und duuselig
1
#24
25.3.13, 12:42
@zeus54

gehe ganz nach oben, in der obersten Reihe klicke Postfach an, dann bist Du in Deinem Postfach.
Ich bin auch nur Anwender ... vielleicht meldet sich hier ein Fachmann der es Dir besser erklärt.
1
#25
25.3.13, 14:17
@zeus54

Ergänzend zu Lichtfeders Hinweis:

Das Postfach findet man über dem dicken roten Balken mit den Inschriften
Rezepte & Tipps - Mitgliederbeiträge – Community – Videotipps – Geldsparen

Über den „Videotipps“ befindet sich eine „Lupe“ und darüber das Postfach.
Mit dem Cursor darauf gehen und 1x Klick und schon bist Du im Postfach.
#26
25.3.13, 17:41
@zeus54: Ich habe bei Google eingegeben: Wie macht man Sauerkraut selber? und habe folgendes Rezept gefunden:

Was ist Sauerkraut?
Sauerkraut ist fein gehobelter und gesalzener Weißkohl, der einer milchsauren Gärung ausgesetzt wurde. Bei der Herstellung macht man sich die natürlich auf dem Kohl und in der Luft vorkommenden Milchsäurebakterien zu nutze. Diese wandeln den im Weißkohl enthaltenen Zucker in Milchsäure um, welche das Kraut haltbar macht.

Sauerkraut - selbst gemacht
Liebhaber des Sauerkrautes können es selbst auf Urgroßmutters Weise herstellen.
Traditionell wird Sauerkraut in Steinguttöpfen oder Holzfässern hergestellt. Die Gefäße müssen vor und nach der Benutzung gründlich mit einer Bürste und kaltem Wasser gereinigt werden. Der Kohl sollte möglichst frisch verarbeitet werden. Die Strünke werden entfernt, einige Blätter extra bei Seite gelegt und die Kohlköpfe fein gehobelt.

Der geraspelte Kohl wird nun in mehreren dünnen Schichten in den Topf gegeben. Jede Schicht wird mit Salz und je nach belieben mit Wachholderbeeren Kümmel und anderen Gewürzen bestreut und anschließend mit einem Holzstößel fest gestampft. Die Kohlschichten werden anschließend mit einer Lage aus ganzen Kohlblättern, einem ausgekochten Leinentuch und einem Brett abgedeckt. Dieses Brett wird mit einem Stein beschwert, damit der Saft aus den Zellen des Kohls austreten kann. Je nach Jahreszeit und Gärtemperatur dauert die Gärung zwischen sechs Tagen und drei Monaten.

In den Kohlbehälter darf kein Sauerstoff gelangen, weil sonst die Milchsäuregärung verhindert wird. Aus diesem Grund soll der Topf luftdicht verschlossen und dunkel gelagert werden. Unter diesen Bedingungen können Milchsäurebakterien, die natürlicher Weise auf den Kohlblättern vorkommen, den Zucker im Kohl zu Milchsäure und Kohlendioxid vergären.
Bei der Gärung bilden sich auch verschiedene Geschmacks- und Geruchsstoffe. Daher rührt der typische Geruch des fertigen Sauerkrautes.

Das Krautfass muss nach dem Entnehmen von Portionen immer wieder luftdicht verschlossen werden. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass frisches Sauerkraut innerhalb von zwei Monaten verbraucht werden sollte.

Rezeptvorschlag:

5000 g frischer Weißkohl
75 g Jodsalz
500 g Karotten
12 Stück Wacholderbeeren
1-2 EL Kümmel

Es gibt noch mehr Rezepte.
#27
25.3.13, 18:04
ich bereite immer nur einen Kohlkopf zu und fülle das Kraut in mehrere Schraub-Gläser. Ein Vorteil dabei ist, ich kann die Gläser nacheinander öffnen und sie im Kühlschrank aufbewahren.

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