Tipp der Woche: 5 Jahre jünger aussehen mit Eiweißmaske

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Die Haut sieht jung aus mit einer Maske aus Eischnee. So geht's!
Rehragout mit Trauben und Zucchini: Ein raffiniertes und außergewöhnliches Rezept.

Rehragout mit Trauben

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Ich hole mir das eine oder andere Mal Wild bei einem Jäger aus meiner Region. Da weiß ich, woher das Wild kommt und bin sicher, dass es kein Gehegewild ist, das den typischen Wildgeschmack nicht hat und dieses Mal gab es etwas vom Reh: Rehragout mit Trauben und Zucchini.

Zutaten

  • 1 kg Rehgulasch aus der Keule
  • 2 mittlere Zucchini
  • 350 g rote Weintrauben ohne Kerne
  • 750 ml trockener Rotwein
  • 750 ml Traubensaft rot
  • 350 g rote Zwiebeln
  • 2 Lorbeerblätter
  • 5 Wacholderbeeren
  • 1 EL Rosmarin
  • 1 gehäufter EL Tomatenmark
  • 8 Softpflaumen
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Butterschmalz

Zubereitung

  1. Zwiebeln häuten und in kleine Würfel schneiden.
  2. Softpflaumen ganz fein schneiden.
  3. Zucchini abspülen und in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden.
  4. Trauben abspülen und von der Rebe zupfen, ¼ der Trauben halbieren, diese geben dem Ragout noch etwas Fruchtsäure, den Rest ganz lassen.
  5. Den Rotwein habe ich geöffnet gekostet und für gut befunden, hier einen Einsatz in dem Ragout zu haben. :)
  6. In einer Kasserolle das Butterschmalz erhitzen, das Fleisch darin in 2 - 3 Portionen kräftig anbraten, mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.
  7. Die Zwiebel mit dem Tomatenmark dazugeben und kurz so ca. 2 - 3 Minuten mit anbraten, das Ganze dann mit ca. 200 ml Rotwein ablöschen diesen gut einkochen lassen. Noch einmal 200 ml Rotwein dazugeben und reduzieren lassen und dann mit dem restlichen Rotwein und dem Traubensaft auffüllen, bis das Fleisch mit Flüssigkeit bedeckt ist.
  8. Die Gewürze (Lorbeer, Wacholderbeeren, Rosmarin) und die Pflaumen dazugeben und auf kleinster Wärmezufuhr das Ragout ca. 2 1/4 Stunden schmoren lassen. Ab und an mal durchrühren.
  9. Ca. 5 Minuten vor dem Garende des Ragouts die Zucchinischeiben und die halben Trauben dazugeben und mitköcheln lassen.
  10. Die ganzen Trauben kurz vor dem Servieren dazugeben und nur kurz erwärmen.
  11. Das Rehragout noch einmal abschmecken und nachwürzen. Das Rehragout habe ich mit Penne serviert.
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17 Kommentare


1
#1
4.2.18, 09:33
das klingt lecker,ich liebe Wild,allerdings würde ich niemals Penne oder andere Nudeln dazu machen sondern selbstgemachte Spätzle oder Knödel☺☺
#2
4.2.18, 10:56
Doppelter Beitrag gelöscht!
1
#3
4.2.18, 10:57
Zu den Trauben im Wildgericht fände ich allenfalls  noch ein paar Sauerkirschen aus dem Glas passend, aber nicht Zucchini und Pflaumen.
Aber okay, wer es denn mag....!😏
Und anstelle der Nudeln sind eher Klöße jedweder Art passend!
#4
4.2.18, 12:37
ich denke die Pflaumen passen und die Zucchini sind doch eher Geschmacksneutral
4
#5
4.2.18, 18:42
Bei Gehegewild weiß man in der Regel auch, woher man es bezieht, wenn man es beim Metzger des Vertrauens oder beim Besitzer von Gehegewild kauft. Da kann man sich sogar davon überzeugen, womit die Tiere ernährt wurden, was bei freilebendem Wild nicht der Fall ist. Wieviele freilebende Rehe und Hirsche äsen in den frühen Morgen- und Abendstunden dicht neben tagsüber stark befahrenen Straßen und nehmen mit dem Grün die darauf abgelagerten Auspuffschadstoffe auf? Das findet man bei Gehegewild eher selten!

Gehegewild und freilebendes Wild geschmacklich miteinander zu vergleichen, heißt Fleischsorten einander gegenüber zu stellen, die sich gar nicht vergleichen lassen:
1. ist Wild ohnehin nicht gleich Wild: Reh und Rothirsch schmecken völlig unterschiedlich (ich gehe jetzt mal nicht auf Wildschwein, Hase oder Wildgeflügel ein), gleichgültig, ob aus Gehegehaltung oder aus freier Wildbahn.
2. Hirschfleisch aus Gehegehaltung stammt von einer anderen Hirschart, als Hirschfleisch aus freier Wildbahn. In Gehegen wird zu über 80% Damwild gehalten, nur zu 20% Rotwild, Rehwild lässt sich schlecht in Gehegen halten, wird daher sehr viel seltener in Fleischform vermarktet. Fleisch aus Wildfang stammt hingegen zum allergrößten Teil vom Reh- oder Rotwild, da Damwild in Deutschland nicht heimisch ist und nur in ganz wenigen, eng begrenzten Regionen wild vorkommt (ursprünglich aus Gehegen ausgebrochen).

Selbst aus Supermarkt-Tiefkühltheken bezogenes Hirschfleisch weist eine Kennzeichnung auf, welche Hirschart verarbeitet wurde. Meist ist es Damhirsch. Wer nicht hinschaut und uninformiert bleibt, darf sich nicht beschweren, dass es nicht so schmeckt, wie erwartet!

Wenn man beim Jäger bezogenes Rothirsch- oder Rehfleisch mit Damhirschfleisch vergleicht und gegeneinander bewertet, dann vergleicht man nicht Fleisch aus Wildfang mit Fleisch aus Gehegehaltung, sondern verschiedene Fleischsorten miteinander und wird keiner der drei Fleischarten gerecht, jede hat ihre typische Geschmackseigenart.  Oder käme einer auf die Idee zu sagen, ich mag kein Schweinefleisch, weil dieses nicht so nach Rind schmeckt wie Rindfleisch?
#6
4.2.18, 22:48
@whirlwind: Da hast du mal wieder ganz toll recherchiert. Oder woher weißt du das alles? 
Ich würde es ja essen, aber meine Frau ist nicht ranzubringen. Weil bei Reh denkt sie immer gleich an die Bambis, die noch nicht erwachsen sind. 🤗 
Am besten geht noch gemischtes Hack. Deswegen gibts bei uns häufig Buletten oder Klopse (Königsberger). 
1
#7
4.2.18, 23:29
@WZimdahl: Aus Bambi wurde aber ein stolzer Hirsch - kein Reh. ;-)
1
#8
5.2.18, 09:59
@WZimdahl #7: Mein Mann und ich haben selbst über 10 Jahre hinweg Damwild gezüchtet, dazu kommen noch Kenntnisse aus dem Studium (Thema der Staatsexamensarbeit). Mein Schwiegervater besaß eine Jagd, war aber eher Heger als Jäger.
Eine große Freundin von jeglicher Art von Wildfleisch war ich noch nie, seitdem wir aber Damwild gezüchtet haben und die Tiere vertrauter geworden sind, war es für mich kaum noch essbar. Heute im Gehege und voller Freude ein Salat- oder Brotleckerchen aus der Hand fressend, morgen schon im Topf, das war und ist bis heute nicht meins.
Es fällt dem Menschen wohl doch leichter, anonym aufgewachsene Tiere zu verspeisen, obwohl ich diesbezüglich in den letzten Jahren meinen Konsum auch sehr eingeschränkt habe.
2
#9
5.2.18, 10:18
@Jeannie #7: Der Film `Bambi´ ist in den USA hergestellt worden und bezieht sich auf die dort bekannten und einheimischen Weißwedelhirsche, denn Rehwild gibt es auf dem amerikanischen Kontinent nicht.
Das dem Film zugrundeliegende Buch `Bambi´ von Felix Salten, einem Österreicher, spricht aber ausdrücklich von Rehen, Bambi hat einen Rehbock zum Vater und wächst selbst zu einem stattlichen Rehbock heran.
 
Die süßen, weißen Tupfen auf dem Jungtierfell findet man bei fast allen Cerviden (Hirschartigen), sie dienen der Tarnung des Jungtieres, das von den Müttern tagsüber "abgelegt" wird in Wiesen, Feldern, auf Waldlichtungen u.ä. Die Flecken ahmen Sonnenlichtflecken auf braunem Untergrund nach, so dass das Jungtier optisch mit der Umgebung verschmilzt. Manche Arten behalten diese "Tarnflecken"  auch durch ihr gesamtes Erwachsenenleben.
2
#10
5.2.18, 11:43
@whirlwind:
Tja, und ich bezog mich auf den Film.
Wo ist das Problem?
1
#11
5.2.18, 12:23
Bambi war auch als Jungtier ein Hirsch und wuchs dann zu einem stattlichen Bock heran, glaube ich. Ich hab auch lange gedacht, ein Hirsch wäre der Mann vom Reh, mal sehr vereinfacht ausgedrückt. Ein Jäger hat’s mir dann mal versucht zu erklären. Der anscheinend weit verbreitete Irrglaube ist wohl durch den Film erst entstanden, ich zitiere „Dummerweise wurde Bambi bei der deutschen Synchronisation des Films wieder zum Rehkitz, sein Vater blieb jedoch auch in der deutschen Fassung ein Hirschbock. Daraus resultiert vermutlich die weitverbreitete Meinung, der Hirsch sei lediglich ein männliches Reh.“

Also nicht der Film Bambi ist der Übeltäter, sondern die deutsche Synchronisation.
#12
5.2.18, 13:40
@Jeannie #10: Kein Problem, ich wollte nur den inzwischen von HöraufDeinHerz angesprochenen Widerspruch erklären.
@ HöraufDeinHerz # 11: der Unterschied zwischen Reh und Hirsch ist vielen Menschen nicht klar. Rehwild ist kleiner und zierlicher, das männliche Tier bezeichnet man als "Rehbock", das weibliche Tier als "Ricke". Beim Rot- und Damwild heißt das männliche Tier "Hirsch", das weibliche einfach nur "Tier". 
Man kann die drei bei uns vorkommenden Arten - zumindest beim männlichen Geschlecht- gut am Kopfschmuck erkennen: der Rehbock trägt ein schwach verzweigtes Geweih (vom Jäger auch Gehörn genannt), die Geweihe von Rot- und Damhirsch sind in Abhängigkeit von Alter und Gesundheitszustand des Einzeltieres sehr mächtig (das größte Rothirschgeweih, das ich am lebenden Tier gesehen habe, besaß 24 Enden und wog nach Abwurf gut 10 kg.). Rotwild hat sauber verzweigte Geweihe, Damwild bildet Geweihschaufeln.
In jedem Jahr wird das Geweih abgeworfen und anschließend auch wieder neu gebildet, bis zu einem bestimmten Alter meist größer/verzweigter als im vorhergehenden Jahr. Dieses Geweih besteht aus massiver Knochensubstanz, was für die männlichen Tiere einen gewaltigen Material- und Energieaufwand in jedem Jahr bedeutet - das alles, um Rivalen zu beeindrucken und aus dem Revier zu verscheuchen; es geht um die Gunst der Damen, die darüber entscheiden, wer der Erzeuger ihrer zukünftigen Kinder sein wird. Da ist eben ein "Mannsbild", das nicht nur körperlich gut da steht, sondern auch noch für so etwas reichlich Überflüssiges wie das Geweih körpereigenes Material und Energie aufwenden konnte, ein gesünderer Genspender, als der Konkurrent mit Mickergeweih.  Das Geweih wird eher selten für ernsthafte Kämpfe eingesetzt, mehr für eine Art Rangelei zum Kräftemessen, richtig zur Sache gehen Hirsche mit den Schalen der Vorderbeine, die schwere Verletzungen verursachen können.
#13
5.2.18, 14:28
@whirlwind: "Das Geweih wird eher selten für ernsthafte Kämpfe eingesetzt..."

Das Ergebnis eines (seltenen) ernsthaften Kampfes kann man im Schloss Braunfels/Lahn betrachten: Einen Kronleuchter aus zwei Hirschgeweihen.
Die Hirsche hatten sich derart in einander verhakt, dass sie sich nicht mehr befreien konnten und im Wald verhungert aufgefunden wurden.
1
#14
5.2.18, 16:42
@Jeannie: Danke für den Tipp, diesen Kronleuchter werde ich mir bei Gelegenheit anschauen. Die beiden haben sich selbst aus dem Rennen um den Nachwuchs gekegelt - zuviel Rechthaberei ist wohl auch nicht förderlich, das Leben zu meistern und seine Gene in die nächste Generation zu bringen!
#15
5.2.18, 22:53
@whirlwind: Zumindest dann nicht, wenn der Konkurrent ebenso rechthaberisch ist. ;-)
#16
6.2.18, 00:06
@whirlwind: Siehst du. Und das genau ist auch das Problem meiner Frau! Sie ist aufgewachsen in einem Haushalt, in dem immer ein Schwein, mehrere Hühner und viele Tauben gehalten wurden. Sie ist mit denen als Kind groß geworden, hat sie gefüttert und - wahrscheinlich - mit Kosenamen belegt. Sowas kann man doch nicht essen, wenn es geschlachtet ist. Meine Schwiegereltern hatten ein weniger emotionales Verhältnis zu den Haustieren. Für sie war es in den Jahren 1930 - 1950 notwendig zum Überleben. 
Ich als Stadtkind (1938 in Stettin geboren) hatte damit nicht das geringste Problem. Wir waren froh, wenn wir überhaupt ein Stück Fleisch ergattern konnten. Der beste Ersatz war noch Pferdefleisch. Doch danach standen auch Innereien sowie Kuheuter auf dem Speiseplan!! 
#17
6.2.18, 00:16
Eure Auslassungen über Böcke, Hirsche und Tiere - wahrscheinlich habe ich jetzt das eine oder andere vergessen - sind sehr erfreulich! Der Hinweis #13 von Jeannie ist wirklich toll und einen Abstecher wert ! !

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