Reste-Auflauf

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Gesamtzubereitungszeit:

Aus Essensresten, die man eingefroren hat, Aufläufe "basteln". 

Da wir nur noch zu zweit sind, bleibt es nicht aus, dass mal vom Mittagessen, Gemüse, Fleisch, Reis oder Nudeln übrig bleiben. Da ich es nicht übers Herz bringen kann, diese "Reste" weg zu schmeissen, friere ich sie ein.

Heute Morgen mal wieder mein TK-Fach "aufgeräumt".

Folgendes habe ich u.A. gefunden

  • Je einen kleinen Beutel  Champignons und Kräutersaitlinge
  • einen Rest Spätzle und Porree
  • Dann fand ich noch 2 Putenschnitzel

Da mein Mann und ich gerne Aufläufe mögen, dachte ich, daraus kann man doch einen Auflauf machen.

Im Haus habe ich immer Sahne und Creme fraiche.

Zubereitung

  1. Also habe ich die Schnitzel in Streifen geschnitten, und in etwas Oel angebraten. Das Fleisch aus der Pfanne genommen.
  2. In dem restlichen Öl, die Pilze, den Porree und 1 Zwiebel (in Scheiben geschnitten) angedünstet. 
  3. Anschließend Sahne und Creme-fraiche hinzu gefügt. Kurz aufkochen lassen, und mit Pfeffer, Salz und Muskat gewürzt.
  4. Mit etwas weißer Mehlschwitze abgebunden. Dann habe ich etwas Gorgonzola dazu gegeben.
  5. Anschließend das Fleisch und die Spätzle untergemischt.
  6. Etwas Schnittlauch und Petersilie feingehackt, unt dazu gegeben.
  7. In eine Auflaufform und bei 160° Umluft ca. 30 Minuten garen.

Für uns 2 hat es gereicht und es ist nichts übrig geblieben.

Wie gesagt, es soll nur eine Anregung sein, dass man durchaus nicht immer "Reste" in den Müll werfen muss, sondern mit ein paar wenigen Zutaten ein leckeres Essen zaubern kann!

Vielleicht ist es auch ein "Anstupser", um von euch noch Anregungen zu bekommen, wie man aus "Wenig" noch etwas leckeres zaubern kann!

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22 Kommentare


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#1
8.3.14, 06:33
Wir sind ein 5-Personen-Haushalt und selbst da gibt es manchmal ordentlich Reste! Wegwerfen geht gar nicht, wir sind sowieso schon zu einer Wegwerf-Gesellschaft gemacht worden, da müssen nicht noch die guten Lebensmittel drunter leiden... und mal ganz ehrlich, diese "gebastelten" Aufläufe sind doch meistens die genialsten Essen!!!
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#2
8.3.14, 07:28
Ich werfe auch grundsätzlich keine Essensreste weg. Entweder essen wir zwei "a-la-carte" - jeder einen Rest, wenn es noch eine ganze Portion ist oder es wird etwas neues daraus gezaubert.
5
#3
8.3.14, 07:52
Deinen Tipp finde ich sehr gut.

Einfach darum, weil wir echt so sorglos mit unseren Lebensmitteln umgehen.
Habe im Fernsehen eine Sendung gesehen wieviel fortgeworfen wird. Da sind mir fast die Tränen gekommen, denn Hand aufs Herz. Wer hat nicht auch schon was fortgeschmissen.
Etwas wird im Kühlschrank schrumpelig oder niemand will mehr einen Rest essen? Oder einfach abgelaufene Lebensmittel die zuviel eingekauft wurden.
Man nennt das glaub ich "food waste".

Resten einzufrieren, wenn sie sonst nicht mehr wegkommen finde ich eine gute Idee.
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#4
8.3.14, 08:16
guter tipp. bin noch anfänger was das angeht. wird ich mal ausprobieren wenn ich ein tk fach hab
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#5
8.3.14, 08:33
ich finde das ist ein netter tipp.er erinnert wieder an unsere wegwerfgesellschaft.es ist schrecklich, dass etwas weggeworfen wird und andere hunger leiden.damit meine ich speziell auch hier in deutschland...ich wuerde zum auflauf aber noch einen salat servieren.
8
#6 eisernelady
8.3.14, 10:07
Bei mir fallen auch immer wieder Reste an. Viele Gerichte kann man auch nur mit größeren Mengen kochen, z. B. Gulasch oder Hühnersuppe. Ich finds auch blöd, sich die Reste noch reinzuhauen, nur damit man nichts wegschmeißt. Stattdessen freie ich die Reste ein und so alle 10 Tage gibt ein Reste-essen, wo für jeden etwas dabei ist. Das kann man auch geschickt an den Tagen einplanen, an denen die Zeit ohnehin knapp ist. So hat man nichts weggeworfen und ein schnelles Mittagessen. Gespart hat man auch, wenn man mal bedenkt, wieviel die Essenreste kosten, die man unnötigerweise wegwirft - Kleinvieh macht auch Mist!
3
#7
8.3.14, 10:21
Ein sehr guter Tipp, der mir auch aus dem Herzen spricht.

Ich habe das Problem, dass ich häufig Kartoffel ( also Salzkartoffeln) übrig habe und nicht immer am Folgetag Bratkartoffeln machen möchte.

Hat hier vielleicht jemand Erfahrung mit gekochten Kartoffelresten und dem Einfrieren ?
Bei mir schmeckten sie bisher aufgetaut unangenehm.

Wäre sehr froh, wenn ich hier den ein oder anderen Tipp mit nehmen könnte.
7
#8 Dora
8.3.14, 10:56
@minah: also, ich koche absichtlich immer mehr Kartoffeln aus mehreren Gründen. Da ich Kartoffeln immer mit dem Schnellkochtopf koche, damit es sich lohnt, koche ich entweder gleich die doppelte Menge oder nur etwas mehr, weil ich für abends für uns Kartoffelsalat machen will.
Wenn ich die doppelte Menge koche, dann eben für Bratkartoffeln oder wenn ich ein Gericht mit Soße habe, werde sie dann am nächsten Tag in der Soße aufgewärmt oder einfach nur mit ganz wenig Wasser oder Butter gewärmt.

Da ich ein Kartoffelsalatfanatiker bin, könnte es den bei mir jeden Tag und in jeder Variante geben. Wenn nur 3 Kartoffeln übrig sind, dann gibt es eben nur aus diesen dreien Kartoffelsalat, da wird eben so viel anderes mit reingeschnippelt, dass es für uns zwei reicht oder nur für mich alleine, das kommt auch oft vor.

Aus gekochten Kartoffeln kann man auch Quarkkeulchen machen. Da gibt es hier bestimmt ein Rezept, obwohl dieser Tage eins hier eingestellt war, ohne Kartoffeln.

Also eingefrorene Kartoffeln schmecken nicht, im Eintopf vielleicht gerade so zu ertragen, aber auch nicht richtig.

Ach, da fällt mir noch was ein: man kann auch gekochte Kartoffeln am anderen Tag im Eintopf unterbringen, nur Gemüse zubereiten und zum Schluss die Kartoffeln kleingeschnitten untermischen.
Oder eine fertige Suppe Linsen oder Bohnen und da die Kartoffeln reinschnippeln. Also auf keinen Fall wegwerfen!

Oder einen Auflauf machen oder einen Kartoffelgratin ... oder, oder, oder ....
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#9
8.3.14, 11:06
ich mache auch meistens Aufläufe aus Reste...mein Mann ist immer begeistert wie lecker es schmeckt
4
#10
8.3.14, 11:50
@Dora:


Danke liebe Dora,

das waren jetzt jede Menge guter Tipps auf einem Antwort-Tablett serviert....... vielen, vielen Dank für deine Mühe :-))

Es beruhigt mich, dass ich beim Einfrieren nichts wirklich falsch zu machen scheine und dass Kartoffeln aufgetaut einfach grundsätzlich kein Festessen hergeben !

Mit der Miniportion Kartoffelsalat werde ich als Erstes anfangen...... mag den nämlich auch sehr.

Nochmals lieben Dank und ein herrliches Frühlingswochenende :-)
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#11
8.3.14, 17:23
Reste von Salzkartoffel verkoche ich am nächsten Tag in einer Suppe aus TK Gemüse, wie Erbsen, mit Gemüsebrühe. Ist sogar ein blitzschnelles Essen.
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#12
8.3.14, 17:44
Ja das kenne ich auch. Da kann man die tollste Menues zaubern. Aber manchmal auch aufschreiben da kam schon mal die Frage Kannst du das noch mal kochen?
@Minah aus übrigen Kartoffeln kannst du auch lecker saures Kartoffelgemüse kochen oder pürrieren zum andicken von Soßen. Wir finden schon was:-)
1
#13
8.3.14, 21:33
das klingt ja beim Lesen schon richtig lecker! *mjam*

Ich schließe mich den anderen an. Auftauen is besser als wegwerfen.

Oh, und "Kartoffelgratin" hört sich auch sehr lecker an... :)
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#14
9.3.14, 01:38
So Erfindungsaufläufe heißen bei mir "Hoppelpoppel". Die Familie ist begeistert und oft genug fällt dann der Vorschlag diese Kreation noch einmal zu kochen.
So nach ein paar Tagen ist mir, wenn ich es nicht aufschreibe, schon wieder entfallen, was da alles drin war.
Meist bleibt es dann bei einem Mal, aber dafür ist es immer wieder was anderes.
1
#15 nenne
10.3.14, 22:17
moin,
bei uns heißen solche gerichte "rumfor" was rumliegt und fort muß.
in der regel oberlecker.
es gibt
rumfor-auläufe
rumfor-suppen
rumfor-gemüsepfannen
rumfor-gemüsebeilagen
#16 michelleh
11.3.14, 11:38
Das klingt wirklich richtig lecker, insbesondere auch wegen dem Gorgonzola. Hatte schon wieder vergessen, dass man mit Gorgonzola schöne Saucen machen kann. Danke!
#17 michelleh
11.3.14, 11:39
@nenne: Los nenne, verrat uns deine Rezepte. :-)
2
#18 nenne
12.3.14, 04:26
moin,
zu #17
michelleh

es gibt keine rezepte!
du mußt nur schauen, ob die garzeiten der gemüse ungefähr gleich sind.
oder eine sorte vorgaren.

aufläufe:1/4 l milch 3 eier, würzen ca 45 min backofen

suppen: alles garen und pürieren
oder

eine sorte ganz lassen und dann nach dem pürieren dazu
oder
die hälfte pürieren und die andere hälfte ganz dazu

pfannen:alles gemüse auf das backblech, zwiebeln und knoblauch dazu, würzen-kräuter, salz und pfeffer-
olivenöl drüber und in den backofen, gel. umrühren

beilagen:
gemüse dünsten
oder
abkochen und mit der brühe eine helle mehlschwitze herstellen, das gemüse dann wieder dazu

unter "würzen" versteh ich auch käse. z.b. beim auflauf

oder man kann eine suppe in tassen füllen und sie mit käse überbacken

mehr ist es nicht
erfolgreiches rumfor

ich bin durch eine bestellte biokiste drauf gekommen, da weiß du ja nicht immer was kommt und dann stehst du da und weißt nicht was du damit anfangen sollst.
z.b. fenchel
mit tomaten, zucchini, u.u. pilzen
oder z.b. pastinaken, rote beete mit kartoffeln
1
#19 Dora
12.3.14, 07:09
@michelleh: nenne hat dir ja schon viele Ratschläge gegeben, aber bei der Beilage kann man es auch anders machen.
Ich zitiere nenne: beilagen:
"gemüse dünsten oder abkochen und mit der brühe eine helle mehlschwitze herstellen, das Gemüse dann wieder dazu"

Ich mache da keine Mehlschwitze mehr dran sondern dünste es nur mit wenig Butter, wobei man aber aufpassen muss und gelegentlich ein wenig Wasser auffüllen muss. Aber meistens kommt es bei geschlossenem Deckel zur Wasserbildung.
Das geht sehr schnell und ist schmackhaft.
#20 nenne
12.3.14, 16:17
moin,
zu #19
du hast total recht, ich wollte nur noch eine andere zubereitungsart vorschlagen, denn es gibt ja auch Familien, die absolute saucenfans sind und deine zubereitungsart ist die "üblich gebräuchliche" .
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#21 Dora
12.3.14, 18:25
@nenne: nein, nein, die üblich gebräuchliche war schon die, mit der Mehlschwitze, aber das wollen ja die meisten heutzutage nicht mehr, ich auch nicht.
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#22 nenne
12.3.14, 21:14
moin,
seit ich wieder allein lebe gibt es auch keine solchen Saucen mehr, aber mit einer riesenfamilie: und es gab z.b. Kartoffeln, Frikadellen und Gemüse dazu, waren die gesichter ziemlich lang, wenn es nur das bischen gemüseflüssigkeit gegeben hätte.
meine Mama machte schon keine Mehlschwitze mehr(Jahrgang 1914) die erbsen wurden in "butter geschwenkt", aber wie sollte ich die drögen Kartoffeln dann runterkriegen?
da hab ich mich bei den eigenen auf die gute alte Mehlschwitze besonnen und es gemüsefrikassee genannt. kam immer gut.

aber das muß jeder selber wissen

(Mehlschwitze ist, wenn man sie richtig macht sogar sehr lecker, man braucht nur zeit dazu das mehl schwitzen zu lassen und muß später rühren, rühren, rühren, bis das mehl "gar ist.

köche nennen das dann samtsuppe oder samtsauce

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