Was schmeckt bei dem schmuddeligen und kalten Wetter besser als ein deftiges Gericht aus Mutters Küche? So ein Gericht wärmt nicht nur den Bauch, sondern auch die Seele und lässt uns satt und zufrieden vom Tisch aufstehen.
Die Kohlrouladen werden in allen Haushalten unterschiedlich zubereitet. Viele nehmen Weißkohl, um sie zu wickeln, ich kenne sie von meiner Mutter nur mit schönen großen und grünen Wirsingblättern gewickelt. Manche Hausfrauen geben nur ausgelassenen Speck im Bratensaft zu den Kohlrouladen, bei meiner Muter und so auch bei mir gab und gibt es eine kräftige Soße aus hellbraun gebratenen Zwiebeln, Rindfleischbrühe oder Rinderfond und dem Bratfett der Kohlrouladen dazu.
Zutaten
Für den Wirsing
- 1 Wirsingkohl
- 3 Liter Wasser
- 1 TL Salz
Für die Füllung
- 500 g gemischtes Hackfleisch
- 1 große Zwiebel
- 2 Zehe/n Knoblauch
- 50 g Paniermehl
- 1 TL Salz
- 2 TL Pfeffer
- 1 TL Paprika scharf
- 1 EL Senf
- 1 Ei
- 100 g Schweineschmalz
Für die Soßengrundlage
- 350 ml Fleischbrühe
- 1 große Zwiebel
- 30 g Mehl
Für die Beilage
- 800 g Kartoffeln
Das Gericht macht zwar ein wenig Arbeit, aber für das Endprodukt lohnt sich dieser Aufwand allemal. Die Kohlrouladen sind einfach nur richtig lecker. Probiert sie doch auch einfach einmal aus.
Zubereitung
Wirsingkohl & Kartoffeln vorbereiten
- Zuerst schält man die Kartoffeln und stellt sie in Salzwasser zum Garen bereit.
- Vom Wirsingkohl werden 8 schöne Blätter vorsichtig abgelöst. Die mittleren, dicken Blattadern werden vorsichtig flach abgeschnitten, ohne dass die Blätter auseinanderfallen. Mit einem Nudelholz walzt man die zurückgebliebenen Rippen vorsichtig noch einmal flach, damit sie nicht mehr so fest sind.
- In einen ausreichend großen Topf legt man die Kohlblätter übereinander hinein, streut einen TL Salz darüber und füllt reichlich Wasser ein, sodass die Blätter bedeckt sind. Sie werden nun ca. 10 bis maximal 15 Minuten gekocht, bis sie weich, aber nicht durchgegart sind.
- Jetzt werden die Blätter abgegossen und können auf einem Sieb abtropfen.
Füllung zubereiten
- Das gemischte Hackfleisch wird nun mit den Gewürzen, dem Ei, dem Paniermehl und der in Würfel geschnittenen Zwiebel und dem Knoblauch gut verknetet und sollte einige Minuten durchziehen.
- Jeweils zwei Kohlblätter legt man nun überlappend nebeneinander und darauf gibt man sodann ein Viertel der Hackfleischmasse, drückt sie etwas zusammen und wickelt die Kohlblätter dann fest um das Fleisch.
- Gebunden werden die Kohlrouladen dann wie ein kleines Päckchen mit Metzger-Kordel oder man steckt sie mit Rouladen-Nadeln so zusammen, dass die Kohlblätter sich nicht von der Füllung lösen können.

- Das Schweineschmalz wird in einem passenden Schmortopf erhitzt und die Rouladen werden sodann im heißen Fett rundum angebraten, bis sie eine hellbraune Farbe angenommen haben.
- Die Rouladen nimmt man jetzt aus dem Topf und brät im heißen Fett die weiteren Zwiebelwürfel hellbraun an.
- Dann legt man die Rouladen auf die Zwiebelwürfel, gießt zwei Drittel der Fleischbrühe oder des Rinderfonds dazu und verschließt den Topf mit seinem Deckel.

- Die Rouladen sollen nun bei mittlerer Hitze ca. 30 bis 40 Minuten schmoren. Falls nötig, gießt man noch von der Fleischbrühe oder dem Fond nach.
- Während die Rouladen schmoren, stellt man die Kartoffeln zum Garen auf den Herd, was etwa 20 bis 25 Minuten in Anspruch nimmt.
Kohlrouladen fertigstellen, & Anrichten
- Ist die Garzeit der Rouladen vorbei, nimmt man sie aus dem Sud und dickt diesen mit dem in kaltem Wasser angerührten Mehl an und schmeckt die fertige Soße noch einmal kräftig mit Pfeffer und Salz ab. Die Kohlrouladen legt man dann wieder in die Soße.
- Jetzt werden die Kartoffeln auch abgegossen.
- Die Kohlrouladen werden nun vorsichtig von der Metzger-Kordel oder den Rouladen-Spießen befreit.
- Auf die Teller gibt man jetzt jeweils eine Portion der Kartoffeln.
- Pro Person legt man eine Roulade zusammen mit einem Schöpflöffel der Soße auf die Teller.
- Die restlichen Kartoffeln und auch die weitere, noch vorhandene Soße gibt man gesondert in Sauciere und Schüssel zur Selbstbedienung auf den Tisch.
Guten Appetit!