Wir backen uns gern Obstkuchen aus Hefeteig, frieren jedoch oft die Hälfte davon ein. Aufgetaut schmeckt er weit besser, als zu lange aufbewahrt.

Rhabarberkuchen mit Hefeteig und Vanillepudding

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Viele Bäcker bieten heute nur noch Rührkuchen an. Der bleibt durch den hohen Fettanteil länger frisch, schmeckt aber nicht so kräftig wie Hefekuchen. Klar, Hefe ist ein Geschmacksverstärker!

Wir backen uns gern Obstkuchen aus Hefeteig, frieren jedoch oft die Hälfte davon ein. Aufgetaut schmeckt er weit besser, als zu lange aufbewahrt. Und Hefeteige mit Puddingschicht weichen nicht durch.

Zutaten

Für den Teig

  • 500 g Weizenmehl Type 405 (und etwas Mehl zum Bestäuben des Teigs und zum Bemehlen des Backbretts)
  • 80 g Zucker
  • 1 Würfel Hefe
  • 250 ml Milch
  • 80 g Sonnenblumenmargarine (und etwas Margarine zum Einfetten des Backblechs)
  • 1 Pck. bzw. 7 g Vanillezucker
  • ½ TL Salz
  • 1 Ei

Für den Kuchenbelag

  • 1 kg geschälter Rhabarber frisch oder aufgetaut
  • 250 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillepudding
  • 100 ml saure Sahne (½ Becher)
  • 50 g Sonnenblumenmargarine
  • 3 Eier
  • ca. 60 g Butter
  • ca. 30 g Puderzucker

Zubereitung

  1. Rhabarber schälen, in Stücke schneiden und in ein Kunststoffsieb geben, 250 Zucker drüber streuen und über Nacht stehen lassen.
  2. Das Ergebnis sind leicht entsafteter Rhabarber und etwa 400 ml Rhabarbersaft.
  3. Milch und Margarine leicht (30-35 °) erwärmen. Mehl in eine Rührschüssel geben, in der Mitte eine Mulde bilden. Dort die Hefe hineinbröseln, etwas Zucker und etwas Milch hinein geben und mit Mehl anrühren.
  4. Das Ganze zudecken und etwa eine Viertelstunde warm stellen.
  5. Wenn dieser Vorteig einige Blasen gebildet hat, können alle restlichen Zutaten für den Teig zugegeben und verrührt werden. (Das Ei kann bei Bedarf gewaschen und ebenso angewärmt werden.)
  6. Man rührt die Zutaten für den Hefeteig üblicherweise so lange, bis der Teig sich von der Schüssel löst und nicht zulange. (Sehr lange gerührter Hefeteig beginnt manchmal, wieder zu kleben.)
  7. Wir stellen den Teig, leicht bemehlt und abgedeckt, meist in den auf den Pizzastein, der auf etwa 30° aufgeheizt wurde.
  8. Nach etwa 1 Stunde sollte der Teig ausreichend gegangen sein. Er wird aus der Schüssel genommen und mit den Händen auf einem bemehlten Backbrett (o. ä.) durchgeknetet, ausgerollt und auf einem eingefetteten Backblech ausgelegt.

Man kann den Teig natürlich auch bis zum nächsten Tag in einem großen Folienbeutel in den Kühlschrank legen und erst am Folgetag backen.

Das Blech kann man gut im Backofen vorwärmen, während man den Teig durchknetet.

Sobald das Backblech aus dem Ofen genommen wird, wird der Ofen auf 180° vorgeheizt.

Den Teig auf dem Backblech kann man mit einer Gabel flächig leicht anstechen, um zu verhindern, dass sich beim Backen größere „Blasen“ heben.

Der Teig sollte jetzt keinen kühlen Luftzug bekommen, sondern während der Zubereitung des Belags noch etwas gehen können.

Zubereitung des Belags und Fertigstellen des Kuchens

  1. Für den Belag wird das Puddingpulver mit der sauren Sahne verrührt, der Rhabarbersaft aufgekocht, mit dem eingerührten Puddingpulver eingedickt und kurz zum Kochen gebracht. Dahinein rührt man dann die 50 g Margarine und schließlich nach und nach drei Eier.
  2. Diese Mischung wird gleichmäßig auf den Hefeteig gebracht, dann werden die Rhabarberstückchen drauf verteilt.
  3. Der Kuchen kommt erst in den Ofen, wenn dieser die 180° erreicht hat. Gebacken wird er etwa 35 Minuten (bei Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene. Dann sind Boden und Teile des Belags leicht gebräunt.
  4. Mit einem angespitzten Stäbchen stellt man an dickeren Stellen recht einfach fest, ob der Teig durchgebacken ist. Klebt da noch Teig dran, muss man evtl. noch 5 Minuten weiter backen.
  5. Mit Pizzastein (auf dem Rost in der untersten Ebene) bäckt der Kuchen so gleichmäßig wie im großen Backofen, so dass die Probe am Rand ausreicht.
  6. Unser „Topping“ sind etwa 60 g zerlassene Butter und schließlich etwas Puderzucker aus Sieb oder Mühle.

Guten Appetit

PS: Bei dem fotografierten Rhabarber-Kuchen kamen übrigens nur 2/3 des Teigs zum Einsatz. Der Hefeteig ist sehr gut gegangen, also wurden aus einem Drittel des Teigs vier schöne Kuchenbrötchen geknetet und später gebacken.

Natürlich gibt's dazu auch einen Tipp!

Zeit

Zubereitungszeit 40 Min.

Backzeit: 35 Min.

Ruhezeit: 15 + 60 Minuten, 10-12 Std. möglich (im Kühlschrank)

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4 Kommentare


5
#1
22.11.17, 22:06
Sieht lecker aus, davon hätte ich jetzt gern ein Stück.
Aber wo bekomme ich im November Rhabarber her?
2
#2
23.11.17, 11:01
@Jeannie:
Da antworte ich Dir mal wie ein Politiker.
Das ist eine sehr gute Frage!😮
Darauf möchte ich mit meinen persönlichen Erfahrungen antworten.
Wir haben zwei recht große, weiße Schränke mit je zwei Türen. Für den Rhabarber habe ich die untere Tür von der Kühlkombi in der Küche geöffnet, in das obere Gefrierfach gegriffen, dabei Eiswürfel und Brötchen beiseite geschoben und den im Jahr 2016 (!!) eingefrorenen Rhabarber herausgenommen. 😳
Den hab ich in ein Sieb geschüttet und nach dem Antauen mit dem Zucker überstreut.
Entschuldigung, ich wusste doch nicht, dass Ihr im Frühsommer den ganzen Rhabarber gleich aufesst.😉

PS: Ach so, die Tür vom Gefrierschrank hab ich auch wieder geschlossen.
Und - es gibt natürlich auch gefrorenen Rhabarber außerhalb der Saison zu kaufen, wie Erbsen, Möhren, Bohnen .....
#3
29.11.17, 14:31
Tiefkühlrhabarber habe ich im Geschäft noch nie gesehen!
Aber ich friere im Frühjahr auch immer welchen ein und verbrauche ihn dann im Laufe des Jahres.
Aber man muß Rhabarber nicht schälen! Da geht ja viel zuviel davon verloren.
#4
30.11.17, 15:18
@Maeusel:
Bei Herrn Google  hab ich 750-Gramm-Tüten von Jütro und 300-Gramm-Kartons von EDEKA gefunden.
Da Edeka mit dem sonderbar abtauenden Öko-Gefriertruhen-System immer mal wieder Probleme in Form von dicken Eiskrusten hat und man zudem für ein Kuchenblech drei 300-Gramm-Packungen brauchte, würde ich wo anders suchen.

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