Rheinischer Sauerbraten

Bevor der Braten dann serviert wird, werden die Klöße und der Rotkohl gegart. Dann wird dieses traditionsreiche Mahl angerichtet.
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Lesezeit ca. 2 Minuten

Zubereitungszeit

Zubereitungsdauer
Koch- bzw. Backzeit
Gesamt

Einen leckeren Sauerbraten hatte ich schon lange nicht mehr angerichtet und mein Mann äußerte den Wunsch, diesen Braten, zubereitet auf die traditionelle rheinische Art, gern noch einmal essen zu wollen. Also machte ich mich sogleich daran, die Vorbereitungen in Angriff zu nehmen. Beim Fleisch musste ich allerdings entgegen dem Originalrezept auf Rindfleisch ausweichen, denn hier in meiner Gegend gibt es leider keine Pferdemetzgerei mehr. Aber Rindfleisch ist mittlerweile üblich und so war dies kein Problem.

Vom Endergebnis waren mein Mann und auch ich sehr angetan und ich kann diese rheinische Zubereitung sehr empfehlen. Probiert mein Rezept einmal aus, ich bin sicher, auch euch wird der Sauerbraten auf rheinische Art genauso gut schmecken wie uns. 

Zur besonderen Kenntnis möchte ich sagen, dass ich die Ruhezeit von 14 Tagen nicht eingetragen habe. Diese muss man bitte gesondert beachten.

Zutaten

Für 3 - 4 Portionen

Marinade

  • 3/4 L kräftiger Rotwein
  • 1/2 L milder Wein-Essig, am besten Himbeer-Essig
  • 2 Zwiebeln
  • 1 mittelgroße Möhre
  • 10 Wacholderbeeren
  • 5 Körner Piment
  • 2 Lorbeerblätter
  • 5 Gewürznelken
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Zucker

Fleisch

  • 1 kg mageres Rindfleisch (Keule oder Hüfte)

Soße

  • 2 Zwiebeln
  • 6 EL Sultaninen
  • 140 g Rheinisches Schwarzbrot (Rheinisches Vollkornbrot)
  • 2 EL Rübenkraut (Zuckerrübensirup)
  • Salz, Pfeffer
  • Neutrales Fett zum Braten
  • ggf. etwas Mehl zum Andicken
  • ggf. Zuckercouleur

Zubereitung

  1. Die Zwiebeln und die Möhre für die Marinade werden grob zerkleinert und alle Zutaten werden zusammen mit den Gewürzen in der Wein- und Essig-Mischung in einem aufgekocht. 5 Minuten sollte die Marinade nun köcheln, bevor sie zur Seite gestellt wird und gänzlich erkalten muss.
  2. Das Fleisch wird in eine passende Schüssel gelegt und die kalte Marinade wird darüber verteilt. Das Fleisch muss komplett bedeckt sein. Die Schüssel wird gut abgedeckt, in den Kühlschrank gestellt und dort kann sie dann für mindestens 14 Tage "vergessen" werden.
  3. Nach dieser Zeit nimmt man den Braten aus der Marinade und diese seiht man jetzt in ein Gefäß ab und stellt es zur Seite. Damit wird die Soße aufgefüllt. Das Fleisch wird trocken getupft und im Bratfett von allen Seiten kräftig angebraten. Jetzt wird gesalzen und gepfeffert und das Fleisch soll nun rundum schön braun anbraten.
  4. Die Zwiebeln werden grob geschnitten und kommen zum Fleisch, ebenso wie die Hälfte der Sultaninen. Auch das Schwarzbrot wird nun grob zerbröselt und zusammen mit dem Rübenkraut zum Braten gegeben. Der Topf wird zugedeckt und das Fleisch wird jetzt geschmort. Ich habe hierfür den Backofen auf 170 Grad eingestellt und den Topf hineingestellt. Nach und nach wird jetzt die Marinade zum Fleisch gegossen, bis sie aufgebraucht ist.
  5. Der Braten ist durch das Einlegen sehr mürbe geworden und war daher schon nach 1 1/2 Stunden gar. 
  6. In der Zwischenzeit werden die Kartoffelklöße im heißen, aber nicht mehr kochenden Wasser für etwa 20 Minuten gegart und auch der Rotkohl wurde während der Bratzeit des Fleisches gegart. 
  7. Hat man den Bratentopf aus dem Backofen geholt, wird das Fleisch aus der Soße genommen und zur Seite warmgestellt. Die Soße wird mit einem Pürierstab ganz fein gemixt. Sie sollte jetzt schön sämig sein und kein Andicken mit Mehl mehr nötig haben. Ist sie doch noch etwas zu dünn, kann man natürlich nachträglich etwas andicken. Die Farbe der Soße sollte sehr dunkel sein, ist dies nicht der Fall, wird mit einem oder auch zwei Teelöffeln Zuckercouleur die Farbe noch entsprechend beeinflusst.
  8. Die restlichen Sultaninen werden nach dem Pürieren in die Soße gegeben.
  9. Die fertige Soße dann noch 10 Minuten leicht köcheln lassen.
  10. Das Fleisch wird abschließend in Scheiben geschnitten und nochmals in die Soße gegeben.

Jetzt kann der Tisch gedeckt und der Sauerbraten angerichtet werden. Ich wünsche einen guten Appetit.

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