Sauerbraten

Sauerbraten
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Fertig in 

Ich liebe Sauerbraten und habe wirklich ewig herumexperimentiert, um einen wirklich perfekten Sauerbraten zu bekommen. Er darf nicht zu sauer sein, aber auch nicht zu wenig. Vor allem muss er bis zum Kern perfekt durchgezogen sein. Ich habe es endlich geschafft. Am Ende des Tipps sind passende Beilagen zu finden.

 

Zutaten

6 Portionen
  • 1.500 g Rinderkeule

Beize

  • 1 Bund Suppengrün
  • 2 Zwiebeln
  • 500 ml Rotweinessig
  • 500 ml Rotwein
  • 500 ml Wasser
  • 4 Blatt Lorbeerblätter
  • 3 Nelken
  • 10 Körner Pfefferkörner
  • 6 Körner Wacholderbeeren
  • 4 Körner Pimentkörner
  • 1 EL Rohrohrzucker

Für den Braten nach der Beizzeit

  • 1 Tasse Beize
  • 150 ml Holundersaft
  • 500 ml Gemüsebrühe oder Rinderbrühe
  • 1 TL Salz
  • 2 Printen
  • 100 g Porree
  • 100 g Karotte
  • 100 g Sellerie
  • 2 Zwiebeln
Nährwerte pro Portion
Proteine:9 g
Kohlenhydrate:61 g
Fette:19 g
Kalorien:540 kcal

Zubereitung

Auf die Beize kommt es an

Hier kann man schnell Fehler machen und am Ende wird das Fleisch mega sauer oder man spürt gar nichts. Eine ausgewogene Mischung ist das A und O. Geht ihr nach meinem Rezept vor, werdet ihr nicht enttäuscht sein. Das Fleisch würde ich maximal 4-5 Tage in der Beize lassen. Wer mag, kann das auch länger tun. Mir ist es dann aber zu sauer. Legen wir mal los:

  1. Zuerst die Flüssigkeiten für die Beize in einen Topf gießen. 
  2. Die Gewürze grob im Mörser zerstoßen oder auch nur anstoßen. So kommt deren Aroma richtig raus.
  3. Das Suppengrün waschen, putzen und grob zerkleinern.
  4. Die Zwiebeln mit Schale vierteln.
  5. Alles zu der Beize geben und etwa 10 Minuten mit Deckel kochen lassen.
  6. Danach die Beize richtig herunterkühlen.
  7. Das Fleisch in die kalte Beize legen, sodass es rundherum davon bedeckt ist.
  8. Danach kommt alles für 4-5 Tage in den Kühlschrank. 
  9. Einmal am Tag das Fleisch in der Beize wenden.

Wer es eilig hat, kann auch das Fleisch in die heiße Beize legen und schon nach zwei Tagen den Sauerbraten zubereiten. Ich persönlich finde die andere Variante besser.

Sauerbraten zubereiten

Nun kommen wir zur Zubereitung. Für den Tag plant ihr etwa 4 Stunden ein. Keine Angst, so lange müsst ihr nicht am stehen. Der Sauerbraten schafft den Rest alleine im Backofen. 

  1. Den Sauerbraten aus der Beize holen und trocken tupfen.
  2. Das Gemüse waschen, putzen und klein schneiden.
  3. Den Backofen auf 150 Grad O/U Hitze aufheizen.
  4. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen, das Fleisch salzen und rundherum anbraten. Das dauert nicht lange.
  5. Das Fleisch aus der Pfanne in eine ofenfeste Form oder Topf mit Deckel legen.
  6. Jetzt das klein geschnippelte Gemüse anbraten.
  7. Immer wieder mit der Brühe und dem Holundersaft das Gemüse ablöschen. Nicht die komplette Flüssigkeit auf einmal dazu geben. Immer nur so viel, dass es schnell einkocht und eine dickliche Soße entsteht.
  8. Die Beize aus einer Kaffeetasse schluckweise dazu geben. Zwischendurch immer mal kosten. Je nach Geschmack benötigt ihr nicht die komplette Menge. Es darf schon sauer schmecken. Das verliert sich später durch den Garvorgang im Backofen. Es darf aber nicht extrem sauer schmecken. Also vorsichtig dosieren, bis euer Geschmack erreicht ist.
  9. Mit Wasser kann man danach noch etwas auffüllen und abmildern, falls es doch etwas zu sauer geworden ist
  10. Jetzt kommen die Printen dazu (siehe Foto). Ich hebe mir immer welche von Weihnachten auf. Es macht nichts, wenn die hart werden. In der Soße weichen die eh wieder auf.
    In die Soße kommen Printen, um eine dezent, süßliche Geschmacksnote zu erhalten. Die Printen weichen komplett auf.
  11. Alles noch einmal durchrühren und über das Fleisch geben.
    Die fertige Soße kommt über das Fleisch. Nun kann alles im Ofen garen und sich miteinander verbinden.
  12. Deckel auflegen und in den Backofen schieben. 
  13. Nach zwei Stunden wende ich das Fleisch.
  14. Nach weiteren zwei Stunden ist das Fleisch in der Regel gut und fertig.

Soße zubereiten

  1. Fleisch vorsichtig aus dem Bräter heben.
  2. Die komplette Flüssigkeit pürieren, sodass man eine glatte und feine Soße erhält.
  3. Weiteres Andicken der Soße ist nicht erforderlich.
  4. Das Fleisch in 1 cm dicke Scheiben schneiden, zurück in den Topf legen und mit der Soße übergießen.
  5. Nun ist alles servierbereit.

Extratipps

Der Braten kann schon einen Tag vorher komplett zubereitet werden. Dann den Topf mit den übergossenen Fleischscheiben etwa eine Stunde bei 120 Grad im Backofen aufwärmen. Schmeckt noch einmal besser, als ganz frisch aus dem Ofen.

Dazu passen milde und leicht süßliche Beilagen. In meinem Fall sind das ein Karotten-Kohlrabi Gemüse und meine Hefeklöße in abgewandelter Form.  

Porreegemüse, Rosenkohl oder Blumenkohl und Brokkoli passen auch sehr gut. Mit Rotkohl hingegen wäre es mir zu viel Säure im Essen. 

Als kleines Extra kann man einen Dosenpfirsich oder eine Birne mit Preiselbeeren füllen und mit auf den Teller legen. 

So, nun viel Spaß beim Nachkochen!

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