Fertig eingekochte Brühe für Suppen und Soßen. So hat man schnell eine gescheite Brühe zur Hand.
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Rinderbrühe auf Vorrat herstellen

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Zubereitungszeit

Zubereitungsdauer
Koch- bzw. Backzeit
Gesamt

Rinderbrühe koche ich mir immer auf Vorrat. Wenn ich sowieso Fleisch und Knochen für einen Eintopf kochen muss, dann mache ich eben gleich einen ordentlichen Schwung und habe so nur einmal Arbeit und beim nächsten Mal bin ich schnell fertig. Die Brühe konserviere ich in Gläsern und habe so immer etwas zur Hand, wenn es mal schnell gehen muss. Natürlich kann man die Brühe auch einfrieren. Aber ehrlich gesagt will ich mir den Gefrierschrank nicht mit verschiedenen Brühen voll stellen. Außerdem muss ich mir dann auch erst die Brühe auftauen und kann nicht so spontan sein.

Für die Konservierung nehme ich gereinigte Gurkengläser für größere Mengen, falls ich mal fix eine Suppe brauche. Dann habe ich noch etwas kleinere Gläser, z.b. von Pilzen oder Marmeladen, die ich dann für Soßen nehme. Die Mengen sind vollkommen ausreichend. Anschließend koche ich die Gläser im (SKT) ein. Falls ich sehr viele habe, dann im Backofen. Dazu später mehr.

Die Gläser müssen absolut sauber sein, sonst wird die Brühe schlecht. Ich reinige die Gläser mit Deckel im Geschirrspüler. Anschließend kommen sie in den Backofen. Den stelle ich auf 150 °C und lasse die Gläser 15 - 20 min drin. Man kann die Gläser auch auskochen aber meinen großen Topf brauche ich ja für die Brühe.

Zutaten

Pro Liter Wasser nehme ich:

  • 250 g Mark- und Sandknochen
  • 150 g Beinscheibe, hohe Rippe oder anderes Kochfleisch
  • 1 Karotte
  • 1/8 Sellerieknolle
  • 1/2 Porreestange
  • 1 kleine Petersilienwurzel
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1-2 TL Salz
  • 4 Pfefferkörner
  • 4 Pimentkörner
  • 2 Lorbeerblätter
  • optional ein Stück Ingwer und 1 getrocknete Chilischote

Zubereitung

Knochen und Fleisch gut mit kaltem Wasser abwaschen und in einen Topf legen. Das Gemüse gut waschen und dazulegen. Man muss das Gemüse nicht unbedingt kleinschneiden. Da es eh richtig mit ausgekocht wird, ist das nicht nötig. Jetzt kommen noch die Gewürze mit rein. Ingwer und Chili sind Geschmacksache. Es muss nicht unbedingt mit rein. Ich mache es aus diversen Gründen. Alles hat seinen Sinn und geschmacklich stört es uns nicht. Es wertet halt etwas auf.

Jetzt wird kaltes Wasser aufgegossen, zum Kochen gebracht und alles richtig lange gekocht. Ruhig so 3 - 4 Stunden. Dann wird die fertige Brühe durch ein Sieb in eine Schüssel gegossen. Diese Brühe wird in die vorbereiteten Gläser abgefüllt und sofort verschlossen. Zum Siebinhalt komme ich später.

In meine Schnellkochtöpfe passen jeweils drei Gläser. Die Gläser dürfen nicht auf dem Topfboden stehen. Ich stelle einen Einsatz rein, in den die Gläser kommen. Jetzt kommt noch etwa 1/2 Liter Wasser in den SKT. Deckel schließen! Wenn sich der Druck aufgebaut hat, die Gläser für 30 min einkochen. Danach den Herd abschalten und die Gläser im Topf abkühlen lassen. Ich lasse sie immer bis zum nächsten Tag drin. Dann hole ich sie raus, beschrifte sie und räume sie ins Regal. Nun sind sie fertig und einsatzbereit, falls ich mal schnell eine Brühe brauche. Wer keinen SKT hat, kann die Brühe auch im Backofen einkochen. Dazu stellt man die Gläser in die Fettpfanne und gießt etwa 2 cm Wasser hinein. Jetzt wird der Backofen auf 180 °C eingestellt. Sobald es in den Gläsern anfängt zu blubbern oder Bläschen aufsteigen, kocht man noch etwa 30 min ein. Danach wird der Backofen ausgeschaltet und die Gläser auch über Nacht zum Abkühlen drin gelassen. 

Nun ist euer Vorrat an Brühe fertig. So kann man auch mit Huhn oder Wild verfahren und Hühnerbrühe herstellen oder reine Gemüsebrühe machen. Die Gläser müssen nicht gekühlt gelagert werden. Sie halten so, wie sie sind, länger als ein Jahr. Bei mir allerdings nicht. Ich muss alle paar Monate neue Brühe herstellen. Ich nehme nur im Notfall fertige Fonds oder Brühen aus dem Supermarkt. Meist sorge ich aber schnell für Nachschub. 

Kommen wir nun noch zum Inhalt des Siebes:

Die Knochen, Ingwer und Chili fische ich raus und entsorge sie. Die sind ja fertig. Das Gemüse kann man mit einem Pürierstab fein zerkleinern und für den folgenden Eintopf verwenden oder aber portionsweise einfrieren und für folgende Eintöpfe einfach mit dazugeben. Das macht den Eintopf etwas sämiger, ohne dass man Mehl o.ä. braucht. Obwohl das Gemüse richtig ausgekocht ist, kann ich es trotzdem nicht einfach entsorgen. Ich muss immer alles irgendwie verwerten. Das Fleisch schneidet man in kleine Stücke und gibt es mit zu dem Eintopf, den man sowieso machen will oder aber gibt sie mit in die Gläser, die für Suppen gedacht sind. Für Soßen braucht man ja keine Fleischstücke. 

Ich hoffe, dass ich alles plausibel erklärt habe. Wenn nicht, einfach nachfragen. Ebenso bin ich offen für neue Tipps und Anregungen, falls es jemand anders macht. Der Mensch lernt nie aus. 

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