Vegemite

Super gesunder Hefeextrakt - Vegemite und Marmite

Jetzt bewerten:
3,2 von 5 Sternen auf der Grundlage von

Dieser schwarze sirupartige Hefeextrakt wird gern in England auf Toast gegessen. Ich muss sagen, dass man wohl damit aufwachsen muss, um es pur zu mögen.

Etwas anderes ist es, in kleinen Dosen damit einen Gemüseeintopf zu würzen. Das schmeckt köstlich, erinnert an Maggi und man braucht viel weniger Salz.

Das Zeug ist voller B-Vitamine und Mineralien, also sehr gesund!

Ihr könnt es ja mal auf Toast versuchen, vielleicht seid ihr begeistert!

Man findet Vegemite und Marmite in kleinen Glastöpfchen in gut sortierten Supermärkten.

Von
Eingestellt am
Themen: Hawai toast, Hefe

16 Kommentare


3
#1 Die_Nachtelfe
13.3.12, 07:18
Auch wenn in Deutschland Hefeextrakt meist prinzipiell als 'boese' gesehen wird, finde ich es gut, dass endlich mal jemand auf gewisse Zutaten aufmerksam macht. Wobei ich mir nicht vorstellen koennte, Vegemite zum kochen zu nehmen. Ist doch viel zu Schade dafuer ;)
1
#2
13.3.12, 08:02
Zu schade zum Kochen finde ich das eigentlich nicht, denn pur auf Toast ... *schüttel* (ich kenne es von meiner Englandreise vor einigen Jahren). Aber zum Würzen, warum nicht? Ich werde es allerdings in unserem kleinen Städtchen hier wahrscheinlich nicht bekommen...
#3 jojoxy
13.3.12, 17:20
hefeextrakt enthält ziemlich viel glutamat, da trinke ich lieber ein (alkoholfreies) bier, um meinen vitaminhaushalt aufzufüllen. gesund ist das echt nicht.
2
#4
13.3.12, 17:40
ne, Hefe stöhrt leider auch die Darmnflora, unterstützt Pilzinfektionen (leider nicht die Heilung) und steht im Verdacht Artrose zu verursachen.
Ausserdem hätte ich hier erwartet zu lesen, wie es hergestellt wird. Bekommst du Produktproben oder Geld für die Werbung, denn Einkaufen kann ich alleine. Sorry, überflüssiger Tip und ja, ich schreibe etwas forsch, weil ich solche Kaufempfehlungen auf solchen Seiten leid bin. Ich hatte gedacht die Seite ist dazu da Dinge alternativ zu benutzen um weniger blind zu konsumieren und kreativer im Alltag zu arbeiten, aber diese Tips sind für mich wie: "Versuch doch mal dein Klo mit WC-Reiniger zu putzen. Danach riechts frisch und ist sauber..."
2
#5
13.3.12, 18:18
Hallo berlinerbecks - danke für deinen interessant formulierten Kommentar !
Gruß Ellaberta
1
#6
13.3.12, 18:58
@berlinerbecks: Da hast du falsch gedacht. FM ist eigentlich für Junggesellen gedacht, die eben einen hilfreichen Tipp vom Mutti brauchen können (auch wenn es jetzt mehr von Müttern genutzt wird, die auch gern Tipps ausprobieren) und keine Seite, um "Dinge alternativ zu benutzen und weniger blind einzukaufen". Und ja, du schreibst forsch - man könnte auch das Wort "unfreundlich" auf dich beziehen, oder, um drei Worte zu benutzen "äußerst schlecht erzogen" würde auch passen.
Meckerfritzen haben wir gerade genug - was wir noch weniger brauchen können, ist einer mehr!
3
#7 Oma_Duck
13.3.12, 19:12
@berlinerbecks: Marmite fehlt in GB in fast keinem Haushalt. Kann also nicht gar so ungesund sein. Oder britische Därme sind von einer Flora bevölkert, die ganz anders reagiert als deutsche Darminsassen.

Eine Seite für Alternative, z.B. Reformköstler aller Art, ist FM nicht explizit, obwohl es mir manchmal so vorkommt. Sollten sie eines Tages die Oberhand bekommen, ist meines Bleibens hier nicht länger. Obwohl ich mich, die Stammkunden werden es wissen, gern reibe.
#8
13.3.12, 19:16
@Oma_Duck: Wenn's mir hier zu sehr "reformköstelt", wird sich herausstellen, wie hartnäckig ich bin (wie Kaugummi an der Schuhsole, sagen Göga und Kids)! ;o))
3
#9 Oma_Duck
13.3.12, 19:23
@mops: Recht so!

Eine deutsche Entsprechung von Marmite könnte Vitam R sein, ein "Hefe-Extrakt zum Würzen oder als Brotaufstrich". Wird in Reformhäusern feilgeboten und ist entsprechend teuer, rd. 25 € / kg.
Ich würde es nie nehmen - wenn ich bedenke, was ich für diese Geld Tolles auf Brot bringen kann . . .
1
#10
13.3.12, 21:12
Also, meine Mutter kam ohne solche Hilfsstoffe aus, da gab es Obst und Gemüse auf den Tisch, dazu leckere Braten oder auch mal ein Kotelett. Hefeextrakte und Glutamate waren nicht dabei, und eigentlich auch sinnlos. Die natürlichen Rohstoffe hatten eigenen Geschmack, der musste nicht verstärkt/verfälscht/verdorben werden.
2
#11
13.3.12, 21:35
@DirkNB: Und natürlich hast du als kleiner junge sofort registriert, dass weder Maggi noch Fondor oder Aromat im Essen war. *ungläubig die Augenbrauen hochzieh* Warst du denn immer beim kochen dabei? Und hast du damals schon gewusst, was was ist?
Ich war in den 70ern Kind und in den 80ern Teenie. Ich kann mich noch gut an die Maggiflasche erinnern, die bei uns auf den Tisch stand, trotzdem es immer reichlich Gemüse, Eintöpfe, Schnitzel und anderes gab und sich Omi und Vati immer Gedanken um Vitamine und Garzeiten - um das Verkochen der Vitamine zu verhindern - gemacht haben (Mutter habe ich keine mehr).
Leute, macht mal halblang. In unserer Kindheit und Jugend wurde was das Zeug hält mit Fondor oder Maggi "verfeinert". Es gehörte zum Leben wie die berühmten Pril-Blumen. An Hefeextrakt ist meines Wissens noch keiner gestorben. Und selbst wenn: Rauchen ist auch ungesund und ich kenne eine Menge "Reformköstler", die rauchen. Oder Alkohol trinken, was ja auch nicht gerade gesund ist. Ihr seid alle von Umweltgiften umgeben - nichts kann euch davor schützen. Und da regt ihr euch auf wegen HEFEEXTRAKT? Also ich kann mir den Kopf wegen Sinnvollerem zerbrechen.
Und schließlich vergiften sich die Engländer auch nicht damit.
2
#12
19.3.12, 18:05
@mops: Natürlich. Und das aus 2 Gründen: Erstens stand sowas nicht bei uns im Schrank/Gewürzregal. Und zweitens war an Maggi, Fondor und Aromat im Osten kein so einfaches rankommen ohne Westverwandtschaft. Gnade der östlichen Geburt. Natürlich gab es auch Würzpasten und Brühpasten. Die standen zu Hause aber auch nicht.

Was die Kritik an Geschmacksverstärkern betrifft, geht es ja nicht um die gesundheitlichen (Neben-)Wirkungen, sondern einfach nur darum, dass damit qualitativ minderwerte Ausgangsprodukte aufgehübscht werden, damit alles schön billig bleibt. Vernünftige Zutaten und Zubereitungen brauchen diese diese Zaubermittel nicht, die unter anderem unter dem Verdacht stehen, den Menschen zu veranlassen, mehr zu sich zu nehmen als ihm eigentlich gut tut. Und bei der umsich greifenden Veradispositasierung der Gesellschaft auch ein Argument gegen derartige unnötige Stoffe.
1
#13
2.11.12, 17:13
Jetz kommt wieder ein "Rote-Daumen"-Kommentar von mir. Die Engländer benützen das Zeug? Richtig. Die essen ja auch Pommes mit Essig. Warum also sollen die sich nicht eine konzentrierte Glutamatpaste aufs Bot schmieren? Für mich ist das nix. Wenn ich Glutamat aufs Brot haben möchte, lege ich mir eine Scheibe Käse drauf - da ist Glutamat genug drin - allerdings natürlich. Oder eine Tomate. Die enthält nämlich auch Glutamat. Da muss ich nicht auch noch eine Hfeextraktpaste auf mein Brot schmieren, wo ich weiß, dass sie zu 100 % künstlich hergestellt ist. Mein Kommentar ist sicherlich genauso "aggressiv" wie der von berlinerbecks oder auch von Oma Duck, aber dazu stehe ich. Was aus den Chemielabors der Lebensmittelindustrie ist, gehört nicht in meine Küche. Wer´s mag, solls essen, das stört mich nicht. Aber für mich? Nie.....
1
#14 Oma_Duck
3.11.12, 14:07
@Horst-Johann Lecker: Chemielabor? Immer wieder "putzig", wie das Wörtchen Chemie Abwehrreaktionen hervorruft, die oft berechtigt sind, aber eben bei weitem nicht immer. Hier eher nicht.
Hefe ist ein Naturprodukt. Ein Extrakt aus ihr bleibt es. Ob es gesund oder ungesund (= krank machend) ist, hängt wohl - wie meistens - von der Dosis ab.
Instinktive Abwehr muss nicht immer berechtigt sein. Schließlich: Ohne chemische Reaktionen wäre Kochen gar nicht möglich. Der Chemie und, jawohl, der chemischen Industrie verdanken wir auch zahllose lebensrettende und -verlängernde Produkte.

Die Vegemite/Marmite-Schmiere kann mir trotzdem gestohlen bleiben.
1
#15
3.11.12, 14:16
So viel ich weiß, gibt es ungefähr seit 1900 diese Produkte. Bisher habe ich keine Warnungen gelesen - allergisch reagieren kann man natürlich immer.
2
#16
31.12.12, 10:22
Also dann einmal keine Werbung sondern eine "Lebensgeschichte" zu VITAM R.

Am privaten Frühstückstisch des Chefarztes eines Kindersanatoriums habe ich VITAM entweder 1956 oder 1957 zu ersten mal aufs Brot bekommen. Seitdem war es im Haushalt meiner Eltern und seit meinem "Flüggewerden" in meinem immer vorhanden - auch in Jahren des berufsbedingten Aufenthaltes in Asien und Ostafrika (zu Not in der Tiefkühltruhe). Ich habe es fast ausschliesslich als Brotaufstrich verwendet und wo immer möglich mit Butter (geht auch mit Margarine oder Frsichkäse, schmeckt mir aber nicht ganz so gut). Ehepartner, Freunde und Kinder haben es entweder geliebt (selten) oder gehasst. Und ja, es macht in gewisser Weise süchtig. Ich ziehe es jedenfalls jedem nicht wirklich erstklassigen Brotbelag und fast jeder Wurst und vielen Käsen vor. Deshab war und ist es für mich auch immer Reisebegleiter in Länder, in denen es eher schwierig ist, Beläge für "Butterbrote" zu bekommen (dafür gibt es kleinere Tuben und Gläschen- die dann aber teurer sind). Verzichtet habe ich nur in den Zeiten, als ich Gewictsprobleme mit zero fat diet" zu bekämpfen versucht habe - eben weil es nur mit Butter am besten schmeckt. Für Brühen und zum Würzen habe ich es nur gelegentlich und nie mit ähnlich großem Erfolg verwendet.

Über die Jahre hat sich die Herstellungstechnik wohl verändert. Früher aus Bierhefe gewonnen, kommen heute wohl andere Grundstoffe verwendet. Nicht unbedingt zum geschmacklichen Vorteil, wenn ich mich recht erinnere.

Vo der Funktion ähnliche Produkte sind das englische Marmte und das australische Vegemite. Beide haben aber einen völlig anderen Geschmack, an den ich mich auch in 10 jahren Engandaufenthalt nie habe gewöhnen können.

VITAM scheint teuer. Eien Kilodose kostet derweil über 25€ und der mangelnde Wettbewerb der Reformhäuser hält es so teuer. Ich habe es noch nicht ausgerechnet, aber eine Kilodose reicht mir zwischen drei Monaten und einem halben Jahr. Keine Ahnung, wie viele Scheben Brot oder Brötchen das würzt. Je nach Grad der "Sucht" denke ich, dass man (auch bei "fortgeschrittener Sucht") für eine schöne Scheibe Brot oder ein Brötchen etwa 5-10 Gramm benutzt. Das wären aus einem Kilo 100 Brote/Brötchen. Bei Discountermarmelade schafft man das Doppelte, mit Käse etwa genauso viel... Für mich eine akzeptable Relation.

Für die, die es mal probieren wollen: Zu Anfang ein frisches Brötchen oder eine frische Scheibe Graubrot gut buttern und dann die Paste erstmal hauchdünn auftragen. Dann evtl langsam steigern....

Verfasse einen Kommentar

Emojis einfügen